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Schweinfurt: Neue Naziimmobilie in Nordbayern /
Bündnis "Schweinfurt ist bunt" organisierte eine
Protestaktion und forderte den Vermieter des Nazibüros
auf, "dringend darüber nach[zu]denken, von wem sie
Miete beziehen und mit wem sie da Geschäfte machen"
/ 350 gegen den III. Weg auf der Straße (Oktober 2022)
- mehrfach aktualisiert -
Laut verschiedenen Medienberichten (21.10.22) betreibt die
neonazistische Partei "Der II. Weg" nun im
unterfränkischen Schweinfurt ein Büro, das bundesweit
vierte. Die Räumlichkeiten befinden sich im Stadtteil
Oberndorf in der Hauptstraße 16.
In den ersten öffentlichen Reaktionen gibt es zwei
bezeichnende Leerstellen. Erstens die Tatsache, dass
irgendjemand den Nazis diese Räumlichkeiten vermietet oder
verkauft haben muss. Wer war das? Zweitens, dass dies
bereits vor einigen Monaten passiert ist, nämlich im Juni
2022. Wer hat so lange den Mund gehalten?
Update: Mit dem Bündnis "Schweinfurt ist bunt"
protestierten am 29. Oktober laut Medienberichten etwa 350
Menschen gegen die etwa zwanzig Nazis, die an diesem Tag
zur Eröffnung des Parteibüros nach Schweinfurt gekommen
waren. Im Demosaufruf hieß es unter anderem: "Gemeinsam
will das Bündnis der Zivilgesellschaft dafür sorgen,
dass es kein Parteibüro der Nazis hier gibt". Und
weiter: "Das Gebäude ist im Privateigentum. Die
Vermietenden sollten dringend darüber nachdenken, von
wem sie Miete beziehen und mit wem sie da Geschäfte
machen". Laut endstation-rechts-bayern.de (31.10.22)
ist der Vermieter des Nazi-Büros ein Einheimischer.
endstation-rechts-bayern.de ("Protest gegen Immobilie in
den Händen von Neonazis", 31.10.22): hier
klicken!, br.de ("Demo gegen Parteibüro von "Der
III. Weg" in Schweinfurt", 29.10.22): hier
klicken!, br.de ("OB Remelé warnt: "III. Weg" plant
Parteibüro in Schweinfurt", 21.10.22): hier
klicken!
München / Nürnberg: NSU-Untersuchungsauschuss übte
Druck auf den Überlebenden Mehmet O. aus, statt die
fehlerhaften und von Rassismus geprägten polizeilichen
Ermittlungen zu beleuchten / Damalige Ermittler wurden "kaum
konfrontativ" befragt (Oktober 2022)
In einer aktuellen Pressemitteilung von B.U.D. (Beratung
für Betroffene rechter Gewalt) wird scharfe Kritik an der
derzeitigen Arbeit des zweiten bayerischen
NSU-Untersuchungsausschusses geübt. Mehmet O., der
Überlebende des Nürnberger NSU-Bombenanschlags 1999 in der
Scheurlstraße, sei am 24. Oktober "unempathisch bis
aggressiv" befragt worden. Statt die polizeilichen
Ermittlungsfehler rund um das sogenannte
Taschenlampen-Attentat aufzuarbeiten, sei Druck auf O.
ausgeübt worden.
"Ich habe mich zum Teil wie ein Schuldiger gefühlt",
berichtete Mehmet O. nach der Befragung. Sein Anwalt Engin
Sanli wird mit folgendem Statement zitiert: "Wie
sollen Fragen zu verwandtschaftlichen Beziehungen, zu
den bekannten Pachtverhältnissen der Bar 'Sonnenschein'
oder aggressive Nachfragen bei Erinnerungsunterschieden
des Überlebenden helfen, Aufklärung zu leisten im
Hinblick auf die Täterschaft des NSU-Netzwerks oder der
folgenreichen Ermittlungsfehler?"
Die unmittelbar vor Mehmet O.'s Zeugenaussage geladenen
damaligen Ermittler, vier Beamte des BKA und LKA, waren "kaum
konfrontativ" befragt worden und durften
offensichtlich weitgehend ungestört ihre "blockierenden
Antworten" und nichtssagendes Blabla vortragen.
Wenn das so weitergeht, dann ist der zweite bayerische
NSU-Untersuchungsausschuss so überflüssig wie ein Kropf
und dient keinesfalls der kritischen Aufklärung, sondern
eher der Verschleierung.
(28.10.22)
bud-bayern.de ("Druck auf den Überlebenden des NSU-Terrors
statt Aufklärung fataler Ermittlungsfehler", 27.10.22): hier
klicken!
München / Nürnberg: Rechter Shitstorm gegen
Journalisten / "Irgendwann geht es auch
Nebenwirkungsleugnern wie Euch an den Kragen"
(Oktober 2022)
Der bekannte Journalist Robert Andreasch wurde jüngst
Opfer eines rechten Shitstorms. Ein Tweet, in dem
Andreasch eine Rednerforderung auf einer Querdenker-Demo
in München wiedergab, erregte offensichtlich den Unmut des
Finanzwissenschaftlers Stefan Homburg, der auch in der
Querdenkerszene aktiv ist. Jener twitterte: "Irgendwann
geht es auch Nebenwirkungsleugnern wie Euch an den
Kragen - die jeweilige Mehrheit entscheidet, was 'wahr'
ist". Der Tweet Homburgs ging viral, ein laut
Andreasch "aggressiver Mob" attackierte ihn
daraufhin online. Da ließen sich offensichtlich auch die
in der rechtsoffenen Querdenkerszene aktiven,
selbsternannten "Freien Linken Nürnberg" nicht lumpen und
legten nach: Der Journalist verbreite "totalitär-faschistoide
Propaganda".
Das alles ist klassisch rechte Hater-Strategie. Man
versucht, die Opfer zu beleidigen und zu erniedrigen.
Solidarität mit Robert Andreasch!
(29.10.22)
Nürnberg: Rechte Aufkleber und Plakate am und vor dem
Büro der Grünen (Oktober 2022)
- ergänzt -
Laut nordbayern.de (27.10.22) wurden an der Bürotür des
Nürnberger Büros der Grünen diverse Aufkleber "mit
politischen Inhalten zu den Themen Corona und
Ukraine-Krieg" angebracht. Zudem seien Plakate "mit
weiteren politikkritischen Schriftzügen"
hinterlassen worden. Näheres ist noch nicht bekannt.
Waren das Querdenker oder Nazis? "Heimat Franken",
die neue NPD-nahe Vorfeldorganisation, brüstet sich
jedenfalls auf Facebook mit einer Plakataktion vor dem
Nürnberger Grünen-Büro.
Update: Wie uns am 29. Oktober mitgeteilt wurde,
wurden die Grünen-Büros in Nürnberg und in Ansbach durch
NPD-Aktivisten attackiert. In Nürnberg sei das bayerische
NPD-Vorstandsmitglied Jens Janik persönlich mit dabei
gewesen.
nordbayern.de ("Unbekannte verunstalten Büro der
Nürnberger 'Die Grünen'-Partei", 27.10.22): hier
klicken!
Nürnberg: AfD-Plakate werben für Kernkraft (Oktober
2022)
Zu sehen in Nürnberg sind derzeit Plakate, auf denen die
extrem rechte AfD für ein "Ja zur Kernkraft"
wirbt. Offensichtlich glaubt man, die Zeit sei wieder reif
für die lebensgefährliche Technologie. Wenn man am unteren
Rand der Plakate den Slogan "Wir stehen an deiner
Seite" liest, stellt sich die Frage: An wessen
Seite? An der Seite der Energieversorgungsunternehmen und
der Atomindustrie?
(27.10.22)
Nürnberg: Die rechtsoffenen Querdenker vom "Team
Menschenrechte Nürnberg" bewerben ein rechtes "Mega
Event" in Lutherstadt Wittenberg (Oktober 2022)
Die Nürnberger Querdenker vom "Team Menschenrechte" sind
mal wieder rechts außen unterwegs. Nachdem sie in den
letzten Tagen auf Telegram gleich drei Online-Beiträge der
"Jungen Freiheit" und einen der "Freien Sachsen" geteilt
haben, warben sie auf ihrem Instagram-Account unter
anderem für ein rechtes "Mega Event", das am 31.
Oktober in Lutherstadt Wittenberg (Sachsen-Anhalt)
stattfinden soll.
Auf dem Plakat des rechten "Mega Events" sind
unter anderem die Logos von Impfgegnervereinen à la "Ärzte
für Aufklärung" und extrem rechten Gruppen wie den
"Freien Sachsen" zu sehen. Als Redner angekündigt sind bis
jetzt unter anderem Jürgen Elsässer (Compact) und Martin
Kohlmann (Freie Sachsen). Gefordert wird unter anderem "Friedensvertrag,
Souveränität und Verfassung für Deutschland", also
klassisches Reichsbürgerzeug.
(21.10.22)
Nürnberg und Lauf: Bayerischer NPD-Chef am
Querdenker-Transparent (Oktober 2022)
Am 19. Oktober in Lauf und am 10. Oktober in Nürnberg: Der
aktuelle NPD-Landesvorsitzende und frühere JN-Funktionär
Rainer Hatz wurde am Querdenker-Transparent "Wir sind
die rote Linie" gesehen, in Nürnberg unweit des
AfD-Stadtrats Klaus Krestel.
Vielleicht sollte sich die rechtsoffene Querdenker-Gruppe
"Team Menschenrechte Nürnberg" Gedanken über die
Transparenttexte machen? Vielleicht besser "Wir sind
die braune Linie" oder "Wir sind die blaue
Linie"?
(Quellen: Eigene Recherchen und Endstation Rechts Twitter,
19.10.22)
Nürnberg: Rechte Aufkleberflut auf dem ehemaligen
Reichsparteitagsgelände der NSDAP (Oktober 2022)
Laut nordbayern.de (14.10.22) wurden in der Nähe des
ehemaligen Reichsparteitagsgeländes der NSDAP in Nürnberg
"weit über 100 Aufkleber mit rechtem Gedankengut"
angebracht, und zwar an der Steintribüne und bei einem
Supermarkt. Der Inhalt der Aufkleber nähme "Bezug auf
die Nürnberger Prozesse". Näheres ist nicht bekannt.
nordbayern.de ("Unbekannte plakatierten Nürnberger
Südstadt mit rechten Parolen", 14.10.22): hier
klicken!
Nürnberg und anderswo: Kaufland verkaufte im
Online-Shop Nazi-Bücher und verbannte gleichzeitig
"Antifaschistische Aktion"-Shirts aus dem Vertrieb
(Oktober 2022)
Die auch in Nürnberg ansässige Supermarktkette Kaufland
ist derzeit Gegenstand heftiger und völlig berechtigter
Kritik, nachdem ihr Online-Shop vermeintlich
"linksextremen" Merch wie "Antifaschistische
Aktion"-Shirts aus dem Vertrieb nahm und gleichzeitig
massenhaft rechte Literatur bis hin zu Hitler-Büchern
verkaufte bzw. verkaufen ließ.
Kritische BeobachterInnen schäumten, als Kaufland am
vergangenen Freitag via Twitter unter anderem im
Hufeisen-Sprech verlauten ließ: "Wir bei Kaufland
lehnen extreme Meinungen ab". Aha: Antifa und Hitler
ist beides "extrem" und damit offensichtlich
gleichzusetzen? Über solch "ausgewogene" Meinung werden
sich Neurechte und Nazis tierisch freuen.
Das Beispiel Kaufland ist symptomatisch für den Umgang mit
extrem rechter bis neonazistischer Hetze in der
Bundesrepublik. Trotz offiziöser Statements, wie bunt doch
alles sei, findet menschenverachtender Dreck auch über
diverse vermeintlich seriöse Anbieter seine Kundschaft.
(Quellen u.a. nordbayern.de und spiegel.de, 9.10.22)
nordbayern.de ("Rechtsextreme Literatur im Sortiment:
Netzgemeinde übt harte Kritik an Kaufland", 9.10.22): hier
klicken!, spiegel.de ("Chefarzt verbreitet
Nazi-Propaganda", 9.10.22): hier
klicken!
Bayreuth: Ranghoher Mediziner des Bayreuther Klinikums
verbreitete Nazipropaganda im Internet und gilt nun als
vorbestraft (Oktober 2022)
- aktualisiert -
Bereits im Juni berichteten wir, dass der Bayreuther
Chefarzt Peter B. Nazipropaganda im Internet verbreitete.
Die von ihm hochgeladenen Videos verherrlichten laut
nordbayern.de (3.6.22) die Nazi-Zeit, "sie stellen die
Geschichte anders dar, verharmlosen gar den Holocaust.
Dazu Judenhass, Judenhetze, billigster Antisemitismus".
Auch rassistische Inhalte habe er verbreitet bzw. geteilt.
Gegen einen Strafbefehl in Höhe von 140 Tagessätzen hatte
der Mann Einspruch eingelegt. Vor Gericht ließ er nun, wie
sueddeutsche.de (4.10.22) schrieb, durch seinen Anwalt
erklären, dass er die Nazi-Filme hochgeladen habe. Das
Gericht bestätigte die Höhe der Geldstrafe, nicht aber den
Vorwurf der Volksverhetzung. Vorbestraft ist der ranghohe
Mediziner nun aber dennoch.
Update: Wie sueddeutsche.de (6.10.22) schrieb,
wurde der oben genannte Mediziner mit sofortiger Wirkung
freigestellt. Das Klinikum Bayreuth habe eine
außerordentliche Kündigung eingeleitet.
sueddeutsche.de ("Nazi-Filme: Klinik stellt Chefarzt
frei", 6.10.22): hier
klicken!, sueddeutsche.de ("Chefarzt verbreitet
Nazi-Propaganda", 4.10.22): hier
klicken!
Ansbach, 1. Oktober: Bayerischer NPD-Chef bei den
örtlichen rechtsoffenen Querdenkern (Oktober 2022)
Wie uns mitgeteilt wurde, beteiligte sich neben einer
NPD-Abordnung mit Transparent "Gemeinsam für unsere
Heimat Franken" auch der bayerische NPD-Chef Rainer
Hatz an der Querdenkerdemo am 1. Oktober im
mittelfränkischen Ansbach. Unübersehbar waren auch die
zahlreichen Schilder von "Team Menschenrechte Nürnberg",
das zuletzt auf seinem Telegram-Kanal wiederholt auf
Beiträge der extrem rechten Gruppierung "Freie Sachsen"
verwies.
(1.10.22)
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