 |
Oktober
- Dezember 2025

September
2025

August 2025

Juli 2025

Juni 2025

Mai 2025

April 2025

März 2025

Februar
2025

Januar 2025

Dezember
2024

November
2024

Oktober
2024

September
2024

August 2024

Juli 2024

Juni 2024

Mai 2024

April 2024

März 2024

Februar
2024

Januar 2024

Dezember
2023

November
2023

Oktober
2023

September
2023

August 2023

Juli 2023

Juni 2023

Mai 2023

April 2023

März 2023

Februar
2023

Januar 2023

Dezember
2022

November
2022

Oktober
2022

September
2022

August 2022

Juli 2022

Juni 2022

Mai 2022

April 2022

März 2022

Februar
2022

Januar 2022
 |
|
| Druckversion |
Nürnberg und anderswo: Weitere mutmaßliche
NSU-Helferin angeklagt (Februar 2024)
Durch eine Pressemitteilung des Generalbundesanwaltes und
diverse Medienberichte (28.2.24) wurde bekannt, dass
Susann E., Ehefrau des 2018 in München verurteilten
NSU-Unterstützers André E., als NSU-Unterstützerin
angeklagt wird. Ob die Anklage zu einem Gerichtsverfahren
führt, ist noch offen.
Die in Sachsen lebende Angeklagte soll sich neben der
Unterstützung der rassistischen Terrorgruppe NSU auch der
"Beihilfe zu einer schweren räuberischen Erpressung mit
Waffen" schuldig gemacht haben. Konkret soll sie zum
Beispiel Beate Zschäpe und Uwe Böhnhardt zum Abholtermin
für ein Wohnmobil gefahren haben, das beim letzten
Raubüberfall in Eisenach am 4. November 2011 Verwendung
fand.
Zudem, und hier könnte ein Bezug zu Nürnberg bestehen, hat
der Überlebende des NSU-Bombenanschlags 1999 in Nürnberg,
Mehmet O., Susann E. auf Fahndungsfotos der Polizei
wiedererkannt. Er habe sie vor dem Anschlag in Nürnberg
gesehen und vermute, dass die Frau seine damalige
Gaststätte ausspioniert habe.
br.de ("Mutmaßliche NSU-Helferin Susann E. angeklagt",
28.2.24): hier
klicken!
Marktredwitz (Ofr.): Fussballfans skandierten "rechtsradikale
Parolen" im Zug / Mitreisende beleidigt und
bedroht (Februar 2024)
Nach dem Drittligaspiel in Regensburg zwischen dem SSV und
dem FC Erzgebirge Aue reiste laut nordbayern.de (26.2.24)
eine siebenköpfige Aue-Fangruppe zurück Richtung Dresden
und skandierte dabei im Zug "rechtsradikale Parolen".
Zudem hätten sie Mitreisende beleidigt und bedroht.
nordbayern.de ("Jüngster erst 13 Jahre alt: Fußballfans
rufen rechte Parolen durch Zug und bedrohen Reisende",
26.2.24): hier
klicken!
Region, 24. und 25. Februar: Mehrere gut besuchte
Kundgebungen gegen rechts (Februar 2024)
- aktualisiert -
Am Samstag, den 24. Februar waren in Langenzenn
(500), Neustadt/Aisch (800) sowie in Burglengenfeld
(600) zusammen knapp 2000 Menschen im nordbayerischen Raum
auf der Straße. Am darauffolgenden Sonntag waren es im
oberfränkischen Selb über 700 TeilnehmerInnen. Die
Demonstrationswelle nach den Enthüllungen des
Medienportals Correctiv über umfangreiche
Deportationspläne von AfD und Umfeld ebbt zwar langsam ab,
wie zu erwarten, zeigte aber erstmals seit Jahren, dass
rassistische und nationalistische Straßenmobilisierungen
nicht durchgehend tonangebend sein müssen.
Über langfristige Auswirkungen der zahlreichen und zum
Teil riesigen Demonstrationen kann man nur spekulieren.
Positiv ist auf jeden Fall, dass in Bayern wie andernsorts
nicht nur in den Großstädten, sondern auch in vielen
kleineren Städten und Gemeinden demonstriert wurde. Für
antifaschistisch und antirassistisch Engagierte vor Ort
war das sicherlich ein ermutigendes Signal.
(Quellen: nn.de, mittelbayerische.de, flz.de, kurier.de,
24. und 25.2.24)
Bayern / Nürnberg: Nürnberger AfD-Landtagsabgeordnete
Elena Roon hetzt bei ihrer ersten Landtagsrede gegen
BezieherInnen von Sozialleistungen und erweist sich wie
die meisten ihrer ParteikollegInnen als Freundin
neoliberaler, unternehmerfreundlicher Wirtschaftspolitik
(Februar 2024)
Die Nürnberger AfD-Landtagsabgeordnete Elena Roon ist
offensichtlich auf dem Weg, die radikal neoliberale und
reichenfreundliche Redetradition des früher in Nürnberg
lebenden AfD-MdB Martin Sichert fortzusetzen, nur eben im
bayerischen Landtag.
Im Rahmen einer von der SPD-Fraktion beantragten aktuellen
Stunde zum Thema "Ja zu guter sozialer Sicherung -
soziale Politik ist der beste Schutz vor Extremismus!"
pöbelte sie zum Beispiel gegen das kärglich bemessene
Bürgergeld, das "vielen Menschen die Entscheidung
abnimmt, ob sie lieber zu Hause bleiben, anstatt für
kaum mehr Geld arbeiten zu gehen". Das hätten eine
FDPlerin oder ein Vertreter eines Unternehmensverbandes
auch nicht übler formulieren können. Wofür sie jenseits
dieser Hetzerei konkret plädiert, sagte sie lieber nicht.
Sollen arme Leute verhungern, betteln, jeden beliebigen
Scheißjob annehmen müssen? Logischerweise machte sich Roon
Sorgen um die Firmen, die "täglich (…) Insolvenz
anmelden und Bayern oder gar Deutschland verlassen",
als ob das nicht Tagesgeschäft einer kapitalistischen,
konkurrenzorientierten Marktwirtschaft ist. Zusätzlich
wollte sie hierzulande "einen Sozialismus"
bekämpfen. Was? Sozialismus in der Bundesrepublik?
Zusammengefasst: Eine offene Kampfansage an benachteiligte
und arme Menschen.
Im Rest der äußerst wirren Rede – auch hier deutliche
Parallelen zu Martin Sichert – haben wir dann den
branchenüblichen Rassismus sowie als Beigabe
Pseudo-Pazifismus registriert.
(23.2.24; Zitate aus dem vorläufigen Landtagsprotokoll vom
22.2.24)
Nürnberg: Hakenkreuzsprühereien im Westen der Stadt
(Februar 2024)
Laut nn.de (23.2.24) besprühten Unkekannte einen Gehweg,
zwei Parkbänke sowie eine Hausfassade im Nürnberger Westen
mit Hakenkreuzen und "politischen Parolen".
nn.de ("Unbekannte sprayen in einer Parkanlage in Nürnberg
Hakenkreuze: Polizei bittet um Zeugenhinweise", 23.2.24):
hier
klicken!
Nürnberg: Wir haben Strafanzeige gegen einen
ehemaligen NPD-Funktionär erstattet /
Holocaust-Verherrlichung, widerlichster Antisemitismus
und Rassismus (Februar 2024)
Frank Auterhoff, der ehemaliger NPD-Funktionär und
Protagonist der extrem rechten Nürnberger
"Sicherheitswacht", zeigt sich durch seine Vorstrafen
keineswegs geläutert. Sein Facebook-Profil * wimmelt von
Verherrlichung des Holocaust, Rassismus gegen PoC und
Juden sowie deutscher Großmannssucht. Wir haben Anzeige
bei der Staatsanwaltschaft erstattet und hoffen auf eine
klare, schnelle Aburteilung.
* Das Profil ist gegenwärtig pseudonymisiert. Es finden
sich indes Fotos und Texte von Frank Auterhoff, in denen
er sich zum Profil bekennt.
(20.2.24)
Nürnberg, vier Jahre nach der rassistischen Mordserie
von Hanau: 1200 Menschen auf der Straße! / Auch in Lauf
100 DemonstrantInnen (Februar 2024)
Genau vier Jahre nach dem rassistischen Anschlag in Hanau
waren auf Nürnbergs Straßen 1200 Menschen unterwegs.
Angehörige, Überlebende und UnterstützerInnen in Hanau
halten das Gedenken an die Opfer wach, weisen aber auch
immer wieder auf Fehler und Versäumnisse von Polizei und
Behörden hin (zum Beispiel hier
oder hier
klicken!).

Nürnberg, 19.2.24: Hanau ist überall! (Foto: Nürnberger
Bündnis Nazistopp)
Auch in Lauf kamen heute aus demselben Grund 100 Menschen
zusammen, und das um 14 Uhr, mitten am Nachmittag!
(19.2.24)
Nürnberg: Zehn Jahre Haft für Ex-Wachmann, der Frauen
in Geflüchtetenunterkunft vergewaltigt hatte (Februar
2024)
Laut br.de (19.2.24) wurde ein 54-jähriger ehemaliger
Wachmann zu zehn Jahren Haft verurteilt, weil er in einer
Nürnberger Geflüchtetenunterkunft zwei Frauen mehrfach
vergewaltigt hatte. Das Urteil ist noch nicht
rechtskräftig.
br.de ("Vergewaltigungen in Asylunterkunft: Lange Haft für
Ex-Wachmann", 19.2.24): hier
klicken!
Nürnberg: Verbotsverfahren gegen AfD hätte gute
Chancen / "Letzlich eine politische Entscheidung" /
Zivilgesellschaftlicher Druck wird vonnöten sein
(Februar 2024)
Thomas Witzgall, Journalist, Fotograf und
Rechtsextremismus-Experte, referierte am 16. Februar auf
Einladung des Nürnberger Bündnis Nazistopp vor über 70
Teilnehmenden über die Chancen eines
AfD-Verbotsverfahrens. Sein Fazit am Ende seines kenntnis-
und detailreichen Vortrags lautete kurz gefasst: Ein
Verbot ist aus juristischer Sicht möglich und hätte auch
vor dem Hintergrund des zweiten, gescheiterten
NPD-Verbotsverfahrens gute Erfolgschancen.
Etwas ausführlicher: Die NPD wurde in Karlsruhe nur
deshalb nicht verboten, weil sie als zu unbedeutend galt,
um den Staat zu gefährden. An der Verfassungswidrigkeit
dieser Partei bestanden damals keine Zweifel. Witzgall
sieht heute "zahlreiche weltanschauliche und
programmatische Parallelen zwischen NPD und AfD". Er
referierte zahlreiche Belege für Äußerungen von
SpitzenpolitikerInnen der extrem rechten Partei, die die
Menschenwürde in Frage stellen. Gelegentliche
Distanzierungen und personelle Konsequenzen seien vor
allem taktischer Natur. Des weiteren könne man vom
"Vorliegen eines ethnisch homogenen Volksverständnisses"
der AfD ausgehen. Weiter: "Die Partei arbeitet planvoll
gerade auf die Umsetzung der verfassungsfeindlichen
Zielsetzungen hin, kooperiert mit Gleichgesinnten und
entledigt sich Kritikern", so dass sich "inhaltliche
Gegner zu verfassungsfeindlichen Positionen" kaum noch
finden ließen.
Witzgall widerlegte diverse Einwände gegen ein
Verbotsverfahren. Das jüngste NPD-Verbotsverfahren könne
im Gegenteil als Blaupause für ein AfD-Verbotsverfahren
betrachtet werden. Das Bundesverfassungsgericht habe klare
Kriterien für ein mögliches Verbot entwickelt, die nur
angewendet werden müssten. Offensichtlich ist ein
AfD-Verbot daher "letztlich eine politische Entscheidung",
so der Referent.
Wir werden also sehen, welcher Teil der hiesigen
politischen Klasse den Kampf gegen rechts ernst nimmt.
Oder ob es auf ein letzen Endes verhängnisvolles Kungeln
demokratischer Parteien mit der extremen Rechten
hinausläuft, wie in zahlreichen europäischen Staaten zu
beobachten. Mit Blick auf das ohnedies jahrelang dauernde
Verfahren fordern wir, dass ein Verbotsantrag unverzüglich
gestellt wird.
Den Teilnehmenden war dabei klar, dass eine mindestens
ebenso große Bedeutung dem zivilgesellschaftlichen
Widerstand gegen die AfD zukommt, wie eine kurze
Publikumsabfrage ergab.
(17.2.24, Zitate in Anführungszeichen aus den
Vortragsfolien)
Unterrodach (Ofr.): Opas und Omas gegen rechts
verhinderten AfD-Infostand (Februar 2024)
Laut np-coburg.de (18.2.24) wollte die AfD im
oberfränkischen Unterrodach (Lkr. Kronach) einen Infostand
abhalten. Die Kronacher "Omas und Opas gegen Rechts"
bekamen Wind davon, meldeten eine Gegenveranstaltung an.
Ergebnis: "Keine Spur einer Alternative", wie es
im Artikel heißt. Die extrem Rechten tauchten erst gar
nicht auf.
np-coburg.de ("AfD macht einen Bogen um 'Roudich'",
18.2.24): hier
klicken!
Region, 17. und 18. Februar: Mehrere sehr gut besuchte
Kundgebungen gegen rechts / Zusammen deutlich mehr als
10.000 auf der Straße! (Februar 2024)
- mehrfach aktualisiert -
Auch am Samstag, den 17. Februar gab es in mehreren
nordbayerischen Orten Kundgebungen und Demos gegen rechts.
Die Demonstrationswelle nach den Enthüllungen des
Medienportals Correctiv über umfangreiche
Deportationspläne von AfD und Umfeld hält noch an. So
waren im mittelfränkischen Roth 2000 Menschen auf
der Straße, im oberpfälzischen Cham 4500, in den
unterfränkischen Orten Bad Neustadt und Karlstadt
jeweils 2000!
Update: Am Samstag, den 18. Februar demonstrierten
in Baiersdorf 500 und in Bayreuth 2500
Menschen!
(Quellen: nn.de, mittelbayerische.de, mainpost.de, br.de,
jeweils 17.2.24, kurier.de 18.2.24 sowie nn.de 23.2.24)
Greding: Veranstaltung des rechten österreichischen
Medienportals AUF1 fällt aus! / Großer Erfolg für
Greding ist bunt! / Kundgebung am 22. Februar bei der
Avia-Tankstelle findet trotzdem statt (Februar 2024)
- aktualisiert -
Wie wir erfahren haben, wurde die für den 22. Februar im
Hippodrom Greding geplante Vortragsveranstaltung des
extrem rechten österreichischen Medienportals AUF1
abgesagt. Das ist ein großer Erfolg für das örtliche
Bündnis "Greding ist bunt", das eine Infoveranstaltung und
eine Gegenkundgebung vorbereitet hatte.
Beide Veranstaltungen finden trotzdem statt - auf der
Kundgebung wird dann eben auch gefeiert!
Update: Zur Kundgebung von "Greding ist bunt"
erschienen am regerischen Donnerstagabend zwischen 80 und
100 Menschen.
(16.2.24, aktualisiert 22.2.24)
br.de ("In Greding formiert sich Widerstand gegen die
AfD", 23.2.24): hier
klicken!
Nürnberg, 16. Februar: Wie stehen die Chancen für ein
AfD-Verbot? Vortrags- und Diskussionsveranstaltung
(Februar 2024)

Thomas Witzgall ist Journalist, Fotograf und
Rechtsextremismus-Experte. Seit Jahren engagiert er sich
für das Fachportal "Endstation Rechts". Er war im Zuge des
NPD-Verbotsverfahrens des Bundesverfassungsgerichts in
Karlsruhe als Journalist akkreditiert und ist ein guter
Kenner der bayerischen AfD. In seinem Vortrag wird er
erläutern, welche juristischen Kriterien für ein
Parteienverbot gelten und geht der Frage nach, ob ein
erfolgreicher Antrag unrealistisch erscheint.
Im Anschluss an den Vortrag gibt es die Möglichkeit,
Fragen zu stellen.
Freitag, 16. Februar 2024, 18 Uhr
Nürnberg, Wiesenstraße 86, Hinterhaus
Eintritt frei, Spenden erbeten
Keine Voranmeldung nötig.
Veranstaltet von: Nürnberger Bündnis Nazistopp in
Kooperation mit der Migrant*innenorganisation Junge
Stimme e. V.
Einlassvorbehalt: Die Veranstalter behalten sich gem. Art.
10 BayVersG vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen
und Personen, die neonazistischen Organisationen
angehören, der extremen Rechten, der AfD- oder der
Querdenken-Szene zuzuordnen sind oder die bereits in der
Vergangenheit durch antisemitische, rassistische oder
nationalistische Äußerungen in Erscheinung getreten sind,
den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren.
(Stand 15.2.24)
Nürnberg, 15. Februar: Überschaubares extrem rechtes
Grüppchen auf der Anti-Habeck-Kundgebung (Februar 2024)
Entgegen der Tendenz in einigen oberfränkischen Orten
(siehe Artikel weiter unten) blieb das extrem rechte
Häufchen innerhalb der Anti-Habeck-Kundgebung von
Landwirten und Selbständigenverbänden am Nürnberger
Hauptmarkt überschaubar. Einige AktivistInnen von "Team
Menschenrechte Nürnberg" und einige AfD-Funktionäre aus
Nürnberg und Fürth wurden gesehen.
(15.2.24)
Helmbrechts / Kemmern / Hirschaid (Ofr.): Rechte
Drohkulisse gegen Grünen-Veranstaltungen /
Schulterschluss von Landwirten und extrem Rechten?
Rechte Landwirte? (Februar 2024)
- ergänzt -
Wie br.de (14.2.24) berichtete, wurde der Neujahrsempfang
der Hofer Grünen in Helmbrechts massiv gestört. Zeitweise
sei gegen die Scheiben des Veranstaltungssaals gehämmert
und Fluchtwege versperrt worden. Laut Polizei sei alles "in
geregelten Bahnen" gelaufen. Hä?
Gegen die Grünen-Veranstaltung sei bereits Tage vorher im
Internet in rechten Online-Kanälen mobilisiert worden.
Auch ein AfD-Aktivist habe geworben. Das alles spricht
gegen den angeblich spontanen Charakter des Protestes.
Vor kurzem kam es zu einer ähnlich massiven Kampagne gegen
eine Veranstaltung der Grünen im oberfränkischen Kemmern.
"Landwirte und Lieferanten der Brauerei" hätten
Stimmung gegen den Wirt der Gaststätte gemacht, der
daraufhin die Räume gekündigt habe. Auch hier sei die AfD
involviert gewesen.
Ergänzung: Wie br.de (22.2.24) schrieb, war in
Hirschaid im Umfeld einer Grünen-Versammlung ein ähnliches
Szenario zu beobachten. Die Parteiveranstaltung musste "aus
Sicherheitsgründen" abgebrochen werden. Unter der
pöbelnden Menge seien Landwirte mit Traktoren und
Aktivisten aus dem Umfeld der radikalen rechtsgerichteten
Bamberger Querdenkertruppe "Stay awake" gesehen
worden.
br.de ("'Extreme Angst': Erneut Proteste bei
Grünen-Versammlung", 22.2.24): hier
klicken!, br.de ("'Drohkulisse': Neujahrsempfang der
Grünen gestört", 14.2.24): hier
klicken!
Scheßlitz (Ofr.): AfD-Hardliner sprach Grußwort beim
"Bauerntag" / Örtlicher Bauernverband hat offensichtlich
kein Problem mit extrem Rechten (Februar 2024)
- ergänzt -
Laut Nürnberger Nachrichten (14.2.24, Printausgabe) sprach
der AfD-Hardliner und Landtagsabgeordnete Florian Köhler "ungestört
und mit einigem Beifall" ein Grußwort beim jüngsten
"Bauerntag" im oberfränkischen Scheßlitz (Lkr. Bamberg).
Veranstalter war der örtliche Bauernverband.
Lauf und Ochenbruck: Hakenkreuze gesprüht (Februar
2024)
Laut nn.de (14.2.24) wurde am Laufer Marktplatz und am
Bahnhof Ochenbruck jeweils ein Hakenkreuz gesprüht.
nn.de ("Hakenkreuze in Lauf und Ochenbruck aufgesprüht",
14.2.24): hier
klicken!
Nürnberg: Nazisticker in Gostenhof (Februar 2024)
Laut uns zugegangenen Informationen wurde im Nürnberger
Stadtteil Gostenhof ein Nazisticker im klassischen
Neonazidesign gesehen: Neben der Parole "Tradition
schlägt jeden Trend" ist die Abbildung eines
SA-Manns mit Reichsflagge zu sehen. Ein Hakenkreuz ist
nicht zu sehen; der auf dem Stcker beworbene Naziversand
will schließlich Gewinne erzielen.
(14.2.24)
Allersberg: Straße nach nationalsozialistischem
Aktivisten benannt / Mehrheit des Gemeinderats weigert
sich hartnäckig, den Verwaltungsakt zurückzunehmen /
Straßenschilder vor ein paar Tagen montiert /
Bürgerbündnis kündigt Protestkundgebung an (Februar
2024)
- aktualisiert -
Bedenkliche Nachrichten aus dem mittelfränkischen
Allersberg. Am 1. März 2021 (!) beschloss der Allersberger
Gemeinderat die Benennung einer Straße nach dem früheren
SA-Mitglied Wilhelm Burkhardt (1896 - 1949). Der Mann war
nach Kriegsende ein paar Monate Bürgermeister. Bereits im
November 1945 wurde er wieder seines Amtes enthoben.
Burkhardts Funktionen und Mitgliedschaften in der Nazizeit
- neben der zeitweiligen Mitgliedschaft in der SA war er
zum Beispiel Mitglied der Deutschen Arbeitsfront - wurden
erst durch eine Achivrecherche im Jahr 2022 öffentlich
bekannt. Dennoch weigerte sich die Gemeinderatsmehrheit
mehrfach, die Straßenbenennung zurückzunehmen.
Dies empört nicht nur Leute vor Ort, sondern zum Beispiel
auch den Nachfahren einer in der NS-Zeit verfolgten
jüdischen Familie aus Allersberg, den in England lebenden
Historiker Dr. Alexander Schulenburg. Schulenburgs Familie
war enteignet, seine Urgroßmutter nach Lodz verschleppt
und ermordet worden. In einem Zeitungsartikel wird seine
Einschätzung zitiert, dass Burkhardt "sogar noch nach
dem Zusammenbruch aus früherem jüdischen Besitztum nach
echter Naziweise Kapital für sich schlagen wollte".
Die Familie habe ihr Eigentum erst nach mehrmaliger
Aufforderung und nach Druck zurückbekommen.
Am vergangenen Freitag sind nun in einem Allersberger
Neubaugebiet zwei Straßenschilder mit der Aufschrift "Wilhelm-Burkhardt-Straße"
aufgestellt worden. Ein Bürgerbündnis kündigt indessen
eine Protestkundgebung an. Wir informieren euch, sobald
die Kundgebungsdaten vorliegen!
PS: Allersberg ist Mitglied der Allianz gegen
Rechtsextremismus! Ist diese Mitgliedschaft ein
Faschingsscherz?
(Quellen: Schreiben eines ehemaligen Allerbergers,
donaukurier.de, sueddeutsche.de, taz.de, br.de, welt.de,
nn.de, Hilpoltsteiner Kurier, Roth-Hilpoltsteiner
Volkszeitung)
Hintergründe sind unter anderem hier
nachzulesen.
sueddeutsche.de ("SA-Mann-Schilder wurden aufgestellt",
12.2.24): hier
klicken!
(12.2.24)
Altdorf, Schwandorf: Erneut Hunderte gegen rechts
(Februar 2024)
Am vergangenen Mittwoch und Freitag demonstrierten in
Schwandorf (Oberpfalz) und im mittelfränkischen Altdorf
jeweils 500 Menschen gegen rechts. Beide Veranstaltungen
waren eine Reaktion auf die im Januar bekanntgewordenen
Vertreibungspläne aus extrem rechten Kreisen inklusive der
AfD (wir berichteten).
(11.2.24)
Bayreuth: Zwei 19-Jährige wegen Volksverhetzung
verurteilt (Februar 2024)
Laut inbayreuth.de (9.2.24) wurden zwei 19-Jährige wegen
Volksverhetzung verurteilt. Sie hatten an vier Bayreuther
Schulen Naziparolen geschmiert, darunter "Deutschland
den Deutschen", "Juden raus" oder "Zigeuner
sind schuld" (wir berichteten).
inbayreuth.de ("Prozess um Volksverhetzung: Sternstunde
einer Bayreuther Richterin", 9.2.24): hier
klicken!
Ansbach: Organisator der Querdenkerdemos zu Haftstrafe
verurteilt (Februar 2024)
Laut br.de (8.2.24) wurde der 37-jährige Markus S., einer
der Organisatoren der Ansbacher Querdenkerdemos, wegen
Betrugs in zweiter Instanz zu 19 Monaten Haft verurteilt.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
S. verfügt über eine "lange Liste an Vorstrafen"
und soll unter anderem 25.000 Euro Arbeitslosengeld zu
Unrecht bezogen haben. Auf der Ansbacher Querdenker-Demo
waren in der Vergangenheit nicht selten
NPD/Heimat-Funktionäre und -AktivistInnen mit eigenen
Transparenten zu sehen (wir berichteten mehrfach). Am 3.
Februar soll S. bei der Querdenker-/AfD-Kundgebung
gesprochen haben, die am Rand der Großkundgebung gegen
rechts auf dem Kornmarkt stattfand.
br.de ("Organisator von Corona-Demos muss 19 Monate in
Haft", 8.2.24): hier
klicken!
Nürnberg: Hakenkreuze in verschiedenen Stadtteilen
(Februar 2024)
Laut uns zugegangenen Meldungen wurden in den Nürnberger
Stadtteilen Mögeldorf und Gostenhof Hakenkreuze gemalt
bzw. geritzt.
(5.2.24)
Region, 4. Februar: Nie wieder ist jetzt! Demoserie
geht weiter! AfD-Verbot jetzt! (Februar 2024)
- aktualisiert -
Auch heute ein kurzer Überblick über die Demonstrationen
und Kundgebungen gegen rechts in der Region. In Bad
Windsheim waren es in der Spitze 1000 Menschen, in Dinkelsbühl
und Hilpoltstein genauso viel. Das Wunsiedler
Bündnis konnte etwa 500 Leute mobilisieren, die
OrganisatorInnen in Kitzingen 2000, in Bad
Kissingen 1500 und in Bad Brückenau etwa
400. In Amberg waren nach Medienberichten mehr als
4000 Menschen auf der Straße!
(Quellen: br.de, nn.de, flz.de, frankenpost.de, x/twitter,
eigene Recherchen)
br.de ("Protestwelle hält an: Wieder viele Demos gegen
Rechtsextremismus", 4.2.24): hier
klicken!
Region, 3. Februar: Viele Menschen gegen rechts auf
der Straße! (Februar 2024)
- aktualisiert -
Bundesweit waren am Samstag Hundertausende gegen rechts
auf der Straße. Auch unsere Region trug zur größten
Demonstrationswelle seit vielen Jahren bei! Neben der
Großdemonstration in Nürnberg (siehe Artikel unten) waren
es 500 in Gunzenhausen, mindestens 400 in Eckental
und 1000 in Rothenburg ob der Tauber. In
Oberfranken demonstrierten zahlreiche Menschen in Kronach
(2000). Unterfranken war in Aschaffenburg
(mindestens 2000), Würzburg (mindestens 5000) und
Gerolzhofen (800) auf der Straße gegen AfD &
Co. In Regensburg wurde erneut gegen einen
Aufmarschversuch extrem Rechter demonstriert, es kamen gut
1000 Menschen!
 
Gunzenhausen (links) und Eckental (rechts), 3.2.24: Nie
wieder ist jetzt! (Fotos: Nürnberger Bündnis Nazistopp)
Quellen: main-echo.de, flz.de, infranken.de, idowa.de,
np-coburg.de, mainpost.de, wochenklick.de, primavera24.de,
x/twitter, facebook.com, eigene Recherchen
br.de ("Wieder Hunderttausende bei Demos gegen
Rechtsextremismus", 3.2.24): hier
klicken!
Nürnberg, 3. Februar: 25000 gegen AfD und
Vertreibungspläne der extremen Rechten / 300
protestierten lautstark gegen rechte Provokation am
Hallplatz / AfD-Verbot jetzt! (Februar 2024)
25000 Menschen – nach Veranstalterangaben waren es 30000 -
auf dem Kornmarkt und den Straßen in der Umgebung: Erneut
waren, diesmal auf Initiative der Allianz gegen
Rechtsextremismus, zahlreiche Menschen gegen die AfD und
deren jüngst bekannt gewordene Vertreibungspläne auf der
Straße. Die Demonstrationsserie gegen rechts geht
druckvoll weiter, das ist sehr gut!
Das riesige Transparent der ver.di-Jugend am
Gewerkschaftshaus mit der Aufschrift "Wer gegen rechts
steht wählt keine AfDler in den
Verfassungsgerichtshof!!!" machte klar, dass die
Podiumsbeteiligung von Politikern der bayerischen
Regierungsparteien CSU und FW nicht unumstritten war,
hatten diese doch die Wahl ehrenamtlicher
Verfassungsrichter auch aus den Reihen der AfD mit
durchgezogen (hier
klicken!).


Nürnberg, 3.2.24: Anti-AfD-Kundgebung der Allianz auf
dem Kornmarkt (Fotos: Nürnberger Bündnis Nazistopp)
Am Rande der Großdemo hatte sich im Laufe des Nachmittags
am Hallplatz ein kleines Grüppchen extrem Rechter zu einer
Kundgebung versammelt, bestehend aus AfD-Funktionären und
-Mandatsträgern, Aktiven des rechtsoffenen
Querdenkertrupps "Team Menschenrechte" sowie ehemaligen
Pegida-Aktivisten. In der Spitze 300 Menschen
protestierten lautstark und energisch gegen die Vertreter
unsozialer und autoritärer Gesellschaftsvorstellungen.
Dabei war neben klassische Antifa-Parolen auch der in
manchen Kreisen verpönte Untergrund-Hit "Ganz Nürnberg
hasst die AfD" zu hören. Das kleine Häufchen Rechter
wurde schließlich von der Polizei zum Bahnhof eskortiert.
Eine Zusammenfassung der heutigen Anti-rechts-Kundgebungen
in der Region werden wir morgen erstellen.
nordbayern.de ("Demo gegen Rechtsextremismus in Nürnberg:
Die Menschen stauten sich bis zur U-Bahn", 3.2.24): hier
klicken!, nn.de ("25.000 bei Kundgebung gegen rechts
in Nürnberg: 'Die Gesellschaft ist massenhaft
aufgestanden'", 3.2.24): hier
klicken!
Region, 2. Februar: Die Protestwelle gegen die AfD und
deren Vertreibungspläne geht weiter (Februar 2024)
Auch am 2. Februar wurde überregional gegen die
gnadenlosen Vertreibungspläne der extrem rechten Partei
AfD und für fortschrittliche Inhalte demonstriert.

Lauf, 2.2.24: Anti-AfD-Kundgebung auf dem Marktplatz
(links) und auf der Heldenwiese (rechts) (Fotos:
Nürnberger Bündnis Nazistopp)
Im Einzelnen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
* In Lauf stellten sich zunächst etwa 300 Menschen
der AfD auf dem Marktplatz entgegen. Rechte Aktivisten
hatten wohl gehofft, den OrganisatorInen der auf die
Heldenwiese verlegten Anti-Rechts-Demo ein Schnippchen
schlagen zu können. Pech gehabt: Die Handvoll AfDler ging
komplett unter, nachdem deren Pläne durchgesickert waren.
Eine Stunde später versammelten sich dann etwa 2500
DemonstrantInnen auf der Heldenwiese.
* In Schwarzenbruck waren 500 auf der Straße.
* Zwischen 1500 und 2500 - je nach Zählung - waren es in Forchheim
* Und schließlich versammelten sich im oberfränkischen Stadtsteinach
rund 150 Menschen. Die Demo ging unter anderem am
Geburtshaus von Michael Schnabrich vorbei. Der aktive
Nazigegner war 1939 im Konzentrationslager Sachsenhausen
ermordet worden.
(Quellen u.a.: nn.de, fraenkischertag.de, kurier.de)
nn.de ("Demonstranten für Demokratie stellten sich auf dem
Laufer Marktplatz der AfD entgegen", 2.2.24): hier
klicken!
Schnaittach und Hersbruck: Gut besuchte
Strassenproteste gegen AfD-Infostände (Februar 2024)
- aktualisiert -
Am 1. Februar demonstrierten in Schnaittach 100 und in
Hersbruck zwischen 200 (laut nn.de) und 600 (laut einer
teilnehmender Stadträtin) Menschen gegen Infostände der
AfD. Die Gegenkundgebungen waren kurzfristig organisiert
worden.
(Quellen: nn.de, 1.2.24 sowie eigene Recherchen)
|
|
 |