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Nürnberg: Hetze gegen Geflüchtete aus der Ukraine nach
Kita-Brand (Mai 2022)
- aktualisiert -
Laut nordbayern.de (30.5.22) wurden nach dem Brand der
Nürnberger Kindertagesstätte Grünewaldstraße Stimmen im
Internet laut, "dass ukrainische Flüchtlinge für das
Feuer verantwortlich seien und die Polizei diesbezüglich
aber nicht ermitteln würde". Die örtliche Polizei
betont, dass kein Hinweis auf Brandstiftung gefunden
worden sei und ermittelt gegen die Social-Media-Lügner
wegen Volksverhetzung.
Wir br.de (31.5.22) schrieb, wurde ein Video auf Youtube,
das die oben genannten Lügen in die Online-Welt
schleuderte, bereits auf Antrag der Polizei gelöscht.
br.de ("Nach Kindergarten-Brand: Polizei lässt
Fake-News-Video löschen", 31.5.22): hier
klicken!, nordbayern.de ("Ermittlung wegen
Volksverhetzung nach verheerendem Kita-Brand in Nürnberg",
30.5.22): hier
klicken!
Nürnberg / Schwabach: Wir trauern um Christel
Hausladen-Sambale (Mai 2022)
Wir trauern um die überregional bekannte Antifaschistin
Christel Hausladen-Sambale. Sie ist vor Kurzem im Alter
von 67 Jahren gestorben. Christel war unter anderem aktiv
für die VVN-BdA und die Schwabacher Initiative für
Demokratie gegen Rechtsextremismus. Sie wurde geschätzt
für ihre freundliche und undogmatische Art.
In der extrem rechten Szene machte sie sich durch ihr
Engagement offensichtlich Feinde: Im Jahr 2015 wurden
direkt vor ihrem Haus die Scheiben ihres dort abgestellten
Autos eingeschlagen und alle vier Reifen zerstochen -
eine, soweit uns bekannt, bisher unaufgeklärte
(mutmaßliche) Nazi-Attacke (weitere Infos: hier
klicken!).
(29.5.22)
Nürnberg: Martin Sichert (AfD) verlässt Bayern - Auf
Nimmerwiedersehen! (Mai 2022)
Der Nürnberger AfD-MdB und örtliche Kreisvorsitzende
Martin Sichert verlässt laut nordbayern.de (24.5.22)
Bayern. Die Gründe sind nicht bekannt. Sein Nachfolger als
Kreisvorsitzender ist Erik Neumayr.
Der Diplom-Kaufmann und gesundheitspolitische Sprecher der
AfD agitierte in seinen Bundestagsreden regelmäßig gegen
sozialstaatliche Regelungen und unterstützte direkt oder
indirekt die Unternehmerschaft, nicht jedoch die
Bedürftigen. Gesundheitspolitisch entwickelte er sich zum
Sprachrohr der "Corona-Rebellen". Auf seiner
Facebook-Seite geht es aktuell gegen das Impfen, für "nationale
Gesundheitspolitik", gegen "Corona-Wahn".
Zudem hetzt der MdB gegen Geflüchtete ("Wir gehen nur
noch arbeiten, um alle Welt zu finanzieren") und
bildet im rechten Meme-Stil PolitikerInnen als Affen ab.
Dazu passend, findet sich auf der Seite auch ein Interview
Sicherts bei Peter Weber, dem rechtspopulistisch
agierenden Unternehmer aus Schwarzenbruck ("Hallo
Meinung").
Da kann man nur sagen: Auf Nimmerwiedersehen!
nordbayern.de ("AfD-Politiker Martin Sichert kehrt Bayern
den Rücken", 24.5.22): hier
klicken!
Lichtenfels (Ofr.): Geldstrafe gegen örtlichen
Organisator der "Corona-Rebellen"-Demos (Mai 2022)
Wie obermain.de (23.5.22) schrieb, verurteilte das
Amtsgericht Lichtenfels einen örtlichen Aktivisten der
"Corona-Rebellen"-Szene zu einer Geldstrafe von 500 Euro.
Laut Gericht habe Bernd Grau, so heißt der Mann, bei einer
unangemeldeten Demo im Januar "zumindest faktisch die
Leitung der Versammlung" innegehabt. Zudem habe er
auf Facebook dafür geworben, so die Zeitung. Das Urteil
ist noch nicht rechtskräftig.
Weitere Bußgeldverfahren gegen Grau und andere
DemoteilnehmerInnen sollen noch folgen.
obermain.de ("500 Euro Geldbuße wegen Corona-Demo in
Lichtenfels", 23.5.22): hier
klicken!
Burgkunstadt / Coburg: Maskenverweigerer wegen
Hausfriedensbruch verurteilt (Mai 2022)
Wie obermain.de (24.5.22) berichtete, verurteilte das
Landgericht Coburg einen 65-jährigen Maskenverweigerer
wegen mehrfachen Hausfriedensbruchs zu einer Geldstrafe.
Er betrat laut Artikel diverse Supermärkte in Burgkunstadt
ohne Maske, pöbelte zudem MitarbeiterInnen und KundInnen
an, randalierte und zerschlug Getränkepackungen auf dem
Kassenband. Das Urteil ist vermutlich noch nicht
rechtskräftig.
Spaßig: Weder der Angeklagte noch sein Anwalt, der
Szeneanwalt Ralf Ludwig, erschienen zur Verhandlung,
obwohl sie diese selbst angestrengt hatten.
obermain.de ("Maskenverweigerer droht eine saftige
Rechnung", 24.5.22): hier
klicken!
Nürnberg, 23. Mai: Rechtsoffene "Corona-Rebellen"
schon wieder mit Pegida- und AfD-Support, diesmal plus
Gerd Ittner, Holocaustleugner (Mai 2022)
Die rechtsoffenen "Corona-Rebellen" vom "Team
Menschenrechte Nürnberg" zogen heute mit etwa 400 Menschen
unter anderem durch den Nürnberger Stadtteil Johannis. Mit
dabei: Holocaustleugner Gerd Ittner, AfD-Stadtrat
Willibald Schlesinger, drei ehemalige
Pegida-Nürnberg-AktivistInnen, einer davon am
Fronttransparent. Ittner lief zeitweise nicht weit
entfernt von den selbsternannten "Freien Linken".
(23.5.22)
Nürnberg: Urteil gegen ehemaligen AfD-Rechtsaußen
wegen Nötigung ist rechtskräftig (Mai 2022)
- aktualisiert -
Wie uns mitgeteilt wurde, ist das Urteil gegen den
ehemaligen Freiburger Stadtrat und ehemaligen
AfD-Rechtsaußen Dubravko Mandic wegen Nötigung nun
rechtskräftig. Er wurde vom Landgericht Nürnberg-Fürth im
Juli 2021 zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen à 120
Euro verurteilt. Das Bayerische Oberste Landesgericht
verwarf Ende März 2022 seine Revision als unbegründet (wir
berichteten mehrfach). Im Zuge einer jüngsten weiteren
Verurteilung Mandics wegen Körperverletzung (hier
klicken!) wurde die Geldstrafe wohl umgewandelt in
eine Verlängerung der Bewährungsstrafe um einen Monat. Ob
dieses Urteil bereits rechtskräftig ist, entzieht sich
unserer Kenntnis.
Die Vorgeschichte: Am 4. Mai 2019 trafen sich im
mittelfränkischen Greding zahlreiche Rechtsaußenfans der
AfD. Das "Süddeutsche Flügeltreffen" mit
Starredner Björn Höcke machte damals Schlagzeilen, weil in
der Halle unter anderem "Deutschland Deutschland über
alles" gesungen wurde. Den JournalistInnen vor der
Veranstaltungshalle wurde zunächst ein LKW vor die
Kameralinsen gefahren. Nachdem sich diese neben das
Fahrzeug begeben hatten und weiter ihrer Arbeit
nachgingen, wurden die Reaktionen gröber. Der oben
erwähnte Mandic, in Freiburg als Rechtsanwalt tätig,
attackierte die BeobachterInnen, besonders eine Nürnberger
Fachjournalistin, der er das Smartphone entriss. Nur mit
Hilfe der Polizei bekam sie es wieder zurück; sie
erstattete Anzeige.
(20.5.22)
Bayern: Zweiter NSU-Untersuchungsausschuss startet
(Mai 2022)
- aktualisiert -
Nun steht es fest: Ein zweiter bayerischer
NSU-Untersuchungsausschuss ist eingesetzt und nimmt seine
Arbeit auf. Ein umfangreicher Fragenkatalog (hier
klicken!) soll in den nächsten fünfzehn Monaten
abgearbeitet werden. Strittig waren laut br.de (19.5.22)
im Vorfeld vor allem Fragen zu Aktivitäten von V-Leuten
des Verfassungsschutzes, d.h. vom Staat bezahlten
Neonazis, die als Spitzel agieren (sollen).
Wir hoffen auf weitere Aufklärung der NSU-Verbrechen,
zweifeln jedoch nach wie vor an der
Aufklärungsbereitschaft der zuständigen
Verwaltungsbehörden. Wir werden auf unserer Homepage
berichten, sobald sich interessante Neuigkeiten ergeben
haben.
Die kritische Bilanz des ersten bayerischen
NSU-Untersuchungsausschusses auf der Homepage von NSU
Watch: hier
klicken!
suddeutsche.de ("'Es wird keinen Schlussstrich geben'",
19.5.22): hier
klicken!, br.de ("Zweiter NSU-Untersuchungsausschuss
startet im Landtag", 19.5.22): hier
klicken!
Nürnberg: Die rechtsoffenen "Corona-Rebellen" vom
"Team Menschenrechte" verbreiten Fake-News - Kein
Hitlergruß der ESC-Gewinner (Mai 2022)
Nein, der ESC ist eigentlich nicht unser Thema. Aber wenn
auf diversen rechten Kanälen 5-Sekunden-Clips der
ukrainischen Band Kalush Orchestra verbreitet werden, die
sich angeblich mit Hitlergrüßen vom Publikum verabschiedet
und diese Fake-News auch noch von der rechtsoffenen
Gruppierung "Team Menschenrechte Nürnberg" auf deren
Telegram-Account geteilt werden, dann eben schon.
Bei der Betrachtung anderer Aufnahmen wird deutlich, dass
die oben erwähnten Clips bearbeitet wurden und der obere
Rand, inklusive Fähnchen, abgeschnitten wurde. Somit kann
man nicht (mehr) sehen, dass der Sänger mit gespreizten
Fingern winkend die Bühne verlässt.
(16.5.22)
Nürnberg: Pro-Russland-Kundgebung with a little help
of "Team Menschenrechte"? / AfD-MdL Mang unter den
TeilnehmerInnen (Mai 2022)
- mehrfach aktualisiert -
Laut uns zugegangenen Informationen wurde die heutige
Pro-Russland-Kundgebung auf der Wöhrder Wiese in Nürnberg,
an der etwa 100 Menschen teilnahmen, aus der rechtsoffenen
Nürnberger Querdenker-Szene heraus unterstützt. Zu sehen
war ein einschlägig bekanntes Auto, auf dem bzw. um das
herum die Lautsprecheranlage installiert war. Auch ein
Redner aus dem Umfeld von "Team Menschenrechte" trat auf.
Auf der Kundgebung wurden laut nordbayern.de (15.5.22)
unter anderem die vermeintliche allgemeine Bevorzugung
ukrainischstämmiger Geflüchteter und eine vermeintliche
generelle Benachteiligung russischstämmiger Menschen in
Deutschland beklagt. Ein Teilnehmer trug eine umgedrehte
Deutschland-Flagge, zu Pegida-Zeiten auf rechten
Veranstaltungen häufig zu sehen. Unter den TeilnehmerInnen
war auch der bayerische AfD-MdL Ferdinand Mang.
Zwei TeilnehmerInnen der Gegenkundgebung kassierten laut
infranken.de (15.5.22) Strafanzeigen wegen des Verdachts,
Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verwendet
zu haben. In einem Fall sei auf einem Plakat Putin mit
Hitler gleichgesetzt worden.
nordbayern.de ("Nürnberger Russen zeigen Flagge für
Solidarität und gegen Krieg", 15.5.22): hier
klicken!
Ansbach: Die tägliche Hetze auf dem Telegram-Kanal der
Ansbacher "Corona-Rebellen" - Reichsbürgerschmarrn,
QAnon-Verschwörungserzählungen, rechte Hetze, dazu Omas
Rezepte (Mai 2022)
Im Durchschnitt 250 Beiträge pro Tag im Telegram-Kanal von
"Ansbach steht auf", den Ansbacher "Corona-Rebellen": Da
können vermutlich nicht mal die Nürnberger KollegInnen
mithalten. Reichsbürgerschmarrn,
QAnon-Verschwörungserzählungen, rechte Hetze von den
"Freien Sachsen", dazu "Omas Rezepte", und das am
laufenden Band. Es ist zu vermuten, dass da vieles
automatisiert gepostet wird.
Als inhaltliches Beispiel ein Auszug aus einem arg
reichsbürgerischen Text: "Jeder von uns weiß, wir sind
nur frei wenn wir uns mit den Vorfahren verbinden können
und das heißt das deutsche Reich 1871-1918 wieder
handlungsfähig machen und unsere Verfassung 1871 in
Kraft zu setzen, erst danach ist es erst möglich die
Verfassung anzupassen und das deutsche Reich zu
modernisieren um es dem Stand der Technik anzupassen und
vorallem unsere Wirtschaft wieder anzukurbeln das alle
Menschen wieder leben können.
Russland wird als Freund an unsere Seite stehen und uns
helfen als Freund, es wird entlich eine Symbiose
entstehen wo diese Welt schon lange drauf wartet"
(15.5.22, Fehler im Original).
Passend dazu wollen sich die Ansbacher Schwurbler heute
"spontan" versammeln, ohne Versammlungsanzeige, dafür mit
Grafiken im Internet beworben, inklusive Uhrzeit und
Treffpunkt.
(16.5.22)
Bayreuth: Hitlergruß, "Heil Hitler", Pöbelei
gegen PassantInnen (Mai 2022)
Laut bayreuther-tagblatt.de (15.5.22) lief in Bayreuth ein
40-jähriger Mann aus dem Landkreis Bayreuth durch die
Fußgängerzone. Dabei zeigte er den Hitlergruß, rief "Heil
Hitler" und drohte PassantInnen Schläge an.
bayreuther-tagblatt.de ("Hitlergruß gezeigt: Mann in
Bayreuth ruft 'Heil Hitler' und pöbelt Fußgänger
an", 15.5.22): hier
klicken!
Nürnberg, 9. Mai: "Corona-Rebellen" machen jetzt auf
Friedensbewegung - Neuauflage der rechtsoffenen
Montagsmahnwachen von 2014 / 2015 ? / Kleine
Gegenkundgebung wurde übelst beschimpft: "Arbeiterverräter"
(Mai 2022)
Nach der Parole "Klimawahn" (2.4.22, Ansbach) nun
"Peace" auf dem Fronttransparent von "Team
Menschenrechte Nürnberg am letzte Montag: Die
rechtsoffenen "Corona-Rebellen" sind offensichtlich auf
der Suche nach neuen Themen. Auch "Querdenken 911
Nürnberg" engagiert sich einschlägig und ruft für
kommenden Sonntag zu einer Russland-Soli-Demo auf. Haben
wir es nun mit einer Neuauflage der rechtsoffenen
Montagsmahnwachen (2014 / 2015) zu tun? Wir werden sehen.
Ganz schön unfriedlich ging es auf jeden Fall am Rande der
"Peace"-Demo von "Team Menschenrechte Nürnberg" zu:
Eine kleine Gruppe von GegendemonstrantInnen in der
Wilhelm-Spaeth-Straße, die beim Vorbeidefilieren der
SchwurblerInnen lediglich mit den Daumen nach unten
zeigte, wurde unter anderem als Kriegstreiber und "Arbeiterverräter"
beschimpft (letzteres aus den Reihen der selbsternannten
"Freien Linken"). Hä? Was ist mit denen los?
(10.5.22)
Nürnberg: Hakenkreuzsprüherei in der Nähe des
Messezentrums (Mai 2022)
Laut infranken.de (10.5.22) sprühten Unbekannte ein
Hakenkreuz auf den Asphalt der Parkanlage des Nürnberger
Messezentrums.
Nürnberg: Hetzausstellung "Galerie des Grauens"
wurde nun auch in Nürnberg gezeigt (Mai 2022)
Am vergangenen Samstag wurde die impfkritische - oder
besser: das Impfen gegen Corona verteufelnde - Ausstellung
"Galerie des Grauens" nun auch vor der Lorenzkirche
in Nürnberg gezeigt. Das Nürnberger "Team Menschenrechte"
bewarb die Veranstaltung und war auch vor Ort präsent.
Infos zur Ausstellung und zu deren Initiator Peter Ganz
finden sich unter anderem hier
und hier.
(10.5.22)
Nürnberg: Briefkastenfirmen in der Frankenstraße 152:
"Eltern stehen auf" und Peter Webers "Hallo
Meinung" (Mai 2022)
Laut nn.de (10.5.22) sowie der Printausgabe der Nürnberger
Nachrichten vom selben Tag haben der
"Corona-Rebellen"-Verein "Eltern stehen auf" und "Hallo
Meinung - Gesellschaft für freies Denken und politische
Einflussnahme" des rechtspopulistisch tönenden
Schwarzenbrucker Unternehmers Peter Webers eines
gemeinsam: Sie verfügen über eine Postadresse in der
Frankensraße 152 in Nürnberg, sind aber dort nicht
anzutreffen, weder als Briefkasten noch als Büro. Der
Vereinssitz von "Eltern stehen auf" befinde sich
in Nieder-Olm (Rheinland-Pfalz) und wo Herr Weber seine
Videos produziere, wisse man nicht.
Für diesen klandestinen Service - die Post an beide
Organisationen käme auf jeden Fall an - sorgt eine Firma,
die "Deutsche Bureau AG", so der nn.de-Artikel.
(10.5.22)
Nürnberg, 2. Mai: "Corona-Rebellen" mit Pegida- und
AfD-Support (Mai 2022)
Nach dem 1.-Mai-Desaster der "Corona-Rebellen"-nahen
"Freien Linken" (25 BesucherInnen) kam das rechtsoffene
"Team Menschenrechte Nürnberg" am darauffolgenden Montag
auf seine derzeitige Mobilisierungsstärke von 1000 Leuten.
Am Fronttransparent ("Gemeinsam für Grundrechte,
Frieden, Freiheit, Demokratie und Zusammenhalt. Gegen
Faschismus und Ausgrenzung") passenderweise gleich
ein Mann, der häufig auf den Demos von Pegida Nürnberg zu
sehen war. Und schön verteilt im Zug drei große AfD-Herzen
mit der Aufschrift "Gesund ohne Zwang". Den
Abschluss bildete der Rikschafahrer, der in der
Vergangenheit mit Fahne
mit großem "Eisernen Kreuz" auffiel und sich in
einer Rede als Fan des rechtsradikalen brasilianischen
Staatschefs Jair Bolsonaro outete. Diesmal gab es Musik
mit Text von Manfred Asal (Auszug: "Menschenrechte /
Treten, die Verfassung außer Kraft / Mit einem Chip im
Körper / Ist man besser überwacht".
(6.5.22)
Nürnberg, 30. April: Antisemitische Aussagen und
Darstellungen bei propalästinensischer Kundgebung (Mai
2022)
Laut RIAS Bayern (4.5.22, Facebook) versammelten sich am
30. April etwa 70 Menschen auf dem Nürnberger Jakobsplatz
zum Thema "Menschenrechte im Nahen Osten". Dort
waren "mehrere antisemitische Aussagen und
Darstellungen" zu sehen.
So habe eine Teilnehmerin ein Schild mit dem Text "From
the river to the sea – Palestine will be free"
gezeigt, ganz offensichtlich der Wunsch, der Staat Israel
möge von der Landkarte verschwinden. Ein Redner sagte, man
könne als Araber kein Antisemit sein, denn: "Wir
Araber sind selber Semiten". Dagegen wurde "Zionismus"
via Parole mit "Faschismus" gleichgesetzt.
(6.5.22)
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