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Nürnberg, 29. Mai: 107 gegen BR-"Wahlarena", die der
AfD leider ein Podium bot (Mai 2024)
107 Menschen waren heute gegen die "Wahlarena" des
Bayerischen Rundfunks auf der Straße. Das waren mehr als
drinnen Gäste anwesend waren. Und das war gut so. Unsere
Kritik war eindeutig: Ein Podium für die AfD hilft in
jedem Fall nur dieser Partei. Insofern sind diejenigen zu
kritisieren, die dies aktiv (Bayerischer Rundfunk) und
passiv (SPD/FW) durch Teilnahme ermöglichten.
 
Nürnberg, 29.5.24: Protest gegen AfD und BR-"Wahlarena"
(Fotos: Nürnberger Bündnis Nazistopp)
Vor Ort wurde eingeschätzt: "Dem BR ist immerhin
zugute zu halten, dass sich Chefredakteur Christian
Nitsche und Chef vom Dienst Sebastian Kemnitzer direkt
der Diskussion mit uns stellten. Hier wurde erneut
deutlich, dass der pure Rückzug auf juristische
Positionen keine politischen Probleme lösen kann. Wir
bauen daher auf die vorhandenen kritischen Stimmen auch
im BR-Kolleg*innenkreis und eine Neubewertung des
Auftrags der Rundfunkanstalt zur Förderung der
Demokratie. Wir bauen auch auf weitere Diskussionen
innerhalb der SPD zu der Fehlentscheidung, am Podium
teilzunehmen und haben uns daher besonders über die
engagierte Unterstützung der Jusos bei unserer
Versammlung gefreut".
Im Saal lief es hingegen erwartungsgemäß: Durch
Bagatellisierungen und irreführende Wiedergaben des
eigenen Wahlprogramms gelang es AfD-Mann Buchheit, das
Bild des Saubermannes in einer ganz normalen Partei zu
vermitteln. Positiv erwähnenswert war allenfalls der
engagierte Auftritt eines Antifaschisten aus dem Publikum,
der offen Kritik an BR und AfD übte, was der Moderation
erkennbar zuwider war.
(29.5.24)
Nürnberg, 29. Mai: Keine Bühne der AfD! Gegen den
Auftritt von AfD-Hardliner Buchheit in der "Wahlarena"
des Bayerischen Rundfunks! Auf die Straße! / Wir fordern
MitdiskutantInnen von der SPD und den freien Wählern
auf, von der Teilnahme zurückzutreten (Mai 2024)
- mehrfach aktualisiert -
Nachdem sich AfD-Hardliner Petr Bystron zurückgezogen hat
oder zurückgezogen wurde, sieht sich der Bayerische
Rundfunk weiterhin veranlasst, im Vorfeld der Europawahlen
der AfD am Mittwoch, den 29. Mai beim Format
"BR24-Wahlarena" in Nürnberg eine Bühne zu bieten. Bystron
soll nunmehr durch den AfD-Europaabgeordneten Markus
Buchheit ersetzt werden. Wir sind entsetzt und meinen: Keine
Bühne der AfD!
Kommt zur Mahnwache an den Eingang des BR,
Wallensteinstraße / Ecke Dieckmannstraße: 29.05.2024,
18:45 Uhr bis 19:45 Uhr. Auf die Straße!

Update 1: Nachdem sich der BR skandalöserweise
verpflichtet fühlt, auch der extrem rechten AfD und deren
Kandidaten Bystron ein Podium zu bieten, haben wir die
vorgesehenen MitdiskutantInnen Thomas Rudner (SPD) und
Christine Singer (Freie Wähler) sowie deren Parteien
aufgefordert, von der Teilnahme zurückzutreten.
Update 2: Thomas Rudner wird nicht mit Bystron auf
einem Podium sitzen, wie zu erfahren war. Ungeklärt ist
nach wie vor, was passieren wird, wenn die AfD Bystron
zurückzieht und eine/n andere/n AfD-Hetzer/in aufs Podium
setzt.
Update 3: Stand 26. Mai hält der BR weiter an der
Durchführung seiner "Wahlarena" mit der AfD fest, nunmehr
mit MdEP Markus Buchheit. Nach der Absage von Bystron ist
weiterhin unklar, ob Rudner und / oder Singer auf dem
Podium sitzen werden. Wir sagen "Das ist eine
schädliche Veranstaltung", fordern deren Absage und
werden am kommenden Mittwoch vor dem BR-Studio wie
angekündigt protestieren.
(Stand 26.5.24)
Herrieden: Hakenkreuze auf der Fahrbahn (Mai 2024)
Laut nordbayern.de (27.5.24) wurden im mittelfränkischen
Herrieden zwei größere Hakenkreuze auf die Straße
geschmiert.
nordbayern.de ("Hakenkreuze bei Ansbach auf die Straße
gemalt - Staatsschutz ermittelt", 27.5.24): hier
klicken!
Erlangen: Rassistische Parolen auf der Bergkirchweih
(Mai 2024)
Laut br.de (25.5.24) skandierten zwei jüngere Männer in
einer Kneipe auf dem Festgelände der Erlanger
Bergkirchweih nach mittlerweile sattsam bekanntem Muster
die rassistische Parole "Ausländer raus" zur
Melodie "L'amour toujour" von Gigi D'Agostini.
Nicht zum ersten Mal in unserer Region: In den letzten
Monaten gab es ähnliche Vorfälle in Unterpreppach, Weiden,
Höchstadt/Aisch und Greding (wir berichteten).
br.de ("'Ausländer raus'-Rufe auf Bergkirchweih:
Staatsschutz ermittelt", 25.5.24): hier
klicken!
Eichstätt: 40-Jähriger verprügelte iranischstämmige
Frauen (Mai 2024)
Wie br.de (25.5.24) schrieb, griff ein 40-jähriger Mann in
Eichstätt zwei iranischstämmige Frauen an und verletzte
diese. Zudem habe er seine Opfer "mit
ausländerfeindlichen Parolen beschimpft".
(Quelle: br.de-Artikel im Beitrag weiter oben)
Hersbruck: Knapp 100 gegen AfD-Infostand am Oberen
Markt (Mai 2024)
Trotz kurzfristiger Mobilisierung demonstrierten am 25.
Mai knapp 100 HersbruckerInnen gegen einen AfD-Infostand
am Oberen Markt.
 
Hersbruck, 25.5.24: Protest gegen AfD-Infostand (Fotos:
Nürnberger Bündnis Nazistopp)
In einer Pressemitteilung des Bündnisses "Hersbruck ist
bunt" heißt es unter anderem: "Ein Redner des
Bündnisses (...) nahm Bezug auf die zahlreichen
Skandale, in die die AFD auch in den letzten Wochen
wieder verwickelt war (Annahme von Finanzmitteln aus
Russland und China,
Spionagevorwürfe, die Verurteilung von Bernd Höcke wegen
der Verwendung von NS-Parolen). Diese seien aber nur
Beispiele für die menschenverachtende Politik, die von
der rechtsradikalen Partei vertreten wird. Rassismus,
Sexismus, Queerfeindlichkeit, Interessenpolitik für die
Reichen und Leugnung des Klimawandels – das alles stehe
für
die radikale Menschenfeindlichkeit der AFD".
(25.5.24)
Nürnberg: AfD Nürnberg sammelt Geld für Höcke (Mai
2024)
Seit einigen Tagen auf der Facebook-Seite der AfD Nürnberg
nachzulesen: "Kampf um die Meinungsfreiheit / Ein
Spendenaufruf der AfD Thüringen", darunter ein
Höcke-Foto, eine Kontonummer und eine weitere Parole: "Bitte
unterstützen Sie unseren Kampf für das Recht mit Ihrer
Spende!"
Welche Art von "Meinungsfreiheit" und welches "Recht"
damit gemeint sein könnten? Das Recht, mit NS-Parolen um
sich zu werfen? Ein ganz neues Rechtssystem, mit dem die
Abstammung wieder in den Mittelpunkt gestellt und
Minderheiten radikal ausgegrenzt werden? In erster Instanz
ist der Thüringen AfD-Landeschef und neurechte
Redenschwinger jedenfalls wegen des Verwendens einer
verbotenen NS-Parole zu einer Geldstrafe in Höhe von 100
Tagessätzen verurteilt worden (hier
klicken!). Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Man kann sich sicher sein, dass die zahlreichen gut
betuchten Förderer der AfD kein Problem damit haben
werden, die Summe von 13000 Euro aufzubringen, die der
Chef bezahlen soll.
(25.5.24)
Zirndorf, 16. Mai: 200 auf der Straße gegen die AfD! /
"Menschenrechte statt rechte Menschen" (Mai 2024)
Am 16. Mai demonstrierten etwa 200 Menschen vor der
städtischen Paul-Metz-Halle in Zirndorf gegen eine
Hallenveranstaltung der AfD. Eines der Transparente trug
den Slogan: "Menschenrechte statt rechte Menschen".

Zirndorf, 16.5.24: Gegen die AfD! (Foto: Nürnberger
Bündnis Nazistopp)
Am Rande der Gegendemo waren zehn rechte Aktivisten rund
um das "Team Menschenrechte Nürnberg" (TM) zu sehen.
Nachdem ihre wöchentliche Montagsdemo in Nürnberg
zunehmend schrumpft (zuletzt 50 TeilnehmerInnen), scheinen
sie sich zunehmend auf provozierende Gegenaktionen zu
spezialisieren. Mitten unter den TM-Leuten auch eine
langjährige frühere Aktivistin der rassistischen Truppe
von "Pegida Nürnberg".
(17.5.24)
Nürnberg: Hakenkreuz und "antisemitischer
Schriftzug" auf Bücke (Mai 2024)
Laut nordbayern.de (15.5.24) sprühten Unbekannte ein
Hakenkreuz und einen "antisemitischen Schriftzug"
auf eine Brücke im Nürnberger Westen.
nordbayern.de ("Großer antisemitischer Schriftzug und
Hakenkreuz auf Nürnberger Brücke gesprüht", 15.5.24): hier
klicken!
Bad Windsheim: Hakenkreuz in der Nähe des Denkmals für
die ermordeten Juden und Jüdinnen (Mai 2024)
Laut flz.de (14.5.24) wurde ein Pfosten in der Nähe des
Denkmals für die in der Nazizeit ermordeten Juden und
Jüdinnen in Bad Windsheim mit einem Hakenkreuz beschmiert.
flz.de ("Goldenes Hakenkreuz in Bad Windsheim: Polizei
sucht Zeugen", 14.5.24): hier
klicken!
Fürth: Hakenkreuze auf dem Abenteuerspielplatz (Mai
2024)
Wie uns mitgeteilt wurde, wurden auf den
Abenteuerspielplatz am Sternstundenkindergarten in Fürth
Hakenkreuze gesprüht.
(14.5.24)
Erlangen, Kronach: Protestaktionen gegen rechts (Mai
2024)
Die große Demowelle gegen die AfD ist zwar abgeebbt,
dennoch finden im Vorfeld der Europawahl erfreulicherweise
immer wieder Aktionen gegen den rechten Ansturm statt, so
am 11. Mai in Erlangen (kleinerer Protest gegen einen
AfD-Infostand, Aktion Courage sowie Antifa-Café) und im
oberfränkischen Kronach (250 demonstrierten "gegen
Rechtsradikalismus", Omas gegen rechts).
Quellen: nn.de, np-coburg.de vom 11.5.24)
(13.5.24)
Pappenheim: Hakenkreuz, Sigrune und rechte Parolen im
Stadtpark (Mai 2024)
Laut infranken.de (10.4.24) sprühten Unbekannte im
Pappenheimer Stadtpark ein Hakenkreuz, eine Sigrune sowie
mehrere extrem rechte Parolen unter anderem auf Parkbänke
und Bäume.
infranken.de ("Pappenheim: Mehrere Graffiti in Pappenheim
gesprüht - Zeugen gesucht", 10.5.24): hier
klicken!
Zirndorf: Naziparole auf Fahrzeug von Subunternehmen
der Deutschen Bahn (Mai 2024)
Wie Fürther Nachrichten (7.5.24, Printausgabe) schrieben,
war auf einer Baustelle der Deutschen Bahn (DB) bei
Zirndorf ein Firmenfahrzeug mit der Nazi-Parole "Führerhaus
- Fahrer spricht Deutsch" unterwegs. Nach
Konsequenzen befragt, habe ein Bahnsprecher zwar die
Entfernung des konkreten Stickers verkündet, sich aber
ansonsten bedeckt gehalten. Die Firma habe sich "von
jeglicher rechtsradikaler Gesinnung distanziert".
Derartige Sticker werden von Nazi-Versandfirmen vertrieben
und sind in den letzten Jahren bundesweit häufiger
aufgetaucht (hier
klicken!).
Nürnberg: Europakandidat der FDP Nürnberg gibt
rechtsgerichtetem Medium Interview (Mai 2024)
Philipp Oelschlegel, Europakandidat der Nürnberger FDP,
stellte sich für ein Interview mit dem rechtspopulistisch
agierenden Schwarzenbrucker Ex-Unternehmer Peter Weber ("Hallo
Meinung") zur Verfügung. Auf Webers Medienseiten
wurde Oelschlegel als "interessanter junger Politiker"
bezeichnet; der Interviewer war sichtlich zufrieden mit
seinem öffentlich zelebrierten Kontakt zur bürgerlichen
Mitte.
(7.5.24)
Nürnberg: Antifaschistin verhaftet - droht
Auslieferung ins rechtsautoritär regierte Ungarn? (Mai
2024)
Wie verschiedene Medien (6.5.24) berichteten, wurde in
Nürnberg eine linke Antifaschistin verhaftet. Im Stadtteil
Gostenhof gab es eine mehrstündige Hausdurchsuchung;
Straßen sollen abgesperrt worden sein. Angeblich soll die
Frau Mitglied einer kriminellen Vereinigung sein und im
Februar 2023 in Ungarn Neonazis attackiert haben, die an
einem jährlich stattfindenden SS-Gedenkmarsch teilnahmen.
Möglicherweise droht die Auslieferung ins rechtsautoritär
regierte Ungarn, dessen Justizsystem rechtsstaatlichen
Maßstäben nicht genügt.
Noch am Tag der Verhaftung fand eine
Solidaritätsdemonstration mit hunderten TeilnehmerInnen
statt.
merkur.de ("Festnahme in Nürnberg: Hat linke Aktivistin
(29) Neonazis verprügelt? Fall erinnert an Staatsaffäre in
Italien", 8.5.24): hier
klicken!, taz.de ("Autonome in Nürnberg
festgenommen", 7.5.24): hier
klicken!, br.de ("Nürnberg: Linksradikale verhaftet
– Bundesanwalt ermittelt", 6.5.24): hier
klicken!, nordbayern.de ("Böller und Pyrotechnik
gezündet: Demo nach Festnahme einer linken Aktivistin in
Nürnberg", 6.5.24): hier
klicken!
Dietfurt: Demo gegen rechts in der zeitweiligen
Nazi-Hochburg (Mai 2024)
Wie neumarktonline.de (6.5.24) schrieb, versammelten sich
in der Stadt Dietfurt am vergangenen Wochenende etwa
sechzig Menschen, um auf Einladung des Oberpfälzer
Bündnisses für Toleranz und Menschenrechte gegen rechts zu
demonstrieren. Dietfurt war zeitweise eine Nazihochburg (hier
klicken!). Weitere Infos sind im verlinkten Artikel
zu finden.
neumarktonline.de ("Gegen rechts demonstriert", 6.5.24): hier
klicken!
Erlangen: 68-Jähriger wegen Volksverhetzung zu
Geldstrafe verurteilt (Mai 2024)
Laut nn.de (3.5.24) wurde ein 68-jähriger Erlanger wegen
Volksverhetzung und Beleidigung zu einer Geldstrafe von 90
Tagessätzen verurteilt. Er hatte im Internet
Grünen-Politikerinnen als "parasitäre Faschisten"
beschimpft und einer von ihnen ein erfundenes Zitat
zugeschrieben. Ob das Urteil bereits rechtskräftig ist,
wissen wir nicht.
nn.de ("Volksverhetzung: Erlanger beschimpft Grüne als
'parasitäre Faschisten' und muss dafür zahlen", 3.5.24): hier
klicken!
Ebern/Unterpreppach (Ufr.) sowie Weiden (Opf.):
Rassistische Hetze in einer Landdisko und auf einer
Party der FDP-Parteijugend (April / Mai 2024)
Im unterfränkischen Unterpreppach (Stadtteil von Ebern)
wurde in der Disko "Kaiser" rassistische Hetze verbreitet.
Wie bereits im Januar in Greding und im Februar in
Höchstadt/Aisch wurden zu dem Song 'L'amour toujours' von
Gigi D'Agostino rechte Parolen skandiert (in Greding war
es die Nazi-Parole "Deutschland den Deutschen,
Ausländer raus").
Ergänzung: Laut br.de (3.5.24) sollen während einer
Party nach einem Landeskongress der FDP-Parteijugend in
Weiden mehrere Mitglieder nach dem oben skizzierten Muster
"Deutschland den Deutschen, Ausländer raus" gegrölt
haben. Die Jungliberalen sprechen von zwei Rassisten, die
aus Verband und Partei fliegen sollen, die Süddeutsche
Zeitung (4.5.24, Printausgabe) schreibt von Informationen,
nach denen "mindestens sieben" Julis bzw.
FestbesucherInnen an der rassistischen Hetze beteiligt
gewesen sein sollen.
Quellen: Eigene Berichterstattung, mainpost.de,
Süddeutsche Zeitung sowie nordbayern.de ("Nazi-Parolen in
fränkischer Disko? Polizei ermittelt wegen Volksverhetzung
und sucht Zeugen", 29.4.24): hier
klicken! und br.de ("Rechtsextreme Parole bei
FDP-Nachwuchs – Landeschef 'schockiert'", 3.5.24): hier
klicken!
Weidenberg (Lkr. Bayreuth): AfD sagte Wahlkampftermin
mit EU-Spitzenkandidat Maximilian Krah ab / Gegenprotest
ebenfalls abgesagt / Krah trat auch am 2. Mai in
Höchstadt nicht auf (April / Mai 2024)
- mehrfach aktualisiert -
Laut diversen Medienberichten (26.4.24) sagte die AfD
einen Wahlkampftermin mit EU-Spitzenkandidat Maximilian
Krah im oberfränkischen Weidenberg (Lkr. Bayreuth) ab.
Eine vom DGB geplante Gegendemo wurde daraufhin ebenfalls
abgesagt.
Auch am 2. Mai in der städtischen Kulturfabrik Fortuna in
Höchstadt / Aisch tauchte Krah nicht auf. Dort fand eine
Gegenkundgebung vor der Halle unter dem Motto "Kein Kreuz
den Faschisten – Der AFD den Wahlkampf vermiesen" mit mehr
als 200 TeilnehmerInnen statt (nn.de 2.5.24 und 3.5.24
sowie fraenkischertag.de 3.5.24). Wie Nürnberger
Nachrichten (3.5.24, Printausgabe) schrieben, wurde einer
Journalistin des Medienhauses der Zutritt zum
Wahlkampfauftakt verwehrt. Bezeichnend für die rechte
Partei.
Aktueller Grund für die Absagen Krahs könnte die
Spionagaffäre sein, in die sein Mitarbeiter Jian G.
verwickelt zu sein scheint.
Maximilian Krah war im März 2023 Referent im Haus der
extrem rechten Burschenschaft Frankonia in Erlangen. Im
September 2023 flog die AfD aus einer Erlanger Gaststätte.
Bei der AfD-Versammlung mit radikalem Publikum sollte
ebenfalls Krah sprechen. In beiden Fällen gab es
energischen Gegenprotest (wir berichteten).
np-coburg.de ("AfD sagt Wahlkampftermin mit Krah in
Oberfranken ab", 26.4.24): hier
klicken!
Allersberg: Skandalöse Straßenbenennung nach einem
SA-Mann weiter umstritten / Kreative
Umbenennungsvorschläge platziert (Mai 2024)
- aktualisiert -
Wie uns mitgeteilt wurde, haben Unbekannte die
Allersberger Wilhelm-Burkhardt-Straße kreativ umbenannt,
beispielsweise als Anne-Frank-Weg.

Allersberg: Aktueller Vorschlag für eine
Straßenumbenennung (Foto: privat)
Laut nn.de (1.5.24, Paywall) steht das Projekt
"Nazi-freies Allersberg" hinter der Aktion. Neben
Anne-Frank-Weg wurden die Straßennamen Weiße-Rose-Weg
sowie Waligoraweg vorgeschlagen (Stanislav Waligora war
ein polnischer Zwangsarbeiter, der kurz vor Weihnachten
1941 in Allersberg gehängt wurde, weil er sich in eine
deutsche Frau verliebt hatte und sie sich in ihn). Man
solle Opfer ehren, nicht die Täter, wird die Initiative
zitiert.
Die Vorgeschichte: In Allersberg geht es fast 80
Jahre nach Kriegsende nicht etwa um eine übrig gebliebene
Nazi-Altlast. Nein, es geht um Wilhelm Burkhardt (1896 -
1949), nach dem trotz regionaler und überregionaler
Proteste eine Straße in einem Neubaugebiet benannt wurde.
Der Beschluss des Gemeinderats erfolgte 2021; vor Kurzem
wurden die Straßenschilder aufgestellt. Der frühere
SA-Mann war nach Kriegsende ein paar Monate Bürgermeister.
Es ist nach wie vor unklar, wofür er geehrt wird (wir
berichteten).
(1.5.24)
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