 |
Oktober
- Dezember 2025

September
2025

August 2025

Juli 2025

Juni 2025

Mai 2025

April 2025

März 2025

Februar
2025

Januar 2025

Dezember
2024

November
2024

Oktober
2024

September
2024

August 2024

Juli 2024

Juni 2024

Mai 2024

April 2024

März 2024

Februar
2024

Januar 2024

Dezember
2023

November
2023

Oktober
2023

September
2023

August 2023

Juli 2023

Juni 2023

Mai 2023

April 2023

März 2023

Februar
2023

Januar 2023

Dezember
2022

November
2022

Oktober
2022

September
2022

August 2022

Juli 2022

Juni 2022

Mai 2022

April 2022

März
2022

Februar
2022

Januar 2022
 |
|
| Druckversion |
Landkreis Neumarkt: Razzia in der Prepperszene /
Anschläge auf Strommasten geplant? / Siebzig
Schusswaffen und mehrere zehntausend Schuss Munition
sichergestellt (März 2022)
- mehrfach aktualisiert -
Wie nordbayern.de und weitere Medien (30.3.22)
berichteten, wurden im Landkreis Neumarkt mehrere Gebäude
durchsucht, unter anderem in Holzheim, in Rocksdorf bei
Mühlhausen sowie in Darshofen bei Parsberg. 290 (!)
PolizistInnen waren im Einsatz. Sechs Männer - mutmaßlich
Angehörige der Prepperszene - im Alter zwischen 34 und 59
Jahren sollen Anschläge geplant und illegale Waffen und
Munition besessen haben. Laut br.de (30.3.22) hätten die
Verdächtigen Anschläge "auf große Stromleitungen"
geplant. Es gibt erhebliche Überschneidungen zwischen
Prepper- und rechter Szene. Die Polizei lässt
seltsamerweise verlauten, ein terroristisches Motiv sei
derzeit nicht erkennbar. Was bitte soll es denn sonst
sein, wenn eine Gruppe plant, "die Stromversorgung in
großen Teilen der Bundesrepublik lahmzulegen"
(spiegel.de, 31.3.22)?
Update: Es wurden siebzig Schusswaffen und mehrere
zehntausend Schuss Munition sichergestellt (pnp.de,
31.3.22).
spiegel.de ("Männer wollten offenbar Stromtrassen
sabotieren", 31.3.22): hier
klicken!, pnp.de ("Große Sabotage an Stromleitungen
geplant: Weitere Details bekannt", 31.3.22): hier
klicken!, onetz.de ("Großeinsatz in der Oberpfalz:
Polizei verhindert Anschläge auf Stromleitungen",
30.3.22): hier
klicken!, br.de ("Anschlag auf Infrastruktur
geplant? Großeinsatz in Prepper-Szene", 30.3.22): hier
klicken!, nordbayern.de ("Sabotage geplant? Häuser
in Neumarkt durchsucht", 30.3.22): hier
klicken!
Neumarkt: Reichsbürgerin wegen Volksverhetzung zu
Geldstrafe verurteilt / Die Frau war als Administratorin
der Telegram-Seite des Musikers Xavier Naidoo für
holocaustleugnende und radikal antisemitische Posts von
Attila Hildmann verantwortlich (März 2022)
Laut nn.de (30.3.22) wurde eine Neumarkter Reichsbürgerin
wegen Volksverhetzung zu einer Geldstrafe von 90
Tagessätzen verurteilt. Laut Artikel fungierte die Frau
als Administratorin der Telegram-Seite des Musikers Xavier
Naidoo, der seit vielen Jahren rechtes Verschwörungszeug
von sich gibt. Der Frau wurde vorgeworfen, nicht gegen
holocaust-leugnende Thesen des 2021 ins Ausland geflohenen
Attila Hildmann vorgegangen zu sein. Der ehemalige
Veganer-Promi "leugnet den Holocaust, das sei eine
Erfindung der Juden seit 1945. Er behauptet, Auschwitz
sei kein Vernichtungslager gewesen, sondern ein Bordell
und die Juden seien nicht die Opfer, sondern Täter"
(nn.de).
Das Urteil ist vermutlich noch nicht rechtskräftig.
Nürnberg: AfD-Bundestagsabgeordneter Sichert mal
wieder auf der Verschwörungsschiene unterwegs (März
2022)
Der Nürnberger AfD-Bundestagsabgeordnete Martin Sichert
verbreitete auf seiner Facebookseite nicht zum ersten Mal
Verschwörungserzählungen, zeitgemäß natürlich als Meme. Da
werden Zusammenhänge zwischen dem "Ukraine Krieg"
und einer angeblichen "grüne(n) Wende" behauptet,
da werden Bilder von Selenskyi, Baerbock und Soros
(Ukraine-Präsident, deutsche Außenministerin,
US-amerikanischer Investor und Sohn ungarischer Juden)
gezeigt, da wird von einer "links-grünen Weltordnung"
geraunt. Hä? Unabhängig von der fehlenden Sinnhaftigkeit
dieses Geraunes wird hier eine Brücke zu antisemitischen
Verschwörungserzählungen deutlich.
(28.3.22)
Nürnberg und Ansbach, 28. März: "Corona-Rebellen" ohne
Abgrenzung nach rechts, wie gehabt (März 2022)
Am vergangenen Montag demonstrierten erneut zahlreiche
"Corona-Rebellen" in der Region. Etwa 2000 waren es in
Nürnberg, darunter "die angeblich 'echte Antifa', die
sich die Demo teilt mit Leuten mit AfD-Kampagnenmaterial
& Pegida-Demonstranten, die schon mal 'Freiheit für
Ursula Haverbeck' gefordert haben" (Endstation
Rechts Twitter, 29.3.22).
In Ansbach wurde nicht zum ersten Mal ein Transparent
gezeigt, welches Verschwörungsmythen transportiert. "Wenige
'Strippenzieher' die für einen 'Great Reset'
verantwortlich sind - darunter erkennbar ein Portrait
von #Soros" (RIAS Twitter, 28.3.22). Dazu kam das
bekannte NPD-Banner. Einer der Träger präsentierte ein
Bandshirt der Neonaziband 'Lunikoff Verschwörung' (doku
ansbach Twitter, 28.3.22).
Coburg: Hakenkreuz und Angriff auf "Mix Markt" (März
2022)
Laut infranken.de (28.3.22) beschmierten Unbekannte einen
"Mix Markt" in Coburg mit einem Hakenkreuz sowie Parolen
gegen den russischen Angriff auf die Ukraine und
zerstachen die Reifen eines Firmenwagens.
infranken.de ("Unbekannte Täter lassen Russland-Hass an
'Mix Markt' aus - politische Graffitis und zerstochene
Reifen", 28.3.22): hier
klicken!
Neumarkt: Kleine Gegendemo in Neumarkt (März 2022)
Wie mittelbayerische.de (27.3.22) schrieb, protestierten
in Neumarkt einige von der Linkspartei mobilisierte
Menschen gegen den Aufzug der "Corona-Rebellen".
Demo-Organisator der "Querdenker" vor Ort sei der zweite
Ortsvorsitzende der Szene-Partei "Die Basis", Gerhard
Holzammer.
Altdorf: Örtliches Impfpassfälscher-Netzwerk? (März
2022)
Laut Nürnberger Nachrichten (25.3.22, Printausgabe)
betrieb eine Altdorferin in Kooperation mit einer
Apothekenmitarbeiterin einen schwunghaften Handel mit
gefälschten Impfpässen. Unter den KundInnen sollen sich
mehrere Polizeibeamte, eine Kindergarten-Leiterin sowie
der Geschäftsführer eines örtlichen Supermarkts befinden.
Informationsquelle sei ein offensichtlich gut
informierter, anonymer Whistleblower.
Postbauer-Heng: Versammlung aggressiver
"Corona-Rebellen" aufgelöst (März 2022)
- aktualisiert -
Laut nordbayern.de (3.3.22) fand am Mittwoch in
Postbauer-Heng (Lkr. Neumarkt) ein nicht angemeldeter
"Spaziergang" von etwa 40 "Corona-Rebellen" statt. Nach
der Demonstration betraten "mehrere Personen ohne
Maske einen Supermarkt und hielten sich darin kurz auf".
Im Zentrum der Marktgemeinde hielten sich danach noch
mehrere Demoteilnehmer auf und "zeigten sich äußerst
unkooperativ und aggressiv". Die Polizei löste
schließlich die Versammlung auf und erteilte einen
Platzverweis.
Update: Wie neumarktaktuell.de (24.3.22)
berichtete, wurde eine mutmaßliche Teilnehmerin des
maskenlosen Supermarkt-Go-Ins identifiziert. Es handelt
sich um eine 49-jährige Frau.
neumarktaktuell.de ("Maskenverweigerung in Supermarkt -
Polizei identifiziert eine Tatverdächtige bei
'Spaziergang'", 24.3.22): hier
klicken!, nordbayern.de ("Postbauer-Heng:
'Spaziergang' aufgelöst", 3.3.22): hier
klicken!
Bayern: Zweiter NSU-Untersuchungsausschuss kommt!
(März 2022)
Wie br.de (24.3.22) schrieb, wird es einen zweiten
bayerischen NSU-Untersuchungsausschuss geben. Grüne und
SPD haben einen entsprechenden Antrag im Landtag
eingebracht. Antifaschistische Initiativen fordern seit
Jahren die Fortsetzung der im Jahr 2013 abrupt beendeten
Arbeit.
Wir gehen nach wie vor davon aus, dass es in Bayern eine
aktive NSU-Unterstützerszene gegeben hat. Das NSU-Kerntrio
und weitere Personen aus dem NSU-Umfeld unterhielten nicht
zufällig enge Kontakte mit der fränkischen Naziszene. Man
wüsste auch gerne mehr über die Rolle der so genannten
V-Leute (vom Staat für vermeintliche Spitzeldienste
bezahlte Neonazis) in der damaligen militanten rechten
Szene. Dies wurde im ersten Untersuchungsausschuss (2012 /
2013) höchstens angerissen; die Behörden mauerten
gewaltig. Der Rohrbombenanschlag in der Scheurlstraße im
Jahr 1999 wurde seinerzeit überhaupt nicht behandelt,
konnte er doch erst im Lauf des Münchner NSU-Prozesses als
rechtsterroristische Tat eingeordnet werden. Und so weiter
und so fort.
br.de ("NSU-Ausschuss: Viele offene Fragen in Franken",
28.3.22): hier
klicken!, nordbayern.de ("Der Bombenanschlag des NSU
in Nürnberg rückt jetzt in den Fokus", 28.3.22): hier
klicken!, br.de ("Landtag bekommt zweiten
NSU-Untersuchungsausschuss", 24.3.22): hier
klicken!
Nürnberg, 21. März: Außerirdische gegen rechtsoffene
"Corona-Rebellen" / Holocaust-Leugner Ittner lief bei
den "Querdenkern" mit / AfD-Kampagnenschilder mit dabei
(März 2022)
- ergänzt -
Gegen die heutige rechtsoffene "Corona-Rebellen"-Demo
protestierten empörte Außerirdische. Wie unsere Fotos
beweisen, handelte es sich um so genannte Reptiloide
(Erläuterung: hier
klicken!).
Die Reptiloiden hatten allen Grund zur Empörung: Mitten in
der Menge entdeckten sie den verurteilten
Holocaust-Leugner Gerhard Ittner.

Nürnberg, 21. März 2022: Außerirdische gegen die
Demonstration der rechtsoffenen "Corona-Rebellen"
(Fotos: Nürnberger Bündnis Nazistopp)
Ergänzung: Im Zug der "Corona-Rebellen" waren knapp
zwanzig rote Herzen mit dem Motto "Gesund ohne Zwang"
zu sehen. Offensichtlich hat am Montag auch die AfD
kräftig mitgemischt: Es handelt sich um eine AfD-Kampagne.
(21.3.22, ergänzt 22.3.22)
Rednitzhembach: Schüler mit russischem
Familienhintergrund verprügelt / Update: Der Schüler hat
die Geschichte erfunden, aber andere Fälle in der Region
halten der Überprüfung stand (März 2022)
- ergänzt -
Es war fast schon zu erwarten, dass diesbezüglich nicht
nur Fake-News im Internet unterwegs sind: Laut
nordbayern.de (23.3.22) wurde im mittelfränkischen
Rednitzhembach (Lkr. Roth) ein Grundschüler wegen seines
russischen Familienhintergrunds von anderen Kindern oder
Jugendlichen verprügelt. Weitere Informationen sind im
verlinkten Artikel zu finden.
Update: Laut infranken (30.3.22) hat sich nun nach
Recherchen der Polizei herausgestellt, dass der oben
genannte Junge den Übergriff aus privaten Gründen erfunden
hat. Andere Fälle in der Region halten jedoch der
Überprüfung stand.
infranken.de ("Grundschüler aus Russen-Hass verprügelt?
Polizei stellt Fake-News richtig - und nennt tatsächliche
Übergriffe", 30.3.22): hier
klicken!, nordbayern.de ("'Weil er Russe ist':
Jugendliche verprügeln Grundschüler", 23.3.22): hier
klicken!
Bamberg: "Corona-Rebellen"-Demo erneut mit Neonazis
des III. Wegs unterwegs / Neonazis gegen "Coronadiktatur"
(März 2022)
Bei der jüngsten "Montagsdemonstration" der
"Corona-Rebellen-Szene in Bamberg liefen laut Eigenangaben
erneut Neonazis der Partei "Der III. Weg" mit, Transparent
inklusive. Man unterstütze den Protest "gegen die
Coronadiktatur", heißt es auf Telegram.
(23.3.22)
Bundesweite Razzia gegen Fake-News- und
Hass-Schleudern (März 2022)
- aktualisiert -
Laut verschiedenen Medienberichten (22.3.22) fanden im
Rahmen einer bundesweiten Razzia in Bayern vierzehn
Durchsuchungen im Zusammenhang mit der Verbreitung so
genannter "Hasspostings" im Internet statt. Durchsucht
wurden unter anderem ein Objekt in Oberfranken (Landkreis
Forchheim) und eines in Mittelfranken (Landkreis Fürth).
Es ist davon auszugehen, dass die Mehrzahl derartiger
Fake-News- und Hass-Schleudern im Rahmen von Kampagnen der
rechten und rechtsoffenen Szenen agieren.
Update: Im Landkreis Fürth wird gegen eine Person
wegen Verleumdung ermittelt, so die Fürther Nachrichten
(23.3.22). Sie soll einer Spitzenpolitikerin der Grünen
eine Aussage in den Mund gelegt haben, die Verständnis für
sexualisierte Gewalt von Geflüchteten transportiere. Die
Politikerin hat Derartiges nie gesagt. Aus unserer Sicht
handelt es sich um eine hinterhältige Hetzmethode aus
rassistischen und frauenfeindlichen Kreisen.
Nürnberg: AfD hetzt gegen Geflüchtete aus der Ukraine
(März 2022)
- aktualisiert -
Ein Schokokuss mit kleinem Ukraine-Fähnchen und der
Beschreibung "Ukrainischer Student": Dieses
ekelhaft-rassistische Meme des völkischen Nationalisten
Björn Höcke hat die AfD Nürnberg von ihrer Facebook-Seite
wieder entfernt, warum auch immer. Dafür hat man drei neue
Posts platziert, die zusammengefasst aussagen sollen:
Ukrainische Geflüchtete sind meist keine ukrainischen
Staatsangehörigen, vergewaltigen junge Frauen, kommen aus
dem Nahen Osten oder aus Nordafrika. Der Nürnberger MdB
Martin Sichert hetzt: "Wollen wir wieder die gleichen
Zustände wie seit 2015?!" Pfui Teufel.
Update: Mittlerweile ist das oben erwähnte
rassistische Höcke-Meme wieder auf der Facebook-Seite der
AfD Nürnberg zu finden.
(18.3.22, aktualisiert 22.3.22)
Hilpoltstein: Hakenkreuz auf Ukraine-Flagge (März
2022)
Im mittelfränkischen Hilpoltstein wurde laut nordbayern.de
(20.3.22) ein Hakenkreuz auf einer Ukraine-Flagge
angebracht. Auch aus anderen Regionen Deutschlands gibt es
derartige Meldungen. Die derzeit häufig zu beobachtende
Gleichsetzung von Kriegshandlungen in der Ukraine mit der
Nazizeit oder mit dem antifaschistischen Kampf gegen das
Naziregime ist widerwärtig.
nordbayern.de ("Hakenkreuz auf der Ukraine-Flagge",
20.3.22): hier
klicken!
Nürnberg: Extrem rechte Telegram-Gruppe solidarisiert
sich mit Holocaustleugnerin (März 2022)
Die rechte Telegram-Gruppe "Patrioten in Nürnberg, Amberg,
Neumarkt, Regensburg (Franken/Oberpfalz)" solidarisierte
sich mit der mehrfach einschlägig verurteilten
Holocaustleugnerin und rechten Szeneaktivistin Ursula
Haverbeck, die am 18. März erneut vor Gericht stehe. Das "alliierte
Verwaltungskonstrukt 'BRD'" sei ein "Marionettenstaat",
so die "Patrioten", und die "heldenhafte"
Haverbeck dessen Opfer, weil sie "Fragen zur deutschen
Geschichte" gestellt habe.
Die "Patrioten"-Gruppe mit über 2000 Mitgliedern äußert
sich nur noch selten zur Corona-Pandemie. Dafür verbreitet
man unter anderem russische Staatspropaganda und
hetzerisches Verschwörungszeugs à la "Putin ra?umt den
Deep State restlos auf".
(15.3.22)
Nürnberg: Ekelhafte antisemitische Hetze in Chatgruppe
der "Corona-Rebellen" von "Schüler stehen auf" (März
2022)
- aktualisiert -
Wir haben Material aus einer Chatgruppe der
"Corona-Rebellen" von "Schüler stehen auf" zugeschickt
bekommen, das widerwärtiger kaum sein könnte. Darunter
finden sich extrem abstoßende antisemitische Darstellungen
jüdischer Menschen, etwa als Vergewaltiger einer "weißen
Frau", als "Parasiten" usw. Eingebettet in kranke
Verschwörungserzählungen ("Und die Zahl der Teufel
wächst mit jedem Tage" / "Das gesamte politische
Spektrum ist kontrollierte Opposition") darf dann
natürlich die Abbildung eines Reichsadlers mit Hakenkreuz
nicht fehlen.
Die "Corona-Rebellen"-Gruppe "Schüler stehen auf"
(Nürnberg) war zuletzt Veranstalter einer einschlägigen
Kundgebung in Nürnberg am 30. Januar. Wes Geistes Kind
diese Leute offenbar sind, wird hier mehr als deutlich.
Wir haben selbstverständlich Anzeige erstattet. Wir sind
noch beim Auswerten des Materials und werden weiter
berichten.
Update: In weiteren Beiträgen aus dieser Gruppe
wird zum Beispiel behauptet, dass Juden täglich zahlreiche
Kinder umbringen und deren Körper zu Wurst und anderen
Lebensmitteln verarbeiten. In einem anderen Post heißt es,
die jüdische Familie Rothschild würde "jede Bank auf
diesem Planeten" kontrollieren. Neben derartigem
Hardcore-Antisemitismus wird in Beiträgen auch
rassistische Hetze betrieben: Geflüchtete seien "wilde
Tiere" und "Invasoren".
Da dürfen auch die leider weit verbreiteten rechten
Verschwörungserzählungen nicht fehlen: Beim Ukraine-Krieg
gehe es um einen Kampf "globale Elite gegen den Rest
der Menschheit. Es geht um den Great Reset". Neben
Reichsbürgerpropaganda ("Besatzungsrepublik
Deutschland") werden "Nürnberger Prozesse" gegen die
gefordert, die geholfen hätten, "Millionen von
Menschen" mit der "Todesspritze zu ermorden"
(Impfung). Der russische Staatspräsident Putin wird in
einem Post als von Juden gesteuert dargestellt, ein
anderes Mal heißt es: "Lieber Wladimir. Fahr bitte
direkt bis Berlin durch". Und so weiter und so fort.
(8.3.22, ergänzt 9.3.22)
Ansbach: NPD-Funktionär kommentiert ausführlich auf
"Corona-Rebellen"-Seite / "Ansbach steht auf" in der
Hand der NPD? (März 2022)
Auf der Facebook-Seite der Ansbacher
"Corona-Rebellen"-Gruppierung "Ansbach steht auf" durfte
sich der örtliche NPD-Funktionär Maik Langen ausführlich "für
die Demokratie" und gegen "faschistisches
Verhalten" aussprechen. Den Versammlungsleiter von
"Ansbach steht auf" erwähnte er lobend. Ist diese
Ansbacher "Corona-Rebellen"-Initiative jetzt in der Hand
der NPD?
(13.3.22)
Coburg: Reichsbürgerin wegen Billigung von Straftaten
und Abbildung eines Hakenkreuzes zu Geldstrafe
verurteilt (März 2022)
Wie np-coburg.de (10.3.22) schrieb, wurde eine Coburger
Reichsbürgerin wegen Billigung von Straftaten und
Abbildung eines Hakenkreuzes zu einer Geldstrafe von 80
Tagessätzen verurteilt. Die vor Gericht
reichsbürgertypisch auftretende 55-jährige Frau hatte ein
Video gepostet, auf dem ein asiatisch aussehender Polizist
von hinten mit einem Messer umgebracht wird. Dazu ihr
Text: "Bürger in China haben angefangen, Attentate
gegen die Corona-Polizei zu machen. Demnächst weltweit.
Kurz gesagt: Karma". Zudem hatte die offensichtlich
völlig verrohte Agitatorin einen Gesundheitspass aus der
Hitlerzeit mit Hakenkreuz abgebildet.
Die selbe Frau organisierte übrigens das jüngste
Reichsbürgertreffen in der Coburger Waldorfschule und
besaß mehrere Waffen, die sie nun abgegeben hat (wir
berichteten).
endstation-rechts-bayern.de ("Coburger Reichsbürgerin zu
Geldstrafe verurteilt", 11.3.22): hier
klicken!, np-coburg.de ("Coburger Reichsbürgerin
verurteilt", 10.3.22): hier
klicken!
Bamberg: "Corona-Rebellen"-Demo mit Neonazis des III.
Wegs (März 2022)
Inmitten der jüngsten "Montagsdemonstration" der
"Corona-Rebellen-Szene in Bamberg liefen laut Eigenangaben
auch Neonazis der Partei "Der III. Weg" mit.
(9.3.22)
Ansbach: "Corona-Rebellen"-Demo mit NPD-Fahnen und
NPD-Funktionär (März 2022)
- mehrfach ergänzt -
Wie br.de (5.2.22) schrieb, sank die Zahl der
TeilnehmerInnen der Ansbacher "Corona-Rebellen"-Demo in
den letzten Wochen kräftig auf mittlerweile unter 1000.
Auf Schildern wurden wie üblich massenweise
Falschnachrichten und Verschwörungserzählungen verbreitet,
so über die angeblich tödliche Wirkung der
Corona-Impfungen. Zwei Transparente aus dem NPD-Fundus
ohne Parteiabzeichen waren zu sehen; in deren Nähe lief
Jens Janik, bayerischer NPD-Funktionär. Dass in Ansbach
regelmäßig NPDlerInnen mit eigenen Transparenten
mitlaufen, scheint kein Zufall zu sein. Laut br.de stehe
der Organisator der Ansbacher Demonstrationen im Austausch
mit aktiven Neonazis aus der Region: "So beschwerte
sich ein NPD-Funktionär intern darüber, dass er bei
anderen Corona-Demonstrationen von Veranstalterseite
nicht erwünscht sei. Markus S., Demo-Anmelder in
Ansbach, entgegnete daraufhin: 'In Ansbach ist es noch
nie vorgekommen und wird auch nicht vorkommen'".
Zudem werde sich in der oben genannten Chatgruppe intensiv
über den Krieg in der Ukraine ausgetauscht und dabei
russische Kriegspropaganda geteilt. Weitere Einzelheiten
sind in dem verlinkten Artikel zu finden.
Ergänzt: RIAS Bayern berichtete, dass die
Wanderausstellung "Galerie des Grauens" Anfang
März auch in Ansbach gezeigt wurde. Neben szeneüblicher
Desinformation werde auf einem Plakat auch die Schoah
verharmlost. Zum 5. März: Neben einer Gegenkundgebung in
der Innenstadt mit etwa 200 TeilnehmerInnen gab es auch
einen kleinen Gegenprotest am Rand der Schwurblerdemo.
Zwei Tage später, am 7. März, marschierten dann mehrere
Dutzend "Corona-Rebellen" im Anschluss an eine
einschlägige Demo ohne Masken und "Freiheit"
skandierend durch ein Ansbacher Einkaufszentrum.
br.de ("Ansbach: Corona-Demonstranten werden weniger",
5.3.22): hier
klicken!
Nürnberg: Antisemitische Hetze in
Querdenken911-Telegram-Kanal / Verständnis für russische
imperiale Kriegspolitik (März 2022)
- ergänzt -
In einem Telegram-Kanal von Querdenken911 Nürnberg tauchte
nicht zufällig wieder antisemitische Hetze auf. Die
"Corona-Rebellen" haben sich durch ihre Toleranz gegenüber
Nazis und rechten Verschwörungsgläubigen auch für
AntisemitInnen geöffnet. So wird angesichts des russischen
Angriffs auf die Ukraine in einem Beitrag geraunt: "Bei
Banken in der Ukraine taucht immer wieder der Name
Rothschild auf". Für die russische imperiale
Kriegspolitik wird dagegen Verständnis gezeigt: "Russland
wurde und wird immer mehr eingeengt". Aha. So
einfach und platt und nationalistisch geht das. Die
rechtsesoterischen Welterklärer "wissen" das alles. Das
Internet ist voll von diesem Scheiß.
Während die meisten Schwurbler und extrem Rechten derzeit
als Putin-Versteher unterwegs sind, sympathisieren die
Nazis des III. Wegs eher mit ihren Nazi-Kumpels in der
Ukraine (Asow-Regiment). Weitere Informationen über
aktuelle, zum Teil widersprüchliche Positionen rechter
europäischer Parteien inklusive AfD sowie der
Querdenkerszene sind zum Beispiel hier
oder hier
zu finden.
(2.3.22, ergänzt 5.3.22)
|
|
 |