Nürnberger Bündnis Nazistopp
 
      
 
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*** Nürnberg, 27.1.17 (Freitag), 17 - 18 Uhr: Veranstaltung zum Holocaust-Gedenktag am Platz der Opfer des Faschismus (VVN-BdA)
*** Download der Broschüre "Kritik an der geschönten und verkürzten Darstellung zahlreicher Künstlerbiografien der Nazizeit im Nürnberger Künstlerlexikon": hier klicken!
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Georgensgmünd: War ein Polizist über das Waffenarsenal des Reichsbürgers Wolfgang P. informiert? (Januar 2017)

Wie br.de (23.1.17) berichtete, wird nun gegen einen der beiden Polizisten, die mit Reichsbürger Wolfgang P. im Chat-Kontakt standen (wir berichteten), wegen des Verdachts auf "Beihilfe zum Totschlag durch Unterlassen" ermittelt. Es soll geklärt werden, ob der 50-jährige Staatsdiener vom Waffenarsenal des radikalisierten Reichsbürgers Wolfgang P. wusste und deshalb seine Kollegen hätte warnen können. Beim polizeilichen Versuch im Oktober 2016, Wolfgang P. zu entwaffnen, eröffnete dieser das Feuer. Ein Polizist starb kurze Zeit später, drei weitere wurden verletzt.

br.de ("Ermittlungen gegen Polizeibeamten laufen", 23.1.2017): hier klicken!

Nürnberg: Hitlergruß am Königstorgraben (Januar 2017)

Wie nordbayern.de (23.1.17) berichtete, "begrüßte" ein 30-jähriger Mann am Königstorgraben die Polizei mit dem Hitlergruß.

nordbayern.de ("Königstorgraben: Betrunkener zeigt Streife Hitlergruß", 23.1.2017): hier klicken!

Gunzenhausen: Weitere Durchsuchungsaktion in der Reichsbürgerszene in Zusammenhang mit dem Georgensgmünder Polizistenmord (Januar 2017)

Wie br.de (20.1.17) berichtete, durchsuchte die Polizei ein Anwesen im mittelfränkischen Gunzenhausen in Zusammenhang mit dem Polizistenmord in Georgensgmünd durch den Reichsbürger Wolfgang P. (wir berichteten mehrfach). Weitere Informationen dazu gibt es bisher nicht.

Laut nordbayern.de (17.1.17) trieb und treibt ein weiterer Reichsbürger im Altlandkreis Gunzenhausen sein Unwesen. Er sei unter anderem wegen Nötigung angeklagt und habe sein Auto mit einem Phantasie-Nummernschild versehen. Der 54-Jährige sei mehrfach vorbestraft, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung.

br.de ("Polizei durchsucht Anwesen in Gunzenhausen", 20.1.2017): hier klicken!, nordbayern.de ("Gunzenhausen: Prozess gegen Reichsbürger vertagt", 17.1.2017): hier klicken!

Lauf: Lügenrassist täuschte Überfall vor - so entstehen Falschmeldungen: "Sprach deutsch mit ausländischem Akzent" (Januar 2017)

Laut nordbayern.de (17.1.17) täuschte im Dezember 2016 ein 54-Jähriger in Lauf einen Raubüberfall auf offener Straße vor und behauptete, der Täter habe deutsch "mit ausländischem Akzent" gesprochen (nordbayern.de, 11.12.16).

Der offensichtlich rassistisch motivierte Mann hatte sich, wie man jetzt weiß, selbst an der Hand verletzt, um seine Lügengeschichte glaubwürdiger klingen zu lassen.

nordbayern.de ("Messerattacke in Lauf: Raubüberfall war vorgetäuscht", 17.1.2017): hier klicken!

Nürnberg: Spaltungstendenzen bei der AfD Nürnberg? Die eine Facebook-Seite distanziert sich von der anderen (Januar 2016)
- aktualisiert -

Am 15. Januar distanzierte sich der AfD-Kreisverband Nürnberg-Schwabach auf Facebook von der Facebook-Seite "AfD Nürnberg-Süd/Schwabach". Man überlege sich juristische Schritte, hieß es. Schlägt hier die eine extrem rechte Fraktion auf die andere ein und umgekehrt?

Hintergrund der offenen Distanzierung von Aktiven aus der eigenen Partei sind möglicherweise auch die aktuellen kritischen Pressemeldungen zu einem Posting auf der Nürnberg-Süd-Seite. Dort warb die AfD mit Sophie-Scholl-Zitaten für sich und gab die Parole aus: "Sophie Scholl würde AfD wählen". In dieser Sache ist laut einem uns vorliegenden Facebook-Post bereits eine Anzeige aus dem Raum Baden-Württemberg wegen Verdachts auf u.a. Volksverhetzung auf dem Weg.

Ansonsten ist die Vergleicherei mit den Geschwistern Scholl bei der AfD nichts Neues. Die Frau von Storch tat das im Mai 2016, und das ist nur ein Beispiel. Man will sich halt als mutige Menschen und Opfer gleichzeitig inszenieren. Beides ist man nicht.

nordbayern.de ("Interne Querelen plagen die Nürnberger AfD", 17.1.2017): hier klicken!, endstation-rechts.de ("'Bitte zerfleischt Euch': AfD-Verbände streiten über Sophie-Scholl-Propaganda", 16.1.2017): hier klicken!, nordbayern.de ("Vergleich mit Sophie Scholl: AfD sorgt für Facebook-Eklat", 16.1.2017): hier klicken!, berliner-zeitung.de ("Aufregung um Facebook-Post eines angeblichen AfD-Kreisverbandes", 16.1.2017): hier klicken!

Nürnberg, 14. Januar: 200 gegen Pegida trotz Egon & Co. (Januar 2016)
- mehrfach aktualisiert -

Die Sturmtiefs Egon und Caius meinten es nicht gut mit den DemonstrantInnen an diesem Tag, dennoch waren knapp 200 Menschen auf der Straße gegen Pegida Nürnberg. Das Pegida-Häufchen stagnierte erneut bei vierzig TeilnehmerInnen. Danke an alle GegendemonstrantInnen und an die OrganisatorInnen von DIDF! Es ist nach wie vor sehr wichtig, dass die Pegida-HetzerInnen nicht ohne Widerstand auf der Straße agieren können!


Nürnberg, 14. Januar 2016: Gegen Pegida Nürnberg (Foto: Roland Sauer)

Laut Nonügida ist davon auszugehen, dass am Samstag vergleichsweise viele Pegida-HetzerInnen von auswärts angereist sind. Der rechte "Spaziergang" war wegen einer anderen Veranstaltung verkürzt, dennoch wurden Hauptverkehrsstraßen behelligt. Die Absperrung mit Gittern war diesmal jedoch reduziert, was auch Protest an der Route ermöglichte.

Es muss dennoch erneut betont werden, dass die genehmigte Demorunde für Pegida, auch über Hauptverkehrsstraßen, eine Unverschämtheit ist. Ein Gegendemonstrant setzte sich aus Protest vor den Pegida-Zug auf die Straße und wurde von der Polizei wieder weggetragen.

(14.1.17, aktualisiert 15. und 16.1.17)

Nürnberg: Mann lief in Soldatenuniform mit Hakenkreuz und mit Pistole durch die Innenstadt (Januar 2016)

Laut Pressemitteilung der Polizei (15.1.17) lief am Sonntagmorgen ein 27-jähriger Mann aus dem Landkreis Fürth mit Soldatenuniform und Pistole durch die Nürnberger Innenstadt. An der Uniform befand sich ein Aufnäher mit einem Hakenkreuz unter einem Reichsadler. Die Pistole soll nicht funktionsfähig gewesen sein.

Da der Mann den Nazi-Aufnäher vor seiner Festsetzung durch Polizeibeamte heruntergerissen hatte, ist davon auszugehen, dass er auch aus politischen Motiven handelte.

Nürnberg, 14. Januar 2017: Proteste gegen Pegida-Auftritt - Auf die Straße!!! (Dezember 2016 / Januar 2017)
- aktualisiert -

Die Anti-Pegida-Saison geht ins dritte Jahr. Das Netzwerk gegen die RassistInnen-Truppe bleibt aktiv und es wird weiter kontinuierliche Gegenproteste geben.

Pegida Nürnberg hat für Samstag, den 14. Januar von 13 bis 17 Uhr am Jakobsplatz angemeldet und will über Kornmarkt, Grasersgasse, Frauentorgraben usw. wieder die große Demoroute. Mal sehen, ob die Stadt das alles für die Minitruppe freisperrt.

Die Gegenkundgebung am Samstag, den 14. Januar beginnt um 13.30 Uhr am Jakobsplatz und wird von DIDF organisiert. Auf die Straße! Gemeinsam dämmen wir sie ein!

(Stand 12.1.17)

Behringersmühle (Ofr.): Riesiges Pro-AfD-Transparent an Felswand (Januar 2017)

Laut verschiedenen Medienberichten hing an einer Felswand bei Behringersmühle (Gemeinde Gößweinstein) einige Tage lang ein mehrere Meter großes Transparent mit dem Schriftzug "Merkel geh weg". Auf Fotos zu sehen ist zudem eine Grafik, die eindeutig auf die AfD verweist. Das Propagandateil war professionell an einer Steilwand befestigt, so dass Kletterer beteiligt gewesen sein müssen.

Nun ist der oben genannte Schriftzug nicht automatisch rechts, aber im Kontext AfD durchaus. Extrem Rechte werfen der Bundeskanzlerin keineswegs ihre konservativen politischen Standpunkte vor, sondern ihre (vermeintliche) Flüchtlingsfreundlichkeit.

nordbayern.de ("Polizei hängt Anti-Merkel-Plakat in Behringersmühle ab", 10.1.2017): hier klicken!, infranken.de ("Die Polizei entfernt das Anti-Merkel-Transparent", 9.1.2017): hier klicken!

Bayern: Starker Anstieg rechter Angriffe auf Flüchtlinge und deren Unterkünfte im Jahr 2016 - Polizei informierte in den meisten Fällen nicht die Öffentlichkeit (Januar 2017)

Seit Kurzem ist die Antwort des bayerischen Innenministeriums auf eine schriftliche Anfrage der grünen MdL Katharina Schulze bekannt (hier klicken!). Demnach kam es in den ersten neun Monaten des Jahres 2016 in Bayern zu 75 Angriffen auf bestehende oder geplante Flüchtlingsunterkünfte, darunter mehrere Brandanschläge, und zu 340 Angriffen auf Flüchtlinge außerhalb ihrer Unterkünfte. Zusätzlich wurden vierzehn Attacken auf FlüchtlingshelferInnen verübt.

Aus den Aufstellungen geht hervor, dass die Polizei in den meisten Fällen keine Pressemitteilung erstellte. Die Öffentlichkeit war also über die rechten Gewalttaten meist nicht informiert.

Die vom Innenministerium erst auf Anfrage erstellte Statistik erfasst bei Weitem nicht alle rassistischen Gewaltakte des vergangenen Jahres. So schlug am 30. Dezember im oberpfälzischen Weiden ein brutales Rassisten-Trio einen 16-jährigen afghanischen Flüchtling zusammen. Der Jugendliche trug schwere Gesichtsverletzungen davon (onetz.de, 3.1.17)

(4.1.17)

endstation-rechts-bayern.de.de ("'Verschwiegene' Straftaten gegen Flüchtlinge im Freistaat", 5.1.2017): hier klicken!

Nürnberg: Rechte Anschlagserie gegen AntifaschistInnen geht weiter - Büro der LINKEN wurde angegriffen (Dezember 2016)

Die rechte Anschlagserie gegen AntifaschistInnen in Nürnberg geht offensichtlich weiter. In der Nacht vom 30. auf den 31. Dezember wurde das Büro der LINKEN angegriffen. Laut Mitteilung wurden drei Fenster und Rolläden zerstört sowie die Fassade beschmiert. Auf die Fassade wurde ein Symbol der neonazistischen "Anti-Antifa" gesprüht. Bei einem vor dem Büro parkenden Auto eines Nazi-Gegners - bekannt ist nur, dass sich auf dem Auto ein Anti-Nazi-Aufkleber befand - wurden die Frontscheibe eingeschmissen und alle Reifen zerstochen. Der entstandene Schaden bemisst sich auf mindestens 4.000 Euro.


Nürnberg, 30./31. Dezember 2016: Neonazi-Anschlag auf Büro der LINKEN (Fotos: Die Linke Nürnberg)

Mit Bezug auf die neonazistischen Morddrohungen im November 2015 erklärte Linken-Stadtrat Titus Schüller: "Wir lassen uns weder durch Morddrohungen noch durch Anschläge auf unser Büro einschüchtern".

Die Betroffenen bitten um Spenden auf folgendes Konto:
Sparkasse Nürnberg, IBAN: DE76 7605 0101 0005 8948 11, BIC: SSKNDE77XXX, Stichwort: Nein zu Nazis

(31.12.16)

nordbayern.de ("Anschlag auf Büro der Nürnberger Linken", 31.12.2016): hier klicken!

Nürnberg: Mutmaßlicher Neonazi-Anschlag auf Auto eines Sprechers der VVN-BdA (Dezember 2016)
- aktualisiert -

Wie uns mitgeteilt wurde, haben in der Nacht vom 27. auf den 28. Dezember 2016 bislang Unbekannte einen Anschlag auf den PKW des Nürnberger VVN-BdA-Sprechers Georg Neubauer verübt. Alle Scheiben und Seitenspiegel wurden zertrümmert, die Reifen zerstochen. Die genaue Schadenshöhe ist noch unklar, die eventuelle Versicherungsleistung ebenfalls noch nicht.


Nürnberg, 27./28. Dezember 2016: Anschlag auf Auto eines Antifaschisten (Foto: privat)

Es ist davon auszugehen, dass diese verabscheuenswerte Tat auf das Konto von Nazis und / oder RassistInnen geht. Wir rufen zur Solidarität mit dem Betroffenen auf. Gemeint sind wir alle!

Update: Der am Auto entstandene Schaden bemisst sich auf etwa 5.600 Euro. Der Betroffene geht von einem gezielten Anschlag auf sein Auto aus, denn ein im gleichen Carport stehendes Auto, das jemand anderem gehört, blieb völlig unversehrt.

(29.12.16, ergänzt 31.12.16)

nordbayern.de ("Zeugensuche: Scheiben eingeschlagen und Reifen zerstochen", 29.12.2016): hier klicken!

Plakataktion des Nürnberger Bündnis Nazistopp: "183 Todesopfer durch rassistische Gewalt in Deutschland seit 1990 - Deine Stimme gegen Nazis und Rassist_innen" (Juli/September 2013)




Dies war unsere Plakataktion (nicht nur) zur Landtags- und Bundestagswahl 2013. Die Plakate wurden ab Anfang September auch auf Plakatwänden und Litfaßsäulen verbreitet.

Mit unserer Plakataktion zur Landtags- und Bundestagswahl 2013 fordern wir nicht nur die soziale Ausgrenzung extrem rechter und neonazistischer Parteien (und ihrer WählerInnen, solange sie diese Kräfte unterstützen). Wir problematisieren auch die aus unserer Sicht falsche Zählung der Todesopfer rechter Gewalt seitens der zuständigen Behörden und damit auch der Bundesregierungen.

Jede/r darf das Plakat aufhängen und herunterladen!

Plakate in Größe A 1 und A 3 können bei uns abgeholt werden, so lange der Vorrat reicht (Anfragen über die EMail-Adresse nazistopp.nuernberg@yahoo.de). Gegen Erstattung der Portokosten und eine kleine Spende schicken wir auch Plakate zu. Die Plakate können auch als PDF-Datei heruntergeladen und verbreitet werden: hier klicken!

Wir freuen uns im übrigen sehr über Spenden, da wir das Plakat (Druck und teilweise Aufhängung über die Stadtreklame im September 2013) aus eigenen Mitteln finanziert haben (Kontonummer siehe Kontakt, Spendenaufruf, Impressum auf dieser Homepage, Stichwort "Plakat" angeben!). Danke an Rumpel Druck Nürnberg (niedrige Druckkosten) und alle anderen SpenderInnen für die freundliche Unterstützung!

Aktueller Artikel zum Thema des Cura Opferfonds, der wichtigsten "Datenquelle" für unser Plakat: hier klicken!

Die Bundesregierung zählt derzeit "nur" 75 Tote durch rechtsextreme Gewalt seit 1990
- offizielle Zahl aktualisiert im Juli 2015 -

Die offizielle Erfassung rechter Gewalt in der Statistik "Politisch motivierte Kriminalität" (PMK) blendet einen Teil rassistischer Gewalt systematisch aus und trägt so zu deren Verharmlosung bei. So sind in Bayern sechs Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 "staatlich anerkannt", sieben Todesopfer nicht. Dieses von sämtlichen Bundesregierungen durchgeführte und unterstützte "Herunterrechnen" rechter Gewalt dient vermutlich der Imagepflege und der Aufrechterhaltung der offiziösen Extremismustheorie. Das hat nicht nur statistische Folgen: Wie sich im bayerischen NSU-Untersuchungsausschuss bei der Befragung damaliger Ermittler und Zuständiger zeigte, war das allgemeine Ausblenden rassistischer Tatmotivationen üblich und verbreitet. Der Naziszene wurden derartig brutale Taten nicht zugetraut, folglich wurde auch nicht ernsthaft in diese Richtung ermittelt. Dabei würden ein paar Blicke in die von antifaschistischen und antirassistischen Initiativen gesammelten Tatbeschreibungen und Opferberichte vollauf genügen...

Leider ist unser Plakat nicht mehr "aktuell": Neonazis töteten in der Nacht vom 17. auf den 18. Juli 2013 in Kaufbeuren einem Mann

Ein Aktiver unseres Bündnisses äußerte vor kurzem die Hoffnung, dass das Jahr 2013 das erste Jahr seit Jahrzehnten ohne Todesopfer durch rechte Gewalt werden könnte. Der Traum ist aus: In Kaufbeuren erschlug ein Neonazi einen 34-jährigen, aus Kasachstan stammenden Mann. Der Täter und seine Gruppe hatten sich vorher rassistisch geäußert. Der Täter selbst sei zudem einschlägig polizeibekannt. Weitere Informationen des aida-Archivs München: hier klicken!

Nicht offiziell anerkannt als Opfer rechter Gewalt. Ein Beispiel: Klaus-Peter Beer, Amberg 1995, von Neonazis mißhandelt und schwer verletzt in die Vils geworfen, wo er ertrank

Dass Klaus-Peter Beer aus politischen Gründen ermordet wurde, zeigen Tatablauf und politische Einbindung der Täter. Das Internetportal "Mut gegen rechte Gewalt" berichtet: "In der Nacht zum 7. September 1995 wird der Busfahrer Klaus-Peter Beer in Amberg (Bayern) von den rechten Skinheads Richard L. und Dieter M. massiv geschlagen und schwer verletzt in die Vils geworfen. Klaus-Peter Beer ertrinkt. Die beiden Rechten wollen dem 48-jährigen Opfer 'einen Denkzettel verpassen', da sie von dessen Homosexualität wissen. Richard L. und Dieter M. treten unzählige Male mit ihren Springerstiefeln auf das wehrlose Opfer ein und werfen ihn anschließend in die Vils, wo er ertrinkt." Die Täter wurden zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt, sind aber vermutlich schon lange wieder in Freiheit.

Mittlerweile ist bekannt, dass einer der damaligen Täter, Richard L., aus dem Gefängnis heraus Kontakt mit Mandy S. pflegte. Die Nazi-Aktivistin Mandy S. engagierte sich für die mittlerweile verbotene "Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige" (HNG). Sie hielt sich eine Zeitlang im fränkischen Raum auf, war in der hiesigen Neonaziszene aktiv und verhalf den untergetauchten Neonazis Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe nach deren Untertauchen 1998 zu einem Unterschlupf. Beate Zschäpe nahm zeitweise die Identität von Mandy S. an.

Danke und Kontakt

Wir danken allen Organisationen und Einzelpersonen, die das Nürnberger Bündnis Nazistopp unterstützen!

Kontakt per Email: nazistopp.nuernberg@yahoo.de

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