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Erlangen-Eltersdorf: Rassistisch motivierte Gewalttat
am Bahnhof (Närz 2025)
Laut nordbayern.de (28.3.25) beleidigte ein 40-Jähriger am
Eltersdorfer Bahnhof einen 16-Jährigen rassistisch und
attackierte ihn dann körperlich. Der junge Mann erlitt "diverse
Verletzungen".
nordbayern.de ("Rassistischer Angriff auf Schüler in
Erlangen: Unbekannter attackiert 16-Jährigen an Bahnhof",
28.3.25): hier
klicken!
Nürnberg, 22. März: 1000 auf der Straße gegen extrem
rechte Demo / Danke an alle! (März 2025)
- mehrfach ergänzt und aktualisiert -
Mobilisiert von unserem Bündnis und vielen anderen
Initiativen, waren am heutigen Samstag in der Spitze etwa
1000 Menschen auf der Straße gegen rechts. Die Lärmkulisse
am von uns organisierten Auftakt und Demoende war dank
lautstarker Parolen, Trillerpfeifen und Musik aus den
Lautsprechern beeindruckend und bei den Rechten gut zu
hören. Das galt auch für die Redebeiträge (von Nazistopp
und den Omas gegen rechts). Inhaltlich entlarvt wurde der
nicht ungeschickte rechte Versuch der Rechten, durch
Begriffsverdrehung und Selbstverharmlosung als ehrliche,
besorgte Bürger durchzugehen. Dazu mehr weiter unter
Update 1.
 
Nürnberg, 22.3.25: Kundgebung gegen rechten Aufmarsch
(Fotos: Nürnberger Bündnis Nazistopp)
Nach unserer Auftaktkundgebung und dem Demostart der etwa
400 Rechten machten sich zahlreiche AntifaschistInnen auf
den Weg, um jenen auch entlang der Route die Meinung zu
geigen. Eine Blockade der rechten Route wurde seitens der
Polizei rabiat aufgelöst, siehe Update 2.
Update 1:
Der rechte selbstbetitelte "Protestmarsch" war
vermutlich nicht so erfolgreich, wie von den
InitiatorInnen erwartet. So waren für die
Parallelveranstaltung in München 5000 – 10000
TeilnehmerInnen angekündigt, dort kamen aber nur 550
(br.de, 22.3.25). Die Ankündigungszahlen für Nürnberg sind
uns nicht bekannt. Beim Betrachten von Demovideos fiel
auf, dass der rechte Aufzug von diversen Bemühungen
geprägt war, vormalig "linke" Themen formal zu übernehmen,
sie jedoch inhaltlich in eine passende Richtung zu drehen.
Beispiel: Die Friedenspropaganda ähnelte der der
derzeitigen russischen Regierung; von Abrüstung
Deutschlands bzw. radikaler Bundeswehrkritik keine Rede.
Ein Fronttransparent lautete tatsächlich "Nie mehr
Faschismus". Passenderweise marschierte unmittelbar
davor ein Mann mit "Heimat"-Shirt (neuer Name der
NPD). Die Versuche, AntifaschistInnen als "Faschisten" zu
beschimpfen und damit den Begriff "Faschismus" völlig
auszuhöhlen und umzudrehen, kennen wir bereits von Pegida
Nürnberg und auch die haben die Methode nicht erfunden. "Heimat"-Aktivisten,
darunter deren Bayern-Chef Rainer Hatz, liefen hinter
einem Transpi mit der Parole "Kontrolliert die
Grenzen, nicht euer Volk!". Mehrere "Germania"-Shirts
und eine "White-Power"-Geste belegen, dass nicht
zu wenige "Altrechte" mitliefen. Auf AfD-Seite waren die
üblichen Verdächtigen aus der Region, u.a. Stadtrat
Krestel, zu sehen, aber auch eine größere Gruppe der AfD
Würzburg präsentierte sich stolz im Internet. Weitere
Fake-Inhalte transportierte ein Schild mit der Parole "Wir
sind das Volk" (von der DDR-Bürgerrechtsbewegung
geklaut, aber auch damals schon war diese Parole oft mit
national-völkischen Untertönen aufgeladen).
SpezialistInnen für Rechtsesoterisches (z.B.
Deutschlandfahne mit Jerusalemkreuz, bitte selber
googeln!) und christliche Fundis ("CDU/CSU Gottlose
Lügner") wurden natürlich auch fündig.
Update 2:
Laut nordbayern.de (23.3.25) leugnete die Polizeiführung
zunächst den Einsatz von Schlagstöcken und Pfefferspray
gegen AntifaschistInnen, musste dies aber nach ersten
Presseberichten zugeben ("mehrere Dutzende Male über
den Tag verteilt"). Uns erreichte ein Bericht aus
den Reihen der zweiten angemeldeten Kundgebung (Nähe
Weißer Turm), nachdem einer ihrer Mitstreiter, ein über
60jähriger Mann, ohne Vorwarnung durch einen USKler mit
beiden Händen auf den Boden gestoßen wurde und zum Glück
mit dem Kopf auf seinem Rucksack landete, dabei sei seine
Fahne zerbrochen. Er sei sofort nach Hause gefahren und
sei noch Stunden danach "geschockt" gewesen.
Abschließend sei erwähnt, dass rechte türkische
Nationalisten ("inkl. Fahne und Wolfsgruß")
versuchten, kurdischstämmige TeilnehmerInnen der
Spontandemo zu provozieren.
Update 3:
Am 24. März zitierten die Nürnberger Nachrichten in ihrem
Nürnberger Lokalteil einige StadtbewohnerInnen, die Kritik
an den ständigen rechten Aufmärschen im Stadtgebiet üben
und sich dadurch bedroht fühlen. Zitat: "Ich stand
montags in der Innenstadt und wurde aufs Übelste
angepöbelt". Es wird die Frage gestellt, warum die
Stadt nicht mehr dagegen unternehme.
(22.3.25, ergänzt 23. und 24.3.25)
nordbayern.de ("Rechte Demonstration, Gegenproteste und
Schweigemarsch in Nürnberg: Polizei zieht Bilanz",
23.3.25): hier
klicken!, nordbayern.de ("Große Demonstrationen in
Nürnberg: Bündnis Nazistopp protestiert gegen rechten
Aufmarsch", 22.3.25): hier
klicken!, br.de ("'Gemeinsam für Deutschland'-Demos:
Wenig Zuspruch in Bayern", 22.3.25): hier
klicken!, spiegel.de ("Gegendemonstranten stoppen
Neonazi-Aufmarsch", 22.3.25): hier
klicken!
Nürnberg, 22. März: Auf die Straße gegen rechte
Demonstration! (März 2025)
- mehrfach ergänzt -
Am Samstag, den 22. März soll ein rechter "bundesweiter
Protest" in mehreren Städten, darunter auch in
Nürnberg, stattfinden. Der "Protestmarsch", dessen
Nürnberger Ableger vom sattsam bekannten "Team
Menschenrechte" aufgezogen wird, wirbt mit scheinbar
neutralen Schlagworten wie "parteilos" oder "überparteilich"
um Zulauf.
Wir halten dagegen und mobilisieren zu einer
Gegenkundgebung am Auftaktort der Rechten, nämlich am
Hallplatz ab 13.30 Uhr. Wir werden unsere Kundgebung bis
zum Ende der rechten Demo weiterlaufen lassen! Auf die
Straße! Seid laut!
Neben der "Überparteilichkeit" findet man auf den
Ankündigungs-Memes diverse Parolen, die zur Zeit in der
rechten Szene weit verbreitet sind wie zum Beispiel "flächendeckende
Grenzkontrollen" (wie auch immer das gehen soll),
keine westlichen Waffenlieferungen und sonstige
Unterstützung der Ukraine (von Rußland ist keine Rede)
oder "Wahrung der Meinungsfreiheit" (ein Klassiker
aus der Querdenker-Szene, heißt u.E: Unsere "Meinung" soll
zur Staatsdoktrin werden). Dazu völkisches Gedöns, wie
gehabt ("Schutz der Bevölkerung" sowie "Schluss
mit der Spaltung unserer Gesellschaft") - ein von
den Rechten definierter Teil der Bevölkerung soll
offensichtlich ausgegrenzt werden / politische
Auseinandersetzung und Interessensgegensätze sind nicht
erwünscht.
In Nürnberg organisiert das rechte "Team Menschenrechte"
(TM) die Samstagsdemo. TM hat sich von der Querdenkerei
zur rechten Sammlungsbewegung auf der Straße mit starker
Affinität zur AfD "weiterentwickelt". Mobilisiert wird
auch durch die "Heimat Bayern", also die ehemalige
NPD. Eine Telegram-Gruppe namens "Patrioten in Nürnberg,
Amberg (...)" schreibt in Bezug auf den Samstag: "Auf
geht's, Kameraden!" Das sonstige Internet wirbt für
diverse örtliche Ableger der Aktion am 22. März, unklar,
was da zustande kommt. Auffällig: VeranstalterInnen werden
meist nicht genannt, eine zentrale Homepage nennt keine
presserechtlich Verantwortlichen und ein Teil der
tiktok-Werbung für das rechte Event wirkt wie frisch aus
dem KI-Generator. Einschätzung eines Beobachters auf X: "Beworben
werden die Faschistenmärsche im Wesentlichen von
AfD-Sympathisant*innen bei TikTok".
(Stand 20.3.25)
nn.de ("Protest: Freitag und Samstag wird in Nürnberg
gegen Rassismus demonstriert", 20.3.25): hier
klicken!
Region: Löcher in der vielbeschworenen "Brandmauer"
gegen die AfD auch in unserer Region / Neue Untersuchung
zum Thema (März 2025)
Das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)
veröffentlichte eine Studie, in der untersucht wurde, wie
oft Parteien in kreisfreien Städten und Landkreisen mit
der AfD im Untersuchungszeitraum von Mitte 2019 bis Mitte
2024 zusammenarbeiteten (Link zur Homepage des WZB: hier
klicken!) Berücksichtigt wurden nur direkte
Kooperationen mit der AfD, das heißt die Fälle, in denen
andere Parteien Anträgen der AfD zugestimmt haben.
Die Studie unterscheidet verschiedene Formen der
Kooperation mit der AfD (inhaltliche Kooperation,
personelle Kooperation, organisatorische Kooperation). Von
einer "starken Kooperation" wird gesprochen,
sobald "mindestens zehn Prozent der anwesenden
nicht-AfD Abgeordneten der AfD ihre Stimme geben".
Gesamtergebnis: "Nur" 81% der von der AfD eingebrachten
Anträge wurden abgelehnt. Zwischen West und Ost gibt es
insgesamt prozentual kaum Unterschiede, dennoch wird in
ländlichen Räumen Ostdeutschlands besonders häufig mit der
AfD gestimmt. Die Zahlen für Mittelfranken: Stadt Fürth
25% Kooperation bei 4 AfD-Anträgen, Stadt Ansbach 27,3%
Kooperation bei 11 AfD-Anträgen. In den anderen
untersuchten Regionen Mittelfrankens gab es keine
Kooperation mit der AfD. In Oberfranken wurden eine
relevante Anzahl von Kooperationen im Landkreis Bayreuth
sowie im Landkreis Wunsiedel festgestellt.
(20.3.25)
Nürnberg, 17. März: Mindestens 400 gegen das rechte
"Team Menschenrechte" / "White Power" und
Forderung nach millionenfacher Abschiebung als rechte
Demoparole (März 2025)
- ergänzt -
Wie nn.de (18.3.25) schrieb, protestierten am 17. März
mindestens 400 AntifaschistInnen gegen den allwöchentlich
stattfindenden Demozug des rechten "Team Menschenrechte".
Auf Videoaufnahmen der rechten Demo sind zwei Männer zu
sehen, die den "White-Power"-Gruß zeigen. Der
Hardcore-Block brüllte unter anderem die Parolen "Millionenfach
abschieben" und "Wer Deutschland nicht liebt,
soll Deutschland verlassen".
nn.de ("Demos in der Nürnberger Innenstadt: Polizei setzt
Pfefferspray und Stöcke ein", 18.3.25): hier
klicken!
Höchstadt: "Heil Hitler" und "rechtsextreme
Parolen" (März 2025)
Laut nordbayern.de (16.3.25) rief ein 36-jähriger Mann
mehrfach "Heil Hitler" und skandierte "rechtsextreme
Parolen" vor der Fortuna Kulturfabrik in Höchstadt.
Er wollte Zutritt zu einer Veranstaltung erhalten; Näheres
ist nicht bekannt.
nordbayern.de ("Mehrfach 'Heil Hitler' bei Veranstaltung
gegrölt: Polizei nimmt 36-Jährigen in Mittelfranken fest",
16.3.25): hier
klicken!
Altdorf: Hakenkreuzschmierereien und antilinke Hetze
(März 2025)
Laut nn.de (2.3.25) wurden bei Altdorf neun
Verkehrsschilder und Werbebanner mit Hakenkreuzen und
antilinker Hetze ("Fuck Antifa" und "Fuck
Linke") beschmiert.
nn.de ("9 Schilder bei Altdorf mit Hakenkreuzen
beschmiert", 2.3.25): hier
klicken!
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