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Nürnberg: Durchsuchung wegen Holocaustleugnung
(November 2022)
Laut verschiedenen Medienberichten (30.11.22) kam es im
Rahmen einer bundesweiten Polizeiaktion gegen Hate Speech
auch zu einer Wohnungsdurchsuchung in Nürnberg. Eine
35-jährige Frau wird verdächtigt, den Holocaust
verharmlost und geleugnet zu haben.
nordbayern.de ("Bundesweite Polizeiaktion: Durchsuchungen
wegen Hassbotschaften - auch in Mittelfranken", 30.11.22):
hier
klicken!, br.de ("Durchsuchungen bei acht
Verdächtigen wegen Hate Speech", 30.11.22): hier
klicken!
Ansbach: NPD voran bei den Querdenkern (November 2022)
Querdenkerdemos in Ansbach: Stark zurückgehende
Teilnehmerzahlen und deutlich zunehmender NPD-Einfluss?
Diesen Eindruck bekommen BeobachterInnen des einschlägigen
Protestgeschehens in der mittelfränkischen
40000-Einwohner-Stadt. Beim samstäglichen Aufzug sah man
an der Demospitze gleich drei Transparente aus dem
NPD-Umfeld, inklusive Rainer Hatz, dem bayerischen
NPD-Landeschef und Maik Langen, NPD-Direktkandidat bei der
letzten Bundestagswahl. Natürlich gab es auch wieder
Schilder des Team Menschenrechte Nürnberg zu sehen.
(27.11.22)
Cham: AfD und III. Weg auf extrem rechtem
Vernetzungstreffen (November 2022)
Laut endstation-rechts-bayern.de (28.11.22) trafen sich
auf Einladung von Ewald Ehrl, "einem seit Langem in
der extremen Rechten aktiven Kader", im
oberpfälzischen Cham Aktive aus der AfD und Neonazis der
Partei 'Der III. Weg'. Mit dabei waren ein
AfD-Kreisvorsitzender und die Landeschefin des III. Wegs.
Eingeladen, aber terminlich verhindert war ein Vertreter
der extrem rechten "Freien Sachsen". Weitere Infos sind in
unten verlinktem Artikel zu finden.
endstation-rechts-bayern.de ("Vernetzungstreffen mit AfD
und III.WEG in Ostbayern", 28.11.22): hier
klicken!
Lichtenfels, Scheßlitz, Bad Staffelstein: Rassistische
Hetze durch Neonazis des III. Wegs (November 2022)
Wie obermain.de (29.11.22) schrieb, veranstalteten
Neonazis der Partei 'Der III. Weg' Mini-Demos in den
oberfränkischen Städten Lichtenfels, Scheßlitz und Bad
Staffelstein. Dabei sei Stimmung "gegen Ausländer und
Flüchtlinge" gemacht worden. Die Nazis hätten aber
auch "Falschinformationen über die Coronabestimmungen
und die Bemühungen um Klimaschutz" verbreitet. Mit
PassantInnen kam es zu "verbalen Auseinandersetzungen".
obermain.de ("Rechte demonstrieren beim Lichtenfelser
Weihnachtsmarkt", 29.11.22): hier
klicken!
Nürnberg: Rechter Bamf-Mitarbeiter gefeuert (November
2022)
- aktualisiert -
Wie die Nürnberger Nachrichten (23.11.22, Printausgabe)
schrieben, entließ das Nürnberger Bundesamt für Migration
und Flüchtlinge (Bamf) den rechtsgerichteten Mitarbeiter
Jaroslaw Poljak fristlos. Der Mann war ausgerechnet als
Entscheider tätig, entschied also über das Schicksal von
Geflüchteten.
Das AfD-Mitglied hetzte auf Facebook gegen Geflüchtete und
gegen die Corona-Politik der Bundesregierung, setzte
Letztere mit dem Holocaust gleich. An welchem
Bamf-Standort der Mann gearbeitet hatte, ist nicht
bekannt.
Bereits vor mehr als drei Jahren forderten verschiedene
zivilgesellschaftliche Initiativen, darunter der
Flüchtlingsrat Niedersachsen, die Deutsch-Israelische
Gesellschaft (DIG) und die Seebrücke Oldenburg, in einem
offenen Brief, den Mann umgehend seines Postens zu
entheben. Im Mai 2019 trat Poljak als AfD-Kandidat für die
Oberbürgermeisterwahl in Wilhelmshaven an und erhielt 3,77
% der Stimmen.
(Quellen: Nürnberger Nachrichten 23.11.22,
neues-deutschland.de 24.4.19, www.wilhelmshaven.de)
Ebern (Ufr.): Lautstarke Proteste gegen Querdenker und
Nazis (November 2022)
Gegen etwa vierzig "selbsternannte Kinderschützerinnen
und Kinderschützer" protestierten vor einem
Schulgebäude im unterfränkischen Ebern etwa 120
AntifaschistInnen. Die Rechten, darunter örtlich bekannte
Querdenker, Nazis vom III. Weg und Mitglieder des
"Kollektivs Zukunft schaffen Heimat schützen" (KZSHS),
wollten die "Frühsexualisierung" von Kindern
skandalisieren. Anlass war eine ursprünglich geplante,
dann abgesagte Elternveranstaltung in der Schule zum Thema
LGBTIQ+.
Leute vom sogar offiziell als "rechtsextrem" eingestuften
KZSHS nehmen seit Monaten am Bamberger Querdenker-Aufzug
von "Stay Awake" teil.
(23.2.22, Quellen mainpost.de 22.11.22 und Martin Müller
Twitter 23.2.22)
Lichtenfels (Ofr.): Proteste gegen AfD-Kundgebung
(November 2022)
Laut obermain.de (22.11.22) protestierten auf dem
Lichtenfelser Marktplatz sechsundzwanzig Menschen gegen
etwa 200 AfD-Fans. Laut Artikel streikte das Mikro bei der
AfD mehrfach. Weitere Infos sind im unten verlinkten
Artikel zu finden.
obermain.de ("AfD-Demo: Altbekanntes auf dem Marktplatz",
22.11.22): hier
klicken!
Nürnberg: Hakenkreuz auf Wertstoffcontainer (November
2022)
Laut nordbayern.de (22.11.22) wurden zwei
Wertstoffcontainer im Nürnberger Stadtteil Laufamholz mit
"Graffiti und rechten Schmierereien", darunter
einem Hakenkreuz, versehen.
nordbayern.de ("Hakenkreuz landete auf Wertstoff-Container
in Nürnberg-Laufamholz", 22.11.22): hier
klicken!
Neumarkt: Einhundertvierundneunzig schimpfende
Querdenker / "Für unsere Bürger in Deutschland hat
man keinen Cent übrig" (November 2022)
Ein kleiner Blick nach Neumarkt, auch dort gab es in
diesem Jahr regelmäßig rechtsoffene Querdenker-Demos.
Organisiert vom Basis-Aktivisten Gerhard Holzammer,
konnten am letzten Wochenende noch 194 Menschen
mobilisiert werden. Ein Redner kommentierte: "Man
sieht immer dieselben". Weitergehen soll es Anfang
2023. Man erhofft sich dann wieder mehr Zulauf und will
von einer etwaigen Empörung wegen der höheren Preise
profitieren.
Zu sehen waren einige Leute aus dem Umfeld von "Team
Menschenrechte Nürnberg", ein Schild der extrem rechten
Initiative Compact ("Deutsche Waffen töten im Donbass"),
ein Schild aus dem Hause Martin Sichert / AfD und die
üblichen Querdenker-Plakate. Holzammer setzte in einigen
Redepassagen auf Nationalismus ("Für unsere Bürger in
Deutschland hat man keinen Cent übrig"), will aber
nichts gegen "Ausländer" haben, klar.
(21.11.22)
Scheinfeld: Eine Straße ist immer noch nach dem
ehemaligen Nazi-Bürgermeister Karl Lax benannt (November
2022)
Am 13. November lud die Initiative "Scheinfeld ist bunt"
zu einer Podiumsdiskussion ein, in der es um den Umgang
mit der lokalen NS-Geschichte gehen sollte. Laut einem
Bericht der Fränkischen Landeszeitung (15.11.22,
Printausgabe) wurde unter anderem über den ehemaligen
NS-Bürgermeister Karl Lax diskutiert, der nicht nur
zwischen 1933 und 1945, sondern auch zwischen 1952 und
1966 an der Stadtspitze stand. Lax soll die örtliche NSDAP
mit aufgebaut und sich an Eigentum von Juden und Jüdinnen
bereichert haben. Weiter soll er Teil des Netzwerks
gewesen sein, das in der Reichspogromnacht für das
Abbrennen der Scheinfelder Synagoge verantwortlich war.
Stadtrat und Verwaltung, namentlich erwähnt im Artikel ist
der jetzige Bürgermeister Claus Seifert (SPD), sahen auch
noch im Jahr 2018 keinen Anlass, die Karl-Lax-Straße
umzubenennen.
Pikant wird die Angelegenheit zusätzlich durch ein im
Artikel zitiertes Statement des stellvertretenden
Bürgermeisters Klaus Luckert (CSU). Dieser habe den von
einem Mitglied des Veranstaltungspodiums hart kritisierten
Bürgermeister Seifert in Schutz genommen. Seifert habe
durch sein entschlossenes Handeln 2014 ein Nazikonzert in
Scheinfeld verhindert. Aha. Klingelt es da bei einigen
LeserInnen vielleicht? Wir klären gerne auf:
Am 12. Oktober 2013 trafen sich tausend Nazis bei einem
Rechtsrock-Konzert in Scheinfeld. Im Vorfeld hatte es eine
Besprechung mit Vertretern von Polizei, Stadt und
Landratsamt gegeben, auf der gemeinsam entschieden worden
war, die Öffentlichkeit nicht über das Nazikonzert zu
informieren. Offensichtlich sollten Gegenproteste
verhindert werden. Wir nannten das damals "Nazi-Förderung
erster Klasse". Wie bei soviel Toleranz nicht anders
zu erwarten, kamen die Nazis wieder. Erst im Mai 2014
drehte sich der Wind: Die Nazis und die Nazibands rückten
erneut an, diesmal aber umzingelt und beschimpft von 2000
GegendemonstrantInnen. Diesmal trat auch die Stadt gegen
das Nazispektakel auf. Das war's dann für die Rechten. Die
Scheinfelder Stadtspitze scheint ihre damalige Rolle im
Nachhinein beschönigen zu wollen, um ihr Versagen in der
"Causa Lex" zu bemänteln.
(15.11.22)
Wunsiedel, 12. November: Weniger Nazis, mehr
GegendemonstrantInnen (November 2022)
Laut verschiedenen Medienberichten (12.11.22) zogen am
vergangenen Samstag nur rund 120 Neonazis - meist
Parteigänger des III. Wegs - durch abgelegene Wohnviertel
von Wunsiedel, um ihr alljährliches "Heldengedenken"
zu feiern. Nach den 160 vom letzten Jahr ist das ein
deutlicher Schwund. Auf dem Wunsiedler Friedhof befand
sich bis 2011 das Grab des ehemaligen
Hitler-Stellvertreters und Kriegsverbrechers Rudolf Heß.
Der Gegenprotest bestand zum einen aus mehr als 300
Menschen, die dem Aufruf von "Wunsiedel ist bunt" auf den
Marktplatz gefolgt waren, weit entfernt von der Nazidemo.
Mindestens 400, wahrscheinlich eher 500 Menschen nahmen an
der Antifa-Demo "Nicht lange fackeln" teil, die erstmals
in Hör- und Sichtweite der Nazis kam. Dieser Demo hatte
sich auch eine größere Gruppe "Omas gegen Rechts"
angeschlossen. Dieses Jahr gelang es, eine zweite
Naziveranstaltung direkt am örtlichen "Kriegerdenkmal" zu
verhindern. Dieses wurde durch "Wunsiedel ist bunt"
bespielt, Gräfenberg lässt grüßen. Zur dennoch geplanten
zweiten Nazikundgebung in der Nähe des "Kriegerdenkmals"
kamen jene laut Berichten wohl nicht durch, sehr schön.
(13.11.22, Infos aus unten verlinkten Online-Berichten
sowie Tweets von Endstation Rechts Bayern, Roland Sauer,
Kili Weber, Nicht lange fackeln, jeweils 12.11.22)
infranken.de ("Neonazis ziehen durch Ortschaft - weit mehr
Gegendemonstranten", 12.11.22): hier
klicken!, frankenpost.de ("Bunter Protest in
Wunsiedel", 12.11.22): hier
klicken!
Erlangen: "Rechtskonservativer Rand" traf sich
in der Heinrich-Lades-Halle / "Scharniermilieu
zwischen Konservativismus und Rechtsextremismus"?
(November 2022)
- ergänzt -
Wie die Grüne Liste Erlangen (8.11.22, hier
klicken!) mitteilte, trafen sich vom 28. bis 30.
Oktober auf Einladung des rechtsgerichteten Publizisten
Klaus Kelle mehrere hundert "gleichgesinnte Patrioten",
um über "Themen der Zeit" zu diskutieren und "gemeinsam
Pläne" zu schmieden. Nicht-rechte Medien waren
ausgeschlossen, man wollte wohl unter sich bleiben und
Gegenproteste vermeiden. Die Grüne Liste stellt unter
anderem folgende Fragen an die Stadt: "War die
Veranstaltung der Stadt bekannt? Wenn ja: Welche
Informationen waren seit wann bekannt und gab es
städtische Aktivitäten in dieser Sache?"
In Erlangen sollen der ehemalige Bild-Chefredakteur Julian
Reichelt und der ehemalige Verfassungsschutz-Chef
Hans-Georg Maaßen präsent gewesen sein sowie
AfD-PolitikerInnen "der verschiedenen Ebenen".
Rechte Medien wie Epoch Times und Junge Freiheit sowie
"Eltern stehen auf", eine Initiative aus der
Querdenkerszene, vervollständigen das Bild.
Kritik kam auch von der Erlanger Stadtspitze. nn.de
(9.11.22) zitierte OB Janik folgendermaßen: "Es ist
schwer erträglich, nun zu erfahren, wer sich in Erlangen
in der Heinrich-Lades-Halle getroffen hat. Wer die Liste
der Teilnehmenden liest, weiß: Hier hat sich der
rechtskonservative Rand unseres Landes vernetzt. Nahezu
allen Mitwirkenden ist gemeinsam, dass sie teils unter
einem bürgerlich-konservativen Deckmantel und teilweise
ganz offen die Nähe zu rechtsextremen Feinden unserer
Demokratie suchen".
(10.11.22, ergänzt 11.11.22)
Nürnberg: Hitlergrüße auf der Steintribüne (November
2022)
Laut nordbayern.de (7.11.22) sollen Fußballfans auf der
Steintribüne, einem Teil des ehemaligen
NSDAP-Reichsparteitagsgeländes, Hitlergrüße gezeigt haben.
nordbayern.de ("Nürnberg: Magdeburger Fans zündeten
Pyrotechnik an der Steintribüne", 6.11.22): hier
klicken!
Forchheim: Klinikbesucher zeigte Hitlergruß und schlug
einen Angestellten (November 2022)
Wie nordbayern.de (6.11.22) schrieb, zeigte ein Besucher
des Forchheimer Klinikums den Hitlergruß, als ihm wegen
der dort geltenden Hygieneregeln der Zugang verwehrt
wurde. Zudem gab er "übelste nationalsozialistische
Äußerungen" von sich und schlug einen Angestellten
gegen den Kopf. Der Tatverdächtige wurde bereits ermittelt
und lebt im Nürnberger Land.
nordbayern.de ("Hitlergruß und Angestellten verletzt: Mann
rastet am Klinikum Forchheim wegen Hygieneregeln aus",
6.11.22): hier
klicken!
Nürnberg: 17-Jährige im Hauptbahnhof rassistisch
beleidigt und körperlich angegriffen (November 2022)
Laut nordbayern.de (3.11.22) wurde eine 17-jährige
Schülerin im Nürnberger Hauptbahnhof rassistisch beleidigt
und körperlich attackiert. Das Mädchen wurde von einer
Frau "beleidigt und mit Fäusten traktiert". Kurze
Zeit später "verfolgte das Opfer die Angreiferin und
kündigte an, die Polizei zu verständigen, worauf es
erneut geschlagen und gekratzt wurde". Der Vorfall
habe sich bereits im Oktober ereignet.
nordbayern.de ("Hauptbahnhof Nürnberg: 17-Jährige im
Aufzug geschlagen und rassistisch beleidigt", 2.11.22): hier
klicken!
Nürnberg / München: "Team Menschenrechte Nürnberg",
"Querdenken 911 Nürnberg" und (unter anderem) ein
bekannter Aktivist der Holocaustleugner-Szene rufen zu
rechter Demo am Jahrestag der Reichspogromnacht in
München auf (November 2022)
- mehrfach aktualisiert -
Die rechtsoffene Querdenkergruppe "Team Menschenrechte
Nürnberg" und die zumindest als Telegram-Gruppe noch
existierenden "Querdenken 911 Nürnberg" rufen ausgerechnet
am Jahrestag der Reichspogromnacht, am 9. November, zur
Teilnahme an einer "Demonstration gegen politische
Verfolgung" in München auf. Gefordert wird "Freiheit
für alle politischen Gefangenen", darunter für die
derzeit inhaftierten Querdenker Oliver Janich und Michael
Ballweg. Der 9. November wird als "deutscher
Schicksalstag" bezeichnet.
Zur gleichen Demo ruft Nikolai Nerling auf, ein bundesweit
bekannter Aktivist aus der Holocaustleugner-Szene. Er
fordert "Freiheit für Marianne Wilfert", die vor
nicht allzu langer Zeit wegen einschlägiger Äußerungen
erneut zu einer Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt
worden ist. Sie habe laut endstation-rechts-bayern.de
(30.8.22) unter anderem behauptet, Juden seien in den KZs
so "wohlgenährt und rundum gut versorgt" worden,
dass sie sich zahlreich vermehrt hätten.
Die Süddeutsche Zeitung (7.11.22) zitierte Charlotte
Knobloch, Holocaust-Überlebende und Präsidentin der
Israelitischen Kultusgemeinde München, unter anderem mit
folgendem Statement: "Diese Kundgebung an diesem Tag
und an diesem Ort ist eine Provokation gegen das
Gedenken und damit gegen die Demokratie, die darauf
fußt".
Update: Laut endstation-rechts-bayern.de (12.11.22)
blies Demo-Organisator Markus Haintz die Veranstaltung in
München, zu der - nach überregionaler Mobilisierung - nur
350 Menschen erschienen waren, nach kurzer Zeit
überraschend ab. Die 250 GegendemonstrantInnen und die
Empörung angesichts des Demo-Datums waren dafür sicher
mitverantwortlich. Weitere Details sind im unten
verlinkten Artikel zu finden.
(3.11.22, ergänzt 7.11. und 13.11.22)
endstation-rechts-bayern.de ("Markus Haintz bläst Demozug
am 9. November kurzfristig ab", 12.11.22): hier
klicken!, nordbayern.de ("Verschwörungsideologen
wollen am 9. November demonstrieren", 7.11.22): hier
klicken!
Eckental-Eschenau: Mutmaßlicher Hakenkreuz-Sprüher
erwischt (November 2022)
Wie nordbayern.de (2.11.22) schrieb, wurde in
Eckental-Eschenau ein 19-Jähriger erwischt, der mutmaßlich
ein Hakenkreuz in eine Unterführung gesprayt hatte.
nordbayern.de ("Hakenkreuz gesprayt? Polizei stoppt
19-Jährigen in Eschenau", 2.11.22): hier
klicken!
Nürnberg: Erneut rechte Drohungen und Beleidigungen
gegen bekannten Frisör / Täterin gefasst (November 2022)
- ergänzt -
Laut nn.de (1.11.22) erhielt ein Nürnberger Promi-Frisör
erneut einen Drohbrief aus der extrem rechten Ecke. Das
vierseitige Traktat sei voll von "Beleidigungen,
Schmähungen und Drohungen". Die Verfasserin schimpfe
vor allem über die Homosexualität des Frisörs und über die
Tatsache, dass er in seinem Betrieb Menschen mit
Migrationshintergund beschäftige. In dem Brief werde auch
eine Entführung angedroht.
Der Bedrohte erhielt, wie nn.de schrieb, bereits mehrfach
derartige Briefe bzw. Email-Sendungen. Einer der
Briefschreiber, ein Rentner und offensichtlicher
Hitler-Fan aus dem Nürnberger Land, wurde im Jahr 2020
gefasst und zu 90 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt (wir
berichteten). Dessen Brief endete mit den Sätzen "Heil
Hitler komm bald wir brauchen dich" und "Heil
Hitler räum auf". Zuvor hatte der Autor Empfänger
der staatlichen Corona-Hilfen als "Schmarotzer"
tituliert und gegen Politiker von CDU/CSU und SPD
gewettert.
Update: Wie nn.de (3.11.22) schrieb, wurde die
Täterin gefasst. Die Frau fühlte sich offensichtlich
dermaßen sicher, dass sie im oben erwähnten Drohbrief
ihren echten Namen angab. Die Frau habe wohl mehrere
derartige Briefe verschickt.
Nürnberg / Dresden: Nürnberger Querdenker am
Wochenende gemeinsam mit diversen extrem rechten
Gruppierungen in Dresden unterwegs (November 2022)
"Viele Grüße aus Dresden" posteten die Nürnberger
rechtsoffenen Querdenker vom "Team Menschenrechte" auf
Telegram. Am vergangenen Samstag (29. Oktober) hatten sich
Querdenker, Rechtspopulisten, Reichsbürger und Nazis aus
ganz Deutschland auf den Weg zu einer einschlägigen
Demonstration in der sächsischen Landeshauptstadt gemacht.
Einen Redner stellten die extrem rechten "Freien Sachsen".
Aber das unseren Querdenkern offensichtlich völlig
wurscht. Sie traten in Dresden jedenfalls mit ihrem
geschichtsrevisionistischen Transparent "Nie wieder
Zwangsmedizin" an. Einer ihrer Aktivisten
beschimpfte so nebenbei die Presse vor Ort ("Ihr seid
Hetzer! ihr seid hasserfüllte Hetzer"). Kommt da
zusammen, was zusammen gehört?
(2.11.22)
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