Nürnberger Bündnis Nazistopp
 
             
 
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*** Nürnberg, 17.4.26 (Freitag), 18 Uhr, Gewerkschaftshaus Nürnberg, Erdgeschoss, Kornmarkt 5-7: Fortsetzung der Veranstaltung vom 6.2.26 zum Thema "Team Menschenrechte - Der Widerstand muss breiter werden!?" (Nürnberger Bündnis Nazistopp und AK Antifa/Antira von ver.di).
*** Nürnberg, 25.4.26 (Samstag), nachmittags: SAVE THE DATE! Proteste gegen extrem rechte Demo (Nürnberger Bündnis Nazistopp, Alerta Parade und andere). Weitere Infos folgen!
*** Nürnberg, 16.5.26 (Samstag), Tugendbrunnen bei der Lorenzkirche, ab 14 Uhr: Aktionen zum internationalen Tag gegen Queerfeindlichkeit. Ab 17.30 Uhr Demo, Abschluss am Magnus-Hirschfeld-Platz (Bündnis gegen Trans*- und Homophobie in der Metropolregion Nürnberg, Kunterbunt Amberg). Weitere Infos: hier klicken!
*** Nürnberg, 23.5.26 (Samstag), SAVE THE DATE: Kundgebung für AfD-Verbot (Initiative Menschenwürde verteidigen - AfD-Verbot jetzt) und Aktionen gegen extrem rechte Demo (verschiedene Initiativen). Weitere Infos folgen!


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*** Wer für die von der Razzia vom 11.3.26 Betroffenen spenden will: hier klicken!

*** Download der neuen Nazistopp-Broschüre "Das sogenannte 'Team Menschenrechte'. Eine Analyse": hier klicken!

*** Download der ver.di-Broschüre "Hier spricht die AfD / der neue Faschismus": hier klicken! Printausgabe bisher mehr als 27000 verkauft / verteilt!
*** Download der AJC-Broschüre "Die Umsturzpartei - Wie die AfD unsere Demokratie gefährdet": hier klicken! Lesenswert u.a. die Abschnitte "Politik gegen Arme" und "Spendensumpf, Milliardärsfreunde und Crash-Propheten"
*** Download des Arbeitspapiers vom August 2022 zur hiesigen Querdenkerbewegung ("Die Querdenkerbewegung in Nürnberg: Antipolitisch, irrational, rechtsoffen"): hier klicken!
*** Wir freuen uns über Spenden für unsere laufenden Aktionen und bedanken uns bei den bisherigen SpenderInnen! Zum Spendenkonto: hier klicken!

Nürnberg, 17. April: Infoveranstaltung & Diskussion "Team Menschenrechte - Der Widerstand muss breiter werden", Teil 2 (April 2026)

Am Freitag, den 17. April laden wir euch zusammen mit dem AK Antifa / Antira der ver.di Mittelfranken zum zweiten Teil unserer Veranstaltung "Team Menschenrechte - Der Widerstand muss breiter werden" ins Gewerkschaftshaus Nürnberg (Erdgeschoss), Kornmarkt, ein. Wir werden anhand der Ergebnisse vom letzten Mal (Veranstaltung am 6. Februar) Handlungsstränge und Aktionen weiter entwickeln und uns konkret verabreden.



(Stand 6.4.26)

Lauf: Rechter Randalierer, sexuell übergriffig (April 2026)

Wie n-land.de (7.4.26) berichtete, randalierte ein 38-jähriger Mann an einer Tankstelle in Lauf, belästigte eine Frau sexuell und beleidigte zwei Mitarbeiterinnen. Später traf er in Gegenwart der Polizei "rechtsmotivierte Aussagen".

Gunzenhausen: Brandmauer? Welche Brandmauer? (April 2026)

Laut nn.de (27.3.26) fand der neu gewählte Gunzenhäuser Bürgermeister Matthias Hörr (CSU), dass man mit der AfD "wie mit jeder anderen Partei" umgehen sollte. Und weiter: "Vernünftigen Anträgen kann man zustimmen, egal von wem sie kommen". Das Landkreisbündnis gegen Rechts Weißenburg-Gunzenhausen konterte scharf: "Eine Normalisierung der AfD darf es auch in der Kommunalpolitik nicht geben". Die Haltung von Hörr sei "verantwortungslos", denn "die AfD vertritt ein autoritäres, völkisches Weltbild, relativiert demokratische Grundrechte und unterhält Verbindungen zu extrem rechten Netzwerken".

(2.4.26)

Nürnberg: Mildes Urteil gegen Neonazi / Richterin blieb unter der Strafforderung des Szeneanwalts! (März 2026)

Sven M., mehrfach vorbestrafter 37-jähriger Neonazi, wurde laut nn.de (31.3.26) vor dem Landgericht Nürnberg zu einer überraschend milden Strafe verurteilt. Nachdem ihn die Vorinstanz noch zu drei Monaten Haft ohne Bewährung verknackt hatte, weil er am 7. April letzten Jahres einen Antifaschisten mit den Worten "Ich klopp dich um" und einer aggressiv wirkenden Geste bedroht haben soll, bekam er nun eine Gesamtfreiheitsstrafe von sieben Monaten auf Bewährung und muss 1500 Euro zahlen. Damit unterbot die Richterin sogar die Strafforderung des Szeneanwalts Frank M.! Angeblich habe sich M. aus der rechten Szene gelöst und so weiter und so fort. Das stieß sogar der nn.de-Reporterin sauer auf: "Im Zuschauerraum saßen als Unterstützer für Sven M. drei Neonazis. Über einen von ihnen hat unser Medienhaus erst kürzlich berichtet, da er sich an einem umstrittenen Kampfsportwettkampf der rechten Szene im Ausland beteiligen wollte. Ein weiterer ist in Nürnberg ebenfalls bekannt, da er im vergangenen Jahr einige kleine Demonstrationen für die Gruppe 'Aryan People Resistance', zu Deutsch 'Widerstand des arischen Volkes', organisiert hatte. Sven M. kam zum Prozesstermin in Begleitung dieses jungen Neonazis."

Wie uns mitgeteilt wurde, soll M. einen Antifaschisten im Gerichtsgebäude als "widerliche linke Zecke" beleidigt haben!

Wir berichteten zuletzt im September 2025. Sven M. nahm eine Zeitlang regelmäßig an Demonstrationen des extrem rechten "Team Menschenrechte" (TM) teil, auch als Ordner. Zu seinem Amtsgerichts-Prozess im Vorjahr erschien er mit einem Nazi-Shirt (Aufdruck "APR" = "Aryan People Resistance").

(31.3.26, Quellen nn.de und Bericht von ProzessbeobachterInnen)

Nürnberg, 30. März: 300 gegen "Team Menschenrechte" / DemonstrantInnen schützten Buchhandlung Jakob (März 2026)
- aktualisiert -

In der Spitze 300 Menschen protestierten am heutigen Montag in Nürnbergs Innenstadt gegen den Aufmarsch des extrem rechten "Team Menschenrechte" (TM). Die Rechten konnten knapp 60 AnhängerInnen mobilisieren. Die allwöchentliche TM-Demo erfährt wegen ihrer Permanenz und der Anwesenheit rechter StreamerInnen seit längerer Zeit bundesweite Aufmerksamkeit. Nürnberg gilt zurecht als Mekka rechter Gruppierungen.

Die Innenstadt-Buchhandlung Jakob (vgl. Artikel unten) wurde von AntifaschistInnen geschützt. Motto eines Transparents: "Nürnberger Brandmauer gegen Hass und rechte Hetze". Mehrere Sitzblockaden verzögerten die extrem rechte Hass-Demo. Polizeipferde bekackten auch heute wieder das Nürnberger Pflaster.

(30.3.26, aktualisiert 31.3.26)

Nürnberg: Extrem rechte Provokation gegen Buchhandlung (März 2026)

Am gestrigen Dienstag tauchten mehrere Aktive des extrem rechten "Team Menschenrechte" (TM) in der Nürnberger Buchhandlung Jakob auf und versuchten, Personal und KundInnen zu provozieren. Die Rechten reagierten damit wohl auf ein an der Tür der Buchhandlung befestigtes Plakat, auf dem unter der Überschrift "Nazis raus - Gegen Team Menschenrechte!" und einem kurzen erläuternden Text dazu aufgerufen wird, sich beim Ordnungsamt der Stadt Nürnberg über die allwöchentlichen Hetzdemos von TM und die durch die Stadt ermöglichte großzügige Routenplanung zu beschweren.

Auf der Instagram-Seite der Buchhandlung Jakob ist in einem "Statement zum 'Besuch' des 'Team Menschenrechte'" unter anderem zu lesen: "Wir als unabhängige Buchhandlung in der Nürnberger Innenstadt stehen für Vielfalt, Meinungsfreiheit und Antirassismus. Daran ändert auch kein Einschüchterungsversuch etwas". Bravo!

(25.3.26)

Nürnberg, 21. März: 300 gegen die extrem Rechten vom "Team Menschenrechte" (März 2026)
- ergänzt -

In der Spitze 300 Menschen demonstrierten am heutigen Samstag gegen eine Demo des extrem rechten "Team Menschenrechte" (TM). Zunächst hatte der DGB eine Kundgebung auf dem Kornmarkt organisiert. Im Anschluss führte die Alerta Parade mit etwa 250 TeilnehmerInnen ihre Demonstration durch. TM brachte handgezählt 52 Leute auf die Straße.

Was gab es sonst noch? Mehrere antifaschistische Blockaden, für die extrem Rechten freigesperrte große Straßenzüge, Polizeipferde.

Ergänzung: Auf uns zugespielten Fotos der extrem rechten Demo ist zu sehen, wie sich Frank Kettner, einer der Köpfe von "Team Menschenrechte", und Rainer Hatz, Chef der "Heimat" (ehem. NPD), erfreut die Hand geben. Laut nn.de (23.2.26, paywall) war am Samstag auch ein aus dem Landkreis Neumarkt stammender junger Neonazi namens Haakon P. bei TM dabei. Jener sei später von der Polizei an der Ausreise nach Frankreich gehindert wurde. Dort wollte er wohl an einem rechten Kampfsport-Event teilnehmen. nn.de weiter: "P. war auch bei dem gewalttätigen Übergriff auf Gegendemonstranten des 'Team Menschenrechte' im April 2025 im Untergeschoss des Nürnberger Hauptbahnhofs vor Ort. Ebenso trat er öffentlich mit Marcus L. auf, der bei einem Umzug mit dem 'Team Menschenrechte' im vergangenen Frühjahr in eine Kamera gesagt hatte, er wünsche sich wieder einen 'kleinen Hitler'".

(21.3.26, ergänzt 23.3.26)

Nürnberg: Razzia vom 11. März als "Schikane" gegen die antifaschistische Szene? (März 2026)

Laut br.de (19.3.26) hätten einzelne PolizistInnen dem Sender gegenüber anonym geäußert, das polizeiliche Vorgehen gegen antifaschistische GegendemonstrantInnen sei auch als Schikane gedacht:

"Es gehe darum, die Gegendemonstranten zu schwächen, weil sie für den eigentlichen Aufwand sorgen, während es sich beim 'Team Menschenrechte' ja nur um eine kleine Gruppe handele, so der Vorwurf. Die Polizeibeamten sagten dies im Gespräch mit dem BR, sie wollen allerdings anonym bleiben und nicht zitiert werden", so br.de.

br.de ("Durchsuchungen bei linken Demonstranten – Reine Schikane?", 19.3.26): hier klicken!

(21.3.26)

Uffenheim: Kriminelle False-Flag-Aktion - AfDler zündete eigenes Auto an, schrieb gefälschten "Antifa"-Drohbrief und versuchte so, den örtlichen Kommunalwahlkampf zu beeinflussen (März 2026)

Wie nordbayern.de (19.3.26) und weitere Medien berichteten, zündete ein AfD-Mitglied im mittelfränkischen Uffenheim sein eigenes Auto an und versuchte, die Schuld mittels eines gefälschten Drohbriefs der "Antifa" in die Schuhe zu schieben. Mit dieser Kampagne gegen eine vermeintlich in der fränkischen Provinz tätige radikale Linke versuchte der Mann auch, im Vorfeld der bayerischen Kommunalwahl die Stimmung zugunsten der extremen Rechten zu verschieben. Letzteres ist ihm nicht gelungen. Die Denunzierung antifaschistischer Gruppierungen hätte vermutlich funktioniert, hätte sich der Mann nicht durch den handgeschriebenen Drohbrief selbst enttarnt.

Wir schrieben im Februar unter der Überschrift "Perfide AfD-Kampagne gegen antifaschistisch Aktive / Bündnisse erklären sich solidarisch mit Betroffenen" unter anderem:
"Im mittelfränkischen Städtchen Uffenheim geht es rund. Am 1. Februar tauchten auf Wahlkampfplakaten von SPD und Grünen rechte Schmierereien auf, zudem 'Hakenkreuze, AfD-Schriftzüge und Hitlerbärtchen' (Fränkische Landeszeitung, 10.2.26). Am 4. Februar brannte dann ein Kleintransporter aus, der angeblich einem AfD-Mitglied gehört. Ob es Brandstiftung war usw.? Bisher unklar. Dennoch entbrannte in rechten Internetmedien nach sattsam bekanntem Muster eine Hetzkampagne gegen örtliche Aktive gegen rechts, unter anderem einen Stadtrats- und Kreistagskandidaten von Bündnis90/Die Grünen, die Omas gegen rechts, die 'Antifa' und so weiter.
In einer Pressemitteilung äußern sich nun das Bündnis gegen Rechts im Landkreis Neustadt/Aisch–Bad Windsheim, die Omas gegen Rechts Neustadt/Aisch und das Bündnis 'Scheinfeld ist bunt' zur Sache: (...) Die Bündnisse 'stehen solidarisch zu denen, die von Rechtsextremen verunglimpft, bedroht und beschuldigt werden'"
.

Wir gehen davon aus, dass der große Skandal ausbleiben wird, da Teile der bürgerlichen Kräfte eher mit dem 'Kampf gegen links' beschäftigt sind und nicht nur im Europaparlament schmuddelige Rechtsradikale rehabilitiert bzw. normalisiert werden.

(20.3.26)

nordbayern.de ("Drohbrief überführt ihn: AfD-Mitglied zündet eigenes Auto an - und beschuldigt Linke", 19.3.26): hier klicken!

Nürnberg, 16.3.26: Mindestens 300 gegen das extrem rechte "Team Menschenrechte" / "Wieder eine junge Frau, wie mutig" (März 2026)

Am 16. März protestierten mindestens 300 Menschen gegen die Demonstration von etwa 50 AnhängerInnen des extrem rechten "Team Menschenrechte". Mehrere Sitzblockaden verzögerten den rechten Aufmarsch. Gegen Ende der antifaschistischen Proteste wurde aus unklaren Gründen und unter lauten "Schämt euch"-Rufen von GegendemonstrantInnen eine junge Frau in ein Polizeiauto verfrachtet und schnell abtransportiert. Eine Beobachterin kommentierte: "Wieder eine junge Frau, wie mutig".

(17.3.26)

Nürnberg, 11. März 2026: Skandalöses Detail der Polizeirazzia - USK-Beamte "bewachten" zwei Stunden lang schwer kranken, bettlägerigen älteren Menschen, der von der Razzia gar nicht betroffen war (März 2026)
- ergänzt -

Bei der polizeilichen Razzia am 11. März 2026, die sich gegen aktive AntifaschistInnen in Nürnberg und anderen Orten richtete, drang die Polizei in aller Herrgottsfrühe auch in das Zimmer eines von der polizeilichen Maßnahme eigentlich nicht betroffenen, in einer Wohngemeinschaft lebenden Menschen ein. Obwohl die ältere, bettlägerige Person den Beamten mitteilte, dass sie schwer krank sei, postierten sich mehr als zwei Stunden lang einer, zeitweise zwei vermummte USK-Beamte in dessen Schlafzimmer. Der eine Beamte stand im Türrahmen, der andere in der Mitte des Zimmers, unweit des Bettes, in dem die kranke Person lag (die Person war nicht in der Lage, längere Zeit zu sitzen).

Die MitbewohnerInnen hatten derweil große Sorge, dass es zu einem medizinischen Notfall kommen würde. Der an die Beamten gerichtete Wunsch, den unbeteiligten, schwer kranken Menschen in Ruhe zu lassen, wurde ignoriert.

Dieses polizeiliche Vorgehen verletzt aus unserer Sicht in eklatanter Weise die menschliche Würde. Die Aktiven des Nürnberger Bündnis Nazistopp sind erschüttert und empört.

Wer für die von der Razzia Betroffenen spenden will: hier klicken!

(13.3.26, ergänzt 14.3.26)

nordbayern.de ("Zweifel an Verhältnismäßigkeit: Scharfe Kritik an Razzien in Nürnberg und der Region", 14.3.26): hier klicken!, nd-aktuell.de ("Staatsmacht gegen Antifas", 13.3.26): hier klicken!

Nürnberg, Fürth, Baiersdorf, Hersbruck, Heroldsbach und anderswo am 11. März: Polizeirazzia gegen AntifaschistInnen / Spontane Protestkundgebung in Nürnberg mit 200 Teilnehmenden / Solidarität mit den von der Repression und den Einschüchterungsmaßnahmen Betroffenen! (März 2026)
- mehrfach aktualisiert -

Die Polizeirazzia am frühen Mittwochmorgen (11.3.26) richtete sich gegen AntifaschistInnen in den oben genannten mittel- und oberfränkischen Städten und Gemeinden, aber auch in Schwaben, Niederbayern, Leipzig und Münster in Hessen. Insgesamt sollen 24 Wohnungen durchsucht worden sein. Anlass der Durchsuchungen: Menschen, die am 26. April 2025 gegen eine größere extrem rechte Demo ("Gemeinsam für Deutschland") rund um das "Team Menschenrechte" in Nürnberg demonstriert haben, sollen Landfriedensbruch begangen und PolizistInnen angegriffen haben.

Am Mittwochnachmittag fand auf dem Nürnberger Jakobsplatz eine spontane Protestkundgebung mit etwa 200 TeilnehmerInnen statt. Die ver.di-Jugend Mittelfranken solidarisiert sich in einer Stellungnahme mit Betroffenen und berichtet, dass sich vermummte Einsatzkräfte nicht nur Zugang zu Privatwohnungen verschafft haben, sondern Betroffene sogar an ihrem Arbeitsplatz aufgesucht haben, in einem Fall war dies eine Klinikumsmitarbeiterin während ihrer Schicht! Die Razzia sei unverhältnismäßig gewesen und habe vor allem den Zweck gehabt, zivilgesellschaftlich Engagierte einzuschüchtern. Das antifaschistische Bündnis "Hersbruck ist bunt" schreibt: "Während die Nürnberger Zivilgesellschaft es geschafft hat, regelmäßigen Protest gegen die ständigen Naziaufmärsche zu organisieren, wird von seiten der Polizei durchwegs mit großer Härte gegen die Gegendemonstrationen vorgegangen. Regelmäßig kommt es zu Festnahmen und Verletzungen, die Wohnungsdurchsuchungen gegen Antifaschist*innen auch hier in Hersbruck passen nahtlos in dieses Bild hinein. Sie haben das Ziel, Antifaschist*innen einzuschüchtern und von Protest abzuhalten"

Die Gewerkschaft ver.di erklärt sich solidarisch mit allen Betroffenen. Gerade angesichts zunehmender rechter Mobilisierungen sei es wichtig, dass Menschen für Demokratie, Solidarität und gegen Rassismus eintreten können, ohne unter pauschalen Verdacht zu geraten. Antifaschismus dürfe kein Verdachtsmoment sein und nicht kriminalisiert werden. Luise Klemens, Landesbezirksleiterin von ver.di Bayern, wird in der aktuellen ver.di-Pressemitteilung (13.3.26) folgendermaßen zitiert: "Es ist nicht akzeptabel, dass engagierte junge Menschen immer wieder mit Maßnahmen konfrontiert werden, die den Eindruck erwecken, zivilgesellschaftliches Engagement müsse unterbunden werden".

Aus der Presseinformation des Nürnberger Bündnis Nazistopp vom 12. März 2026: "Unerträglich ist an dem gestrigen Vorgang neben dem bisher Kritisierten (Unverhältnismäßigkeit, Kriminalisierung, völlig verspätete Aktion) aus unserer Sicht auch der offensichtliche Versuch der Geschichtsklitterung bezüglich des 26. April 2025. Auch wir, das Nürnberger Bündnis Nazistopp, hatten seinerzeit mit einer (stationären) Gegenkundgebung den Protest gegen die Faschisten zu verantworten. Wir erhielten vielfältige Berichte über Polizeigewalt von Reizgaseinsatz bis hin zu Knochenbrüchen und Tritten gegen den Kopf. Dies war Gegenstand einer Materialsammlung, eines Mediengesprächs am 27. Juni 2025 und eines Gesprächs mit dem Polizeipräsidenten am 11. August 2025. Die Polizei hat auch Ermittlungen gegen die eigenen Leute aufgenommen, zu denen ein Bündnismitglied als Zeuge aussagen musste. Diese Ermittlungen werden ergebnislos bleiben, da die Polizisten in aller Regel nicht identifizierbar sind. Nun soll erkennbar von diesem Fehlverhalten abgelenkt werden und das Problem im Gegenprotest liegen? Das dürfen wir nicht zulassen".

Solidarität mit den von der Razzia Betroffenen sollte selbstverständlich sein!

Stellungnahme der Antifa-Aktionskneipe Nürnberg: hier klicken!

(11.3.26, ergänzt 12.3. und 13.3.26)

Lauf: Rechte Attacke auf Menschen, die gegen die AfD protestierten / Ein Angreifer teilte Hitlerbilder auf Facebook (März 2026)

Laut nn.de (10.3.26, paywall) wurden am 7. März in Lauf AntifaschistInnen, die gegen einen AfD-Wahlkampfstand protestierten, von zwei aggressiven Rechten attackiert. Einer der beiden Männer mittleren Alters schubste den antifaschistischen Anmelder zwei Mal und schlug ihm dann gegen den Hinterkopf. Auf Facebook teilte der Angreifer unter anderem Bilder von Adolf Hitler.

(11.3.26)

Schönwald (Lkr. Wunsiedel): Razzia wegen Nazi-Verlag (März 2026)

Wie unter anderem rbb24.de (11.3.26) schrieb, wurden polizeiliche Razzien in fünf Bundesländern sowie in Polen und Spanien gegen den Nazi-Verlag "Der Schelm" durchgeführt. Der Verlag vertreibt unter anderem Nachdrucke von in Deutschland verbotenen NS-Büchern. Eine Durchsuchung fand im oberfränkischen Schönwald (Landkreis Wunsiedel) statt. Näheres ist nicht bekannt.

Unter den Kunden des Verlags befinden sich "bekannte Neo-Nazis sowie Lokalpolitiker der AfD". Im vergangenen Sommer sei vor dem Amtsgericht Bamberg ein Arzt zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil er zwanzig Exemplare der Broschüre "Der Holocaust: Fakten versus Fiktion" des bekannten Holocaust-Leugers Germar Rudolf bestellt hatte.

rbb24.de ("Nazi-Propaganda verkauft: Razzien gegen rechtsextremen Verlag 'Schelm'", 11.3.26): hier klicken!

Nürnberg und Region: Kommunalwahlen mit erwartetem Rechtsruck (März 2026)
- ergänzt -

Die von einigen KommentatorInnen geäußerte Überraschung über die im Vergleich zur Kommunalwahl 2020 deutlich gestiegenen AfD-Wahlergebnisse in Bayern ist nicht nachvollziehbar. Erstens gab es in der Zwischenzeit Bayern-, Europa- und Bundestagswahlen mit jeweils hohen rechten Ergebnissen im Lande (14,6%, 12,6%, 19%), zweitens wählen die meisten AfD-Fans die Partei nicht trotz, sondern wegen ihrer rechtsradikalen Positionen und denken, davon in Zukunft profitieren zu können.

Bei der Kommunalwahl 2026 wählten in Bayern durchschnittlich 12,8% die extrem rechte Partei AfD (Stand 10.3.26). Während in den Regierungsbezirken Mittel- und Oberfranken überdurchschnittlich AfD gewählt wurde (13,0% bzw. 14,9%), waren die Unterfranken (12,7%) und die OberpfälzerInnen (11,9%) diesbezüglich unter dem Durchschnitt. Bei den kreisfreien Städten in der Region liegt Nürnberg mit 13,5% fast an der "Spitze", übertroffen nur noch von Ansbach mit 14,6%. Den tiefsten Prozentwert hat die Stadt Erlangen mit 6,7%. Bei den Landkreisen liegen die Wahlergebnisse zwischen Amberg-Sulzbach mit 4,6% und Bamberg mit 18,1%. Im Kreisrat Forchheim und in der Stadtrat der kreisfreien Stadt Amberg sitzen erfreulicherweise keine AfDlerInnen, weil es die Partei dort nicht schaffte, eine Liste einzureichen. Eine Auswahl von Städten in Mittelfranken, deren Kommunalparlamente auch in den nächsten Jahren AfD-frei sind (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): Heilsbronn, Windsbach, Roth, Hilpoltstein, Greding, Heideck, Pappenheim, Treuchtlingen, Weißenburg, Ellingen, Dinkelsbühl, Feuchtwangen, Rothenburg ob der Tauber, Neustadt/Aisch, Uffenheim, Burgbernheim, Hersbruck, Spalt. Gratulation!

In Nürnberg liegen die Hochburgen der extrem Rechten in den seit vielen Jahren bekannten Stadtteilen. Wahlergebnisse über 20% gab es in Gibitzenhof/Sandreuth, Schweinau, Sündersbühl, Langwasser NW, Beuthener Str./ Altenfurt Nord/Langwasser SO ("Spitzenreiter" mit 25,8%), Langwasser SW, Hasenbuck/Rangierbahnhof/Katzwanger Str./Dianastr., Hohe Marter, Röthenbach West und Reichelsdorf. In Teilen Nürnbergs existiert schon lange eine extrem rechte Stammwählerschaft.

Ein kleiner Schwenk in die Nachbarstadt Fürth: Dort sitzt nun als einzige Vertreterin der Freien Wähler die Rechtsauslegerin Heidi Lau im Stadtrat (vgl. hier klicken!). In Stein hat unter anderem Krzysztof Malowaniec einen Stadtratssitz erobert. Der Mann war lange Zeit Stammgast der extrem rechten Demos von "Team Menschenrechte". Eine interessante Anekdote kommt aus Erlangen: Weil ein Kandidat der dortigen AfD-Liste, Daniel Vobelt, seine mehr als einjährige Freiheitsstrafe verschwiegen hatte, war er nicht wählbar; die für ihn abgegebenen Stimmen waren ungültig. Resultat der dadurch ausgelösten Neuverteilung der Sitze: Die Grünen dürfen einen Stadtrat mehr ins Gremium schicken.

Ein Artikel in den Nürnberger Nachrichten (28.2.26, Printausgabe) behandelte die "Achillesferse der AfD", so die Hauptüberschrift. Das Thema: Die rechte Partei tut sich in Städten und Gemeinden teilweise schwer, WahlkandidatInnen zu finden. Je kleiner der Ort, desto mehr sozialer Druck kann sich gegen die Rechten aufbauen: von Nachbarn, von der eigenen Familie usw. So standen zum Beispiel in der Stadt Neumarkt nur drei AfD-Kandidaten auf der Liste. Weitere Beispiele: Im Landkreis Roth gibt es 16 Gemeinden, davon schaffte es die AfD nur in vieren, eine Liste aufzustellen. Im Landkreis Fürth war das in sechs von 14 Gemeinden der Fall, im Landkreis Neumarkt in sieben von 19. Und manchmal kommen der extrem rechten Partei ihre KandidatInnen auch wieder abhanden, wie in Weißenburg (wir berichteten im Dezember 2025).

Quellen u.a.: www.kommunalwahl2026.bayern.de, erlangen.de, wahlen.osrz-akdb.de, wahlen2026.ansbach.de, "Nachtheft" der Stadt Nürnberg zur Kommunalwahl 2026, Endstation Rechts Bayern, nn.de, br.de, Nürnberger Nachrichten, onetz.de, www.merkur.de/bayern/kommunalwahl-bayern-ere1211475/

(10.3.26, ergänzt 11.3.26)

Erlangen: AfD muss Unterlassungserklärung gegenüber Rechercheunternehmen Correctiv abgeben und Restauflage eines Flyers schreddern lassen (März 2026)

Wie die Erlanger Nachrichten (9.3.26, Printausgabe) schrieben, musste der Erlanger AfD-Kreisvorsitzende Robert Aust gegenüber dem Rechercheunternehmen Correctiv eine Unterlassungserklärung abgeben und die Restauflage eines Flyers schreddern lassen. In diesem Flyer wurde die Correctiv-Recherche über das Potsdamer Geheimtreffen im November 2023 (hier klicken!) als "Märchen" und "erfunden" bezeichnet.

(10.3.26)

Ansbach: 19-jährige Messerstecherin zu neun Jahren Jugendhaft verurteilt / Anwalt der Nebenklage sieht rassistische Tatmotive und spricht von Mord (März 2026)

Laut Nürnberger Nachrichten und Süddeutsche Zeitung (10.3.26, jeweils Printausgabe) wurde eine 19-jährige Nürnbergerin, die einen 15-Jährigen im vergangenen Juni am Großen Brombachsee mit einem Messerstich in den Hals getötet hatte, wegen Totschlags zu einer Jugendstrafe von neun Jahren verurteilt. Die Täterin soll den Jungen mit deutscher und brasilianischer Staatsangehörigkeit im Zuge einer zunächst verbalen Auseinandersetzung rassistisch beleidigt haben. Die Richterin fand laut SZ "keine Anhaltspunkte" für ein rassistisches Motiv. Die Täterin habe die Beleidigung "unbedacht" gerufen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Anwalt der Nebenklägerin, der Mutter des Opfers, sieht die rassistischen Tatmotive nicht berücksichtigt und spricht von Mord. Revision wurde noch im Gerichtssaal eingelegt.

Die Vorgeschichte: Die 19-Jährige griff am Großen Brombachsee nach einer verbalen Auseinandersetzung den 15-jährigen, dunkelhäutigen Jungen mit einem Messer an und verletzte ihn tödlich. Rassistische Motive könnten bei der Tat eine Rolle gespielt haben, da die mutmaßliche Täterin das Opfer unter anderem als "Scheißausländer" beschimpfte und ihn aufforderte, er solle "in sein Land zurückgehen". Wie br.de (23.6.25) schrieb, stünden im Strafregister der 19-Jährigen Gewaltdelikte und ein Verstoß gegen das Waffengesetz. Alle Verfahren seien jedoch nach Jugendstrafrecht eingestellt worden. Wir berichteten zuletzt im Januar 2026.

Nürnberg: In der Spitze 200 gegen extrem rechte Demo (März 2026)

Laut uns zugegangenen Berichten demonstrierten am heutigen Montag in der Spitze 200 Menschen gegen 65 extrem Rechte, die mit dem "Team Menschenrechte" (TM) marschierten. Der komplette Frauentorgraben wurde zeitweise wegen der rechten Demo gesperrt. Wegen mehrerer Blockaden hintereinander mussten TM in der Königstraße auf dem Gehsteig laufen.

(9.3.26)

Nordbayern: Spezielle AfD-Kandidaten auf den Kommunalwahl-Listen - Kontakte zur Neonazi-Szene, Vorstrafe wegen fingiertem Raubüberfall auf Discounter-Filiale usw. (März 2026)
- mehrfach aktualisiert -

Laut nn.de (4.3.26, paywall) und br.de (5.3.26) tauchen auf den AfD-Listen zur Kommunalwahl ganz spezielle Kandidaten auf. Zum einen findet sich auf Platz 10 der Liste für den Erlanger Stadtrat ein 34-jähriger Mann, der wegen eines fingierten Raubüberfalls auf eine Discounter-Filiale rechtskräftig zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren und fünf Monaten verurteilt worden ist und der wohl bald seine Haft antreten muss. Der Mann sei mehrfach einschlägig vorbestraft.

In Scheßlitz (Lkr. Bamberg) kandidiert ein Andreas Müller für den Stadtrat. Der sei laut br.de unter anderem im Jahr 2015 bei der 1.-Mai-Demo der Neonazis vom "Dritten Weg" mitmarschiert. Weitere Beispiele für Kandidaten mit einschlägigen Kontakten in die extrem rechte Szene finden sich im unten verlinkten Artikel sowie hier.

Update: Wie nn.de (5.3.26) schrieb, gelten auf der AfD-Stadtratsliste für Erlangen vier Kandidierende als vorbestraft. "Die Verurteilungen stammen überwiegend aus den Jahren 2023 und 2024. Die Vorwürfe reichen von Sachbeschädigung – etwa der Zerstörung von Wahlplakaten der Linken – über die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Volksverhetzung bis hin zu falscher Verdächtigung und Beleidigung gegen Personen des politischen Lebens". Und weiter: "Vorbestraft ist ebenfalls ein Kandidat, der 2023 wegen Drogendelikten und versuchten Betrugs zu eineinhalb Jahren Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt wurde. Er steht immer noch unter Bewährung und muss sich im März erneut vor dem Amtsgericht Erlangen verantworten".

br.de ("Kommunalwahl: AfD-Kandidaten auch aus der Neonazi-Szene", 5.3.26): hier klicken!

Nordbayern, verschiedene Orte, 28. Februar: Zahlreiche Aktionen gegen rechts (Februar / März 2026)
- mehrfach aktualisiert -

Spitzenreiter waren am heutigen Samstag die FürtherInnen: Das Fürther Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus brachte gemeinsam mit anderen Organisationen mindestens 1000 Leute auf die Straße gegen rechts. In Nürnberg waren es bei verschiedenen Kundgebungen und Demonstrationen gegen eine extrem rechte Demo zusammen mindestens 500, bei der "Dorfdemo" gegen rechts in Rückersdorf etwa 100 Menschen und in Hersbruck ebenfalls mehr als 100. In Neumarkt positionierte sich ein Stand der Initiative "AfD-Verbot jetzt" in der Nähe eines Infostandes der extrem rechten Partei, in Adelshofen bei Rothenburg ob der Tauber bildeten etwa 250 Menschen eine Menschenkette rund um das Rathaus (PS: Wir können an dieser Stelle natürlich nicht alle Kundgebungen oder Demos gegen rechts an diesem Wochenende im nordbayerischen Raum erfassen).



Nürnberg (links) und Rückersdorf (rechts), 28.2.26: Straßenproteste gegen rechts (Fotos: Nürnberger Bündnis Nazistopp)

Anmerkungen zu einigen Gegenveranstaltungen:
- Nürnberg, gegen die "Großdemo" von "Gemeinsam für Deutschland" (GfD): Unter den ca. 70 extrem Rechten befanden sich zwei Gruppen, die der Nachfolgepartei der neonazistischen NPD, der "Heimat", zugeordnet werden können. Zu sehen war unter andererem der bayerische "Heimat"-Chef Rainer Hatz. Die nächste GfD-"Großdemo" war übrigens für den darauffolgenden Sonntag in München geplant und wurde mangels Interesse abgesagt!
- Hersbruck, Demokratiefest gegen die AfD: Eine Gruppe Nazis mit zwei Kampfhunden kam vom AfD-Stand und ging auf die Infostände der Grünen und der Linkspartei zu. Die extrem Rechten versuchten zu provozieren, was ihnen aber nicht gelungen sei.

(28.2. und 1.3.26, eigene Beobachtungen, Berichte der Bündnisse, Endstation Rechts Bayern, nn.de)

Stuttgart / Mittelfranken: Marion G., ehemals in unserer Region in der extrem rechten Szene aktiv, zu Bewährungsstrafe wegen Beihilfe zur Gründung einer rechtsextremen Terrorzelle verurteilt (Februar 2026)

Laut spiegel.de (26.2.26) wurde Marion G., ehemals in unserer Region in der extrem rechten Szene aktiv, in Stuttgart wegen Beihilfe zur Gründung einer rechtsextremen Terrorzelle zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt. Die mittlerweile 61-Jährige vermittelte dem Chef der "Gruppe S." mehrere Aktivisten und "half ihm bei der Suche nach Gleichgesinnten". Die rechtsterroristische "Gruppe S." war unter anderem von rassistischem Fanatismus geprägt und wollte, so das Gericht, einen Bürgerkrieg in Deutschland auslösen. Laut Bericht bereue Marion G. angeblich ihr Handeln; das Urteil ist wohl rechtskräftig, nachdem keine Partei Rechtsmittel eingelegt habe.

Wir schrieben im Juli 2020: "zeit.de (23.7.20) berichtet über eine Telegram-Chatgruppe aktiver und ehemaliger Bundeswehrsoldaten, die 'rechtsextreme Hetze' verbreiteten. Betreiberin des Chats: Marion G., die in der Region bekannte extrem rechte Aktivistin und mutmaßliche Unterstützerin der rechtsterroristischen "Gruppe S.", dort wohl in ähnlicher Funktion. Ausgetauscht wurde sich in militärischem Ton, Beispiele: 'Meine Vorbereitungen sind abgeschlossen. Besitze Ausrüstung, Kampfausruestung BW. Fuer den Fall... Buergerkrieg' oder 'Den Typen nur noch aufs Maul hauen, reicht nicht! Mehr möchte ich dazu nicht schreiben'. PS: Marion G. wurde auf mindestens einer Demo der 'Corona-Rebellen' in Nürnberg gesehen. Im Vorfeld hatte sie sich bei den rechten Gelbwesten in der Region engagiert".

spiegel.de ("Helferin der Terrorzelle 'Gruppe S.' verurteilt", 26.2.26): hier klicken!

Laubenzedel (Gunzenhausen), 26. Februar: Hundert Menschen gegen rechts (Februar 2026)

Laut uns zugegangenen Informationen und nn.de (27.2.26, paywall) demonstrierten im mittelfränkischen Laubenzedel (Gemeindeteil der Stadt Gunzenhausen) etwa 100 Menschen unter dem Motto "Keine Bühne für rechtsextreme Politik" vor dem dortigen Feuerwehrhaus. Im Feuerwehrhaus fand eine AfD-Veranstaltung statt. Im Vorfeld gab es Gemecker von der örtlichen CSU - nicht über die AfD, sondern über die Gegenkundgebung.

(28.2.26)

Nürnberg, 28. Februar: Gemeinsam für uns alle! Kundgebung des Nürnberger Bündnis Nazistopp gegen "Gemeinsam für Deutschland" (Februar 2026)
- mehrfach aktualisiert -

Am Samstag, den 28. Februar 2026 finden im nordbayerischen Raum noch einmal zahlreiche Kundgebungen und Demos gegen rechts statt (s. unsere Veranstaltungshinweise). Nicht zuletzt in Nürnberg, wo an diesem Samstag erneut gegen die extrem rechte Truppe "Gemeinsam für Deutschland" (vermutlich weitgehend identisch mit "Team Menschenrechte") demonstriert wird.

Das Nürnberger Bündnis Nazistopp organisiert ab 14 Uhr eine Protestkundgebung am Jakobsplatz. Auf die Straße! Seid laut!



Ab 14.15 Uhr findet zudem der von verschiedenen Initiativen veranstaltete "Rave gegen Rechts" statt. VerLINKung startet am Hallplatz, die Initiative "Rave gegen Rechts" am Sebalder Platz und die Alerta-Parade am Jakobsplatz. Ab 15.30 Uhr findet ein gemeinsamer Abschluss-Rave an der Lorenzkirche statt (Königstraße / Ecke Karolinenstraße).

PS: Die AfD hat den für Samstag angezeigten Infostand in der Nürnberger Innenstadt abgesagt!

(Stand 26.2.26)

Rückersdorf: Plakate für die Dorfdemo heruntergerissen (Februar 2026)

Wie uns mitgeteilt wurde, wurden in Rückersdorf einige Plakate heruntergerissen, die auf die "Dorfdemo" gegen rechts am kommenden Samstag hinweisen. Ein sehr hilfloser Versuch, die Werbekampagne für die Veranstaltung zu behindern.

(25.2.26)

Nürnberg, 23. Februar: Straßenproteste gegen das extrem rechte "Team Menschenrechte" fanden statt (Februar 2026) - aktualisiert -

Am heutigen Montagabend (23.2.26) protestierten etwa 170 AntifaschistInnen lautstark gegen die etwa 60 extrem Rechten rund um das "Team Menschenrechte". Gemeldet wurde eine Sitzblockade auf der rechten Demoroute.

(23.6.26, aktualisiert 24.2.26)

Nürnberg: Hakenkreuz auf Anti-Rechts-Plakat gesprüht (Februar 2026)

Laut nn.de (22.2.26) wurde im Nürnberger Stadtteil Ziegelstein unter anderem ein Hakenkreuz auf ein Anti-Rechts-Plakat gesprüht. (23.6.26)

Nürnberg, 21. Februar: AfD-Flyer in der Tonne, gehaltvolle Reden, Hausverbot in der Friedenskirche für rechten Streamer (Februar 2026)

Am heutigen Samstag (21.2.26) protestierte unser Bündnis gemeinsam mit Grantifa erneut gegen einen Wahlkampfstand der AfD, diesmal am Palmplatz im Nürnberger Stadtteil Johannis. Wir bedanken uns herzlich bei den beiden Hauptrednern, Dr. Eckart Dietzfelbinger und Leo F. Seidl, bei den AktivistInnen und ZuhörerInnen vor Ort sowie bei der evangelischen Jugend, die sich mit Schautafeln und Poetry Slam ebenfalls am Gegenprotest beteiligte. Und natürlich bedanken wir uns auch bei den PassantInnen, die am tendenziell wenig frequentierten AfD-Stand Flyer organisierten und bei uns in der Mülltonne entsorgten.



Nürnberg, Nähe Palmplatz, 21.2.26: "Süßes gegen Saures" (Foto: Nürnberger Bündnis Nazistopp)

Nervig waren die ständigen Störversuche des rechten "Journalisten" und Streamers Sebastian Weber, der schließlich Hausverbot in der nahe gelegenen Friedenskirche bekam. Trotz des Hausverbots drang er dann in die Räumlichkeiten der Kirche ein und bestand darauf, den dortigen Poetry Slam der Evangelischen Jugend abzufilmen. Schließlich fand die Veranstaltung unter Protest im Freien statt. Hat Weber aka "Weichreite TV", der unter anderem als Kreisrat in Sachsen fungiert, nichts Besseres zu tun? Kümmert er sich überhaupt um seine WählerInnen vor Ort? Nach etwa zwei Stunden schlugen dann auch, wie fast schon üblich, mehrere Hardcore-Supporter der AfD auf, drei führende Aktivisten der extrem rechten "Team Menschenrechte". Zwei davon wurden schließlich von der Polizei abgedrängt.

(21.2.26)

Cadolzburg und Altdorf: Auf der Straße gegen rechts (Februar 2026)

In den letzten Tagen fanden in Mittelfranken mehrere Straßenproteste gegen rechts statt. Am 20. Februar demonstrierten einige Dutzend Menschen gegen eine AfD-Veranstaltung im Cadolzburger Gwäxhaus. Am 22. Februar waren in Altdorf etwa 100 Menschen auf der Straße und forderten unter anderem ein Verbot der AfD. Organisiert wurden die Veranstaltungen jeweils von örtlichen Initiativen (Bündnis gegen Rechtsextremismus Cadolzburg bzw. Stimme der Jugend).

(22.2.26, Quellen: nn.de sowie social media des Fürther Bündnisses gegen gegen Rechtsextremismus und Rassismus)

Nürnberg, 21. Februar: Und nochmal "Süßes statt Saures" - Protestieren wir gegen einen AfD-Infostand am Palmplatz! / Mit Reden von Dr. Eckart Dietzfelbinger und Leonhard F. Seidl (Februar 2026)
- aktualisiert -

Am Samstag, den 21. Februar 2026 protestieren wir noch einmal gegen einen AfD-Infostand, diesmal in der Adam-Kraft-Straße / Höhe Palmplatz im Stadtteil Johannis! Die Aktion beginnt um 10 Uhr und dauert voraussichtlich bis 13 Uhr.



"Süßes statt Saures" heißt: Ihr bringt uns mindestens einen AfD-Flyer oder sonstiges Werbematerial der extrem rechten Partei vorbei und bekommt von uns dafür eine kleine Süßigkeit. Wir versenken den Flyer in einer Mülltüte und entsorgen ihn.

Auf die Straße! Beteiligt euch an unserer Aktion!

Unsere Gastredner an diesem Tag: Der Historiker und Buchautor Dr. Eckart Dietzfelbinger spricht um 10.30 Uhr, der Schriftsteller Leonhard F. Seidl um 11.30 Uhr.

(Stand 19.2.26)

Nürnberg: Drohung gegen ver.di-MitarbeiterInnen wegen Warnstreiks / Sie sollen "an Milzbrand sterben" (Februar 2026)

Laut br.de (19.2.26) und zahlreichen weiteren Presseberichten erhielten die Nürnberger ver.di-Leute einen Drohbrief mit weißem Pulver. Darin stand unter anderem, die Beschäftigten sollten "an Milzbrand sterben". Als Begründung wurden die Streiks genannt.

Für die betroffenen elf Gewerkschafts-MitarbeiterInnen waren die Drohung und die lang andauernde Prozedur der Isolation und Dekontaminierung sehr belastend. Um etwa 17 Uhr sei Entwarnung gegeben worden (keine Milzbrand-Sporen, kein sonstiges Gift), die Schutzmaßnahmen hätten bis 21 Uhr angedauert.

Eine bayernweite ver.di-Funktionärin erklärte, wie sueddeutsche.de (19.2.26) schrieb, dass es in den letzten Monaten eine "Zunahme" von Drohungen gegeben habe, die "sich im Kern dagegen richten, dass die Menschen ihr demokratisches Grundrecht auf Streik wahrnehmen". Über den / die Täter ist bis jetzt nichts bekannt.

br.de ("Drohbrief mit Pulver: Verdi-Beschäftigte harrten stundenlang aus", 19.2.26): hier klicken!

Fürth: Drohung gegen linke Aktivistin (Februar 2026)

Wie uns mitgeteilt wurde, drohte ein offensichtlich rechtsgerichteter Mann mittleren Alters in der Flößaustraße in Fürths Südstadt einer linken Aktivistin Schläge an. Er habe sich dann zurückgezogen und gemeint, er komme später mit mehr Leuten vorbei.

(20.2.26)

Scheinfeld und Nürnberg: Aktionen gegen rechts in den letzten Tagen (Februar 2026)
- aktualisiert -

- Am 15. Februar protestierten etwa 100 Menschen im mittelfränkischen Scheinfeld gegen einen Infostand der AfD. Das Interesse am AfD-Stand war "wie üblich überschaubar", so eine Beobachterin auf Facebook. Organisiert wurde die Aktion durch Scheinfeld ist bunt, das Bündnis gegen rechts Neustadt/Aisch sowie die Omas gegen rechts Neustadt/Aisch. Die extrem Rechten wurden vom AfD-nahen Deutschland-Kurier unterstützt.
- Am 17. und 19. Februar protestierte Grantifa in Nürnberg gegen AfD-Infostände. Am Dienstag (17.2.) in Nürnbergs Fußgängerzone lief es wohl wie ein paar Tage zuvor bei der Nazistopp-Aktion am selben Ort (s. Artikel weiter unten) gut. PassantInnen zeigten viel Interesse. Der AfD-Stand war von mehreren USK-Beamten beschützt, warum auch immer, und damit wirksam abgeriegelt. Sehr schön! Zwei Tage später (19.2.) tauchte die AfD dann in der Nähe des Rathenauplatzes erst gar nicht auf! Auch sehr schön!
- Am 19. Februar demonstrierten in Nürnberg mindestens 750 Menschen im Gedenken an die rassistischen Morde in Hanau am 19. Februar 2020. Organisiert wurde die Aktion von der Gruppe Migrantifa.

(19.2.26, aktualisiert 20.2.26)

Nürnberg, 15. Februar: In der Spitze 350 gegen AfD-Veranstaltung (Februar 2026)
- aktualisiert -

Am 15. Februar demonstrierten laut nn.de (15.2.26, paywall) in der Spitze 350 Menschen gegen eine Wahlkampfveranstaltung der extrem rechten AfD im Vereinsheim der Eintracht Falkenheim mit "Stargast" Stephan Brandner. Viele GegendemonstrantInnen kamen aus dem Verein und der Nachbarschaft. AfD-Fans und Funktionäre mussten beim Rein- und Rausgehen ein Pfeifkonzert und laute antifaschistische Parolen über sich ergehen lassen. Die Straße vor dem Lokal war mit bunten, menschenfreundlichen Parolen geschmückt. Und last but not least: Der Verein hat Pizza an die GegendemonstrantInnen ausgegeben!

Die mittlerweile bekannt gewordenen Äußerungen des Pächters der Vereinsgaststätte - Wurstigkeit in Bezug auf die AfD und die einseitige Betonung finanzieller Motive - sollten seitens des Vereins Konsequenzen haben.

nordbayern.de ("'Unser Verein ist bunt': 250 Menschen demonstrieren gegen AfD Frühschoppen in Nürnberg", 15.2.26): hier klicken!

Seybothenreuth, 14. Februar: 300 protestierten gegen die AfD! (Februar 2026)

Laut nn.de und br.de (15.2.26) protestierten im oberfränkischen Seybothenreuth am 14. Februar etwa 300 Menschen gegen die dortige zentrale Wahlkampfveranstaltung der extrem rechten AfD mit "Starredner" Björn Höcke. In der dortigen Mehrzweckhalle saßen etwa 200 AfD-Fans.

Interessant ist eine von br.de verbreitete Stellungnahme des Bürgermeisters der Gemeinde in Bezug auf die Hallenverordnung vor Ort. Der habe erklärt, "seine persönliche Einschätzung sei aktuell, wenn ein zweifach wegen Nazi-Parolen verurteilter Politiker trotz des neuen Passus öffentlich auftreten und sprechen dürfe, sei die zum Schutz der Gemeinden gedachte Verordnung 'Schall und Rauch'".

(15.2.26)

br.de ("Nach Gerichtsbeschluss: Demo gegen Höcke-Rede in Seybothenreuth", 14.2.26): hier klicken!

Nürnberg, 14. Februar: Viele AfD-Flyer landeten in der Tonne, viele Süßigkeiten wurden als Dankeschön verteilt / Danke an alle Aktiven! (Februar 2026)

Am heutigen Samstag protestierte unser Bündnis mitten in der stark frequentierten Nürnberger Fußgängerzone gegen einen AfD-Infostand nebenan. Im Laufe des Nachmittags landeten im Rahmen unserer Aktion "Süßes statt Saures" zahlreiche AfD-Flyer und sonstiges AfD-Werbematerial in unserer Abfalltonne. Die LieferantInnen wurden mit Süßigkeiten oder salzigen Snacks belohnt. Wir informierten die PassantInnen drei Stunden lang über die Aktion und unsere Einschätzung der extrem rechten Partei. Die Publikumsreaktionen waren größtenteils positiv oder neutral. Zahlreiche Menschen unterschrieben zudem am Stand von Grantifa eine Petition, in der ein Verbot der AfD gefordert wird.



Nürnberg, Karolinenstraße, 14.2.26: "Süßes gegen Saures" (Foto: Nürnberger Bündnis Nazistopp)

Seltsam bis bedenklich eine Aktion der örtlichen Einsatzleitung der Polizei, die unserer Versammlungsleiterin kritische Äußerungen angeblich "neutraler" PassantInnen überbrachte und unsere Aktion "Süßes statt Saures" kritisierte. Genaueres kam nicht und es war auch nicht klar, was die wortführende Beamtin eigentlich erreichen wollte. Kann man ja mal probieren...

Am AfD-Stand wurde, wie uns mitgeteilt wurde, zwei Mal körperlich gegen Menschen vorgegangen, die Flyer mitnehmen wollten. Eine junge Frau hat deshalb Anzeige gegen die AfD wegen Körperverletzung gestellt.

(14.2.26)

Nürnberg, 14. Februar: "Süßes statt Saures" - Protestieren wir gegen einen AfD-Infostand! (Februar 2026)

Am Samstag, den 14. Februar 2026 protestieren wir erneut gegen einen AfD-Infostand in der Nürnberger Innenstadt! Die Aktion startet um 14 Uhr in der Karolinenstraße und dauert voraussichtlich bis 17 Uhr.



"Süßes statt Saures" heißt: Ihr bringt uns mindestens einen AfD-Flyer oder sonstiges Werbematerial der extrem rechten Partei vorbei und bekommt von uns dafür eine kleine Süßigkeit. Wir versenken den Flyer in einer Mülltüte und entsorgen ihn.

Auf die Straße! Beteiligt euch an unserer Aktion!

Update: In einer Woche, am 21. Februar, sind wir wieder auf der Straße gegen die Wahlkampagne der extrem rechten AfD, diesmal am Palmplatz, von 10 bis 13 Uhr. U.a. mit folgenden RednerInnen: Dr. Eckart Dietzfelbinger (Historiker und Buchautor), Leonhard F. Seidl (Schriftsteller), Birgit Mair.

(Stand 13.2.26)

Nürnberg, 15. Februar: Gegen AfD-"Frühschoppen" mit Stephan Brandner wird protestiert! (Februar 2026)

Vor Kurzem wurde bekannt, dass die AfD am 15. Februar in Nürnbergs Süden einen "Frühschoppen" mit AfD-Rechtsaußen Stephan Brandner (hier klicken!) veranstaltet, und zwar im Vereinsheim von Eintracht Falkenheim Nürnberg e.V. Mittlerweile liegt uns eine Stellungnahme des Vereins vor, in der sich dieser scharf von der extrem rechten Veranstaltung distanziert ("Wir wollen die angekündigte Veranstaltung der AfD in unserem Vereinsheim nicht", komplette Stellungnahme: hier klicken!).

Der Gaststättenpächter wusste laut eigener Aussage nicht, dass es sich beim Veranstalter um die AfD handelt. Weder Pächter noch Verein sehen eine Möglichkeit, der AfD aktuell wieder zu kündigen.

Am Sonntag finden vor Ort ab 10.30 Uhr Protestaktionen statt.

(13.2.26)

Seybothenreuth, 14. Februar: AfD-Höcke darf nicht auftreten! Hält das Urteil? / Gegenprotest ist auf jeden Fall wichtig! (Februar 2026)
- Update: Höcke darf auftreten! -

Die oberfränkische Gemeinde Seybothenreuth hat sich vor Gericht gegen die AfD zunächst durchgesetzt: Bei der zentralen Wahlkampfveranstaltung der extrem rechten Partei darf der einschlägig vorbestrafte Thüringer Ober-AfDler Björn Höcke wegen zu erwartender NS-beschönigender Aussagen nicht auftreten. Mal sehen, ob das Urteil hält.

Unabhängig vom Ausgang des gerichtlichen Verfahrens ist Gegenprotest vor Ort wichtig, denn die AfD-Veranstaltung wird auf jeden Fall in der Mehrzweckhalle Seybothenreuth stattfinden, mit oder ohne Höcke! Das Bündnis für Demokratie und Zusammenhalt mobilisiert zur Gegenkundgebung vor der Halle (14.2.26, 17 - 20 Uhr).

Update 14.2.26: Laut bayreuther-tagblatt.de (14.2.26) darf Björn Höcke nun doch auftreten. Ein Grund mehr für Gegenprotest!

(13.2.26, Quellen u.a. spiegel.de, mainwelle.de 12.2.26 und Süddeutsche Zeitung, Printausgabe 13.2.26, bayreuther-tagblatt.de, 14.2.26)

Nürnberg, 9. und 12. Februar: Auf der Straße gegen die AfD und gegen "Team Menschenrechte"! (Februar 2026)

Auch in den vergangenen Tagen waren AktivistInnen in Nürnberg auf der Straße gegen extrem rechte Umtriebe. Am Montag, den 9. Februar demonstrierten die Omas gegen rechts, VerLINKung und die Alerta Parade gegen das "Team Menschenrechte" (TM), zusammen waren es mindestens 150 Menschen. In der Färberstraße gab es eine längere Sitzblockade. Lustig: Bei ihrem Demostart schallte den Rechten unter anderem auch gesungener Gegenprotest entgegen! Bei den etwa 60 TMlern nichts Neues; die übliche Mischung aus Nazis, AfDlern, rechten Christen und Ex-Pegida-Aktivisten. Am Donnerstag, den 12. Februar standen die AktivistInnen von Grantifa in der Insinger Straße und klärten bei heftigem Dauerregen über die AfD auf, die in der Nähe einen Infostand betrieb.

(13.2.26)

Uffenheim: Perfide AfD-Kampagne gegen antifaschistisch Aktive / Bündnisse erklären sich solidarisch mit Betroffenen (Februar 2026)

Im mittelfränkischen Städtchen Uffenheim geht es rund. Am 1. Februar tauchten auf Wahlkampfplakaten von SPD und Grünen rechte Schmierereien auf, zudem "Hakenkreuze, AfD-Schriftzüge und Hitlerbärtchen" (Fränkische Landeszeitung, 10.2.26). Am 4. Februar brannte dann ein Kleintransporter aus, der angeblich einem AfD-Mitglied gehört. Ob es Brandstiftung war usw.? Bisher unklar. Dennoch entbrannte in rechten Internetmedien nach sattsam bekanntem Muster eine Hetzkampagne gegen örtliche Aktive gegen rechts, unter anderem einen Stadtrats- und Kreistagskandidaten von Bündnis90/Die Grünen, die Omas gegen rechts, die "Antifa" und so weiter.

In einer Pressemitteilung äußern sich nun das Bündnis gegen Rechts im Landkreis Neustadt/Aisch–Bad Windsheim, die Omas gegen Rechts Neustadt/Aisch und das Bündnis "Scheinfeld ist bunt" zur Sache: "Insbesondere im Hinblick auf Uffenheim, wo ein insbesondere im Internet gegen Rechts engagierter Lehrer nun von der AfD beschuldigt wird, hinter Schmierereien und dem Brand eines Fahrzeugs zu stecken, wo die AfD von "False Flag"-Operationen raunt und örtliche Mitglieder der Grünen in Zusammenhang mit Terrorist:innen bringt, eskaliert die Auseinandersetzung derzeit". Die Bündnisse "stehen solidarisch zu denen, die von Rechtsextremen verunglimpft, bedroht und beschuldigt werden".

(12.2.26, mit Informationen von nn.de und der Fränkischen Landeszeitung, Printausgabe 10.2.26)

Nürnberg, Lauf, Hersbruck, 7. Februar: Auf der Straße gegen rechts (Februar 2026)
- aktualisiert -

Am heutigen Samstag (7.2.26) wurde in den drei mittelfränkischen Städten Nürnberg, Lauf und Hersbruck gegen rechts demonstriert.

Start war in Hersbruck. Dort protestierten bereits am Morgen etwa 50 AntifaschistInnen auf Initiative von "Hersbruck ist bunt" gegen einen AfD-Infostand. In einem Redebeitrag des Bündnisses hieß es in Bezug auf den Umstand, dass es dort bei der Kommunalwahl keine AfD-Stadtratsliste geben wird: "Es will hier schlicht und ergreifend niemand sein Gesicht in der Öffentlichkeit mit der AfD in Verbindung gebracht sehen. Das ist gut so und das soll auch so bleiben. Deswegen sind wir auch heute wieder hier".

Ab 11 Uhr ging es in Lauf weiter. In der Spitze 500 Menschen demonstrierten lautstark gegen die extrem rechte AfD. Ein Redner kritisierte, die Partei "habe keinerlei Programme für die Probleme vor Ort in Lauf und Umgebung".



Lauf (links) und Nürnberg (rechts), 7.2.26: Straßenproteste gegen rechts (Fotos: Nürnberger Bündnis Nazistopp)

Ab 14 Uhr war dann Nürnberg an der Reihe. Etwa 40 Menschen platzierten sich in der Nähe eines AfD-Infostandes, protestierten dagegen und behielten die rechten Akteure im Auge. Nicht ohne Grund, denn die Kerngruppe des extrem rechten "Team Menschenrechte" (TM) inklusive einiger Jungnazis waren bei der AfD aufgeschlagen. Vor der Bühne der "Allianz"-Kundgebung auf dem nahegelegenen Kornmarkt ab 16 Uhr standen etwa 2000 Menschen. Einer der Redner, der bekannte Journalist Heribert Prantl, meinte: Die AfDlerInnen "sind keine Demokraten, sie sind Demagogen mit Vertreibungsgelüsten". Im Verlauf der Kundgebung wurde dankenswerterweise darüber informiert, dass man montags ja auch gegen TM demonstrieren könne.

(7.2.26, Quellen: nn.de, eigene Informationen. Aktualisiert 9.2.26)

Nürnberg: Dubioser Wahlkampfflyer wird verteilt (Februar 2026)

In jüngster Zeit wird in Nürnberg ein dubioser Wahlkampfflyer verteilt. Der Flyer ist natürlich von der AfD und es steht "Nürnberg" vorne drauf; es scheint also um den Kommunalwahlkampf zu gehen. Warum dubios? Zunächst macht das ganze Ding einen Eindruck, komplett KI-generiert zu sein, und zwar Bilder und Text (Gibt's das schon? Eine KI-Software à la ChatGPT mit garantiert rechtem Output, vielleicht noch mit einem Knopf zum Auswählen "völkisch - rechtslibertär").

Zum Inhalt: In den fünfzehn behandelten Punkten geht es nur bei dreien um Kommunalpolitik in Nürnberg. Der Rest beschreibt die üblichen Themen extrem rechter Agitation. Die AfD Nürnberg plädiert also unter anderem für liberale Waffengesetze (!), gegen die Regulierung des Internets, für Autos, für Nationalstolz, für "gewachsene Sprache" (was immer das auch ist) und nicht zuletzt gegen "hohe Abgaben und immer neue Umverteilungsprogramme". So weit, so bekannt, irgendwas zwischen FDP, Peter Thiel, und "Heimat". Konsequent für die Reichen und für die rechte Szene.

Und Nürnberg? Da wird erstens unter einem Foto vom Hauptbahnhof "Sicherheit" gefordert. Man soll die Polizei machen lassen, "ohne ihr politisch Steine in den Weg zu legen". Hä? Versteht das jemand? Zweitens: Die AfD plädiert für "gelebtes Brauchtum" und lobt "Veranstaltungen wie das Nürnberger Volksfest, Kirchweihen oder den Christkindlesmarkt". Hä? Haben wir da irgendwas versäumt? Offensichtlich! Und drittens geht es um: "Kein Steuergeld für NGOs". Ross und Reiter werden nicht genannt, aber laut AfD scheint es um gigantische Millionenbeträge zu gehen: "(...) anstatt marode Schulen und Straßen zu sanieren oder Wohnraum zu schaffen". Hä? Streichung aller Zuschüsse für "NGOs" und die Straßen sind wieder blitzblank? Und genügend preisgünstiger Wohnraum ist wieder da? Glaubt das wirklich jemand?

Wir wissen natürlich, dass extrem rechte Agitation auch dann wirkt, wenn sie inhaltsleer ist, wie in diesem Fall. Bunte Bildchen wirken, Parolen wirken, wirre Ansammlung von "Argumenten" wirkt leider oft auch. Aber vielleicht...

(8.2.26)

Lauf: Dubioses Schwurblerblatt wird verkauft (Februar 2026)

In Lauf wird ein dubioses Schwurblerblatt namens "Straßenlicht" verkauft, das sich aus unserer Sicht als Obdachlosenzeitung tarnt und möglicherweise (hier klicken!) eine Gemeinnützigkeit nur vortäuscht. Und der Inhalt ist extrem krude: So liest sich der Beitrag auf Seite 3 ("Willkürlich zusammengewürfelte Stichpunkte zur Eigenrecherche") wie ein Sammelsurium von Verschwörungstheorien und Weltuntergangsvorhersagen, die die rechtsoffenen QuerdenkerInnen einst verkündeten und die in deren Restbeständen und im AfD-Volk immer noch virulent sind (von "Great Reset" über "Nürnberger Kodex" bis zu "5G/Geoingineering").

(8.2.26)

Nürnberg, 6. Februar: Der Widerstand muss breiter werden! Infoveranstaltung und Diskussion (Februar 2026)

Das extrem rechte Team Menschenrechte terrorisiert seit Jahren mit Aufmärschen und der Normalisierung rassistischer Erzählungen Nürnberg. Es ist wichtiger Ausdruck des Rechtsschwenks der BRD und vereint Neonazis mit "besorgten Bürgern".

Wir haben deren Akteur*innen und Aktivitäten untersucht und wollen über den Widerstand gegen diese Entwicklung nach Rechts in der Breite der Stadtgesellschaft ins Gespräch kommen. In aller Kürze gefragt: Was läuft da falsch? Oder machen wir was falsch? Was sind unsere Stärken?

Wir diskutieren und informieren. Herzliche Einladung!



(Stand 5.2.26)

Nürnberg, 2.2.26: Etwa 150 auf der Straße gegen das extrem rechte "Team Menschenrechte" (Februar 2026)

Am vergangenen Montag (2.2.26) protestierten in der Spitze 150 Menschen gegen das extrem rechte "Team Menschenrechte" in Nürnberg. Die Parolen und musikalischen Einlagen der antifaschistischen GegendemonstrantInnen waren bei den Rechten gut zu hören! Die Polizei scheint wieder mit Gäulen unterwegs gewesen zu sein; uns liegt jedenfalls ein Foto der TM-Route vor, auf dem Pferdekacke zu sehen ist.

Interessant war die Lektüre der Printausgabe der Nürnberger Nachrichten (NN) vom 4. Februar 2026. Im Lokalteil fand sich ein Artikel zur rechten Demo am Montag und den Gegenaktionen mit der wahrlich aufklärenden Überschrift "Polizei setzte Sperrgitter ein". Weder Autorenname noch Kürzel wurden angegeben. Die Erklärung: Die NN hat die Pressemitteilung der Polizei vom 2. Februar wortwörtlich wiedergegeben, ohne darauf hinzuweisen. Lediglich die Überschriften wurden selber fabriziert.

(5.2.26)

Verschiedene Orte in Mittelfranken, 30. und 31. Januar sowie 1. Februar: Auf der Straße gegen rechts (Januar / Februar 2026)
- mehrfach aktualisiert -

An diesem Wochenende fanden in der Region diverse Aktionen gegen rechts statt, veranstaltet von der Allianz gegen Rechtsextremismus und lokalen Initiativen (Menschenketten) sowie örtlichen antifaschistischen Akteuren. Aber der Reihe nach:

- Am Freitag (30.1.26) beteiligten sich etwa 200 Menschen an einer Menschenkette in Erlangen und 100 an einer ähnlichen Aktion in Schwaig.

- Am Samstag (31.1.26) protestierten AntifaschistInnen gegen einen AfD-Infostand im Nürnberger Stadtteil Ziegelstein. In Erlangen wurde zunächst ebenfalls gegen einen AfD-Infotisch (Hugenottenplatz) sowie später gegen eine Veranstaltung der Jungen Union mit dem rechten Polizeigewerkschafts-Funktionär Manuel Ostermann demonstriert (zusammen mindestens 150 Menschen). In Lauf regte sich spontaner Protest, ebenfalls gegen einen AfD-Infostand (30 Teilnehmende). Infomaterial der extrem rechten Partei wurde in einem Mülleimer entsorgt; fleißige EntsorgerInnen bekamen "Süßigkeiten, Infomaterial oder Aufkleber". In Schwabach kamen 400 zur Menschenkette, in Altdorf 200, in Herzogenaurach geschätzt 100, in Cadolzburg mehr als 100, in Bad Windsheim etwa 150, in Greding 40.

- Am Sonntag (1.2.26) waren in Dinkelsbühl mindestens 150 Menschen auf der Straße und bildeten u.a. eine Menschenkette.

Besonderheiten:

- In Lauf (31.1.26) griffen Akteure rund um die AfD GegendemonstrantInnen an, es kam zu "Beschimpfungen, Bedrohungen und sogar körperlichen Angriffen".

- Am 1. Februar ging es in Dinkelsbühl unter anderem um das Internetmobbing gegen die queere Linken-Kandidat*in Yasmin Hübel (siehe auch den Artikel weiter unten). Die von einer extrem rechten Hasskampagne Betroffene trat auf der Kundgebung persönlich auf und wurde durch mehrere RednerInnen unterstützt.

(31.1.26, ergänzt 1.2.26 und 2.2.26. Quellen: nn.de und flz.de, paywall, sowie uns zugegangene Berichte und Social-media-Postings)

Dinkelsbühl: Rechte Hasskampagne gegen queere Stadtratskandidat*in (Februar 2026)

Wie br.de (31.1.26) schrieb, entfaltete sich in den vergangenen Tagen eine massive rechte Online-Hasskampagne gegen Yasmin Hübel, queere Stadtratskandidat*in im mittelfränkischen Dinkelsbühl. Die Sprecherin des Kreisverbands Ansbach/Weißenburg-Gunzenhausen der Linkspartei ordnet sich selbst als non-binär ein. Derartige Äußerungen und Selbstbeschreibungen scheinen rechtsradikale Christen und völkische Hetzer regelmäßig zur Weißglut zu treiben, sehen sie sich doch im Besitz der religiösen bzw. rassistisch-völkischen "Wahrheit".

Interessant: In Dinkelsbühl hat sich sogar die komplette CSU-Fraktion mit Hübel solidarisiert.

br.de ("Hasskampagne gegen queere Stadtratskandidat*in in Dinkelsbühl", 19.1.26): hier klicken!

Verschiedene Orte in Mittelfranken, 28. und 29. Januar: Mehrere hundert Menschen beteiligten sich an Menschenketten gegen rechts (Januar / Februar 2026)
- aktualisiert -

Laut Presseberichten und uns zugegangenen Informationen beteiligten sich am 28. und 29. Januar mehrere Hundert Menschen an Menschenketten gegen rechts in Feuchtwangen, Nürnberg (in der Spitze 500), Feucht (120) sowie Leinburg. Aufgerufen hatten die Allianz gegen Rechtsextremiemus und lokale Initiativen.

(29.1.26, ergänzt 1.2.26. Quellen: nn.de, flz.de, 30.1.26)

Lauf: Facebook-Gruppe von der AfD gekapert? (Januar 2026)

Laut nn.de (30.1.26, paywall) wurde offenbar eine unpolitische Facebook-Gruppe mit mehreren Tausend Mitgliedern, in der es unter anderem um Wohnungsangebote ging, umbenannt und zu einer AfD-nahen Gruppe umfunktioniert. Zwei der Admins sollen für die AfD für den Laufer Stadtrat kandidieren. Eine Diskussion unter den Mitgliedern soll nicht stattgefunden haben.

Hersbruck: Mit "Datenschutz" gegen antifaschistische Bürgerproteste? / Die gute Botschaft: Die AfD hat es auch in Hersbruck nicht geschafft, eine Liste zur Stadtratswahl aufzustellen (Januar 2026)

Im mittelfränkischen Hersbruck wird das Agieren der Stadt von antifaschistischer Seite harsch kritisiert. Vor einer Woche stand ein AfD-Wahlkampfauto am Oberen Markt. "Keiner wusste Bescheid", so ein Aktiver von "Hersbruck ist bunt". Gegenprotest fiel mangels Information aus. Die Stadt Hersbruck verwies auf die angebliche Rechtslage und auf ihre Pflicht zum Datenschutz. "Hersbruck ist bunt" hält das für eine "Schutzbehauptung" und kontert: "Die Stadt Hersbruck hat also entweder kein Interesse daran, dass Rechtsextremismus in Hersbruck auf Widerspruch stößt – oder persönliche Befindlichkeiten sind den Verantwortlichen wichtiger als die Unterstützung von zivilgesellschaftlichem Engagement. Das ist einer Stadt mit der Geschichte Hersbrucks nicht würdig".

Das Bündnis geht von weiteren AfD-Auftritten in den nächsten Wochen aus, versucht, die extrem rechten Termine in Hersbruck zu recherchieren (die örtliche AfD veröffentlicht nichts, man befürchtet wohl massiven Gegenprotest) und gegebenenfalls Gegenprotest zu organisieren.

Die gute Botschaft, wie bereits in der Überschrift angekündigt: Die AfD hat es auch in Hersbruck nicht geschafft, eine Liste zur Kommunalwahl aufzustellen. Gegenproteste wirken!

(Quellen: nn.de, 28.1.26, paywall, Pressemitteilungen und Infomaterial von "Hersbruck ist bunt" und der Linkspartei Hersbruck)

Nürnberg, 24. Januar: Bei Eiseskälte auf der Straße gegen rechts (Januar 2026)

Am Samstag, den 24. Januar waren in Nürnberg in der Spitze etwa 250 Menschen auf der Straße gegen extrem rechte Veranstaltungen.

Zunächst bezog ein Infostand von Grantifa ab dem späten Vormittag Position gegen einen Wahlkampfaktion der AfD im Nürnberger Stadtteil Schniegling. Ab dem frühen Nachmittag protestierten zahlreiche Menschen auf Initiative von VerLINKung, Alerta Parade und anderen gegen "Team Menschenrechte" (TM), die mit etwa 40 Fans zum zweiten Mal in dieser Woche die Innenstadt belästigten.

Mit dabei bei TM unter anderem: Der bayerische "Heimat"-Chef Rainer Hatz, AfD-Stadtrat Krestel sowie (mindestens) ein jüngerer Neonazi.

(25.1.26)

Region um Nürnberg: Mehrere hundert Menschen nahmen an Menschenketten gegen rechts teil (Januar 2026)
- mehrfach aktualisiert -

Am vergangenen Samstag (24.1.26) nahmen mehrere hundert Menschen in der Region an Menschenketten-Aktionen gegen rechts teil, unter anderem in Postbauer-Heng (mehr als 100), Langenzenn (150), Cadolzburg (mehr als 100), Allersberg (etwa 60) sowie Obernzenn (mehr als 70).

Am Sonntag, den 25. Januar waren es in Neumarkt etwa 150 Menschen.

Die Menschenketten fanden auf Initiative der Allianz gegen Rechtsextremismus sowie örtlicher Initiativen statt.

(Quellen: br.de, 24.1.26, nn.de und flz.de, 25.1.26, paywall sowie mittelbayerische.de und news5.de, 26.1.26)

Ansbach / Brombachsee: Mordprozess gegen 19-jährige, rassistisch tickende Messerstecherin begann (Januar 2026)

Laut Nürnberger Nachrichten und Süddeutscher Zeitung (23.1.26, jeweils Printausgabe) begann vor dem Landgericht Ansbach der Prozess gegen eine 19-jährige Nürnbergerin, die einen 15-Jährigen mit deutscher und brasilianischer Staatsangehörigkeit durch Messerstiche getötet haben soll. Die Anklage lautet auf Mord.

Bisher bekannt ist: Die 19-Jährige griff am Großen Brombachsee nach einer verbalen Auseinandersetzung den 15-jährigen, dunkelhäutigen Jungen mit einem Messer an und verletzte ihn tödlich. Rassistische Motive könnten bei der Tat eine Rolle gespielt haben, da die mutmaßliche Täterin das Opfer unter anderem als "Scheißausländer" beschimpfte und ihn aufforderte, er solle "in sein Land zurückgehen". Wie br.de (23.6.25) schrieb, stünden im Strafregister der 19-Jährigen Gewaltdelikte und ein Verstoß gegen das Waffengesetz. Alle Verfahren seien jedoch nach Jugendstrafrecht eingestellt worden. Wir berichteten zuletzt im Juni 2025.

Forchheim: AfD steht nicht zur Wahl! Sehr schön! (Januar 2026)

Laut nn.de (19. und 20.1.26, paywall) stehen in Forchheim bei der Kommunalwahl weder AfD noch Republikaner auf dem Wahlzettel. Während die Republikaner nicht die notwendige Zahl an Unterstützerunterschriften aufbringen konnten, schaffte es die örtliche AfD nicht, Stadtratsliste und OB-Kandidaten einzureichen. Da kann man nur sagen: Weiter so!

Nürnberg, 19. Januar: 250 protestierten gegen den wöchentlichen Aufmarsch des extrem rechten "Team Menschenrechte" (Januar 2026)

Am gestrigen Montag demonstrierten nach unserer Einschätzung in der Spitze 250 Menschen gegen das durch die Straßen Nürnbergs marschierende "Team Menschenrechte". In der Breiten Gasse versuchten einige AntifaschistInnen, die rechte Demostrecke zu blockieren.

Mitten im TM-Zug mit etwa 50 Teilnehmenden wie so oft: Der bayerische "Heimat"(ehem. NPD)-Chef Rainer Hatz. Diesmal an einem (Heimat?-) Transparent mit dem Slogan "Antifa verbieten".

(20.1.26)

Nürnberg: Banner von Menschenrechtsausstellung beschädigt und gestohlen (Januar 2026)

Wie nn.de (19.1.26) schrieb, wurden zwei Banner der Open-Air-Ausstellung "Pictures for the Human Rights" im Nürnberger Stadtteil Langwasser gestohlen, ein drittes beschädigt. Betrachtet man das Foto im verlinkten Artikel, liegt ein rassistisches Motiv nahe.

nn.de ("Rassistische Motive? Banner von Menschenrechts-Ausstellung in Nürnberg gestohlen", 19.1.26): hier klicken!

Nürnberg: "Heil Hitler" und Hitlergruß an Wahl-Infostand der SPD (Januar 2026)
- aktualisiert -

Ein 29-Jähriger zeigte laut nordbayern.de (18.1.26) an einem Wahl-Infostand der SPD am Aufseßplatz den Hitlergruß und rief "Heil Hitler".

nordbayern.de ("Mann zeigt plötzlich Hitlergruß in Nürnberg - Passanten und Polizei nehmen Verfolgung auf", 18.1.26): hier klicken!

Nürnberg, 17. Januar: Mit Inhalten und Spaß gegen die AfD / Provokation durch TM-AktivistInnen / Danke an alle HelferInnen! (Januar 2026)

Am Samstag, den 17. Januar protestierte das Nürnberger Bündnis Nazistopp mit Support von Grantifa gegen einen Infostand der AfD in der Nürnberger Ludwigstraße. Zahlreiche PassantInnen und AktivistInnen organisierten sich Werbematerial beim AfD-Stand und entsorgten diesen unter Applaus in unserem braunen Abfallbeutel. Für die Mühe gab's ein süßes oder pikantes Teilchen. Inhaltliche Durchsagen informierten die Vorbeilaufenden.



Nürnberg, 17.1.26: Protest gegen AfD-Stand in der Innenstadt (Fotos: Nürnberger Bündnis Nazistopp)

Provozierend verhielten sich die sich zeitweise beim AfD-Stand aufhaltenden, führenden AktivistInnen des extrem rechten "Team Menschenrechte", Astrid Hartmann und Frank Kettner. Sie näherten sich unserer Kundgebung und wurden schließlich von der Polizei abgedrängt.

(17.1.26)

Nürnberg, 17. Januar: "Süßes statt Saures" - Protestieren wir gegen einen AfD-Infostand! (Januar 2026)

Am Samstag, den 17. Januar 2026 protestieren wir gegen einen AfD-Infostand in der Nürnberger Innenstadt! Die Aktion startet um 14 Uhr in der Ludwigstraße und dauert voraussichtlich bis 17 Uhr.



"Süßes statt Saures" heißt: Ihr bringt uns mindestens einen AfD-Flyer vorbei und bekommt von uns dafür eine kleine Süßigkeit. Wir versenken den Flyer in einer Mülltüte und entsorgen ihn.

Auf die Straße! Beteiligt euch an unserer Aktion!

Interessant: Auf einem aktuellen Wahlkampfflyer der Nürnberger AfD werden Kurzportraits von 19 KandidatInnen aufgeführt. Es fehlen, soweit feststellbar, die Personen auf den Listenplätzen 12, 16, 20, 22 und 23. Der Grund dafür: Unbekannt. Ansonsten kommen von den erwähnten 19 KandidatInnen laut Eigenangaben zwölf aus dem kaufmännischen Bereich und / oder sind Selbständige. Ob deren Know-how geeignet ist, die vollmundigen Wahlkampfversprechen ("bezahlbarer Wohnraum, Arbeitsplätze in der Region (...) und ein funktionsfähiges Bildungs- und Gesundheitssystem") zu realisieren, darf mit Fug und Recht bezweifelt werden. Schließlich steht die AfD seit jeher für radikalen Neoliberalismus à la FDP plus völkische Ausgrenzungspolitik.

(Stand 15.1.26)

Nürnberg, 10. Januar: Aufklärung und Muffins gegen die AfD (Januar 2026)

Der heutige AfD-Infostand auf dem Heinrich-Böll-Platz im Nürnberger Stadtteil Langwasser blieb nicht ohne Gegenaktion. Grantifa und die Omas gegen Rechts AlFiMoLa hatten die Aktion angemeldet und waren mit Infostand, Muffins und heißen Getränken vor Ort. AktivistInnen beschallten die rechten WahlkämpferInnen und klärten PassantInnen auf.



Nürnberg, 10.1.26: Protest gegen AfD-Stand in Langwasser (Fotos: Nürnberger Bündnis Nazistopp)

(10.2.16)

Nürnberg: Rechter Streamer "Weichreite TV" wegen Beleidigung zu Geldstrafe verurteilt (Januar 2026)
- aktualisiert -

Der sächsische AfD-Kreisrat Sebastian Weber, der sein rechtes Publikum als "Weichreite TV" häufig mit Livestreams aus Nürnberg unterhält und aufwiegelt, wurde vor dem Landgericht Nürnberg zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen wegen Beleidigung eines Polizeibeamten verurteilt, so nn.de (8.1.26, paywall). Am 17. März 2025 konnten über 76000 ZuschauerInnen verfolgen, wie Weber den Beamten als "Wichser" titulierte, als dieser ihm einen anderen Ort zuwies. Weber, der die Geschehnisse oft in selbstherrlicher Art kommentiert und die extrem rechten Demos von "Team Menschenrechte" wohlwollend begleitet, filmte den Akt der Beleidigung live und schoss damit ein klassisches Eigentor.

Bereits in der ersten Instanz, im Oktober 2025, war er zu 70 Tagessätzen verurteilt worden. Das Urteil ist vermutlich noch nicht rechtskräftig. Im nn.de-Artikel ist übrigens die Rede von einigen Vorstrafen Webers, Details sind nicht bekannt.

Zirndorf, 7. Januar: 70 Menschen gegen AfD-"Bürgerdialog" (Januar 2026)

Laut nn.de (7.1.26, paywall) protestierten am 7. Januar im mittelfränkischen Zirndorf etwa 70 Menschen gegen einen sogenannten "Bürgerdialog" der extrem rechten AfD in der Paul-Metz-Halle.

Nürnberg, 5. Januar: Etwa 200 gegen das extrem rechte "Team Menschenrechte" (Januar 2026)
- aktualisiert -

Am vergangenen Montag protestierten etwa 200 Menschen in Nürnberg gegen das extrem rechte "Team Menschenrechte" (TM). Die Rechten mobilisierten etwa 60 AnhängerInnen. Einige Sitzblockaden verzögerten die TM-Demo. Berichtet wurde eine brutale Festnahme einer antifaschistischen Person durch das USK. Später habe sich herausgestellt, dass die Person wohl mit einer anderen Person verwechselt wurde.

Update: Bei TM zu sehen waren unter anderem der bayerische "Heimat"-Chef Rainer Hatz sowie der Nürnberger AfD-Stadtrat Klaus Krestel. Der sächsische AfD-Kreisrat Sebastian Weber streamte wie so oft für die Rechten und unterhielt sein rechtes Publikum mit den Geschehnissen in einer westdeutschen Großstadt. Dazu passt, dass ein TM-Redner den GegendemonstrantInnen tatsächlich "Gotteslästerung" vorwarf. Da sehnt sich wohl jemand nach einer christlich geprägten Diktatur?

(6.1.26)

Danke und Kontakt

Wir danken allen Organisationen und Einzelpersonen, die das Nürnberger Bündnis Nazistopp unterstützen!

Kontakt per Email: nazistopp.nuernberg@yahoo.de

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