 |
Oktober
- Dezember 2025

September
2025

August 2025

Juli 2025

Juni 2025

Mai 2025

April 2025

März 2025

Februar
2025

Januar 2025

Dezember
2024

November
2024

Oktober
2024

September
2024

August 2024

Juli 2024

Juni 2024

Mai 2024

April 2024

März 2024

Februar
2024

Januar 2024

Dezember
2023

November
2023

Oktober
2023

September
2023

August 2023

Juli
2023

Juni 2023

Mai 2023

April 2023

März 2023

Februar
2023

Januar 2023

Dezember
2022

November
2022

Oktober
2022

September
2022

August 2022

Juli 2022

Juni 2022

Mai 2022

April 2022

März 2022

Februar
2022

Januar 2022
 |
|
| Druckversion |
Forchheim: Nazis auf dem Annafest? (Juli 2023)
Wie franken_doku (31.7.23) auf X schrieb, besuchte eine
Gruppe offensichtlicher Neonazis am 22. Juli ungestört das
Annafest. Auf einem Shirt war der Text "Todesmarsch
verschlingt den Jud" zu lesen. Das Kleidungsstück
sei ein Fanartikel der Thüringer NS-Blackmetalband "Todesmarsch".
Auf dem Bauch einer Person war ein Hitler-Tattoo zu sehen.
Aus der Gruppe heraus sei zudem ein Hitlergruß gezeigt
worden.
Nürnberg, 29. Juli: "Tag der Freiheit" der
rechtsoffenen Querdenkerszene - Flop auf dem Kornmarkt
(Juli 2023)
- aktualisiert -
Ein paar Dutzend InteressentInnen, rechte und rechtsoffene
AktivistInnen aus nah und fern an den Mikros und an den
Infoständen sowie in der Spitze knapp 130 ZuschauerInnen
im Livechat: Der unter anderem von Gruppierungen aus der
Querdenkerszene beworbene "Tag der Freiheit" am
29. Juli 2023 auf dem Nürnberger Kornmarkt wird wohl als
Flop in die Geschichte eingehen.
Das verteilte und angebotene Infomaterial zeigte das am
heutigen Samstag in Nürnberg versammelte politische
Spektrum. Neben QuerdenkerInnen und ImpfgegnerInnen
präsentierten sich zum Beispiel der AfD nahestehende
Initiativen wie "Zivile Koalition" oder "Demo
für alle". Broschüren christlicher
FundamentalistInnen und der "Deutschen Konservativen"
lagen aus, aber auch das extrem rechte "Deutsche
Nachrichtenmagazin Zuerst!". Omnipräsent waren alle
möglichen Materialien und ein blauer Kastenwagen des
rechten österreichischen Medienportals Auf1 ("Hier
rollt die Medien-Revolution"). Während Aktive des
querdenkerischen "Team Menschenrechte Nürnberg"
ihre Flyer verteilten, sprachen auf der Bühne unter
anderem Harald Pfizenmaier, einer der Landtagskandidaten
der AfD, sowie Alexandra Motschmann von der "Basis".
Gesehen wurden Stadtrat Klaus Krestel und
Bezirkstagskandidatin Ekaterina Gutner von der AfD sowie
Rolf H. aus dem früheren Umfeld von Michael Stürzenberger,
der vor einigen Jahren gerichtlich verurteilt wurde, weil
er bei einer AfD-Veranstaltung einen Journalisten
angegriffen hatte. Hier kam offensichtlich zusammen, was
zusammen gehört.
(29.7.23)
Bayreuth: Antisemitische Hetzparolen an zwei
Schulgebäuden (Juli 2023)
Wie u.a. sueddeutsche.de (28.7.23) berichtete, fanden sich
an zwei Bayreuther Schulgebäuden antisemitische
Schmierereien. Eine Parole lautete "Hier liegt ein
Jude und wir scheissen auf ihn", eine andere "Juden
raus".
sueddeutsche.de ("Antisemitische Schmierereien in
Schulen", 28.7.23): hier
klicken!
Landkreis Lichtenfels: Vier Monate Knast wegen
Naziparolen und Beleidigung (Juli 2023)
Laut obermain.de (28.7.23) wandert ein 40-jähriger Mann
aus dem Landkreis Lichtenfels vier Monate ins Gefängnis.
Der Mann hatte unter anderem den Hitlergruß gezielt in
Richtung zweiter weiblicher Geflüchteter ausgeführt und
gerufen, dass er "die Stadt säubern" wolle.
obermain.de ("Landgericht Coburg bestätigt Lichtenfelser
Urteil", 28.7.23): hier
klicken!
Nürnberg / Zirndorf / Burgoberbach: Rassistische
Kampagne gegen Geflüchtetenunterkünfte wird auch von der
Querdenkerszene unterstützt (Juli 2023)
- aktualisiert -
Die jüngste rassistische Kampagne gegen
Geflüchtetenunterkünfte - vor kurzem gestartet in Zirndorf
und bald weitergeführt in Burgoberbach - wird auch von
Gruppierungen aus der Querdenkerszene befeuert. So bewarb
das "Team Menschenrechte Nürnberg" die
geflüchtetenfeindliche Kundgebung am 24. Juli in Zirndorf
und mobilisiert neben "Ansbach steht auf" für eine
entsprechende Aktion am 27. Juli im mittelfränkischen
Burgoberbach.
Dass in beiden Fällen auch die NPD / Heimat aktiv wurde,
wundert nicht. Neu ist lediglich die klare und offene
Stoßrichtung der Reste der Querdenkerbewegung gegen
Geflüchtete. Rassismus war bisher nicht deren Hauptthema.
Update: Am 27. Juli demonstrierten in Burgoberbach
etwa 70 Menschen gegen Geflüchtete. Der bayerische
"Heimat"-Chef Rainer Hatz trat dabei als Ordner in
Erscheinung. Gegen die geflüchtetenfeindliche
Veranstaltung protestierten spontan etwa 25 Menschen.
(27.7.23, aktualisiert 30.7.23)
Nürnberg: Vorsitzender der Türkischen Gemeinde
Nürnberg trat nach rechten Angriffen zurück (Juli 2023)
Laut verschiedenen Medienberichten (25.7.23) trat der
Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in der Metropolregion
Nürnberg, Bülent Bayraktar, zurück. Er sei "immer
wieder denunziert, bedroht und beleidigt worden"
(sueddeutsche.de). Mitte Juli sei er am Nürnberger
Flughafen von einem Mann als "Landesverräter"
tituliert, sein Bruder körperlich angegriffen worden. Aus
den Berichten geht hervor, dass an den Bedrohungen
türkeistämmige Rechtsradikale beteiligt waren. Näheres ist
nicht bekannt.
infranken.de ("Denunziert, bedroht und beleidigt: Chef der
Türkischen Gemeinde Nürnberg tritt zurück - 'nicht mehr
sicher'", 25.7.23): hier
klicken!, sueddeutsche.de ("Vorsitzender der
Türkischen Gemeinde Nürnberg tritt zurück", 25.7.23): hier
klicken!
Zirndorf: Proteste gegen geplante
Geflüchtetenunterkunft / Die AfD mischt mit /
Antirassistischer Gegenprotest fand statt /
AfD-Rechtsaußen Helferich war vor Ort (Juli 2023)
- mehrfach aktualisiert -
Laut Fürther Nachrichten (20. und 21.7.23, jeweils
Printausgabe) kochten bei einer Bürgerfragestunde zu einer
geplanten Geflüchtetenunterkunft am Rande der Zirndorfer
Altstadt die Emotionen hoch. Da nützte es dem Zirndorfer
Bürgermeister Zwingel nichts, dass er Kritik an "der
Asylpolitik" äußerte und formaljuristisch
argumentierte, die Stadt sei gar nicht zuständig. Aus dem
Saal schallten rechte Parolen à la "Volksverräter".
Geflüchtete seien pauschal als Vergewaltiger und
Kriminelle verunglimpft worden.
Die örtliche AfD orchestrierte die Stimmung im Saal mit:
Funktionäre saßen im Saal; im Vorfeld der Veranstaltung
hatte die extrem rechte Partei Flyer verteilt. Der
örtliche AfD-Stadtrat Bastian Treuheit mobilierte zudem
seine Fans zum Ort der geplanten Unterkunft und trat dort
zusammen mit dem Rechtsaußen-MdB Matthias Helferich auf.
Update 1: Am Montag, den 24. Juli mobilisierten
unter anderem die AfD und "besorgte Bürger" zur
Protestkundgebung vor dem Rathaus. Dagegen gingen,
kurzfristig mobilisiert, etwa 50 Menschen auf die Straße.
Update 2: Wie www1.wdr.de (25.7.23) schrieb, trat
der oben erwähnte Matthias Helferich Anfang Juli auf einem
Podium beim so genannten Sommerfest des extrem rechten
Instituts für Staatspolitik (IfS) auf. Der laut
ExpertInnen dem Milieu der AfD-Jugend entstammende
Bundestagsabgeordnete scheint gut vernetzt in der extrem
rechten Szene zu sein. Das IfS wird selbst vom Bundesamt
für Verfassungsschutz als "gesichert
rechtsextremistisch" eingeschätzt.
(23.7.23, ergänzt 24. und 26.7.23)
Nürnberg: Rechte Hetze gegen OB und seine Familie
(Juli 2023)
Wie nordbayern.de (21.7.23) und weitere Medien schrieben,
erhielt Nürnbergs OB König über die Adresse der N-Ergie,
Nürnbergs Energieversorgungsunternehmen, einen üblen
anonymen Drohbrief, voll mit rassistischen und
frauenfeindlichen Schmähungen. Zudem solle sein Kind "an
den Beinen mit dem Kopf an die Mauer des Rathauses
geschlagen werden". Die eben zitierte Gewaltfantasie
erinnert an Berichte über die Ermordung von Kindern durch
Angehörige der SS.
nordbayern.de ("Erschütternde Zeilen: Nürnbergs
Oberbürgermeister König macht unfassbare Hassnachricht
öffentlich", 21.7.23): hier
klicken!, infranken.de ("'Unfassbar, was hier
ankommt': Nürnberger OB macht schockierenden Hass-Brief
öffentlich", 20.7.23): hier
klicken!
Nürnberg: Hitlergruß und sexuelle Übergriffe (Juli
2023)
Laut infranken.de (21.7.23) wurden zwei junge Frauen durch
zwei Männer, 28 und 29 Jahre alt, in einem Regionalzug in
der Oberpfalz sexuell belästigt, beleidigt und bedroht.
Nach der Festnahme im Nürnberger Hauptbahnhof zeigte einer
der beiden Täter unter anderem den Hitlergruß.
infranken.de ("Nach Festnahme in Nürnberg wird's wild -
sexuelle Belästigung, Drogen, Hitlergruß und Angriff auf
die Polizei", 21.7.23): hier
klicken!
Weißenburg: Veranstaltung der Querdenkerpartei "Basis"
im Rathaussaal unterbunden (Juli 2023)
Laut nn.de (21.7.23) wurde im mittelfränkischen Weißenburg
eine Veranstaltung der Querdenkerpartei "Basis" im
Rathaussaal unterbunden. Die örtliche Organisatorin Petra
von Fürstenberg habe verschwiegen, dass es sich um eine
parteipolitische Veranstaltung handeln sollte, obwohl die
Partei im Internet dafür geworben habe.
Der vorgesehene Referent, Andreas Sönnichsen, kandidiert
für die "Basis" bei den kommenden Wahlen in Bayern und
trat in der Vergangenheit unter anderem mit
FPÖ-Rechtsaußen Herbert Kickl auf.
(22.7.23)
Nürnberg: AntifaschistInnen fordern Umbenennung des
Richard-Wagner-Platzes (Juli 2023)
Am 14. Juli forderten mehrere antifaschistische
Gruppierungen unter Federführung der OA und des
Antifaschistischen Aktionsbündnisses Nürnberg die
Umbenennung des Richard-Wagner-Platzes in
Esther-Bejarano-Platz. Mehrere RednerInnen thematisierten
unter anderm den radikalen Antisemitismus des Komponisten
Wagner und luden die etwa sechzig Anwesenden zur Teilnahme
an den Protesten des Bündnisses "Festspieldämmerung"
gegen die Wagner-Festspiele in Bayreuth auf (25. Juli, 18
Uhr, Tekirdagplatz, Bayreuth).
Nürnberg, 14.7.23: Bejarano-Transparent verhüllt
Wagner-Büste (Foto: Nürnberger Bündnis Nazistopp)
(15.7.23)
Erlangen: Vortrag eines rechten Professors abgesagt
(Juli 2023)
Laut Erlanger Nachrichten (8.7.23, Printausgabe) wurde der
Vortrag des emeritierten Rostocker Professors Egon Flaig,
der im intellektuellen neu-rechten Milieu unterwegs ist,
aus unbekannten Gründen abgesagt. Er sollte am 14. Juli im
Rahmen eines Workshops mit dem Titel "Archäologische
Grundbegriffe - Freiheit" des Instituts für
Klassische Archäologie an der FAU auftreten.
Bücher Flaigs können unter anderem über den Versand des
neu-rechten Verlags Antaios sowie über den "Buchdienst"
der neu-rechten Wochenzeitung Junge Freiheit bezogen
werden. Zum zehnjährigen Jubiläum der extrem rechten "Bibliothek
des Konservativismus" im Jahr 2022 saß Flaig auf dem
Podium. Sicher kein Zufall.
Wie tickt der Mann? Ein Beispiel. In einem Interview mit
dem rechten Portal "Tichys Einblick" aus dem Jahr
2020 plädierte Flaig wie viele rechtskonservative und
extrem rechte Intellektuelle dafür, die "Substanz der
abendländischen Kultur" zu bewahren, was auch immer
das genau sein soll. Dem antikolonialen Vordenker Frantz
Fanon (1925 - 1961) warf er vor, ein "regelrechtes
Programm zur Vernichtung der europäischen Kultur"
entworfen zu haben. Mit postkolonialer Theorie,
antirassistischen Bewegungen und dem Schutz
benachteiligter Minderheiten scheint der emeritierte
Professor grundsätzliche Probleme zu haben.
(9.7.23)
Neustadt bei Coburg: Neonazigruppierung aufgeflogen
(Juli 2023)
Laut fraenkischertag.de (6.7.23) ist im oberfränkischen
Neustadt bei Coburg eine militante Neonazigruppe
aufgeflogen. Bei einer Razzia seien unter anderem "mehrere
Softair-Waffen, diverse Messer [und] Datenträger mit
indiziertem Material" gefunden worden. Auf einem
Foto sieht man Kleidungsstücke mit den Aufschriften "Sturm
Neustadt b. Coburg" sowie "Division Neustadt b.
Coburg". Zwei junge Männer seien vorläufig
festgenommen worden.
fraenkischertag.de ("Schlag gegen Neonazi-Szene in
Neustadt bei Coburg", 6.7.23): hier
klicken!
Erlangen: 41-Jähriger zeigte Hitlergruß und
beschimpfte PassantInnen rassistisch (Juli 2023)
Wie infranken.de (2.7.23) berichtete, zeigte ein
41-Jähriger in der Erlanger Innenstadt den Hitlergruß und
beschimpfte PassantInnen rassistisch.
infranken.de ("Erlangen: Hitlergruß gezeigt und Passanten
beschimpft - 41-Jähriger in Gewahrsam genommen", 2.7.23):
hier
klicken!
|
|
 |