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Nürnberg: Der in rechten verschwörungsideologischen
Kreisen populäre Daniele Ganser wird nun doch in der
Meistersingerhalle auftreten / Stadt ruderte zurück /
Gegenproteste angekündigt (März 2023)
Der in rechten verschwörungsideologischen Kreisen populäre
Daniele Ganser darf nun doch am 10. Mai in der Nürnberger
Meistersingerhalle auftreten. Nach einem für Ganser
positiven Urteil des Oberverwaltungsgerichts des Landes
Nordrhein-Westfalen schloss sich die Stadt Nürnberg nun
dessen Rechtsauffassung an und verhalte sich "rechtskonform",
so die dünne Begründung. Eine Veränderung der Satzung für
die städtische Halle wurde nach diversen extrem rechten
Auftritten bereits unter dem Vorgänger des jetzigen
Bürgermeisters angekündigt und bisher offensichtlich nicht
umgesetzt.
Der Ticketverkauf läuft unter anderem über die Firma
eventim (Preis: 32,40 Euro). Für die Veranstaltung sind
laut eventim "FanTickets" verfügbar, "einmalige
Erinnerungsstücke an ein unvergessliches Event".
Als Reaktion auf den Ganser-Auftritt in Nürnberg kündigte
die Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion
Nürnberg eine Gegenkundgebung am 10. Mai an. Näheres ist
noch nicht bekannt.
Die Vorgeschichte: Im Februar 2023 kündigte die
Stadt Nürnberg nach vorangegangener massiver Kritik den
Mietvertrag für die Ganser-Veranstaltung zum Thema
Ukraine-Krieg in der Meistersingerhalle. Wir kommentierten
seinerzeit: "Fortschrittliche und auf Fakten
basierende Gesellschaftskritik ist von dem in seiner
eigenen Zunft sehr umstrittenen Mann - er ist Historiker
- nicht zu erwarten. Ein Beispiel: Ganser ließ sich für
den 'Schwurbel-Streifen' (derstandard.de, 20.12.22)
namens 'Pandemned' interviewen. Von den
Konfessionskriegen des 16. und 17. Jahrhunderts eilte er
verbal über den Holocaust zu den Massenmorden der Roten
Khmer, um dann zu resümieren: 'Es gab immer lokal in
einzelnen Ländern gab es Wahnsinn... Aber jetzt ist es
weltweit Wahnsinn, also das ist neu, dass ... in der
ganzen Welt diese Spaltung zwischen geimpft und
ungeimpft ist und dass die zwei Gruppen wie Armeen
gegeneinander ziehen.' Wie kann man derartige Aussagen
nicht als Verharmlosung und Relativierung des Holocaust
verstehen?"
Das Bündnis "Halle gegen rechts" hat eine ausführliche
Zusammenfassung von Gansers Gedankenwelt und Aktivitäten
unter dem Titel "Desinformation und extrem rechte
Propaganda" veröffentlicht (hier
klicken!).
br.de ("Auftritt von Daniele Ganser: Allianz ruft zum
Protest auf", 31.3.23): hier
klicken!, br.de ("Daniele Ganser darf nun doch in
Nürnberg auftreten", 30.3.23): hier
klicken!
Regnitzlosau: Razzia bei Reichsbürgern, die Kontakte
zu Neonazis unterhielten (März 2023)
Laut verschiedenen Medienberichten (31.3.23) durchsuchte
die Polizei ein Anwesen im oberfränkischen Regnitzlosau
und nahm ein Ehepaar aus der Reichsbürgerszene kurzzeitig
fest. Es ging unter anderem um nicht bezahlte Geldstrafen.
Der 47-jährige Mann soll Kontakte mit Neonazis der
verbotenen Gruppierung "Freies Netz Süd" gehabt haben, wie
br.de schrieb. Bis 2014 wurde von jenen im nahe gelegenen
Oberprex eine Immobilie genutzt.
frankenpost.de ("Reichsbürger-Ehepaar festgenommen",
31.3.23): hier
klicken!, nordbayern.de ("SEK im Einsatz:
Reichsbürger-Razzia in Franken - Polizei narkotisiert
Hirtenhunde", 31.3.23): hier
klicken!, br.de ("'Reichsbürger'-Paar festgenommen:
Kinder in Obhut des Jugendamts", 31.3.23): hier
klicken!
Bamberg: Rassistische Kampagne eines
CSU-Ortsverbandes? (März 2023)
Laut sueddeutsche.de (28.3.23) lancierte ein Bamberger
CSU-Ortsverband via Facebook eine rassistische Kampagne.
Neben dem Bild eines islamistischen Terroristen war
folgender Text zu lesen: "Manche können das neue
GrünRote Einwanderungsgesetz gar nicht mehr erwarten und
freuen sich schon aufs Deutsche Sozialsystem!
Beispielbild". Da versucht man offensichtlich, eine
extrem rechte Klientel zu bedienen.
sueddeutsche.de ("Rassismus-Vorwürfe gegen Bamberger CSU",
29.3.23): hier
klicken!
Schwabach: Hakenkreuz auf Gehweg (März 2023)
Wie infranken.de (30.3.23) schrieb, schmierten Unbekannte
im Schwabacher Klinggraben ein Hakenkreuz auf den Gehweg.
infranken.de ("Schwabach: Hakenkreuz auf Gehweg
geschmiert", 30.3.23): hier
klicken!
Erlangen: 250 protestierten gegen AfD und
Burschenschaft Frankonia (März 2023)
Am 24. März protestierten auf Einladung des Antifa-Café
Erlangen und weiterer Oganisationen etwa 250 Menschen
gegen einen Auftritt des AfD-Bundesvorstandsmitglieds
Maximilian Krah bei der extrem rechten Burschenschaft
Frankonia.
Erlangen, 24.3.23: Protest gegen Auftritt eines
AfD-Funktionärs im Haus der extrem rechten
Burschenschaft Frankonia (Fotos: Nürnberger Bündnis
Nazistopp)
(25.3.23)
Zapfendorf (Ofr.): "Zwei Stunden Hetze" bei
Infoveranstaltung wegen Geflüchtetenunterkunft (März
2023)
Laut br.de (24.3.23) beschrieb der Zapfendorfer
Bürgermeister die Stimmung auf einer Infoveranstaltung
wegen einer geplanten Geflüchtetenunterkunft als "zwei
Stunden Hetze". Offensichtlich ist einerseits die
Saat der Propaganda neonazistischer und rassistischer
Gruppierungen in der Region aufgegangen. Gleichzeitig ist
auch die offizielle Politik eher geflüchtetenfeindlich und
das kommt eben bei den Menschen vor Ort an.
br.de ("Zapfendorf: 'Zwei Stunden Hetze' gegen Container
für Geflüchtete", 24.3.23): hier
klicken!
Nürnberg: AfD zeigte "Flagge für Deutschland"
bei Querdenker-Demo (März 2023)
Letzten Montag zeigte die hiesige AfD "Flagge für
Deutschland" auf der Nürnberger Querdenkerdemo.
Offensichtlich will man sich im Jahr der Landtagswahl in
Bayern wieder durch Straßenpräsenz profilieren und
kündigte auf Facebook an, sich auf die nächsten Montage zu
freuen. Und die rechtsoffenen Querdenker vom Team
Menschenrechte wissen sicherlich, wie das alles
zusammengeht: "Frieden schaffen ohne Waffen"-Parolen
und Leute mit Deutschland-Fahnen, deren Partei
programmatisch für Nationalismus, Militarisierung und
Aufrüstung steht.
(21.3.23)
Schney / Lichtenfels (Ofr.): Erneut rechte
Hetzkampagne gegen Geflüchtete (März 2023)
Laut verschiedenen Medienberichten (15.3.23) nutzten
rechte AktivistInnen eine Informationsveranstaltung zu
einer geplanten Notunterkunft für Geflüchtete im
oberfränkischen Schney (Stadtteil von Lichtenfels), um
rassistische Hetze und Drohtiraden abzusondern. Ein
Zuhörer habe angekündigt, Geflüchtete umzubringen, sollten
diese sein Grundstück betreten, Neonazis waren im Saal.
Ein Journalist wurde aus der Menge heraus angegriffen.
Am selben Tag hetzten vier Neonazis mit Reichskriegsflagge
in Lichtenfels gegen Geflüchtete und sonstige Menschen,
die ihnen nicht passen, etwa zwanzig Menschen hielten
dagegen.
obermain.de ("Radikale bringen Passanten in Lichtenfels in
Rage", 16.3.23): hier
klicken!, fraenkischertag.de ("Asyl: Hitzige Debatte
in Schney", 15.3.23): hier
klicken!, Matthias Voelckel, Twitter 15.3.23
Nürnberg / Ebersberg: Reichsbürger zu Geldstrafe
verurteilt (März 2023)
Laut sueddeutsche.de (7.3.23) ist ein in Nürnberg
lebender, zumindest zeitweise in der Reichsbürgerszene
aktiver 62-Jähriger wegen Urkundenfälschung und illegalen
Waffenbesitzes zu einer Geldstrafe von 260 Tagessätzen
verurteilt worden. Selbst im Gerichtssaal agierte er noch
in Reichsbürgermanier. Das Urteil des Amtsgerichts
Ebersberg ist vermutlich noch nicht rechtskräftig.
Die Vorgeschichte: Im Februar 2017 wurden
bundesweit fünfzehn Adressen von Reichsbürgern durchsucht,
darunter auch fünf Objekte in Mittelfranken, nämlich in
Höchstadt, Roth, Burgbernheim und Nürnberg. Es ging damals
um die Reichsbürgergruppierung "Bundesstaat Bayern"
(wir berichteten). An einigen Orten wurden Waffen und
Munition gefunden, darunter auch im Haus des Angeklagten.
sueddeutsche.de ("'Verkehrsminister' auf der Anklagebank",
7.3.23): hier
klicken!
Fürth: 120 Tagessätze für rassistischen Hetzer (März
2023)
Nein, das ist keine progressive Kritik an irgendwelchen
Positionen von Grünen-PolitikerInnen: Laut Fürther
Nachrichten (8.3.23, Printausgabe) wurde ein Mann aus dem
Landkreis Fürth zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen
verurteilt, weil er verschiedenen bekannten
Grünen-ParteifunktionärInnen und -PolitikerInnen falsche
Zitate in den Mund gelegt und dies dann auf Facebook
verbreitet hatte. Die Zielrichtung der Fake-Zitate deutet
darauf hin, dass in Fürth ein rassistischer Hetzer
verurteilt wurde.
(8.3.23)
Scheßlitz (Ofr.): Lauter Protest gegen Nazidemo (März
2023)

Scheßlitz, 4.3.23: Protest gegen Nazidemo (Fotos:
Nürnberger Bündnis Nazistopp)
70 Menschen protestierten am 4. März gegen eine Nazidemo
(diesmal nur sieben Nazis) im oberfränkischen Scheßlitz.
Die Gegendemo wurde von Scheßlitzer BürgerInnen mit
Unterstützung der Omas gegen Rechts Bamberg organisiert.
Die Nazis agitieren seit Wochen unentwegt gegen die
Unterbringung Geflüchteter, beschwören eine angebliche “Umvolkung“
usw. Angeblich sind noch bis Ende April wöchentlich rechte
Demos angemeldet.
(5.3.23)
Erlangen: "Charakterliche Erziehung" und „Ehrenhändel
für das Vaterland“ mit dem Säbel bei rechten
Burschenschaften (März 2023)
Laut br.de und Nürnberger Nachrichten (3.3.23) endete ein
illegales Fechtduell von Mitgliedern der Germania Erlangen
und der Turnerschaft Munichia Bayreuth mit schweren,
mutmaßlich lebensgefährlichen Verletzungen zweier
Beteiligter. Die Verletzten mussten in der Uniklinik
Erlangen behandelt werden; somit kam das Ganze an die
Öffentlichkeit.
Für die Burschenschaftsszene scheint vor allem die
Öffentlichkeit ein Problem darzustellen, weil diese
juristische Konsequenzen nach sich ziehen kann. Das
(illegale) Austragen von “Ehrenhändeln“ mit
scharfen Waffen scheint durchaus üblich zu sein. Am 12.
November letzten Jahres soll laut br.de ein derartiger
Kampf bei der rechten Burschenschaft Frankonia, ebenfalls
Erlangen, ausgetragen worden sein. Diese gefährlichen
Duelle sind wohl die verschärfte Version der bei
schlagenden Verbindungen üblichen so genannten Mensuren.
Insgesamt handelt es sich bei den Ritualen wohl um den
Versuch, kampf- und kriegstaugliche, nationalistisch
tickende Persönlichkeiten herzustellen.
br.de ("Burschenschaften: Illegales Fecht-Duell endete
blutig", 3.3.23): hier
klicken!
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