Nürnberger Bündnis Nazistopp
 
      
 
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*** Nürnberg 14./15.8.15 (Freitag/Samstag): Proteste gegen Auftritt einer Blood&Honour-Nazi-Gruppe. Näheres wird noch bekannt gegeben.
*** Download der aktuellen ISFBB-Broschüre "Pegida Nürnberg - Analyse der Redeinhalte": hier klicken!
*** Wir bitten wir euch um einen Unterstützungsbeitrag für unsere laufenden Projekte, auch kleine Summen sind willkommen! Zum Spendenkonto: hier klicken!
*** BROSCHÜRE der nordbayerischen Bündnisse gegen Rechts (NBB) "Fünf NSU-Morde in Bayern - und alles bleibt wie es ist?" (60 Seiten, A4) erhältlich im Gewerkschaftshaus Nürnberg, Kornmarkt, Rechtsschutzbüro ver.di Raum 5.20 (5. Stock) von 8 bis 16 Uhr, Preis 3,50 Euro. Oder Bestellungen per Email an nbb_gegen_rechts@yahoo.de, Preis 5 Euro pro Exemplar incl. Porto und Verpackung. Zusendung nach Zahlung per Vorkasse, Kontoverbindung wird per Mail zugeschickt. Inhaltsverzeichnis: hier klicken!

Hemhofen: Rassisten schwärzten Flüchtlinge an - gescheiterter Versuch einer kriminellen Kampagne (Juli 2015)

Laut nordbayern.de (29.7.15) schwärzten zwei junge Männer im mittelfränkischen Hemhofen Flüchtlinge wegen Taten an, die sie selbst begangen hatten: "Am Dienstag zwischen 17 und 18.45 Uhr wurden am Skaterplatz an einem Mofa Gaszug und Bremshebel beschädigt, außerdem verschwand ein daneben abgelegter Motorradhelm. Als deren Besitzer zurückkamen, wurden sie von zwei jungen Männern angesprochen, die behaupteten, drei Asylbewerber aus der naheliegenden Unterkunft hätten die Tat begangen". Einer der beiden mutmaßlichen Täter habe sich Flüchtlingen gegenüber bereits wiederholt rassistisch verhalten, beide seien "amtsbekannt".

Es ist offensichtlich, dass die beiden jungen Männer Stimmung gegen die in Hemhofen lebenden Flüchtlinge machen wollten. Mainstockheim wirkt offensichtlich ansteckend.

nordbayern.de ("Verdächtige beschuldigen Unbeteiligte", 29.7.2015): hier klicken!

Weißenburg und Bamberg: NPD agitiert für "Identität" und gegen Flüchtlinge (Juli 2015)

Wer gedacht hat, die NPD in unserer Region würde gänzlich erstarren, hat sich getäuscht: Aus mehreren Orten, unter anderem Weißenburg und Bamberg, werden Aufkleber- und Flyeraktionen gemeldet. In Weißenburg landeten NPD-Flyer in Briefkästen ("Islamisierung unserer Heimat stoppen!", "Maria statt Scharia"), laut weissenburg-aktuell.de (30.7.15) in der Nähe einer geplanten neuen Flüchtlingsunterkunft in der Nürnberger Straße. In Bamberg wurden Aufkleber der Jugendorganisation JN mit dem Schlagwort "Identität" angebracht.

(30.7.15)

weissenburg-aktuell.de ("NPD verteilt antimuslimische Werbeflyer in Weißenburg", 30.7.2015): hier klicken!

Fürth: Neonazi-Angriff auf GEW-Büro (Juli 2015)

In der Nacht vom 22. auf den 23. Juli wurde laut Pressemitteilung der GEW (23.7.15) eine Scheibe des GEW-Büros in Fürth demoliert. Es wird von neonazistischen TäterInnen ausgegangen. Die GEW ist gegen Nazis aktiv und deren Bezirkssprecherin Ruth Brenner ist gleichzeitig Sprecherin des Fürther Bündnisses gegen Rechts. Ein Sachschaden von mehr als 2000 Euro sei entstanden. Das Büro wurde bereits zum dritten Mal angegriffen.

Am 23. Juli fand eine Solidaritätskundgebung mit etwa 30 TeilnehmerInnen statt.

nordbayern.de ("Anschlag auf Fürther Gewerkschaftsbüro: Waren es Neonazis?", 23.7.2015): hier klicken!

Mainstockheim (Ufr.): Bewaffneter rechter Mob griff Flüchtlingsunterkunft an und randalierte dort - Wird jetzt die Hatz gegen angeblich "chancenlose Asylbewerber" eröffnet? - Neonazis mischten zumindest im Internet mit (Juli 2015)
- aktualisiert: Unterkunft geräumt, Nazis aktiv -

Die Nachrichten aus dem unterfränkischen Mainstockheim, knapp 100 Kilometer von Nürnberg entfernt, sind alarmierend: Teilweise mit Knüppeln und Fahrradketten bewaffnete, aus jüngeren Männern bestehende Mobs seien am Donnerstag abend mehrfach vor einer Flüchtlingsunterkunft aufgetaucht. Die Polizei habe Zusammenstöße mit den aus dem Kosovo stammenden Flüchtlingen verhindert. Ein 27-jähriger Bewohner der Unterkunft sei leicht verletzt worden. Mehrere Unbekannte hätten das Gebäude betreten und Einrichtungsgegenstände beschädigt. Die Polizei sei sich sicher, dass kein rassistischer Hintergrund gegeben sei, ermittele jedoch unter anderem wegen Landfriedensbruch und schwerem Hausfriedensbruch. Einige Flüchtlinge seien bereits in andere Unterkünfte verlegt worden.

Angeblich hätten Flüchtlinge durch ihr Verhalten in der Vergangenheit "den Unmut der Bevölkerung" erregt, so der Tenor einiger Presseberichte. Die Rede ist unter anderem von lauter nächtlicher Musik, Müllsäcken auf der Straße, angeblicher Randale in einer Kitzinger Bar. Der Bürgermeister habe moniert, "aus dem Versprechen, Wirtschaftsflüchtlinge schnell zurückzuführen, sei nichts geworden".

Zur Eskalation inklusive Aufmarsch einer Art rechter Bürgerwehr beigetragen haben offensichtlich rassistische und neonazistische Hetzbeiträge im Internet. Laut mainpost.de (25.7.15) gebe es einen Internetbeitrag, "in dem Mainstockheimer angeben, von Flüchtlingsbanden terrorisiert zu werden". Darin werde "laut nach KZ geschrien! Nach Bürgerwehr und Selbstjustiz!"

Update: Laut infranken (26.7.15) wurde die Unterkunft nun komplett geräumt, ein großer Erfolg für Nazis und RassistInnen. Im Vorfeld wurden Neonazis vor dem Heim gesichtet, es habe "Aufrufe zu einem Aufmarsch von Personen aus dem rechten Spektrum" gegeben. Der rechte Mob sei nun insgesamt fünf Mal aufmarschiert.

infranken.de ("Flüchtlingsunterkunft wird jetzt doch komplett geräumt", 26.7.2015): hier klicken!, mainpost.de ("Polizisten räumen Asylbewerber-Unterkunft in Mainstockheim", 24.7.2015): hier klicken!, merkur.de ("Vor Flüchtlingsheim: Mob bedroht Bewohner", 24.7.2015): hier klicken!, infranken.de ("Polizisten räumen Asylbewerber-Unterkunft in Mainstockheim", 24.7.2015): hier klicken!

Nürnberg: Erfolgreiche Proteste gegen den elften rassistischen Pegida-Aufmarsch - Live-Ticker - DANKE AN ALLE, DIE HEUTE AUF DER STRASSE WAREN! (Juli 2015)

Wir bedanken uns bei allen, die erneut gegen Nazis und RassistInnen um Pegida Nürnberg auf die Straße gegangen sind. Wir alle haben vielleicht an solchen Abenden etwas Besseres zu tun, aber wir dürfen den extrem Rechten mit ihren menschenverachtenden Parolen nicht die Straße überlassen! Danke für eure Ausdauer und Geduld, danke für eure Energie! Wir sind zudem sehr erfreut über die rege Beteiligung der AnwohnerInnen, die - wie bereits in Juni zwischen Rathenau- und Kaulbachplatz - Flagge gezeigt haben: Durch die Teilnahme an den Gegenkundgebungen und durch das Hissen zahlreicher Anti-Pegida-Transparente.


500 gegen Pegida Nürnberg am 24. Juli - Transparente an der rechten Demostrecke (Fotos: Nürnberger Bündnis Nazistopp)

Das Nürnberger Bündnis Nazistopp hat heute zum zwanzigsten Mal in diesem Jahr in Nürnberg und der näheren Umgebung gegen Nazis und extrem Rechte mobilisiert, davon 17 Mal direkt in Nürnberg. Wir bleiben dran, wir stemmen uns gegen den rechten Angriff in diesem Jahr! Versprochen!

21.25 Uhr: Tegetmeyer beendet, Nationalhymne, Schluss.

21.15 Uhr: Immer noch der Pegida-Holländer. Nonügida Twitter: "Soviel Hass kann man doch gar nicht im Kopf haben".

20.50 Uhr: Pegida Nürnberg wieder am Ausgangsort Rennweg. "Ed der Holländer" spricht. Etwa 300 Pegida-GegnerInnen sind noch vor Ort.

20.40 Uhr: Insgesamt 500 gegen Pegida-Nürnberg (Olof-Palme-Platz und Seitenstraßen)! Super!

20.35 Uhr: Gut 300 am Olof-Palme-Platz, mittlerweile etwa 50 PegidistInnen dort angekommen, lautstarker Empfang. Unter den Pegidas sind auch Nügida-AnhängerInnen.

20.30 Uhr: 200 am Olof-Palme-Platz. Laute Musik aus einer Wohnung, Nopegida-Transparent. Pegida unterwegs.

20.10 Uhr: 130 Anti-Pegida nahe Olof-Palme-Platz.

19.45 Uhr: Am kaufmännischen Berufsbildungszentrum nahe der Nazistopp-Kundgebung (Am Messehaus) hängen 24 selbstgemalte Transparente, darunter "Pegida - Peinliche ekelige großmäulige intolerante dumme A... Euer Hass ist uns peinlich" sowie "Freundschaft kennt keine Nationalität". Dort aktuell etwa 75 Pegida-GegnerInnen. Am Rennweg hat Pegida Nürnberg mittlerweile Kundgebung gestartet, lautstarke Gegenkommentare.

19.30 Uhr: Mittlerweile über 200 gegen Pegida am Rennweg, dagegen nur 25 PegidistInnen.

19 Uhr: Lauter Anti-Pegida-Chor "Wo wo wo ist euer Transpi" (Erläuterung: Beim letzten Nürnberger Pegida-"Spaziergang" entführten zwei junge Männer das Pegida-Fronttransparent - das die Aktion dokumentierende Youtube-Video belustigte Hundertausende).

18.45 Uhr: 150 gegen Pegida am Rennweg (AAB-Kundgebung), bis jetzt 11 PegidistInnen sichtbar.

18 Uhr: Anti-Pegida-Transparente am Rennweg und in der Adamstraße: Ein guter Auftakt! Die Parolen: "Integrieren statt spatzieren", "Pegida raus!", "Hier kein Platz für Rassismus", "Alle gegen Rassismus und soziale Spaltung!".

Dank an: Nonügida Twitter sowie die weiteren InformantInnen.

Nürnberg: Pegida-RassistInnen schlagen am Donnerstag, den 23. Juli erneut auf - Gegenproteste nahe U-Bahn-Haltestelle Rennweg und Olof-Palme-Platz sind vorbereitet (Juli 2015)
- mehrfach aktualisiert -

Neonaziparteien hetzen und veröffentlichen mit den Adressen von Flüchtlingsunterkünften potenzielle Anschlagsziele. Die AfD radikalisiert sich nach rechts und auch die CSU tut dies zunehmend deutlich. Da schaukelt sich der rechte Rand der Gesellschaft gegenseitig hoch. Nazis und rechter Stammtisch und auch Ministerpräsidenten geben kein Pardon. Stehen am Ende wieder tote Flüchtlinge und rassistisch motivierte Grundgesetzänderungen wie vor 25 Jahren? Es steht zu befürchten. Viele Flüchtlingsunterkünfte brennen jedenfalls schon jetzt, alleine in Bayern gab es drei vermutlich rassistisch motivierte Brandanschläge innerhalb einer Woche. Ein Glück, dass dabei niemand zu Schaden kam.

Vier Wochen nach ihrem desaströsen Auftritt zwischen Rathenau- und Kaulbachplatz will Pegida Nürnberg erneut die rechte Mobilisierungswelle nutzen und eine rassistische Spur durch Nürnberg ziehen, und zwar im Bereich Rennweg - Olof-Palme-Platz. Pegida-Auftakt ist ab 19.30 Uhr am Rennweg Nähe U-Bahn-Haltestelle. Dann marschieren die Rechten auf dem Rennweg zum Olof-Palme-Platz und nach einer Zwischenkundgebung wieder zurück.

Auf welchem ideologischen Weg sich Pegida Nürnberg derzeit befindet, mag ein kleiner Auszug aus ihrer Facebook-Seite (20.7.15) illustrieren. Ein Kommentator postet: "Das Wort Nazi hat seinen schrecken (sic!) verloren. Heute ist es ein Gütesiegel und steht für Patriotismus". Darauf kommentiert Pegida Nürnberg: "so schauts (sic!) aus".

Gegenproteste am Donnerstag, den 23. Juli ab 17 Uhr bei U-Bahn Rennweg Höhe Bayreuther Straße (angemeldet durch AAB) sowie ab 20 Uhr am Messehaus nahe Olof-Palme-Platz (angemeldet durch Nürnberger Bündnis Nazistopp). Am Olof-Palme-Platz findet eine Pegida-Zwischenkundgebung statt. Auf die Straße!

Kleiner Flyer zum Ausdrucken und Verteilen: hier klicken!

Obwohl Pegida bei den letzten Veranstaltungen in Nürnberg nicht mehr als fünfzig RassistInnen auf die Straße gebracht hat, wurde der Kleingruppe vom Ordnungsamt der Stadt Nürnberg wieder eine Route durch ein Wohnviertel genehmigt. Auch dagegen protestieren wir! Kommt alle! Seid laut! Hängt Transparente aus euren Fenstern!

(Stand 22.7.15)

nordbayern.de ("Pegida-Demo sorgt am Donnerstag für Behinderungen", 21.7.2015): hier klicken!

Weißenburg: Naziaufkleber am Bahnhof (Juli 2015)

Laut einer Mitteilung des Weißenburger Landkreisbündnisses gegen Rechts (23.7.15) verbreiteten Neonazis der Partei "Der 3. Weg" großflächige Propagandaaufkleber auf dem Bahnhofsgelände.

Ansbach: Züchtet die Stadt Ansbach Nazis? - Katastrophale Verschweigetaktik (Juli 2015)
- ergänzt -

Laut Nürnberger Nachrichten (Printausgabe 22.7.15) fand am gestrigen Dienstag mitten in Ansbach, auf dem Schlossplatz, eine NPD-Kundgebung statt. "Mit völkischen Liedern und Ansprachen, die sich unter anderem gegen die USA und Flüchtlinge richteten", wurde agitiert. Trotz der Schweigetaktik der Stadt - die Öffentlichkeit wurde nicht informiert - gab es Widerstand: Etwa 30 GegendemonstrantInnen hielten lautstark dagegen.

Die Vorgehensweise der Stadt Ansbach, von Bürgermeisterin Carda Seidel auch noch explizit verteidigt ("richtige Taktik, um der NPD keine zusätzliche Aufmerksamkeit zu verschaffen") ist katastrophal und lässt für die Zukunft Schlimmes befürchten. Auf diese Weise züchtet man Nazis und bekämpft sie nicht.

Ergänzung: Laut "Blick nach Rechts" (24.7.15) stand der NPD-Auftritt in Ansbach im Zusammenhang mit einer bundesweiten NPD-Kundgebungstour. In Bayern (Ansbach war der Auftakt), Baden-Württemberg sowie Rheinland-Pfalz wurde gegen US-amerikanische Militärstützpunkte protestiert, natürlich aus einem rechts-nationalistischen Motiv heraus (Deutschland sei ein "besetztes Land").

nordbayern.de ("NPD-Demo verschwiegen? Ansbacher empört über Stadt", 22.7.2015): hier klicken!, radio8.de ("Aufmarsch verschwiegen?", 22.7.2015): hier klicken!, br.de ("NPD-Kundgebung geht im Pfeifkonzert unter", 22.7.2015): hier klicken!

Schwabach: "Asyl-Hotel Rot brennt bald" - Androhung eines neonazistischen Brandanschlags (Juli 2015)

Zwei Wochen nach der letzten Nazi-Sprühaktion in der Bahnhofsunterführung (wir berichteten) schlugen Neonazis laut nordbayern.de (21.7.15) erneut zu: Auf fünf Metern Länge wurde dort erneut ein Hakenkreuz gesprüht, zusätzlich ein bedrohlicher, einen Brandanschlag ankündigender Slogan: "Asyl-Hotel Rot brennt bald". Ob "Rot" für Roth steht, ist unklar.

Neonazis versuchen, mit allen Mitteln gegen Flüchtlingsunterkünfte zu hetzen und scheuen auch vor feiger Gewalt gegen die Schwachen der Gesellschaft nicht zurück.

nordbayern.de ("Nazi-Schmierereien am Schwabacher Bahnhof", 21.7.2015): hier klicken!

Ebermannstadt / Nürnberg: Ehemaliger Rechtsterrorist verstorben (Juli 2015)
- ergänzt -

Laut "Blick nach Rechts" (21.7.15) ist der "ehemalige Südtirol-Terrorist" Peter Kienesberger am 14. Juli im oberfränkischen Ebermannstadt verstorben. Das Begräbnis soll in Nürnberg stattfinden.

In Italien war der Mann mehrfach gerichtlich verurteilt worden, unter anderem wegen mehrerer Anschläge in den 1960er Jahren zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Kienesberger gehörte in dieser Zeit dem rechtsterroristischen "Befreiungsausschuss Südtirol" (BAS) an, der gewaltsam separatistische Ziele verfolgte und die Trennung Südtirols von Italien anstrebte. Er soll bis zuletzt politisch aktiv gewesen sein und betrieb in Nürnberg den "Buchdienst Südtirol".

Seine Frau und jetzige Witwe bietet bis heute als "Buchdienst-Suedtirol" über amazon.de rechtsgerichtete, meist antiquarische Bücher an, unter anderem ein Buch des Holocaustleugners Gerd Honsik ("Schelm und Scheusal. Meineid. Macht und Mord auf Wizenthals Wegen") sowie geschichtsrevisionistische Werke à la "Verratene Verräter: Die Schuld des 'Widerstandes' an Ausbruch und Ausgang des Zweiten Weltkrieges" und natürlich jede Menge rechtes Südtirol-Gedöns.

Update: Verschiedenen rechtsgerichteten Internetblogs sind Berichte über die samstägliche Beerdigung auf dem Nürnberger Westfriedhof zu entnehmen. So wurde angekündigt, eine Abordnung des Südtiroler Heimatbundes werde ein Blumenbukett mit weiß-roten Schleifen und der Inschrift "Danke für Deinen Einsatz / Der Südtiroler Heimatbund" ablegen. Bei der Beerdigung anwesend waren auch "ehemalige Südtiroler Freiheitskämpfer".

stopptdierechten.at ("FPÖ-Nachruf auf rechtsextremen Südtirolterroristen", 21.7.2015): hier klicken!, bnr.de ("Rechter 'Alpen-Taliban'", 21.7.2015): hier klicken!

Bayern und anderswo: Potenzielle neonazistische Anschlagsziele auf Google Maps - Drei Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte in Bayern in einer Woche - Neonazi-Partei "Die Rechte": "Jetzt gab es die Quittung" (Juli 2015)
- mehrfach aktualisiert und ergänzt -

Seit Kurzem berichten auch überregionale Medien: Eine seit Monaten im Netz befindliche, interaktive Google-Maps-Karte mit dem Titel "Kein Asylantenheim in meiner Nachbarschaft" enthält genaue Adressen sowie sonstige Ortsangaben von Flüchtlingsheimen und weist somit den Weg für rassistische BürgerInnen und neonazistische TerroristInnen. Verlinkt sei die Karte unter anderem auf der Homepage der Neonazi-Partei "Der Dritte Weg", die in Bayern zahlreiche AktivistInnen und Kader des verbotenen "Freien Netz Süd" aufgesogen hat. Ein aktueller Kampagnenschwerpunkt der Partei ist der Kampf gegen Flüchtlinge und Flüchtlingsunterkünfte.

Die einen protestieren gegen Flüchtlinge, die anderen helfen mit Brandanschlägen wie in Vorra oder mit Schüssen wie jüngst in Böhlen bei Leipzig nach. Alleine in Bayern gab es drei mutmaßlich neonazistische Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte innerhalb einer Woche (Waldaschaff in Unterfranken sowie Prien am Chiemsee und Reichertshofen in Oberbayern). In einer aktuellen Presseerklärung (18.7.15) droht der bayerische Landesverband der Neonazi-Partei "Die Rechte" unverhohlen: "Und so wird Reichertshofen bald überall sein, wenn die etablierten Multi-Kulti-Fanatiker ihre Überfremdungspolitik unbeirrt fortsetzen".

Update 1: Die oben erwähnte Google-Maps-Karte war für kurze Zeit offline und ist nun (Stand 18.7.15) unter dem Motto "Übersicht zu Asylantenheimen in Deutschland" wieder online. Sehr bedenklich: "Die jüngsten Brand- und anderen Anschläge betrafen Adressen, die über diese Karte zu finden waren", so ein Kommentar auf dokmz.wordpress.com, der weiter mahnt: "Moralisch mitverantwortlich sind auch die Dienste, die für diese Aktion zeitweise missbraucht (und korrekterweise: nachdem sie Kenntnis davon hatten, gebraucht) wurden. Dazu zählen Google Maps, die aufgrund des offenkundigen AGB-Verstoßes diese Karte frühzeitig bzw. schneller aus dem Netz hätten nehmen können. Dazu zählt der Mailprovider GMX, der trotz eindeutiger Nutzungsbedingungen noch immer prüft, ob hier ein Verstoß vorliegt. Dazu zählt auch Timeweb, der Provider, über den Der Dritte Weg seine Webhetze betreibt".

Update 2: Die Karte ist nach heftigen Protesten wieder offline (Stand 20.7.15)!

Update 3: Die Nazikarte ist wieder online und verlinkt auf der Homepage der Partei "Der 3. Weg" (Stand 30.7.15).

br.de ("Hetze à la carte", 18.7.2015): hier klicken!, jetzt.sueddeutsche.de ("'Braune' Karte ist offline", 17.7.2015): hier klicken!, jetzt.sueddeutsche.de ("Die braune Landkarte", 15.7.2015): hier klicken!, tagesspiegel.de ("Rechte Partei sammelt Standorte von Asylheimen auf Google Maps", 15.7.2015): hier klicken!

Landkreis Neustadt/Aisch - Bad Windsheim: Verfahren gegen ehemaligen Auschwitz- und Majdanek-Wachmann eingestellt (Juli 2015)

Laut Süddeutsche Zeitung (Printausgabe 16.7.15) wurde das Ermittlungsverfahren gegen einen ehemaligen Auschwitz- und Majdanek-Wachmann, wohnhaft im Landkreis Neustadt/Aisch - Bad Windsheim, wegen dauerhafter Verhandlungsunfähigkeit eingestellt (wir berichteten).

Röthenbach a. d. Pegnitz: Nazischmierereien in Aula und Schulhof (Juli 2015)

In der gemeinsamen Aula von Gymnasium und Realschule sowie auf dem Schulhof im nahe bei Nürnberg gelegenen Röthenbach fanden sich insgesamt sechs Neonazi-Schmierereien, darunter mehrere Hakenkreuze. Die Tat wurde laut br.de (16.7.15) vermutlich in der Nacht zum Donnerstag begangen. Spuren eines Einbruchs seien nicht zu finden, somit kommen zum Beispiel Schulpersonal oder SchülerInnen als TäterInnen in Frage.

br.de ("Hakenkreuze in der Aula", 16.7.2015): hier klicken!

Nürnberg: Stadt verbannt Müll-BettlerInnen am Pferdemarkt - Triumph des Ressentiments und Kriminalisierung der Armut (Juli 2015)

Neonazis, RassistInnen, Bild-Zeitung und OrdnungsfanatikerInnen hatten es schon lange gefordert, nun zieht die Stadt nach jahrelanger individueller Piesackerei nach: Die Müll-BettlerInnen vom Pferdemarkt sind jetzt komplett illegalisiert, eine "Allgemeinverfügung" verbietet das Betteln im Areal vor dem Wertstoffhof.

Vor etwa einem Jahr berichteten wir über zunehmend aggressive und beginnend rassistisch aufgeladene Berichte in den örtlichen Medien sowie eine Verengung der Debatte auf eine ordnungspolizeiliche Sicht. Das Gespräch mit den BettlerInnen zur Eröffnung alternativer Lösungen wurde unseres Wissens nicht gesucht.

(Quelle: NN-Printausgabe 14.7.15)

nordbayern.de ("'Abfallbettler' am Pferdemarkt: Die Stadt macht ernst", 13.7.2015): hier klicken!

Nürnberg: "Aufbruchstimmung" im AfD-Kreisverband (Juli 2015)

Wie bekannt, findet nach dem zugespitzten Führungskonflikt und Lucke-Austritt innerhalb der AfD auch in unserer Gegend ein Hauen und Stechen statt. Der Nürnberger Kreisvorsitzende und Rechtsausleger Martin Sichert spreche laut nordbayern.de (14.7.15) von einer "Aufbruchstimmung", neue Mitglieder seien bereits gewonnen worden. Andere nordbayerische Parteigliederungen würden derzeit Mitglieder und Funktionäre verlieren, so der Artikel. Die verbleibende AfD rückt noch weiter nach rechts, soweit ist die Sachlage klar.

Wir werden sehen, was aus dieser Partei und deren Spaltprodukten in den nächsten Jahren wird. Zur Personalie Bernd Lucke ist Folgendes anzumerken: Der angebliche "Liberale" hat, soweit bekannt, die Aufnahme zahlreicher Rechter in die Partei nicht behindert. Ein "liberaler" Flügel war in der AfD schon seit einiger Zeit nicht mehr zu beobachten.

nordbayern.de ("Brüllen, pöbeln, verleumden: Die AfD bricht auseinander", 14.7.2015): hier klicken!

Nürnberg: Neonazis störten linke Montagsdemo (Juli 2015)

Laut einem uns zugegangenen Bericht störten (mindestens) zwei Neonazis die heutige linke Montagsdemo in Nürnberg. Ein Nazi konnte kurzzeitig das Mikro ergreifen und unter anderem antikommunistische Tiraden von sich geben. Die Polizei habe sich geweigert, die Störer zu entfernen.

Der Vorfall reiht sich ein in die emsigen Aktivitäten neonazistischer und rassistischer Gruppierungen in Nürnberg seit Jahresbeginn. Auch hier hat der Pegida- und HoGeSa-Hype jede Menge rechten Abschaum nach oben gespült und mutig gemacht.

(13.7.15)

Nürnberg: Gut 500 gegen rechte Hetzer – Hauptverkehrsstraße mehrere Stunden lang blockiert – Nazis im Käfig (Juli 2015)

Insgesamt gut 500 Menschen wiesen die etwa 25 Nazis der Partei „Die Rechte“ auch an ihrem Ausweichort am Rande von Gostenhof deutlich in die Schranken. Die Demonstration vom Jamnitzer Platz zum Kundgebungsort der Nazis blockierte ab etwa 17 Uhr die Fürther Straße in Höhe U-Bahnhof Eberhardshof bzw. erforderte – je nach Lesart – eine Straßensperrung. Schließlich waren die Rechten komplett eingekesselt und wurden von allen Seiten her beschallt und beschimpft, auch von Seiten einer Kundgebung in der Sielstraße, die unser Bündnis angemeldet hatte. Dort wurden AnwohnerInnen mit Trillerpfeifen versorgt, lärmten mit und hängten auch vereinzelt Anti-Rechts-Transparenten aus dem Fenster.


Die Ampel steht auf Rot: Kundgebungen gegen "Die Rechte" auf der Fürther Straße und in der Sielstraße am 11. Juli in Nürnberg (Fotos: Nürnberger Bündnis Nazistopp)

Die Blockade auf der Fürther Straße blieb bis zum Verschwinden der Nazis um viertel nach Acht standhaft. Die Polizei startete keinen ernsthaften Räumungsversuch, attackierte aber, unter anderem nach einigen Eierwürfen auf die "Rechte", die GegendemonstrantInnen, einige Menschen wurden (vermutlich kurzfristig) festgenommen. Die Nazis waren mit Teilen ihrer Standardbesetzung angerückt (Biller, Eising, Meidl, Wuttke); Karl Richter von der Münchner "Bürgerinitiative Ausländerstopp" trat als Gastredner auf. Zwei Rechte wurden bereits am Hauptbahnhof durch die Polizei festgesetzt, einer davon mit HoGeSa-Klamotten, dessen Tätowierungen fotografiert worden seien. Ein Anti-Antifa-Fotograf von Pegida Nürnberg versuchte GegendemonstrantInnen abzulichten, wurde schließlich erkannt und mehrfach hinauskomplimentiert.

Ein insgesamt sehr gelungener Protesttag! Danke an alle!

PS: Am gleichen Tag waren etwa 20 Neonazis der Partei "Der Dritte Weg" in mehreren Orten in der Oberpfalz unterwegs und agitierten gegen Flüchtlinge. In Dachelhofen angemeldet habe laut mittelbayerische.de (11.7.15) der Nürnberger Norman Kempken. Dort und in Neunburg v. Wald gab es Gegenproteste. Seitens der Stadtoberen "ignoriert" worden sind die Nazis in Cham und Furth i. Wald, Informationen über die Naziaufmärsche seien lt. Presseberichten zurückgehalten worden. Die Rechten konnten in diesen beiden Städten völlig ungestört hetzen.

endstation-rechts-bayern.de ("Niederlage für Die Rechte in Nürnberg", 12.7.2015): hier klicken!, nordbayern.de ("Protest in Gostenhof: Gegendemonstranten übertönen Rechte", 11.7.2015): hier klicken!

Nürnberg: Neonazis kündigen für Samstag, den 11. Juli ab 18 Uhr Proteste gegen linke Einrichtungen im Stadtteil Gostenhof an - Gegen diese Provokation ist in dem migrantisch und alternativ geprägten Stadtteil massiver Widerstand zu erwarten - Gegenaktionen unter dem Motto "Das ganze Viertel auf den Beinen – Gostenhof gegen Nazis und RassistInnen!" sind organisiert: Ab 16 Uhr geht's los! (Juli 2015)
- mehrfach aktualisiert und ergänzt -

Die aktionistischen Neonazis von Nügida bzw. der Partei "Die Rechte" kündigen für kommenden Samstag ab 18 Uhr Proteste "in der roten Spielwiese Gostenhof gegen linke Zentren" an. Angeblich soll der Münchner Nazistadtrat Karl Richter sprechen. Mit der Aktionsankündigung setzt die "Rechte" ihre Serie provokativer Auftritte fort (wir berichteten regelmäßig). Der "Störungsmelder" (6.7.15) schreibt dazu: "Mit einem Ausländeranteil von 41,5 Prozent, einer alternativ geprägten Kneipenlandschaft, Künstlerateliers und mehreren linken Szeneläden gilt Gostenhof alternatives Viertel. Für viele Anwohner stellt die geplante Kundgebung der Neonazis deshalb eine reine Provokation dar". Der provokative und gewaltsame Auseinandersetzungen provozierende Aufmarsch in links geprägten und Arbeitervierteln war übrigens eine zentrale Kampfstrategie der SA in der Weimarer Republik.

Im Stadtteil Gostenhof regt sich nun Widerstand. In einer Stellungnahme aus der autonomen Szene heißt es unter anderem: "Doch in Zeiten, in denen Pegida regelmäßig ihre Hetze verbreitet, in Zeiten, in denen in fast wöchentlichen Turnus Nazi-Kundgebungen stattfinden, in einem Klima, in dem Asylrechtsverschärfungen und Anschläge auf Asylheime und MigrantInnen Hand in Hand gehen, ist nun auch der Versuch, nach Gostenhof zu gehen, für die Nazis nicht mehr abwegig. Sie streben damit eine Normalisierung ihrer Auftritte an. Dadurch hoffen sie, dass der Widerstand nachlässt, so dass sie sich mehr und mehr Freiräume erkämpfen können, um ihrem menschenverachtenden Weltbild auch Taten folgen zu lassen". Laut www.redside.tk haben AktivistInnen mehrere tausend Flyer in Gostenhof verteilt sowie mit Plakaten, Briefkastenverteilungen, Kneipentouren und einer AnwohnerInnen-Infotour das Viertel informiert.

Nach neuesten Informationen findet die Naziaktion nun von 18.30 bis 21 Uhr an der Fürther Straße / Ecke Sielstraße statt, also weit entfernt vom ursprünglich anvisierten Ort. Die örtliche Verlegung ist ein erster Erfolg der Gegenproteste!

Proteste gegen die Neonazis der Partei "Die Rechte" am Samstag, den 11. Juli im Überblick:
- Das Nürnberger Bündnis Nazistopp hat eine Kundgebung ab 17.30 Uhr in der Sielstraße angemeldet (Zugang wahrscheinlich nur über Bärenschanzstraße möglich).
- Bereits um 16 Uhr treffen sich AntifaschistInnen vor der Schwarzen Katze an der Kreuzung mittlere Kanalstrasse / Untere Seitenstrasse.
- Ab 17 Uhr findet eine weitere Gegenkundgebung Nähe Westausgang U-Bahn Bärenschanze statt (Antifaschistisches Aktionsbündnis Nürnberg). Weitere Infos auf www.redside.tk.


Sollte es weitere Änderungen geben, werden wir diese hier posten!

(Stand 10.7.15)

nordbayern.de ("Mit Gegenwind: 'Die Rechte' demonstriert heute in Gostenhof", 11.7.2015): hier klicken!, nordbayern.de ("Gostenhof: Rechte Demo vor linkem Laden", 6.7.2015): hier klicken!, Störungsmelder ("Nürnberger Neonazis wollen vor linken Treffpunkt aufmarschieren", 6.7.2015): hier klicken!

Schwabach: Rassistische Parolen und Hakenkreuz gesprüht (Juli 2015)

Laut einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Mittelfranken (9.7.15) sprühten Neonazis in einer Unterführung zu den Gleisen am Schwabacher Bahnhof auf sieben Metern Länge eine rassistische Parole und ein Hakenkreuz.

Schnaittach: Hakenkreuz in Bahnautomat geritzt (Juli 2015)

In die Glasabdeckung eines Fahrkartenautomaten am Bahnhof Schnaittach wurde ein Hakenkreuz geritzt, wie uns mitgeteilt wurde.

(8.7.15)

Goldbach (Ufr.) / Bamberg: Gewaltsamer Auftritt von Neonazis - NPD-Kreisvorsitzender schlug zu (Juli 2015)
- aktualisiert -

Am Montag versuchten im unterfränkischen Goldbach vier oder nach anderen Quellen fünf Neonazis, eine Veranstaltung im örtlichen Pfarrheim zum Thema Asyl und Flüchtlinge aufzumischen. Kaum hatte Rednerin Claudia Roth von den Grünen ihren Vortrag gestartet, begannen die Nazis verbal zu stören und hielten ein Transparent mit der Parole "Schluss mit der 'Flüchtlings'-Lüge. Goldbach sagt Nein! Es ist unsere Heimat" hoch. Aus dem Saal ertönten nun u.a. "Nazis raus"-Rufe, den Rechten sei eines ihrer Banner entwendet worden, sie seien aus dem Saal komplimentiert worden. Beim Hinausgehen habe einer der Nazis einen Gemeinderat der Freien Wähler ins Gesicht geschlagen, der wohl als Ordner tätig war.

Mittlerweile sei der mutmaßliche Gewalttäter identifiziert, nämlich ein 48-Jähriger aus dem Landkreis Aschaffenburg. Wegen weiterer Delikte laufen Ermittlungen gegen einen 49-Jährigen "aus dem Raum Bamberg" und einen 26-Jährigen aus Hessen. Erste Videodokumente deuten darauf hin, dass die Aktion von einer NPD-Gruppe durchgeführt wurde. Laut main-echo.de (8. und 9.7.15) handele es sich bei dem Schläger um den Vorsitzenden des NPD-Kreisverbands Aschaffenburg-Miltenberg, Falko Schüßler, bei dem oben erwähnten 49-Jährigen um den NPD-Landesgeschäftsführer Axel Michaelis.

endstation-rechts-bayern.de ("NPD-Kreisvorsitzender schlägt bei Asyl-Veranstaltung zu", 9.7.2015): hier klicken!, infranken.de ("Nach Angriff bei Asyl-Debatte in Goldbach: Tatverdächtiger identifiziert", 8.7.2015): hier klicken!, infranken.de ("Angriff auf Mann bei Asyl-Debatte mit Claudia Roth in Goldbach", 7.7.2015): hier klicken!, infranken.de ("Bürger verteidigen Claudia Roth gegen Nazi-Attacken", 7.7.2015): hier klicken!

Nürnberg: Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung gegen Michael Stürzenberger eingestellt. Teilweise abenteuerliche Begründung der Staatsanwaltschaft (Juli 2015)

Das Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung gegen Michael Stürzenberger wurde seitens der zuständigen Staatsanwaltschaft eingestellt. Wegen mehrerer Passagen einer Rede während der Pegida-Kundgebung am 19. März in Nürnberg hatten das Nürnberger Bündnis Nazistopp und ver.di einen entsprechenden Strafverfolgungsantrag gestellt.

Die Begründung der Staatsanwaltschaft ist teilweise abenteuerlich und nicht nachvollziehbar, weil sie dem Redner zugesteht, im Kern vor allem gegen gewaltbereite IslamistInnen agitiert zu haben. Damit bleibt die Hetze Stürzenbergers zum Beispiel gegen den "friedlichen Gemüsehändler um die Ecke" und den "scheinbar friedlichen Kebab-Verkäufer" straffrei. Diese seien nur "solange friedlich, bis der Islam an die Macht kommt". Dann falle deren "Maske", ein Moslem sei wie der andere.

(6.7.15)

Erlangen: Proteste gegen rechten "Zwischentag" - Extrem rechte Prominenz in der Loewenichstraße (Juli 2015)
- ergänzt: Kritik von Uni-Spitze an Frankonia; Kritik von GLE und SPD an überzogenem Polizeieinsatz -

Nach ersten Berichten protestieren AntifaschistInnen den ganzen Tag über trotz großer Hitze gegen die extrem rechte Messe "Zwischentag" in Erlangen. Rechte "Prominenz" von Pegida-Aktivist Michael Stürzenberger über NPD-Landesgeschäftsführer Axel Michaelis bis hin zu Ex-Wehrsportgruppenchef Karl-Heinz Hoffmann wurde gesichtet. Kleine Sitzblockaden der GegendemonstrantInnen wurden seitens der Polizei rasch aufgelöst, während mutmaßlich verbotene Tatoos und Abzeichen bei den rechten Messegästen ignoriert worden seien. Turbulenzen habe es gegeben, als ein Rechter auf GegendemonstrantInnen einschlug. PressevertreterInnen kritisierten, dass die Polizei die Pressearbeit massiv behindert habe.

Bisher unklar ist die Gesamtzahl der GegenprotestiererInnen, aber auch die Zahl der TeilnehmerInnen des "Zwischentags". Die Polizei gab in einer Pressemitteilung eine Zahl von 300 AntifaschistInnen an.

(4.7.15; Quellen: Twitter Endstation Rechts Bayern und Robert Andreasch, PM Polizei)

Ergänzung: Laut nordbayern.de (7.7.15) sprach sich nun auch der Unipräsident Hornegger gegen die gastgebende rechte Burschenschaft aus und betonte, "dass die Aktivitäten der Frankonia uns zuwider sind". Sein Vorgänger Grüske ließ sich, soweit bekannt, zu derartigen Äußerungen nicht hinreißen. Seitens der Grünen Liste Erlangen und der SPD wurde der Polizeieinsatz als unverhältnismäßig kritisiert, wie nordbayern.de (9.7.15) berichtete. Der Fraktionsvorsitzende der Grünen Liste, Wolfgang Winkler habe u.a. geäußert: "Eine Gruppe von Kundgebungsteilnehmern wurde in praller Sonne über eineinhalb Stunden eingekesselt. Andere wurden zu Boden geworfen oder mit Pfefferspray verletzt".

nordbayern.de ("Kritik am Polizeieinsatz bei den Demos in Erlangen", 9.7.2015): hier klicken!, nordbayern.de ("FAU-Erlangen: 'Aktivitäten der Frankonia sind uns zuwider'", 7.7.2015): hier klicken!, taz.de ("Rechtsextreme Gäste", 6.7.2015): hier klicken!, endstation-rechts-bayern.de ("Neurechter 'Zwischentag' auf Sparflamme", 6.7.2015): hier klicken!, nordbayern.de ("Neue Rechte in Erlangen: 'Pack, das hier nichts verloren hat'", 6.7.2015): hier klicken!, infranken.de ("Rechte Büchermesse in Erlangen - Stadt organisiert Gegendemo", 5.7.2015): hier klicken!, nordbayern.de ("Demo gegen neurechte Messe bei Burschenschaft in Erlangen", 4.7.2015): hier klicken!

Erlangen: Neurechte Messe "Zwischentag" am 4. Juli bei rechter Burschenschaft "Frankonia" - Widerstand organisiert sich (April bis Juli 2015)
- mehrfach aktualisiert und ergänzt-

Laut aida-Archiv München (21.4.15) findet die neurechte Messe "Zwischentag" am 4. Juli bei der rechten Burschenschaft "Frankonia" in Erlangen statt. Das "ultrarechte Ausstellungs- und Veranstaltungsevent" fände seit 2012 an verschiedenen Orten statt und präsentiere Verlage, Zeitschriften und Projekte aus dem Spektrum der so genannten Neuen Rechten. Daneben sollen Vorträge zu "Geopolitik und Einwanderung" stattfinden.

Laut nordbayern.de (4.5.15) äußerte sich der Erlanger OB empört ("Ich finde es widerlich, wenn sich Rechte in unserer Stadt tummeln"), verschiedene Organisationen kündigten Widerstand an.

Am Samstag, den 4. Juli findet ab 8.30 Uhr bis 17 Uhr eine Kundgebung gegen den "Zwischentag" an der Kreuzung Hindenburgstr. / Loewenichstr. statt. Veranstalter ist das antifaschistische Bündnis gegen den "Zwischentag".

Ebenfalls am Samstag, den 4. Juli findet ab 11 Uhr eine Auftaktkundgebung verschiedener Erlanger Organisationen und Initiativen gegen den "Zwischentag" am Besiktas-Platz statt. Anschließend besteht die Möglichkeit, gemeinsam zu den Gegenkundgebungen in der Loewenichstraße und zum Fest am Bürgermeistersteg zu gehen.

Nach Durchsicht des aktuellen Aussteller-Programms ist klar, dass sich in Erlangen mehr als nur die so genannte "Neue Rechte" trifft, wenn man darunter extrem rechte, eher intellektuell ausgerichtete rechte Strömungen versteht, die sich (angeblich) vom historischen Nationalsozialismus distanzieren, sich auf Autoren der "Konservativen Revolution" der Weimarer Zeit beziehen usw. Gruppierungen wie die "Identitäre Bewegung" oder "Pax Europa", in Erlangen vertreten, sind durch die Propagierung eines radikalen Rassismus gegen MigrantInnen, auch auf der Straße, bekannt. Die "Deutsche Burschenschaft" (Aktuelle "Eilmeldung" auf deren Homepage: "Südtirol ist nicht Italien!") ist der Dachverband der gastgebenden Frankonia, das extrem rechte Monatsmagazin "Zuerst!" der Nachfolger der Coburger alt-rechten "Nation und Europa". Zusammen mit der Querfront-Postille "Compact" wird ein breites extrem rechtes Spektrum bedient. Also stimmt die Rede vom Netzwerktreffen.

Im Begleitprogramm zur extrem rechten Tagung findet sich auch der Dichter, Verleger ("Arnshaugk Verlag") und Buchhändler Uwe Lammla. "Die Themen von Uwe Lammla sind die Heimat, das deutsche Volk und Reich, der christliche Glaube und seine antiken und germanischen Wurzeln", so ein Werbetext auf amazon.de. Im Gedichtzyklus "Deutsche Passion", um den es auf dem "Zwischentag" ab 12 Uhr gehen soll, weht der Mief des Völkischen und Militaristischen. Programmatisch folgende Gedichtpassage: "Wo Spießer und Gutmensch besetzen / Die Zeitung, den Funk und den Staat, / Das Sandkastenspiel zu verletzen, / Grüß männlich und deutsch, Kamerad" (aus: "Kameraden"). Neu-rechts? Distanzierung vom Nationalsozialismus? Es geht noch härter. Über die NamensgeberInnen des Geschwister-Scholl-Gymnasiums im sächsischen Freiberg schreibt der Autor in seinem Gedicht "Freiberger Gymnasium": "Wer da im Flugblatt närrisch schreit: / O Deutscher wirf die Waffen hin! / Zeigt nur, daß er in Heiterkeit / Der Metropol dem Elend weit, / Und tückisch hofft, der Feind gewinn." Nach der Rechtfertigung der Hinrichtung der Geschwister Scholl schließt das Werk folgendermaßen: "Nur wer das deutsche Hochgefühl / Zu wissen tief im Grunde haßt. / Wer sich Zersetzung und Gewühl / Ergeben hat und mit Asyl / Schmarotzer ruft als Dauergast. / Wenn solcher Geist an Schulen lehrt / Und selbst sich feiert noch dazu, / So wird die Jugend rings verheert, / Daß sie den Drogenrausch begehrt, / So kommt sie wie gewünscht zur Ruh."

Zur Ruh kommt Erlangen bei solch einem kulturellen "Event" mit derartigen ReferentInnen und mutmaßlichen TeilnehmerInnen hoffentlich nicht!

(Stand 3.7.15)

br.de ("Burschenschaft soll sich gegen rechts abgrenzen", 1.7.2015): hier klicken!, bnr.de ("Netzwerk der Neuen Rechten", 16.6.2015): hier klicken!, nordbayern.de ("Erlangen: Burschenschaft bietet rechten Gruppen Plattform", 16.6.2015): hier klicken!, endstation-rechts.de ("'Zwischentag' in Erlangen: Vernetzungstreffen der Neuen Rechten", 11.6.2015): hier klicken!, sueddeutsche.de ("Extremisten bei rechter Messe in Erlangen", 11.6.2015): hier klicken!, nordbayern.de ("Rechte veranstalten 'Messe' bei Erlanger Burschenschaft", 4.5.2015): hier klicken!, sueddeutsche.de ("In Erlangen soll rechte Messe stattfinden", 3.5.2015): hier klicken!

Altdorf: Abiturrede à la Pegida an einer "Schule ohne Rassismus" - Die "Deutschen" sterben aus! (Juli 2015)

n-land.de (29.6.15) berichtete über die Abiturfeier des Altdorfer Gymnasiums. Misstöne habe die Rede der Schulleiterin Regina Fleischer hinterlassen, in der sie unter anderem ein "Zukunftszenario für das Jahr 2065 am Beispiel eines Schülers" entwickelt habe.

Einige Zitate aus der Rede: "Als Gregor S. aus Altdorf eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, wurde ihm mit Schrecken bewusst, dass er in drei Tagen sein Abitur ablegen müsse. Ein Blick in seine Mails verhieß ihm nichts Gutes: Das College of English Language in Delhi, Indien, sandte ihm noch jede Menge von Multiple Choice - Aufgaben zur Prüfungsvorbereitung, die mathematische Elementarschule in Kairo bemängelte den technisch missglückten 3-D-Entwurf der Pyramiden mit dem überholten Programm Windows Futura 2055 und die Prüfungskommission der EU in Brüssel lehnte die Annahme seiner Seminararbeit in Chemie ab, weil in ihr von der antiquierten Vorstellung ausgegangen werde, dass Bier aus Hopfen, Malz und Wasser gebraut wird".

Weiter im Text: "Von seiner Großmutter wusste Gregor allerdings, dass die große Moschee an der Fischbacher Straße mit dem charakteristischen Doppelturmminarett einmal das Gymnasium gewesen sein soll. Es soll während der schweren Wirtschaftskrise 2029 bis 32 vom Landratsamt in Lauf an die aufstrebende islamische Gemeinde verkauft worden sein. Die Stadt Altdorf folgte diesem Beispiel, indem sie, um eine neue Stadthalle zu finanzieren, die altehrwürdigen Universitätsgebäude einem saudischen Investor überließ, der dort eine der ersten islamischen Universitäten in Bayern errichtete, die direkt der Hohen Schule in Bagdad unterstellt wurde".

Unabhängig davon, dass die genannte Abiturrede einen gewissen Wissenswirrwarr offenbart, stellt sich die Frage: Worum geht's da eigentlich im Kern? Eine Antwort steckt vielleicht in folgenden Passagen: "Sein Vater hatte darauf bestanden, dass er wenigstens in Deutsch noch von einer mitteleuropäischen Lehrkraft unterrichtet würde (...). Deutsche Mitschüler seines Alters aus der Region hatte Gregor während seiner Teleschulzeit nicht kennen gelernt". Darum gehts also: Die deutsche Sprache / die "Deutschen" sterben aus! "Mitteleuropa" verschwindet! Irrationale Zukunftsangst! Unsere Meinung: Wir bezweifeln, dass hier irgendetwas falsch verstanden worden ist, wie die Rektorin in einer Pressemitteilung nachschob...

n-land.de ("'Ich bedauere die Missverständnisse zutiefst'", 30.6.2015): hier klicken!, n-land.de ("Abiturfeier am Leibniz-Gymnasium", 29.6.2015): hier klicken!

Plakataktion des Nürnberger Bündnis Nazistopp: "183 Todesopfer durch rassistische Gewalt in Deutschland seit 1990 - Deine Stimme gegen Nazis und Rassist_innen" (Juli/September 2013)




Dies war unsere Plakataktion (nicht nur) zur Landtags- und Bundestagswahl 2013. Die Plakate wurden ab Anfang September auch auf Plakatwänden und Litfaßsäulen verbreitet.

Mit unserer Plakataktion zur Landtags- und Bundestagswahl 2013 fordern wir nicht nur die soziale Ausgrenzung extrem rechter und neonazistischer Parteien (und ihrer WählerInnen, solange sie diese Kräfte unterstützen). Wir problematisieren auch die aus unserer Sicht falsche Zählung der Todesopfer rechter Gewalt seitens der zuständigen Behörden und damit auch der Bundesregierungen.

Jede/r darf das Plakat aufhängen und herunterladen!

Plakate in Größe A 1 und A 3 können bei uns abgeholt werden, so lange der Vorrat reicht (Anfragen über die EMail-Adresse nazistopp.nuernberg@yahoo.de). Gegen Erstattung der Portokosten und eine kleine Spende schicken wir auch Plakate zu. Die Plakate können auch als PDF-Datei heruntergeladen und verbreitet werden: hier klicken!

Wir freuen uns im übrigen sehr über Spenden, da wir das Plakat (Druck und teilweise Aufhängung über die Stadtreklame im September 2013) aus eigenen Mitteln finanziert haben (Kontonummer siehe Kontakt, Spendenaufruf, Impressum auf dieser Homepage, Stichwort "Plakat" angeben!). Danke an Rumpel Druck Nürnberg (niedrige Druckkosten) und alle anderen SpenderInnen für die freundliche Unterstützung!

Aktueller Artikel zum Thema des Cura Opferfonds, der wichtigsten "Datenquelle" für unser Plakat: hier klicken!

Die Bundesregierung zählt derzeit "nur" 75 Tote durch rechtsextreme Gewalt seit 1990
- aktualisiert -

Die offizielle Erfassung rechter Gewalt in der Statistik "Politisch motivierte Kriminalität" (PMK) blendet einen Teil rassistischer Gewalt systematisch aus und trägt so zu deren Verharmlosung bei. So sind in Bayern sechs Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 "staatlich anerkannt", sieben Todesopfer nicht. Dieses von sämtlichen Bundesregierungen durchgeführte und unterstützte "Herunterrechnen" rechter Gewalt dient vermutlich der Imagepflege und der Aufrechterhaltung der offiziösen Extremismustheorie. Das hat nicht nur statistische Folgen: Wie sich im bayerischen NSU-Untersuchungsausschuss bei der Befragung damaliger Ermittler und Zuständiger zeigte, war das allgemeine Ausblenden rassistischer Tatmotivationen üblich und verbreitet. Der Naziszene wurden derartig brutale Taten nicht zugetraut, folglich wurde auch nicht ernsthaft in diese Richtung ermittelt. Dabei würden ein paar Blicke in die von antifaschistischen und antirassistischen Initiativen gesammelten Tatbeschreibungen und Opferberichte vollauf genügen...

Leider ist unser Plakat nicht mehr "aktuell": Neonazis töteten in der Nacht vom 17. auf den 18. Juli 2013 in Kaufbeuren einem Mann

Ein Aktiver unseres Bündnisses äußerte vor kurzem die Hoffnung, dass das Jahr 2013 das erste Jahr seit Jahrzehnten ohne Todesopfer durch rechte Gewalt werden könnte. Der Traum ist aus: In Kaufbeuren erschlug ein Neonazi einen 34-jährigen, aus Kasachstan stammenden Mann. Der Täter und seine Gruppe hatten sich vorher rassistisch geäußert. Der Täter selbst sei zudem einschlägig polizeibekannt. Weitere Informationen des aida-Archivs München: hier klicken!

Nicht offiziell anerkannt als Opfer rechter Gewalt. Ein Beispiel: Klaus-Peter Beer, Amberg 1995, von Neonazis mißhandelt und schwer verletzt in die Vils geworfen, wo er ertrank

Dass Klaus-Peter Beer aus politischen Gründen ermordet wurde, zeigen Tatablauf und politische Einbindung der Täter. Das Internetportal "Mut gegen rechte Gewalt" berichtet: "In der Nacht zum 7. September 1995 wird der Busfahrer Klaus-Peter Beer in Amberg (Bayern) von den rechten Skinheads Richard L. und Dieter M. massiv geschlagen und schwer verletzt in die Vils geworfen. Klaus-Peter Beer ertrinkt. Die beiden Rechten wollen dem 48-jährigen Opfer 'einen Denkzettel verpassen', da sie von dessen Homosexualität wissen. Richard L. und Dieter M. treten unzählige Male mit ihren Springerstiefeln auf das wehrlose Opfer ein und werfen ihn anschließend in die Vils, wo er ertrinkt." Die Täter wurden zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt, sind aber vermutlich schon lange wieder in Freiheit.

Mittlerweile ist bekannt, dass einer der damaligen Täter, Richard L., aus dem Gefängnis heraus Kontakt mit Mandy S. pflegte. Die Nazi-Aktivistin Mandy S. engagierte sich für die mittlerweile verbotene "Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige" (HNG). Sie hielt sich eine Zeitlang im fränkischen Raum auf, war in der hiesigen Neonaziszene aktiv und verhalf den untergetauchten Neonazis Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe nach deren Untertauchen 1998 zu einem Unterschlupf. Beate Zschäpe nahm zeitweise die Identität von Mandy S. an.

Danke und Kontakt

Wir danken allen Organisationen und Einzelpersonen, die das Nürnberger Bündnis Nazistopp unterstützen!

Kontakt per Email: nazistopp.nuernberg@yahoo.de

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