Nürnberger Bündnis Nazistopp
 
             
 
Oktober - Dezember 2025

September 2025

August 2025

Juli 2025

Juni 2025

Mai 2025

April 2025

März 2025

Februar 2025

Januar 2025

Dezember 2024

November 2024

Oktober 2024

September 2024

August 2024

Juli 2024

Juni 2024

Mai 2024

April 2024

März 2024

Februar 2024

Januar 2024

Dezember 2023

November 2023

Oktober 2023

September 2023

August 2023

Juli 2023

Juni 2023

Mai 2023

April 2023

März 2023

Februar 2023

Januar 2023

Dezember 2022

November 2022

Oktober 2022

September 2022

August 2022

Juli 2022

Juni 2022

Mai 2022

April 2022

März 2022

Februar 2022

Januar 2022
 
Druckversion

Erlangen: Bayerischer Chef der Neonazis vom III. Weg zu Besuch bei Burschenschaft Frankonia (Juli 2025)

Wie taz.de (30.7.25) berichtete, war der bayerische Chef der Neonazi-Partei III. Weg, Thorsten Kokula, zu Besuch bei der extrem rechten Burschenschaft Frankonia in Erlangen.

Neben Kokula, so taz.de, seien an diesem Tag mehrere Mitglieder rechter Burschenschaften aus Würzburg und Bayreuth angereist, darunter ein weiterer III.-Weg-Aktivist, sowie ein AfD-Aktivist. Wächst hier zusammen, was zusammen gehört?

taz.de ("Fechten, saufen, vernetzen", 30.7.25): hier klicken!

Erlangen: Esoterischer Waffenbesitzer zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt (Juli 2025)

Laut nn.de (30.7.25, paywall) und Süddeutscher Zeitung (30.7.25, Printausgabe) wurde ein selbst ernannter Erlanger "Schamane" wegen Waffenbesitzes zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Im Prozess ging es unter anderem um mehrere Maschinenpistolen und massenhaft Munition. Die meisten Waffen seien funktionstüchtig gewesen. Auf dem Facebook-Account des 62-jährigen Esoterikers seien reichsbürgertypische Aussagen gefunden worden, etwa, dass die Bundesrepublik eine NGO sei. Das Urteil ist vermutlich noch nicht rechtskräftig.

Wir schrieben im November 2024: "Laut spiegel.de und infranken.de (15.11.24) fand die Polizei fünf Maschinenpistolen, fünf Sturmgewehre, 25 Langwaffen, mehrere Kurzwaffen sowie rund 10.000 Patronen bei einem 62-jährigen Erlanger Esoterikhändler. Die Durchsuchung fand ursprünglich wegen Verdachts auf Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz statt. Gegen den Mann wurde in der Vergangenheit wohl bereits wegen Volksverhetzung und Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt. Mehr ist derzeit nicht bekannt. Man fragt sich mittlerweile, wieviele bis an die Zähne bewaffnete rechte Terror-Schläfer noch in ihren Bunkern sitzen und auf einen Befehl zum Losstürmen warten."

(31.7.25)

Burgoberbach: Rassistische Attacke auf Geflüchtetenunterkunft (Juli 2025)

Laut t-online.de (29.7.25) wurde vor einer Geflüchtetenunterkunft im mittelfränkischen Burgoberbach (Lkr. Ansbach) ein Schweinekopf abgelegt. Die Tat ist als rassistische Provokation einzuordnen.

t-online.de ("Schweinekopf vor Flüchtlingsunterkunft abgelegt", 29.7.25): hier klicken!

Amberg: Lehrer auf Klassenfahrt mit Werbematerial des extrem rechten Antaios-Verlags unterwegs (Juli 2025)

Wie onetz.de (29.7.25, paywall) berichtete, war ein Lehrer aus Amberg auf einer Klassenfahrt mit einem Stoffbeutel des extrem rechten Antaios-Verlags unterwegs. Die SchülerInnen konnten das rechte Werbematerial wohl sehen. Endstation Rechts Bayern ergänzt auf Bluesky (29.7.25): "Der Beutel sei, so die Recherche, regulär nicht erhältlich, sondern eine besondere Dreingabe des Verlags ab einem Mindestbestellwert oder zu besonderen Anlässen".

Das antifaschistische Archiv Apabiz zum Verlag Antaios: hier klicken!

Baiersdorf: Rassistische Attacke auf Joggerin (Juli 2025)

Wie sueddeutsche.de (23.7.25) schrieb, wurde eine 36-jährige Frau beim Joggen entlang eines Sees bei Baiersdorf von einem etwa 60-jährigen Mann rassistisch beleidigt und bespuckt. Der rechte Radfahrer versuchte auch, mit einem Stock nach ihrem Hund zu schlagen.

sueddeutsche.de ("Radfahrer soll Joggerin beleidigt und angespuckt haben", 23.7.25): hier klicken!

Nürnberg: Rechte Schmierereien in Langwasser (Juli 2025)

Laut infranken.de (22.7.25) sprühten Unbekannte im Nürnberger Stadtteil Langwasser rechte Symbole und Parolen. Der Ort: Parkhaus und Fahrstuhl des Einkaufszentrums in der Glogauer Straße.

infranken.de ("Nürnberg: Unbekannte sprühten politische Graffiti - Zeugen gesucht", 22.7.25): hier klicken!

Bayreuth: Neonaziangriff auf AntifaschistInnen / "Du bist tot" (Juli 2025)

Laut jungewelt.de (21.7.25) kam es im Mai und Juni zu einem neonazistischen Angriff auf die Privatwohnung einer antifaschistisch aktiven Person. Dabei wurden Todesdrohungen ausgesprochen und es wurde versucht, die Tür aufzubrechen.

Ein Auszug aus dem Text: "Anfang Mai kam es zu einem Hausbesuch bei einer unserer Aktivistinnen. Dabei drangen fünf bewaffnete Neonazis in ihr Wohnhaus ein und versuchten gewaltsam, die Tür zu öffnen. Dabei wurden rechtsradikale Parolen gerufen und Drohungen ausgesprochen wie 'Dich Kommunistenfotze machen wir kalt', 'Scheiß Transe, du gehörst ins KZ' und 'Dreckige linke Zecke, wenn wir dich erwischen, bist du tot'. Einige Wochen später, Anfang Juni, wiederholte sich das Ganze: Der Briefkasten wurde mit '1161' (Chiffre für 'Antiantifa', jW) beschmiert und mehrere Hakenkreuze im Umfeld der Wohnung angebracht, verbunden mit einer klaren Morddrohung: 'Du bist tot', wobei der dazu angebrachte Nachname in Verbindung mit dieser Drohung stand". Weitere Informationen finden sich im unten verlinkten Text.

jungewelt.de ("'Hier gab es lange keine aktiven Antifagruppen'", 21.7.25): hier klicken!

Fürth: Stadträtin Heidi Lau vor dem Landgericht / Strafmaß reduziert, Verurteilung wegen Volksverhetzung bestätigt (Juli 2025)

Laut br.de (18.7.25) bestätigte das Landgericht Nürnberg-Fürth die Verurteilung der Fürther Stadträtin Heidi Lau (Freie Wähler) wegen Volksverhetzung, lediglich das Strafmaß wurde reduziert. Das Urteil ist vermutlich noch nicht rechtskräftig.

Lau soll durch einen auf ihrem Facebook-Profil geteilten Post Muslime pauschal verunglimpft und zu aggressiver Feindschaft gegen diese aufgestachelt haben.

Wir berichteten im Mai 2020 unter anderem: "Wie nordbayern.de (13.5.20) schrieb, nimmt die Kritik an der Fürther FW-Stadträtin Heidi Lau wegen ihrer rechtspopulistischen Äußerungen zu. Selbst die CSU lehne nun jede Zusammenarbeit mit der 'nach rechts abdriftenden Freien-Wähler-Stadträtin Heidi Lau ab'. Der CSU-Fraktionsvorsitzende Ammon kritisiert, dass sich Lau auf Facebook 'gezielt und pauschalisiert gegen islamische Mitbürgerinnen und Mitbürger' äußere".

br.de ("Volksverhetzung durch Fürther Stadträtin: Strafe reduziert", 18.7.25): hier klicken!

Nürnberg, 12. Juli: 300 Menschen gegen Nazidemo / Nazirednerin: "Euer Recht auf Leben habt ihr auch verspielt" / Beteiligung von AfD-Funktionären / Federico Beck von Parteiamt zurückgetreten (Juli 2025)
- mehrfach aktualisiert -

Am 12. Juli demonstrierten in Nürnberg auf Initiative von VerLINKung in der Spitze 300 Menschen gegen eine Nazidemo der Gruppe APR ("Aryan People Resistance"). Die etwa 35 Nazis wurden vom Würzburger AfD-Kreisvorsitzenden Federico Beck begleitet, der auch das Fronttransparent mittrug.


Nürnberg, 12.7.25: Protest gegen Nazidemo (Foto: Nürnberger Bündnis Nazistopp)

Beck erschien nicht zum ersten Mal auf einer extrem rechten Demo in Nürnberg. So war er zum Beispiel am 22. März in der Frankenmetropole zu sehen. Eine Nazi-Rednerin schrie bei der Arier-Demo ins Mikro: "Und ihr, die komplette Antifa und was ihr alle für'n Abschaum seid - ihr habt euer Recht auf Leben habt ihr auch verspielt". Laut Polizeibericht wurde bei einem der Nazis ein Haftbefehl vollstreckt. Genaueres ist nicht bekannt.

Ergänzung 1: Laut Endstation Rechts Bayern (Facebook, 13.7.25) war ein zweiter unterfränkischer AfD-Funktionär an der Nazi-Demo beteiligt, nämlich Michael Hetzel, Beisitzer im Bezirksvorstand der Partei.

Ergänzung 2: Wie mainpost.de (31.7.25, paywall) schrieb, ist der oben erwähnte unterfränkische AfD-Funktionär Federico Beck nun von seinem Parteiamt zurückgetreten. Und die AfD will ihn (angeblich) ausschließen.

(13.7.25, ergänzt 31.7.25)

nordbayern.de ("Erneut rechtsextreme Demonstration in Nürnberg - ein Teilnehmer verhaftet", 14.7.25): hier klicken!

Erlangen, 12. Juli: 400 für Verbot der AfD (Juli 2025)

Laut nn.de (12.7.25, paywall) protestierten am 12. Juli in Erlangen auf Initiative von Aktion Courage und der Initiative "AfD-Verbot jetzt" etwa 400 Menschen gegen die AfD. Gefordert wurde die Einleitung eines Verboteverfahrens gegen die extrem rechte Partei. Unter den Rednern war auch der Erlanger Bürgermeister Florian Janik.

(13.7.25)

Nürnberg: 250 gegen das extrem rechte "Team Menschenrechte" (Juli 2025)
- aktualisiert -

Auch am gestrigen Montag demonstrierten viele Menschen gegen den langsam schrumpfenden Marsch des extrem rechten "Team Menschenrechte" durch Nürnbergs Innenstadt (es waren ca. 70). Mehrfach wurde die rechte Demostrecke blockiert. Ob das Team rechter Menschen jetzt tatsächlich die angekündigte "Sommerpause" antritt oder nicht, wir werden sehen. Danke auf jeden Fall an alle GegendemonstrantInnen!

Wie uns mitgeteilt wurde, verteilte jemand auf der TM-Demo einen Flyer der Abspaltung "Wir wollen reden" aus dem Jahr 2023 (!). So getrennt scheinen die beiden aus dem Querdenker-Spektrum entstandenen Gruppierungen doch nicht zu agieren (?).

(8.7.25)

Nürnberg: Provokative Naziauftritte auf Südstadtfest / "Das Reich kommt wieder" (Juli 2025)

Wie uns mitgeteilt wurde, wurden (Stand Sonntag, ca. 18 Uhr) drei Nazis wegen einschlägiger Shirts vom Nürnberger Südstadtfest entfernt. Auf einem uns vorliegenden Foto sieht man folgendes Motiv: Soldat mit Stahlhelm, zwei Flugzeuge darüber, ein Bundesadler, das Wort "Landser" und die Parole "Das Reich kommt wieder".

(6.7.25)

Nürnberg / München: "Der Mensch gewöhne sich mit der Zeit an die Hitze" - AfD-Vogler zum Klimawandel (Juli 2025)

Die Süddeutsche Zeitung (2.7.25, Printausgabe) schrieb über interessante Vorgänge im bayerischen Landtagsausschuss für Gesundheit, Pflege und Prävention. Die Grünen brachten dort am 1. Juli einen Antrag ein, in dem sie unter anderem Hitze-Notfallzentren für Bayern forderten. Die von der SZ skizzierte Diskussion soll hier bis auf eine Ausnahme nicht wiedergegeben werden, weil es sich nicht um unser Schwerpunktthema handelt. Die Ausnahme ist der Diskussionsbeitrag des Ausschussmitlieds Matthias Vogler von der AfD. Dieser habe laut SZ von seinem Bundeswehreinsatz in Afghanistan berichtet. Dort hätten "55 Grad im Schatten niemand geschadet". Zudem behauptete er: "Der Mensch gewöhne sich mit der Zeit an die Hitze". Kein Kommentar.

PS: Der Mann sitzt seit einiger Zeit auch im Nürnberger Stadtrat.

(4.7.25)

Bayreuth: Nazischmierereien ohne Ende - Anklage gegen vier Jungnazis (Juli 2025)

Laut nordbayern.de (1.7.25) wurden in Bayreuth mehrere Verkehrszeichen mit Hakenkreuzen und anderen "rechts gesinnten Schriftzügen" beschmiert. Und stern.de (3.7.25) berichtete, dass, ebenfalls in Bayreuth, vier junge Tatverdächtige angeklagt werden, in und um Bayreuth "monatelang Hakenkreuze und andere rechtsextreme Schmierereien" verbreitet zu haben. Die angeklagten Jungnazis sind zwischen 15 und 19 Jahre alt.

stern.de ("Hakenkreuze an Parkbänken - junge Tatverdächtige angeklagt", 3.7.25): hier klicken!, nordbayern.de ("Rechtsextreme Schmierereien auf Verkehrszeichen in Franken - Polizei bittet um Hinweise", 1.7.25): hier klicken!

Nürnberg: Erneuter Protest gegen das extrem rechte "Team Menschenrechte" (Juli 2025)

Am vergangenen Montag protestierten erneut zahlreiche (in der Spitze 300) Menschen gegen das exrem rechte "Team Menschenrechte", das 60 MitstreiterInnen mobilisieren konnte. Auf der Seite des Gegenprotestes waren mehrere Sitzblockaden zu verzeichnen, aber auch eine Polonaise, siehe Foto.


Nürnberg, 30.6.25: Polonaise gegen TM (Foto: Nürnberger Bündnis Nazistopp)

(1.7.25)