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Hof: Weitere Gefängnisstrafe für Holocaustleugnerin
(August 2022)
Die Hofer Holocaustleugnerin Marianne Wilfert wurde unter
anderem wegen einschlägiger Äußerungen erneut zu einer
Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt. So habe sie
laut endstation-rechts-bayern.de (30.8.22) unter anderem
behauptet, Juden seien in den KZs so "wohlgenährt und
rundum gut versorgt" worden, dass sie sich zahlreich
vermehrt hätten. Die bereits in Haft sitzende rechte
Fanatikerin, die auch bei der Holocaustleugner-Demo am 30.
Juni 2018 in Nürnberg den Massenmord an den Juden
geleugnet hatte (wir berichteten), muss nun insgesamt zwei
Jahre und drei Monate im Gefängnis bleiben. Das Urteil ist
vermutlich noch nicht rechtskräftig.
endstation-rechts-bayern.de ("Holocaustleugnerin muss
deutlich länger in Haft", 30.8.22): hier
klicken!
Nürnberg, 20. August: Missbrauch des Gedenkens an den
Nürnberger Kodex bei Querdenker-Kundgebung / Empörende
Gleichsetzung von Corona-Impfstoffen mit dem Giftgas
Zyklon-B durch Rednerin (August 2022)
- mehrfach aktualisiert -
Wir haben uns fast schon daran gewöhnt, dass in der
Querdenkerszene Naziverbrechen durch Vergleiche und
Gleichsetzungen mit der aktuellen Coronapolitik
verharmlost werden. Doch was am 20. August 2022 auf der
vermeintlichen Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag der
Erstellung des "Nürnberger Kodex" auf der Bühne auf der
Wöhrder Wiese in Nürnberg propagiert wurde, schlägt dem
Fass den Boden aus.
Die durch die Moderatorin als "Ehrengast"
angekündigte erste Rednerin ("erste und zentral
wichtigste Rede") der impfgegnerischen und
geschichtsrevisionistischen Veranstaltung, die 1937
geborene Holocaustüberlebende Vera Sharav, berichtete in
ihrer dreißigminütigen Ansprache zunächst über den
Holocaust und ihr eigenes Schicksal sowie das Schicksal
ihrer Familie während der NS-Zeit.
Dabei blieb es nicht. Es folgten die in der rechten und
verschwörungsideologischen Szene beliebten Erzählungen von
"One World Government" (Weltregierung), "Abschaffung
der Nationalstaaten" und "Great Reset", aber
auch von der angeblichen "Abschaffung des Bargelds und
Einführung einer digitalen Währung". Zudem sei
geplant, jedem Menschen "digitale IDs und Fähigkeiten
der künstlichen Intelligenz" einzupflanzen, die
Menschen total zu überwachen und schließlich durch "transhumane
Roboter" zu ersetzen.
Nur wenige Menschen würden die "Ähnlichkeiten zwischen
der aktuellen Politik und der des Naziregimes"
erkennen, so Frau Sharav. Eine skrupellose globale Elite
habe jedoch den "Weg für einen weiteren Holocaust"
geebnet. Es drohe ein "Völkermord von globalem Ausmaß":
"Statt Zyklon-B-Gas sind die Massenvernichtungswaffen
diesmal gentechnisch hergestellte injizierbare
Biowaffen, die als Impfstoffe getarnt wurden"
(Übersetzung aus dem amerikanischen Englisch durch uns).
Applaus im Publikum. Die Moderatorin distanzierte sich
nicht, sondern bedankte sich für "die klaren Worte"
der Rednerin. Und auch auf dem Telegram-Kanal von "Team
Menschenrechte Nürnberg" wurden zentrale
holocaustrelativierende Aussagen von Sharav wiedergegeben
("Dieses Mal sind die Massen-Vernichtungswaffen statt
Zyklon B-Gas, gentechnisch hergestellte, injizierbare
Biowaffen, die als Impfstoffe getarnt sind") bzw.
Links zu deren Rede gepostet.
Das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus
e.V. äußerte sich zur Causa Sharav im Januar 2022
folgendermaßen: "Sharav war am vergangenen Wochenende
in Brüssel dadurch aufgefallen, dass sie im Zusammenhang
mit der Impfkampagne Vergleiche zu den
nationalsozialistischen Gewaltverbrechen zog. (…) Diese
Einzelbeispiele sind für Querdenken-Akteur:innen
natürlich überaus willkommen und eignen sich zur
moralischen Untermauerung der eigenen Position: Wenn
eine Holocaustüberlebende und Jüdin für uns spricht,
können wir doch schwerlich antisemitisch und
holocaustrelativierend sein? Doch, das ist möglich. Die
eigene Identität immunisiert nicht davor,
diskriminierende Vorstellungen und Ideologien, die
eigentlich auch die eigene Person betreffen, selbst zu
reproduzieren" (Quelle: hier
klicken!).
Interessant ist, dass der Nürnberger "Ehrengast"
Sharav im Vorfeld nicht öffentlich angekündigt wurde.
Befürchtete man etwa heftige Diskussionen in der
fränkischen Metropole angesichts der weitgehend bekannten
hetzerischen Positionen von Frau Sharav?
Das Nürnberger Bündnis Nazistopp ist empört darüber, dass
Corona-Impfstoffe gleichgesetzt werden mit dem Giftgas
Zyklon B, durch das unzählige Menschen in den
nationalsozialistischen Vernichtungslagern den
Erstickungstod starben. Mit solchen Methoden werden nicht
nur Angst und Panik geschürt, sondern die Opfer der
NS-Vernichtung werden verhöhnt. Unserer Meinung nach
sollten derartige Gleichsetzungen die Justiz auf den Plan
rufen. Mittlerweile sind - soweit uns bekannt - zwei
Strafanzeigen gestellt worden, eine durch unser Bündnis,
die andere durch das Nürnberger Institut für NS-Forschung
und jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts.
Ein kurzer Überblick über die gestrige
Querdenker-Kundgebung inklusive Sharav-Rede durch
Endstation Rechts: hier
klicken!
Aktueller Beitrag des Jüdischen Forums für Demokratie und
gegen Antisemitismus e.V. ("Shoah-Relativierung mit
Ansage: Kundgebung '75 Jahre Nürnberger Kodex – Nie wieder
Zwangsmedizin'"): hier
klicken! Und ebenfalls von JFDA ein kurzer
Filmbericht: hier
klicken!
Download der Reden unserer Gegenkundgebung "Solidarität
statt Holocaust-Verharmlosung" am 20. August 2022 in
Nürnberg: hier
klicken!
(21.8.22, ergänzt 22., 24. und 28.8.22)
br.de ("Nach Querdenker-Demo: Anzeige wegen
Holocaust-Verharmlosung", 25.8.22): hier
klicken!, belltower.news ("NS-Verharmlosung und
Shoa-Relativierung durch Querdenker", 22.8.22): hier
klicken!
Coburg: Brandstifter auch mit Hakenkreuz-Schmierereien
aufgefallen (August 2022)
Laut Süddeutsche Zeitung (25.8.22, Printausgabe) steht ein
polizei- und stadtbekannter 54-jähriger Coburger in
Verdacht, zwei städtische Dienstautos angezündet zu haben.
Anfang des Jahres beschmierte der Mann in Coburg
Hausfassaden und ein Fahrzeug mit Hakenkreuzen. Betroffen
waren unter anderem das Amtsgericht, das Jobcenter und ein
Bürogebäude der örtlichen Tageszeitung. Vermutlich sorgte
der selbe Mann seinerzeit für einen Großeinsatz in Coburgs
Innenstadt, nachdem er einen Müllsack mit laut
Zeitungsbericht "wirren" Nachricht an die
Rathaustür gehängt hatte. Zudem soll er der Fahrer des
Autos mit stilisiertem Hakenkreuz auf der Motorhaube bei
der "Corona-Rebellen"-Demo am 30. Januar in Nürnberg
gewesen sein (wir berichteten).
(25.8.22)
Weiden / Eslarn (Obpf.): Querdenker zu
Bewährungsstrafe verurteilt (August 2022)
Laut br.de (24.8.22) verurteilte das Amtsgericht Weiden
einen 63-jährigen Querdenker aus Eslarn (Lkr. Neustadt /
Waldnaab) zu einer Bewährungsstrafe von elf Monaten und
einer Geldbuße von 1200 Euro. Der bekannte Organisator von
einschlägigen Demonstrationen hatte unter anderem
Morddrohungen gegen Geflüchtete oder PolitikerInnen nicht
von seiner Facebook-Seite entfernt und musste sich vor
Gericht unter anderem wegen Beihilfe zu öffentlicher
Aufforderung von Straftaten verantworten. Es ist uns nicht
bekannt, ob das Urteil bereits rechtskräftig ist.
br.de ("Hetze im Netz: Querdenker vom Amtsgericht Weiden
verurteilt", 24.8.22): hier
klicken!
Nürnberg, 20. August: Holocaustverharmlosung der
Querdenkerszene blieb nicht ohne Widerspruch / Wollen
die Querdenker einen Militärputsch? - Transparent mit
Parole "Liebe Soldaten, wir brauchen eure Hilfe"
/ Massive Angriffe der Querdenker auf JournalistInnen: "Eine
weitere Dokumentation wäre lebensgefährlich"
(August 2022)
- mehrfach ergänzt -
Etwa 500 Menschen aus verschiedenen politischen Lagern
demonstrierten am 20. August in Nürnberg gegen einen
überregionalen Aufmarsch der Querdenkerszene. Auch aus
Österreich und der Schweiz waren SympathisantInnen dieser
rechtsoffenen Szene angereist, die in der Spitze 3000
Menschen in der Frankenmetropole versammeln konnten.

Nürnberg, 20. August 2022: Protest gegen rechtsoffene
Querdenker und rechte Pseudo-Gewerkschaft, Demoauftakt
in der Nähe des Gewerkschaftshauses (Fotos: Nürnberger
Bündnis Nazistopp)
Die rechtsoffenen Querdenker wurden von RednerInnen aus
der linken Szene kritisiert, aber auch von Promis wie
Jo-Achim Hamburger (Vorsitzender IKG Nürnberg), Roberto
Paskowski (Landesverband Deutscher Sinti und Roma Bayern),
Dr. Alfred Estelmann und Prof. Hannes Wandt (IPPNW). Auf
der Bühne sprach auch die Nürnberger Holocaust-Überlebende
Lilo Seibel-Emmerling.
Auf der Bühne der Querdenker kam es zu harten
Holocaust-Relativierungen, die wir noch auswerten müssen.
Aus einem Tweet von Endstation Rechts: "Rednerin
sprach von einem neuen Holocaust. Und zwar global. Statt
Zyklon B würden Impfstoffe eingesetzt. Moderatorin lobt
die Rede. Publikum tobt. Behörden sehen bisher tatenlos
zu". Die Behörden in Form der vor Ort agierenden
Polizeikräfte schritten auch kaum ein, sobald fanatisierte
Querdenker JournalistInnen angriffen: "Auf der Bühne
sagt ein Redner, es wäre 'Antifa' auf dem Gelände. Und
es wird dazu aufgerufen, uns 'zu Boden zu bringen'. Wir
schaffen es gerade noch zum Rand. Polizeiliche
Verstärkung kommt erst danach. Eine weitere
Dokumentation wäre lebensgefährlich" (Tweet von
Robert Andreasch).
Im Publikum der Querdenker war das übliche Gebräu aus
verschwörungsideologischen Phrasen ("Kein Impfpass!
Kein Gen-Chip!"), Holocaust-Relativierung ("Es
gab Impfzwang unter Hitler! nie wieder?" "Keine
3. Diktatur in Deutschland") und radikalem
Aufstandsgefasel ("Liebe Soldaten, wir brauchen eure
Hilfe") zu sehen. Neben einem Mann mit Nazi-Shirt ("Division
Thüringen"), einem Compact-Fan, einem Aktivisten der
extrem rechten Gewerkschaft "Zentrum" und einem bekannten
Reichsbürger konnten auch einige Basis- sowie
AfD-AnhängerInnen bzw. -Funktionäre beobachtet werden. Der
österreichische und derzeit nach Deutschland expandierende
rechte Online-TV-Sender AUF1 war mit Luftballons, Plakaten
und einem "Impfbus für die Wahrheit" präsent. Wes
Geistes Kind diese Leute sind, zeigte sich zum Beispiel in
deren gestriger Nachrichtensendung. Da wurden die
afghanischen radikal-islamistischen Taliban als Segen für
die dortigen Menschen dargestellt.
Wir können mit der Zahl von etwa 500 GegendemonstrantInnen
nicht zufrieden sein, bedanken uns jedoch herzlichst bei
allen, die es am heutigen Samstag auf die Straße geschafft
haben. Die rechtsoffenen Querdenker und Impfgegner haben
"nur" 3000 Menschen angezogen. Das ist zwar einerseits
eine große Zahl, aber angesichts der bundesweiten
Mobilisierung und früherer Erfolge der Corona-Rebellen
wird deutlich, dass deren Bäume nicht in den Himmel
wachsen.
(20.8.22, ergänzt 21.8.22)
nordbayern.de ("Querdenker-Aufmarsch: Kundgebungen in
Nürnberg blieben insgesamt friedlich", 20.8.22): hier
klicken!
Nürnberg: Hitlergruß und rechte Parolen (August 2022)
Laut nordbayern.de (21.8.22) grölte ein 38-jähriger Mann
in der Nürnberger Innenstadt den Hitlergruß und grölte "mehrfach
rechtsextreme Parolen". Zuvor hatte er zwei Frauen
sexuell belästigt.
nordbayern.de ("Rechte Parolen und Belästigung: Mann
rastet in Nürnberger Innenstadt aus", 21.8.22): hier
klicken!
Nürnberg, 20. August: Gegen die Verharmlosung der
Nazizeit! Gegen den Schulterschluss von Querdenkern mit
der extrem rechten Szene! / Erste Rückzieher von Team
Menschenrechte & Co. aufgrund des antifaschistischen
Drucks / Gegenaktionen angekündigt - Auf die Straße!
(Juli/August 2022)
- mehrfach aktualisiert -
Unter Federführung von rechtsoffenen Nürnberger
Querdenkern ("Team Menschenrechte Nürnberg") und obskuren
Ärztegruppen aus der einschlägigen Szene mobilisieren
relevante Teile der überregionalen Querdenkerszene und
auch extrem rechte Medien für eine ziemlich rechtslastige
Veranstaltung am 20. August in Nürnberg. Motto soll sein:
"75 Jahre Nürnberger Kodex – Nie wieder Zwangsmedizin".
Der 20. August 2022 ist der 75. Jahrestag der
Urteilsverkündigung gegen Nazi-Ärzte im Sitzungssaal 600
des Justizpalastes in Nürnberg ("Ärzteprozess"). In diesem
Rahmen wurde auch der Nürnberger Kodex verkündigt. In
bisher bekannt gewordenen Querdenker-Texten wird in Bezug
auf die Covid-19-Impfkampagne auf angebliche Verstöße
gegen den Nürnberger Kodex verwiesen.
Die rechtsoffenen Querdenker basteln also weiter an ihrer
Geschichtsumdeutung und Verharmlosung der Nazi-Ära. Sie
setzen die Anti-Corona-Impfkampagne mehr oder weniger
mit den Gräueltaten der Naziärzte in den KZ gleich, indem
sie sich in ihrer Kritik auf den Nürnberger Kodex 1947
berufen.
In einem offenen Brief der Regionalgruppe
Nürnberg-Fürth-Erlangen der Ärzteorganisation IPPNW (hier
klicken!) heißt es unter anderem: "Es ist eine
Verhöhnung der Opfer verbrecherischer Menschenversuche,
wenn die Veranstalter der Kundgebung am 20. August 2022
unter Berufung auf den Nürnberger Kodex
Coronaschutzmaßnahmen mit Zwangsmedizin gleichzusetzen
versuchen. Das ist gerade in Nürnberg nicht hinnehmbar".
Dazu kommt: An der Kampagne für die Veranstaltung in
Nürnberg am 20. August als "Partnerorganisation"
beteiligt ist auch "Zentrum Gesundheit und Soziales",
ein Ableger der extrem rechten Mini-"Gewerkschaft" Zentrum
(früher Zentrum Automobil). Damit findet ein
Schulterschluss weit in die extrem rechte Szene hinein
statt.
Nach derzeitigem Stand (19.8.22) werden die Querdenker am
20. August ab 13 Uhr auf der Wöhrder Wiese eine Kundgebung
veranstalten. Aufgrund des antifaschistischen Drucks sind
mittlerweile sowohl die rechtsoffene Kundgebung vor dem
Gewerkschaftshaus als auch die Demo zum historischen Saal
600 vom Tisch. Zudem distanzierten sich die Veranstalter
mittlerweile halbseiden vom "Zentrum" und führten dieses
nicht mehr als Partnerorganisation auf. Neu hinzugekommen
sind eine Querdenker-Demo von der Sebalduskirche zur
Wöhrder Wiese (Start 11.30 Uhr) und ein rechter Autokorso
vom Parkplatz Meistersingerhalle aus (Start 14 Uhr).
Sowohl die Gewerkschaft ver.di als auch das
Antifaschistische Aktionsbündnis Nürnberg haben bereits
Gegenaktionen angekündigt! Wir begrüßen den Gegenprotest
und unterstützen ihn natürlich gerne! Wir halten euch
hier auf dem Laufenden! Flyer von ver.di: hier
klicken! Die ver.di-Demonstration beginnt um 13
Uhr am Gewerkschaftshaus und zieht nach kurzem Auftakt
zum Kundgebungsort der Querdenker (Wöhrder Wiese). Das
Antifaschistische Aktionsbündnis Nürnberg ruft zu einer
Demonstration ab 11 Uhr vom Plärrer / Ecke Gostenhofer
Hauptstraße zum Kundgebungsort der Querdenker auf.
Einen Tag vorher, am Freitag, den 19. August, findet ab
18 Uhr im Nürnberger Gewerkschaftshaus, Kornmarkt,
Erdgeschoss, eine hybride Vorabendveranstaltung der
Gewerkschaft ver.di zum Thema "Wer ist die
Pseudo-Gewerkschaft 'Zentrum'?" mit Lukas Hezel,
DGB-Bildungswerk Baden-Württemberg, statt (ver.di)
NEU NEU NEU Download des Arbeitspapiers vom August 2022
zur hiesigen Querdenkerbewegung ("Die Querdenkerbewegung
in Nürnberg: Antipolitisch, irrational, rechtsoffen"): hier
klicken! Allen RechercheurInnen sei an dieser
Stelle herzlichst gedankt!
(Stand 19.8.22)
bayerische-staatszeitung.de ("Geschichtsklitterung
befürchtet", 17.8.22): hier
klicken!
Nürnberg: Rotlicht-Kneipen mit modifiziertem
Reichsadler "unter deutscher Leitung" (August
2022)
Wie br.de (19.8.22) berichtete, wirbt eine Nürnberger
Striptease-Kneipe namens "Böhmische Haube" mit
einem modifizierten Reichsadler und dem Slogan "unter
deutscher Leitung". Das zur selben GmbH gehörige "Gassenhauer"
nutzt Symbol und Werbespruch ebenfalls. Offensichtlich
zielt man auf ein völkisch gesinntes, sexistisches
Publikum ab.
br.de ("Werben mit Reichsadler: Nazi-Vorwürfe gegen
Nürnberger Stripclub", 19.8.22): hier
klicken!
Fürth: Hakenkreuze auf Baustelle gesprüht (August
2022)
Laut infranken.de (17.8.22) besprühte ein 14-Jähriger auf
einer Baustelle in Fürth eine Maschine, unter anderem mit
Hakenkreuzen.
infranken.de ("Polizeibericht Fürth: 14-Jähriger sprühte
Hakenkreuze - Festnahme", 17.8.22): hier
klicken!
München: Prozess wegen Weiterführung der verbotenen
Neonazi-Organisation "Blood and Honour" startet
/ Urteile: Gefängnistrafen auf Bewährung und Geldstrafen
(Juni/August 2022)
- mehrfach aktualisiert -
In München beginnt laut Süddeutsche Zeitung (20.6.22,
Printausgabe) ein Prozess gegen zehn Menschen aus der
Neonaziszene wegen Weiterführung der verbotenen
Neonazi-Organisation "Blood and Honour", wegen
Volksverhetzung und wegen Verwendung von Nazi-Symbolen.
Von den zehn Angeklagten kommen fünf aus Bayern, einer aus
Stegaurach bei Bamberg.
"Blood & Honour" gilt als eine der
Vorläuferstrukturen des rechtsterroristischen
Nationalsozialistischen Untergrundes (NSU).
Update: Die Angeklagten wurden laut br.de (3.8.22)
und nsu-watch (Twitter, 3.8.22) zu Geld- und
Gefängnisstrafen auf Bewährung verurteilt, wegen Verstößen
gegen ein Vereinigungsverbot, z.T. auch wegen
Volksverhetzungsdelikten, Verwenden von Kennzeichen
verfassungswidriger Organisationen und unerlaubtem Besitz
von Munition. Kundige BeobachterInnen sprachen von "skandalösen
Deals" (Katharina Preuss, Twitter 3.8.22) und
vertanen Chancen bei der Aufklärung des
Blood&Honour-Netzwerks (prozess.report, Twitter
3.8.22)
(20.6.22, ergänzt 3.8. und 4.8.22)
br.de ("Bewährungs- und Geldstrafen für 'Blood &
Honour'-Anhänger", 3.8.22): hier
klicken!, br.de ("Prozessbeginn gegen
Rechtsextremisten von Blood and Honour", 20.6.22): hier
klicken!
Nürnberg: "Team Menschenrechte" wünscht RKI-Präsident
Lothar Wieler den Tod (August 2022)
Die Nürnberger Querdenker-Organisation "Team
Menschenrechte" (TM Nürnberg) wünscht Lothar Wieler, dem
Präsidenten des Robert-Koch-Instituts, den Tod. Im einem
der eigenen Telegram-Kanäle "berichtet" TM Nürnberg
zunächst über die Verleihung einer Ehrendoktorwürde an
Wieler. Im nächsten Posting heißt es dann: "Schade,
dass er nicht vor Freude gestorben ist wie dieser junge
Mann". Das darauffolgende Posting "berichtet" dann,
dass ein junger Mann vor Freude über bestandene
Uni-Prüfungen gestorben sei. Menschenverachtend, zynisch,
morbid: Aber wer hätte anderes aus der Querdenker-Szene
erwartet.
(1.8.22)
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