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Nürnberg: Rechtsoffenes Team Menschenrechte (TM)
demonstriert mit Themenmischmasch (Februar 2023)
Wie bereits seit Längerem vermutet, mutieren die Themen
der irrationalen und rechtsoffenen Querdenkerbewegung
fleißig vor sich hin. Zur Zeit geriert sie sich nicht nur
in Nürnberg (zuletzt am Montag mit 300 TeilnehmerInnen)
als Friedenskraft. Auf einem Video war eine extrem rechte
Fahne von "Compact" zu sehen. Ihre "traditionellen" Themen
wie Corona schleppt TM in Transparentform mit, darunter
auch den geschichtsrevisionistischen Beitrag zum
"Nürnberger Kodex".
(28.2.23)
Landkreis Neumarkt: Schon wieder Razzia wegen
Verdachts auf rechtsterroristische Aktivitäten (Februar
2023)
Wie die Nürnberger Nachrichten (Printausgabe, 24.2.23)
schrieben, wurden sechs Anwesen im Landkreis Neumarkt
erneut wegen des Verdachts auf rechtsterroristische
Aktivitäten durchsucht. Die Objekte seien bereits im März
2022 Ziel einer Razzia gewesen.
Die Verdächtigen aus der rechten Prepper- und
Reichsbürgerszene sollen Anschläge auf große
Stromleitungen geplant und Waffen besessen haben. Im März
2022 wurden siebzig Schusswaffen und mehrere zehntausend
Schuss Munition sichergestellt (wir berichteten). Die
damaligen Durchsuchungen fanden unter anderem in Holzheim,
in Rocksdorf bei Mühlhausen sowie in Darshofen bei
Parsberg statt.
Bamberg: Nichts Neues bei der Querdenkerdemo / "Unser
Land zuerst", "Heimat", "Ami go home"
(Februar 2023)
Nichts Neues bei der Querdenkerdemo im oberfränkischen
Bamberg: Mit Fahnen und Plakaten à la "Unser Land
zuerst" (AfD), "Heimat" sowie "Ami go
home" (Compact) ordnet man sich in den rechten
Mainstream ein.
(23.2.23)
Herrieden (Lkr. Ansbach): Rechtsoffene
Querdenkergruppe aus Faschingsumzug entfernt (Februar
2023)
- aktualisiert -
Im mittelfränkischen Herrieden (Lkr. Ansbach) flog laut
Fränkischer Landeszeitung (22.2.23) eine Gruppe
rechtsoffener Querdenker aus dem Faschingsumzug, nachdem
vor Ort ein "Rechtsextremist" und eine Reichsbürgerin
identifiziert worden waren.
Die in Ansbach regelmäßig demonstrierenden Querdenker
haben seit Längerem kein Problem mit der Teilnahme von
NPD-Aktivisten und -Funktionären, wie sich erneut am 25.
Februar zeigte.
Nürnberg: Urteile gegen Aktive von Team Menschenrechte
(Februar 2023)
Wie das rechtsoffene Team Menschenrechte (TM) Nürnberg auf
einer seiner Telegram-Seiten schreibt, seien zwei
TM-Aktive gerichtlich verurteilt worden: In einem Fall
wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und
terroristischer Organisationen (Hitler-Bild + Text neben
Merkel-Bild + Text), im anderen Fall wegen Volksverhetzung
(Song über Nürnberger Kodex). Die Urteile sind
möglicherweise noch nicht rechtskräftig.
(22.2.23)
Fürth: Rechte Schmierereien in der Südstadt (Februar
2023)
In der Fürther Südstadt wurden rechte Schmierereien an den
Hausmauern eines Supermarktes sowie am Zaun eines
Sportplatzes festgestellt. Es seien "Schriftzüge und
Symbole mit nationalsozialistischem und prorussischem
Gedankengut" angebracht worden.
(Fürther Nachrichten, 22.2.23)
Himmelkron (Ofr.): Hakenkreuzfahne an Autobahnbrücke
(Februar 2023)
Laut frankenpost.de (20.2.23) war an einer Autobahnbrücke
über der A9 kurz vor der Ausfahrt Bad Berneck / Himmelkron
kurzzeitig eine Hakenkreuzfahne befestigt.
frankenpost.de ("Hakenkreuzfahne an Autobahnbrücke",
20.2.23): hier
klicken!
Nürnberg, 19. Februar: Mehrere hundert Menschen gegen
virulenten Rassismus auf der Straße / Demo zum dritten
Jahrestag der rassistischen Mordserie in Hanau (Februar
2023)
Trotz regnerischen Wetters und parallel zum Faschingsumzug
demonstrierten mehrere hundert Menschen in Nürnberg am
dritten Jahrestag der rassistischen Mordserie in Hanau.
Die Demonstration führte von der Lorenzkirche zum
Aufsessplatz.

Nürnberg, 19.2.23: Demo zum dritten Jahrestag der
rassistischen Morde in Hanau (Fotos: Rüdiger Löster,
Nürnberger Bündnis Nazistopp)
Bereits am Vorabend zog eine Demonstration zum gleichen
Thema durch die Stadt.
Auf unserer Facebook-Seite (hier
klicken!) könnt ihr die Rede unserer Mitstreiterin
Anna Heinze-Lahçalar nachhören.
(20.2.23)
Nürnberg, 19. Februar, 14 Uhr Lorenzkirche: Drei Jahre
nach Hanau - Wir fordern eine lückenlose Aufklärung und
Konsequenzen - Auf die Straße! (Februar 2023)
Zusammen mit vielen anderen Initiativen und Organisationen
rufen wir dazu auf, am Sonntag, den 19. Februar in
Nürnberg auf die Straße zu gehen.
Worum geht es? Vor drei Jahren, am 19. Februar 2020,
ermordete ein 43-jähriger Rassist neun Hanauer
BürgerInnen, weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Nach
der Tat erschoss er seine Mutter und brachte sich dann
selbst um. Die Trauer um die Opfer und die Abscheu über
die grausamen, rassistisch motivierten Taten wühlten viele
Menschen auf.
Die kritische Öffentlichkeit, unter anderem die Initiative
19. Februar Hanau, weist auf diverse "Merkwürdigkeiten"
hin, unter anderem:
- Die Wohnung des Täters war nach den Morden längere Zeit
nicht ausreichend gesichert.Der Täter hielt sich dort auf
und hätte in dieser Zeit weitere Verbrechen begehen können
- Die Opferangehörigen und die überlebenden Opfer wurden
teilweise unprofessionell bis herablassend behandelt
- Der polizeiliche Notruf war am Tatabend längere Zeit
kaum bzw. nicht erreichbar
- Der Notausgang eines der Tatorte (Arena-Bar) war
verschlossen, angeblich mit Wissen der Behörden
- Diverse Mitglieder eines Spezialeinsatzkommandos (SEK)
aus Frankfurt am Main, das in der Tatnacht nach dem Täter
fahndete, waren an extrem rechten Chatgruppen beteiligt.
Mittlerweile sind diverse Ermittlungsverfahren
eingestellt, ein hessischer Untersuchungsausschuss "wird
seinem Auftrag nicht gerecht" (Initiative 19. Februar
Hanau). Von relevanten Konsequenzen keine Spur (das oben
erwähnte SEK wurde wohl aufgelöst, aber wurden auch die
Beamten entlassen?). Die mangelhafte Aufarbeitung der
NSU-Morde lässt grüßen.
Wir finden das empörend und rufen zum Protest auf! Die
Demonstration beginnt am Sonntag, den 19. Februar um 14
Uhr an der Lorenzkirche! Auch unser Bündnis ist mit
einem Redebeitrag vertreten.
PS: Bereits am 18. Februar ruft die Migrantifa Nürnberg
zur Vorabenddemo auf (Start 18 Uhr, Rosenaupark).
(Stand 14.2.23)
Nürnberg: Debatte wegen Rudolf Wöhrls geschönter
Biografie (Februar 2023)
Laut verschiedenen Medienberichten (vor allem Süddeutsche
Zeitung, 11.2.23) hat der Unternehmer Rudolf Wöhrl (1913 -
2010) wie so viele Zeitgenossen seine Biografie in Bezug
auf die Nazizeit geschönt. So sei er nach jüngsten
Erkenntnissen bereits seit 1931 NSDAP-Mitglied gewesen.
Und seine Behauptung, 1937 aus der SS wegen seiner
Beziehung zu Juden ausgeschlossen worden zu sein, sei nach
Aktenlage nicht mehr haltbar. Damit wird es wohl nichts
mit einer Wöhrlgasse in Nürnberg und auch der nach ihm
benannte Hörsaal in Erlangen wird wohl nicht mehr lange so
heißen.
Tja, schon wieder so ein Träger diverser Verdienstorden,
der tief in den NS-Terrorstaat verstrickt war. Der Mann
war im Übrigen Mitglied einer "verbrecherischen
Organisation" (Einordnung der SS durch die Nürnberger
Prozesse).
(14.2.23)
München: Beate Zschäpe vor dem bayerischen
NSU-Untersuchungsausschuss? Nein! / Mandy Boulgarides: "Wie
kann man als Untersuchungsausschuss dieser
Rechtsterroristin wieder eine Bühne geben?"
(Januar / Februar 2023)
- ergänzt -
Laut NSU Watch (Twitter, 27.1.23) hat der bayerische
NSU-Untersuchungsausschuss die Ladung von Beate Zschäpe
als Zeugin beschlossen. NSU Watch kommentierte: "Das
ist eine katastrophale Fehlentscheidung. Die Ladung muss
verhindert werden". Dem können wir uns nur
anschließen.
Am 14. Februar 2023 veröffentlichte NSU Watch eine
Stellungnahme von Mandy Boulgarides, deren Vater,
Theodoros Boulgarides, am 15. Juni 2005 in München vom NSU
ermordet wurde (hier
klicken!). Aus ihrer Stellungnahme: "Jetzt will
dieser Ausschuss Zschäpe als Zeugin zur vollständigen
Aufklärung laden. Das ist nicht nur lachhaft, sondern
für uns Angehörige der blanke Hohn. Zschäpe hat
jahrzehnte (!) lang zu den Tathergängen geschwiegen. Die
Täterin hat uns Familien und Freunden damit klar und
deutlich ihre Rolle in der Sache gezeigt. Es ist
offensichtlich, wie wenig ihr Recht und Werte bedeuten.
(...) Wie kann man als Untersuchungsausschuss dieser
Rechtsterroristin wieder eine Bühne geben?"
(29.1.23, ergänzt 14.2.23)
Nürnberg: Frau zeigte Hitlergruß in Tankstelle
(Februar 2023)
Wie nordbayern.de (13.2.23) schrieb, zeigte eine Frau in
einer im Nürnberger Stadtteil Schweinau gelegenen
Tankstelle mehrfach den Hitlergruß "und äußerte sich
ausländerfeindlich".
nordbayern.de ("Hitlergruß in Nürnberger Tankstelle
gezeigt – Polizei sucht unbekannte Frau", 13.2.23): hier
klicken!
Nürnberg: Rechte Band enttarnt - Auftritt fällt flach
(Februar 2023)
Laut nordbayern.de (10.2.23) sollte die Band "Weimar",
deren Mitglieder teilweise der Naziszene Thüringens
entstammen, am 9. März in Nürnberg auftreten. Nachdem der
Spiegel die Vorgeschichte der Musiker veröffentlicht
hatte, wurden bundesweit Konzerte abgesagt, so auch in
Nürnberg. Die Plattenfirma Universal entließ die Band.
Weitere Infos finden sich in den unten verlinkten
Artikeln.
nordbayern.de ("Nürnberger Veranstalter fassungslos:
Nazi-Band 'Weimar' wäre fast im Löwensaal aufgetreten",
10.2.23): hier
klicken!, taz.de ("Die Masken sind gefallen",
10.2.23): hier
klicken!
Zapfendorf / Schwarzenbach an der Saale (Ofr.): Rechte
Drohkulissen bei Gemeinderatssitzungen / "Prägt euch
genau die Gesichter ein, wer dafür gestimmt hat"
/ Demo gegen Naziaufmarsch (Januar / Februar 2023)
- mehrfach ergänzt -
Wie obermain.de (27.1.23) schrieb, störten Rechte eine
Sitzung des Gemeinderats im oberfränkischen Zapfendorf und
bedrohten einzelne Ratsmitglieder mit Parolen à la "Prägt
euch genau die Gesichter ein, wer dafür gestimmt hat"
oder "Ihr seid die Nächsten". In der Sitzung ging
es um die Errichtung einer Geflüchtetenunterkunft. Der
Bürgermeister musste schließlich die RassistInnen mit
Hilfe der Polizei aus dem Saal werfen lassen.
Die rechte Drohkulisse ist offensichtlich gut vorbereitet
worden: Online wurde auf die Sitzung mobilisiert; einige
Störer hatten wohl identische Flyer bei sich.
Im Landkreis Bamberg kam es zuletzt vermehrt zu rechten
Protestaktionen, meist organisiert durch neonazistische
Kräfte (wir berichteten).
Ergänzung 1: Ähnliche Zustände berichtete br.de
(9.2.23) aus dem oberfränkischen Schwarzenbach an der
Saale (Lkr. Hof). Eine Stadtratssitzung, in der über den
Bau eines Containerdorfes für einige Dutzend Flüchtlinge
debattiert worden sei, sei von wesentlich mehr BürgerInnen
wie üblich besucht worden. Eine Frau habe versucht, "Fotos
von jedem einzelnen Stadtrat zu machen, der sich für den
Bau des Containerdorfes ausgesprochen habe". Eine
andere Frau rief beim Verlassen des Saals, "sie hoffe,
dass die Kinder der Verantwortlichen 'abgestochen'
würden". Einige Tage vor der Sitzung hätten
Unbekannte "in der Innenstadt rund 30 Plakate
aufgehängt, auf denen Männer aufgefordert wurden, ihre
Frauen einzusperren". Das alles riecht nach einer
weiteren Kampagne rassistischer organisatorischer
Zusammenhänge. Zapfendorf lässt grüßen.
Ergänzung 2: Am 10. Februar demonstrierten erneut
ZapfendorferInnen - knapp 100 Menschen - gegen einen
Naziaufmarsch. Kompliment!
ardmediathek.de ("Extremisten kapern Zuwanderungsdebatte",
2.3.23): hier
klicken!, br.de ("Flüchtlingsunterkünfte: Wie
Neonazis bei Protesten hetzen", 16.2.23): hier
klicken!, obermain.de ("Juristisches Nachspiel für
Rechtsextremen-Demo Zapfendorf?", 11.2.23): hier
klicken!, br.de ("Flüchtlingsunterkünfte: Tumulte im
Gemeinderat", 9.2.23): hier
klicken!, obermain.de ("Polizei im Sitzungssaal des
Zapfendorfer Rathauses", 27.1.23): hier
klicken!
Landkreis Neustadt / Waldnaab: Razzia bei mutmaßlichem
Reichsbürger / Verdacht auf Hinterziehung von
Sozialabgaben, versuchte Erpressung, versuchte Nötigung
und Beleidigung / Zwei halbautomatische Pistolen sind
verschwunden (Januar / Februar 2023)
- mehrfach aktualisiert -
Laut br.de (12.1.23) führte die Polizei bei einem
mutmaßlichen Reichsbürger im Landkreis Neustadt / Waldnaab
eine Razzia durch und nahm ihn fest. Der Geschäftsführer
zweier Pflegedienste soll Waffen besitzen und steht im
Verdacht, Sozialabgaben hinterzogen zu haben, indem er
Bereitschaftszeiten nicht korrekt vergütete.
Aber es geht auch noch um weitere Vorwürfe. Ihm werde
versuchte Erpressung, versuchte Nötigung und Beleidigung
zur Last gelegt. "Hintergrund waren
Auseinandersetzungen mit einem Gerichtsvollzieher und
einem Polizeibeamten im Zeitraum von Oktober 2021 bis
März 2022. Der Beschuldigte war in zwei Verfahren nicht
vor dem Amtsgericht Weiden erschienen", so br.de.
Update: Laut oberpfalzecho.de (8.2.23) wurde der
63-jährige Johann R. zu sieben Monaten Gefängnis (ohne
Bewährung) wegen versuchter Nötigung, Erpressung und
Beleidigung verurteilt. Das Urteil ist noch nicht
rechtskräftig. Dem Mann steht ein weiterer Prozess bevor,
in dem es um die nicht korrekte Bezahlung von
Pflegekräften gehen soll. Wie Endstation Rechts Bayern
(Twitter, 9.2.23) schrieb, seien weiterhin zwei
halbautomatische Pistolen verschwunden, die R. eigentlich
abgeben soll.
oberpfalzecho.de ("Johann R. bleibt im Gefängnis: 'Über
mir steht nur der Schöpfer'", 8.2.23): hier
klicken!, br.de ("'Reichsbürger'-Razzia: Kein
Waffenfund, aber Festnahme", 12.1.23): hier
klicken!, br.de ("Razzia bei mutmaßlichem
'Reichsbürger' in der Oberpfalz", 12.1.23): hier
klicken!
Nürnberg: Der in rechten verschwörungsideologischen
Kreisen populäre Daniele Ganser ist aus der
Meistersingerhalle geflogen - eine gute Nachricht!
(Februar 2023)
- aktualisiert -
Wie uns mitgeteilt wurde, ist der in rechten
verschwörungsideologischen Kreisen äußerst populäre
Daniele Ganser aus der Meistersingerhalle geflogen. Wir
freuen uns über diesen Schritt. Die Stadt Nürnberg hat die
Reißleine gezogen, nachdem die Kritik in den sozialen
Medien immer heftiger wurde. Ganser wollte in der
städtischen Halle am 10. Mai zum Thema "Warum ist der
Ukraine-Krieg ausgebrochen?" sprechen, natürlich vor
erlesenem Publikum und zum Preis von über 30 Euro per
Person.
Fortschrittliche und auf Fakten basierende
Gesellschaftskritik ist von dem in seiner eigenen Zunft
sehr umstrittenen Mann - er ist Historiker - nicht zu
erwarten.
Ein Beispiel: Ganser ließ sich für den "Schwurbel-Streifen"
(derstandard.de, 20.12.22) namens "Pandemned"
interviewen. Von den Konfessionskriegen des 16. und 17.
Jahrhunderts eilte er verbal über den Holocaust zu den
Massenmorden der Roten Khmer, um dann zu resümieren: "Es
gab immer lokal in einzelnen Ländern gab es Wahnsinn...
Aber jetzt ist es weltweit Wahnsinn, also das ist neu,
dass ... in der ganzen Welt diese Spaltung zwischen
geimpft und ungeimpft ist und dass die zwei Gruppen wie
Armeen gegeneinander ziehen." Wie kann man derartige
Aussagen nicht als Verharmlosung und Relativierung des
Holocaust verstehen? Die äußerst seltsame Darstellung der
gesellschaftlichen Dynamik in Bezug auf die
Pandemiebekämpfung lassen wir an dieser Stelle mal
unkommentiert.
Das Bündnis "Halle gegen rechts" hat eine ausführliche
Zusammenfassung von Gansers Gedankenwelt und Aktivitäten
unter dem Titel "Desinformation und extrem rechte
Propaganda" veröffentlicht (hier
klicken!).
Wir freuen uns jedenfalls, dass nach der Dortmunder
Entscheidung jetzt Nürnberg nachgezogen ist.
(6.2.23)
br.de ("Stadt Nürnberg sagt Auftritt von Daniele Ganser
ab", 6.2.23): hier
klicken!, t-online.de ("Daniele Ganser darf nicht in
der Meistersingerhalle auftreten", 6.2.23): hier
klicken!
Nürnberg, Rosenheim: Neonazi Peter M. zu drei Jahren
Gefängnis verurteilt (Februar 2023)
Laut Endstation Rechts Bayern (Twitter, 6.2.23) wurde der
Rosenheimer Neonazi Peter M. zu drei Jahren Haft ohne
Bewährung verurteilt. Er und der Österreicher Marco H.
hatten an Hitlers 133.Geburtstag Kerzen in Braunau am
Geburtshaus aufgestellt. Das Urteil ist noch nicht
rechtskräftig.
Peter M. ist in Nürnberg wohlbekannt, weil er sich seit
Jahren an rechten Aufmärschen beteiligt. Zuletzt wurde er
beim "Team Menschenrechte Nürnberg" gesehen. M. war für
die NPD und auch für die "Rechte" aktiv.
endstation-rechts.de ("Kerzen-Aktion an Hitlers
Geburtshaus: Drei Jahre Haft für Neonazis", 7.2.23): hier
klicken!
Gräfenberg: Hakenkreuzschmierereien an mehreren
Stellen (Februar 2023)
Wie nordbayern.de (3.2.23) berichtete, wurden im
oberfränkischen Gräfenberg mehrere Hakenkreuzschmierereien
aufgefunden.
Gräfenberg war bis Ende 2009 ein Fokus regelmäßiger und
massiver Naziaktivitäten. Aus Oberfranken werden in den
letzten Wochen vermehrt Kundgebungen und Demonstrationen
von Neonazis gemeldet (Scheßlitz, Zapfendorf,
Breitengüßbach). Die extrem Rechten hetzen dabei vor allem
gegen die Planung von Geflüchtetenunterkünften an
einzelnen Orten.
nordbayern.de ("Schmierereien empören in Gräfenberg",
3.2.23): hier
klicken!
Osterdorf bei Pappenheim und anderswo: Weitere Infos
über mutmaßlichen Rechtsterroristen (Februar 2023)
Im vergangenen Dezember kamen nach einer Polizeirazzia
erste Informationen über eine rechte Terrortruppe aus dem
Reichsbürgermilieu ans Tageslicht. Wir berichteten über
Verbindungen in unsere Region. Laut br.de und Nürnberger
Nachrichten (jeweils 2.2.23) war der in Schwanfeld im
Landkreis Schweinfurt lebende IT-Fachmann Harald P. auch
in unerer Region aktiv, beruflich und privat gut vernetzt.
Der Mann hatte im Pappenheimer Ortsteil Osterdorf einen
Lagerraum angemietet und gab eine berufliche Adresse in
Treuchtlingen an. Zudem war er bis zu seiner Verhaftung
für die IT an zwei Schulen in Pleinfeld verantwortlich.
br.de ("Reichsbürger: Terrorverdächtiger mit Zugriff auf
sensible Daten", 2.2.23): hier
klicken!
Nürnberg: Hitlergruß und "Sieg Heil" in
Schnellimbiss (Februar 2023)
Laut nordbayern.de (1.2.23) zeigte ein 40-Jähriger in
einem Schnellimbiss am Nürnberger Friedrich-Ebert-Platz
mehrfach den Hitlergruß, skandierte "Sieg Heil"
und beleidigte MitarbeiterInnen und Gäste rassistisch.
Beschäftigte des Imbisses verwiesen den Mann des
Geschäfts, worauf dieser gegen eine Fensterscheibe schlug.
Ein Gast habe ihn schließlich hinausgeschoben.
nordbayern.de ("Randale und rassistische Sprüche: Mann in
Nürnberger Schnellimbiss festgenommen", 1.2.23): hier
klicken!
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