Nürnberger Bündnis Nazistopp
 
             
 
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Eggolsheim, 21. Dezember: Mehr als tausend Menschen auf der Straße gegen die AfD / "Damit wir wissen, mit wem man nichts zu tun haben will" (Dezember 2025)

An den Protesten gegen den oberfränkischen AfD-Bezirksparteitag in Eggolsheim beteiligten sich mehr als tausend Menschen. Verschiedene Gewerkschaften, Parteien und antifaschistische Initiativen hatten dazu aufgerufen. Die in der Eggerbachhalle tagenden Rechten mussten teilweise an den GegendemonstrantInnen vorbeilaufen. In einem nn.de-Artikel (21.12.25, paywall) wird eine Eggolsheimerin zitiert: "Wir stehen hier auch, weil wir sehen wollen, ob Einheimische darunter sind. Damit wir wissen, mit wem man nichts zu tun haben will".



Eggolsheim, 21.12.25: Protest gegen AfD (Fotos: Roland Sauer)

(21.12.25, ergänzt 22.12.25)

Weißenburg: OB-Kandidat der AfD tritt nicht mehr an und aus der Partei aus (Dezember 2025)

Laut nn.de (16.12.25, paywall) tritt der Weißenburger OB-Kandidat der AfD, Thomas Koller, nicht mehr an und ist auch aus der Partei ausgetreten. Zudem seien seine Social-Media-Profile gelöscht worden. Zur Begründung gab der Mann an, die Führungspersonen der neuen Jugendorganisation "Generation Deutschland" seien ihm zu rechts. Mit solchen "braunen Leuten" wolle er nichts zu tun haben.

Nürnberg, 20. Dezember: 200 gegen das extrem rechte "Team Menschenrechte" / Danke an alle Beteiligten! (Dezember 2025)
- ergänzt -

Am heutigen Samstag protestierten in der Spitze 200 Menschen gegen das extrem rechte "Team Menschenrechte" (TM), das erneut nur etwa 50 Fans auf die Straße brachte. Auf dem Kornmarkt ereignete sich tatsächlich die von uns angekündigte "Sause": Es gab lautstarke Parolen und ohrenbetäubendes Gepfeife in Richtung TM und für uns und die PassantInnen Infodurchsagen, Live-Musik von den "MusikerInnen gegen Nazis" und unter anderem Punsch und Kuchen von den Aktiven von Grantifa.

Entlang der rechten Demostrecke gab es auch heute eine Gegenkundgebung (organisiert von VerLINKung), mehrere Sitzblockaden und lauten Gegenprotest. An der Kaiserburg seilten sich zwei Aktive ab und hissten ein Transparent "beware of local fascists! Stadt Nürnberg, was soll das?" Auf einem Balkon des Gewerkschaftshauses waren ebenfalls einige Antifa-Fahnen zu sehen.



Nürnberg, 20.12.25: Protest gegen "Team Menschenrechte" auf dem Kornmarkt (Fotos: Nürnberger Bündnis Nazistopp)

(20.12.25, ergänzt 21.12.25)

Greding, 20. Dezember: 250 auf der Straße gegen den bayerischen Ableger des neuen AfD-Jugendverbandes (Dezember 2025)

Wie verschiedene Medien (20.12.25) schrieben, protestierten im mittelfränkischen Greding 250 Menschen gegen die Gründungsversammlung des bayerischen Ablegers des neuen AfD-Jugendverbandes "Generation Deutschland".

Laut Endstation Rechts Bayern (20.12.25, Bluesky) hielt sich in der Gredinger Halle auch IB-Bundessprecher Maximilian Märkl auf. Vor Ort auch Lukas S. aus dem früheren (?) Umfeld von Neonazi Patrick Schröder.

endstation-rechts.de ("Bayern: Vom Verfassungsschutz beobachteter Abgeordneter bleibt Chef der AfD-Jugend", 22.12.25): hier klicken!, br.de ("AfD-Jugendverband in Bayern gegründet – begleitet von Protesten", 20.12.25): hier klicken!, nordbayern.de ("Demonstration gegen AfD-Jugend in Franken: Polizei zieht Bilanz", 20.12.25): hier klicken!

Nürnberg, 20. Dezember: Kundgebung "Mit Glöckchen und Pfeifen gegen das Team rechter Menschen" / Auf die Straße gegen das extrem rechte "Team Menschenrechte"! (Dezember 2025)
- mehrfach aktualisiert -

Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen provoziert das extrem rechte "Team Menschenrechte" noch einmal und zieht mit seinem AfD- und Neonazi-Anhang durch Nürnbergs Straßen. Nicht mit uns!

Wir organisieren ab 14.30 Uhr am Nürnberger Kornmarkt eine Kundgebung in Hör- und Sichtweite des rechten Auftakts und deren Schlusskundgebung. Auf die Straße!

Bringt Glöckchen und Pfeifen mit! ACHTUNG: Die Leute von der Grantifa schenken Punsch aus!

Update: Die Omas gegen rechts führen ab 15 Uhr eine Mahnwache am Kornmarkt / Dr.-Peter-Schönlein-Platz  durch. VerLINKung organisiert eine Kundgebung am Plärrer.

Sollte es weitere Änderungen geben, werden wir euch an dieser Stelle und auf unseren social-media-Kanälen informieren!



(Stand 19.12.25)

Nürnberg, 15. Dezember: Etwa 200 gegen das extrem rechte "Team Menschenrechte" (Dezember 2025)

In der Spitze 200 Menschen demonstrierten am letzten Montag gegen das extrem rechte "Team Menschenrechte" (TM), das 50 AnhängerInnen auf die Straße zog. Eine junge Aktivistin, die in der Vergangenheit eher mit der Jungnazi-Fraktion unterwegs war, war wieder bei TM zu sehen.

Interessant: Der rechte Aufmarsch in Nürnberg wurde diesmal nicht gestreamt, ist mittlerweile wohl auch für rechte Streamer wie Sebastian Weber (sitzt für die AfD im Kreistag des sächsischen Landkreises Leipzig und berichtete häufig aus Nürnberg) uninteressant?

(16.12.25)

Bayreuth: Zahlreiche extrem rechte Schmierereien (Dezember 2025)

Wir führen keine einschlägige Statistik, dennoch scheint es so, dass aus der Wagner-Stadt Bayreuth besonders viele Meldung über rechte Schmierereien kommen. So schrieb unlängst infranken.de (14.12.25), dass dort ein Dutzend Gebäudeteile und weitere Orte mit extrem rechten Parolen à la "1161" (Anti-antifaschist Action) und "WLM" (White lives matter) besprüht wurden.

Nürnberg, 12. Dezember: Der Widerstand muss breiter werden! Infoveranstaltung und Diskussion (Dezember 2025)
- FÄLLT WEGEN KRANKHEIT AUS!! VERSCHOBEN AUF 6. FEBRUAR 2026, 18 UHR -

Das extrem rechte Team Menschenrechte terrorisiert seit Jahren mit Aufmärschen und der Normalisierung rassistischer Erzählungen Nürnberg. Es ist wichtiger Ausdruck des Rechtsschwenks der BRD und vereint Neonazis mit "besorgten Bürgern".

Wir haben deren Akteur*innen und Aktivitäten untersucht und wollen über den Widerstand gegen diese Entwicklung nach Rechts in der Breite der Stadtgesellschaft ins Gespräch kommen. In aller Kürze gefragt: Was läuft da falsch? Oder machen wir was falsch? Was sind unsere Stärken?

Wir diskutieren und informieren. Herzliche Einladung!



(11.12.25)

Nürnberg / Berlin: Ehemals in Franken aktiver Neonazi in Berlin festgenommen / Er wollte "möglichst viele Ausländer töten" (Oktober / November / Dezember 2025)
- mehrfach aktualisiert: Dan E. in Nürnberg erneut festgenommen -

Der 31-jährige Neonazi Dan E., früher eine Zeit lang im Raum Nürnberg aktiv, äußerte laut br.de (20.10.25) in einer therapeutischen Einrichtung in Berlin Suizidabsichten. Zuvor wollte er jedoch "möglichst viele Ausländer töten".

Dan E. bewegte sich in früheren Jahren im Umfeld der Neonazi-Partei "Die Rechte" und trat als Redner bei bayerischen Pegida-Demos auf. Er wurde auch vor einiger Zeit als Ordner beim extrem rechten "Team Menschenrechte" gesehen. Wie taz.de schrieb, nahm der Mann zwischenzeitlich an einem Neonazi-Aussteigerprogramm teil. Weitere Infos sind in den verlinkten Artikeln zu finden.

Update 1: Laut tagesspiegel.de (22.11.25, paywall) wurde Dan E. wieder freigelassen. Er sei keine Gefahr, die oben geschilderte Drohung ein "Hilferuf".

Update 2: BR24-Recherchen (via X Jonas Miller, 11.12.25) ergaben, dass Dan E. in Nürnberg erneut festgenommen wurde. Er soll wieder in der Psychiatrie untergebracht werden. Es geht weiterhin um Androhung von Straftaten und Verstoß gegen das Waffengesetz.

br.de ("'Ausländer töten': Bayerischer Extremist in Berlin festgenommen", 20.10.25): hier klicken!, taz.de ("Neonazi kündigte Amoklauf an", 20.10.25): hier klicken!

Nürnberg: Sexualisierte Polizeigewalt während der Proteste gegen "Team Menschenrechte"!? (Dezember 2025)

Mehrere Frauen erheben schwere Vorwürfe gegen Polizeibeamte: Sie seien während der Proteste gegen die allwöchentlichen Demos des extrem rechten "Team Menschenrechte" gewürgt worden. Einige Beamte hätten dabei gegrinst. Mit dem Thema beschäftigen sich der unten verlinkte Artikel von nd-aktuell.de sowie eine vierteilige Videoserie, die unter anderem auf unserem Instagram-Account zu betrachten ist.

nd-aktuell.de ("Polizeigewalt: 'Manchmal grinsen die Beamten dabei'", 9.12.25): hier klicken!

Nürnberg, 8. Dezember: Erneute Proteste gegen die rechte Hetze des "Team Menschenrechte" (Dezember 2025)

Am Montag, den 8. Dezember protestierten etwa 150 Menschen gegen den allwöchentlichen Aufmarsch des extrem rechten "Team Menschenrechte" mit diesmal etwa 50 Fans. Bei den Rechten mit dabei wie so oft der Nürnberger AfD-Stadtrat Klaus Krestel sowie der bayerische "Heimat"(Ex-NPD)-Chef Rainer Hatz, der laut BeobachterInnen von TM-Leuten zur Begrüßung umarmt wurde.

Zwei rechte Redner zitierten zustimmend den stellvertretenden US-Außenminister Christopher Landau, der vor Kurzem die von der EU verhängte hohe Geldstrafe gegen die Social-Media-Plattform X scharf kritisiert hatte. Eine TM-Mitläuferin verteilte einen bizarren verschwörungsideologisch ausgerichteten Flyer aus dem Hause Ivo Sasek. Der schweizer Laienprediger Sasek steht hinter Organisationen wie der Sekte "Organische Christus Generation", dem Online-Kanal kla.tv sowie der "Anti-Zensur-Koalition" (AZK). Die AZK- Konferenzen boten in der Vergangenheit auch Holocaustleugnern ein Podium.

(9.12.25)

Nürnberg, 1. Dezember: Etwa 200 gegen "Team Menschenrechte" (Dezember 2025)

Am vergangenen 1. Dezember demonstrierten etwa 200 Menschen gegen den Aufzug von rund 60 Fans des extrem rechten "Team Menschenrechte", darunter wie fast immer Ex-AktivistInnen der rassistischen Truppe "Pegida Nürnberg". Diese hatten am Montag auf der Demo offensichtlich Besuch von Edwin Wagensveld, dem früheren Chef von Pegida Holland. Wagensveld war zu Hochzeiten von Pegida auch in Deutschland überregional aktiv und beschäftigte sich zuletzt laut Medienberichten mit provokativen Koran-Verbrennungen.

(2.12.25)

Nürnberg / Schwarzenbruck: Peter Webers "Hallo Meinung" hetzt in altbekannter Manier gegen AntifaschistInnen / Fake-News: "15 Millionen produktiv Einzahlende" (Dezember 2025)

Peter Weber, Bauunternehmer aus Schwarzenbruck und seit einigen Jahren mit "Hallo Meinung" im extrem rechten Online-Medienbereich unterwegs, kann es wieder mal nicht lassen: In einem neuen Video hetzt er standesgemäß gegen die jüngsten antifaschistischen Proteste in Gießen und stellt die Geschichte wie viele rechte AgitatorInnen auf den Kopf: AntifaschistInnen seien sowas wie Nazi-Schlägertrupps und es drohe nun "1933".

Ein paar Minuten später im Video bricht er dann eine Lanze für die "wahren" LeistungsträgerInnen der Nation, also die Geldigen, und wiederholt die Fake-News-Meldung aus rechten Kreisen, dass 15 Millionen Deutsche "produktiv Einzahlende" seien und 69 Millionen Menschen in diesem Land "vom Staat Gelder kriegen". Quelle für diese Zahlen ist wohl ein Artikel im Manager Magazin aus dem Jahr 2018, dessen Behauptungen von rechten Medien emsig verbreitet werden. Ein Rechercheartikel von br.de (hier klicken!) zum Thema fasst zusammen: "Für die Grafik, die behauptet, in Deutschland gebe es 15 Millionen 'Nettosteuerzahler', gibt es keine belastbaren Belege. Sie bezieht sich auf einen Artikel, der Autor dieses Artikels räumt aber ein: Die zugrundeliegenden Zahlen für die Berechnung sind fehlerhaft".

(1.12.25)

Haundorf: Razzia wegen Verdachts der Fortführung der verbotenen neonazistíschen Gruppierung "Blood & Honour" (November / Dezember 2025)
- aktualisiert -

Wie donaukurier.de (20.11.25) schrieb, stand im Rahmen einer bundesweiten Razzia wegen Verdachts der Fortführung der verbotenen neonazistischen Gruppierung "Blood & Honour" auch ein 46-Jähriger aus Haundorf (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen) im Visier der Ermittler. Näheres ist nicht bekannt.

Die Schnittmengen zwischen "Blood & Honour" und den Mördern des NSU wurden in der Vergangenheit nicht ausreichend aufgeklärt.

Update: Laut endstation-rechts.de (1.12.25) soll der oben erwähnte Haundorfer "Blood & Honour" weiterbetrieben haben, zusammen "mit zehn weiteren Männern aus sechs Bundesländern". Das weiterhin aktive B&H-Umfeld soll jedoch wesentlich größer sein.

endstation-rechts.de ("Noch ein Ermittlungsverfahren gegen das militante Neonazi-Netzwerk", 1.12.25): hier klicken!, donaukurier.de ("Neonazistisches Netzwerk Blood & Honour: Staatsanwaltschaft Halle ermittelt in Bayern", 20.11.25): hier klicken!

Nürnberg, 22. November: Lautstarke Proteste gegen Hetzveranstaltung des extrem rechten "Team Menschenrechte" (TM) / TM-Redner weiß offensichtlich nicht, wann der Nürnberger Christkindlesmarkt stattfindet! (November 2025)

"Scheiß AfD"-Gesänge und diverse lautstarke Parolen schallten auch am heutigen Samstag den gezählt 45 AnhängerInnen des extrem rechten "Team Menschenrechte" (TM) entgegen, die bei kaltem und sonnigem Wetter durch Nürnbergs Innenstadt zogen. Die Rechten machten sich gegenseitig Konkurrenz - parallel präsentierten die Querdenker von "Die Maschine steht still" ihre Plakate und ihr esoterisches Musikgedudel vor der Lorenzkirche - und waren heute ein ziemlich kleiner Haufen.

Suboptimal auf Seiten der AntifaschistInnen: Auch hier fanden mehrere Veranstaltungen parallel statt. Dennoch waren die Gegenaktionen spaßig und fantasievoll: Zu sehen waren zum Beispiel Klobürsten, eine One-Piece-Fahne und sogar ein Dino (oder war's ein Reptiloid?). Und auch TM sorgte unfreiwillig für Gelächter: Da verwies "Klaus" in seinen Reden zweimal auf den Christkindlesmarkt, der jedoch erst nächste Woche beginnt!

(22.11.25)

Nürnberg : Rede mit hart antisemitischen Aussagen (November 2025)

Ein Filmdokument des Jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus (X, 18.11.25) zeigt Ausschnitte von Reden bei einer Demo der Gruppe Palemanya am vergangenen Samstag in Nürnberg ("Waffenruhe? Israel bombt weiter") und prangert ein "Musterstück des Antisemitismus in Nürnberg" an.

Einer der Redner bemühte sich tatsächlich, hart antisemitische Aussagen zu produzieren. Zitat: "Wo Spaltung ist, ist der Zionismus am Werke. Wo Hass ist, ist der Zionismus am Werke. Das ist auch für Muslime gültig. Leute, wenn Muslime gegen andere hetzen, dann ist da auch der Zionismus am Werke. Wenn Muslime andere Muslime oder andere Menschen verteufeln, dann ist da auch der Zionismus drin. Alles, jede Ideologie, die den anderen verteufelt (...), da ist der Zionismus drin".

Was haben derlei Aussagen mit der israelischen Kriegsführung zu tun? Richtig: Gar nichts. Da verbreitet jemand antisemitisches Verschwörungszeugs, das auch der Geheimdienst des russischen Zaren vor mehr als hundert Jahren verfasst haben könnte.

Aufgerufen zur Demo hatte übrigens auch die "Team-Menschenrechte"- Abspaltung "Wir wollen reden".

(21.11.25)

Fürth, 17. November: 500 gegen knapp 50 Rechte! Toller Gegenprotest in Fürth! (November 2025)

Am 17. November waren in Fürth etwa 500 Menschen auf der Straße, um ihre Abscheu gegen das extrem rechte "Team Menschenrechte" zum Ausdruck zu bringen. Von den Rechten erschienen nur knapp 50 in Nürnbergs Nachbarstadt. Erwähnenswert ist eine fette Blockade der rechten Route. AnwohnerInnen schrien "Nazis raus", ein Kübel Wasser ging über TM nieder.



Fürth, 17.11.25: Protest gegen "Team Menschenrechte" vor dem Stadttheater (Foto: Nürnberger Bündnis Nazistopp)

Das Personal auf TM-Seite: Wie immer eine Mischung aus AfD, "Heimat" (Ex-NPD), christlichen Fundis, Querdenkern.

Danke Fürth!

(17.11.25, ergänzt 18.11.25)

Nürnberg: Messerangriff auf Mann mit ägyptischer Staatsangehörigkeit im Jahr 2023 war auch rassistisch motiviert / "Ich habe gestern leider nur einen erwischt" (November 2025)

Wie br.de (17.11.25) berichtete, war der brutale Messerangriff auf einen 45-Jährigen in Nürnbergs Südstadt am 25. Oktober 2023 auch rassistisch motiviert. Der 40-jährige Täter, ein Deutscher, stach ihm "ohne Vorwarnung mit einem Messer in den Oberkörper".

Die Antwort des Bayerischen Innenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage von Landtagsabgeordneten der Grünen um Cemal Bozoglu brachte nun rassistische und extrem rechte Motive des Täters ans Tageslicht. Der Mann habe unter anderem geäußert: "Die wollen uns alle einnehmen. Die Araber. Ich habe gestern leider nur einen erwischt, aber es sind noch so viele". Des weiteren meinte er, die Mordtaten der SS-Totenkopfdivision "zu Ende bringen“ zu müssen. Auf seinem Mobiltelefon seien Bilder und Chats gefunden worden, die "eine Affinität zum Nationalsozialismus" vermuten lassen, so br.de. Weitere Informationen sind im verlinkten br.de-Artikel zu finden.

br.de ("Messerangriff 2023: Versuchter Mord mit rassistischem Motiv", 17.11.25): hier klicken!

Fürth, 17. November: Auf die Straße! Auch Fürth hat keinen Bock auf das Team rechter Menschen (November 2025)

Am nächsten Montag sucht das extrem rechte "Team Menschenrechte" Fürth heim. Das Fürther Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus hat rasch reagiert und eine Gegenkundgebung organisiert.

Gegenkundgebung: Ab 18.30 Uhr, Fürth, Hallplatz. Auf die Straße!

Auch die Nürnberger Omas gegen rechts mobilisieren nach Fürth!



(14.11.25)

Erlangen: Hitlergruß und rassistische Pöbeleien bei der "Langen Nacht der Wissenschaften" (November 2025)

Wie nn.de (13.11.25) schrieb, zeigten zwei Nazis bei der Erlanger "Langen Nacht der Wissenschaften" den Hitlergruß und beleidigten BesucherInnen rassistisch.

nn.de ("Kripo ermittelt nach Hitler-Gruß und Nazi-Parolen bei Erlanger Mega-Event", 13.11.25): hier klicken!

Langenzenn: Rassistische Beleidigung im Zug (November 2025)

Nachtrag vom September: Am 14. September saß eine Frau mit ihrer 8-jährigen Tochter im Zug und wurde von einem Mann rassistisch angepöbelt. Der Russisch sprechende, im selben Ort lebende Mann habe sie zudem aufgefordert, Deutschland zu verlassen. Die Betroffene versteht Russisch und hat Anzeige erstattet.

(Quelle: BUD Rundbrief, November 2025)

Nürnberg, 10. November: Erneut mindestens 250 gegen das extrem rechte "Team Menschenrechte" (November 2025)
- aktualisiert -

Am 10. November demonstrierten erneut mindestens 250 Menschen lautstark gegen etwa 70 AnhängerInnen des extrem rechten "Team Menschenrechte" (TM).

Bei den Rechten waren neben einigen früheren Pegida-Aktivisten der mittelfränkische AfD-Bezirksrat Krzysztof Malowaniec, der Nürnberger AfD-Stadtrat Klaus Krestel sowie eine AfD-Fahne zu sehen. Bezeichnende Formulierung aus der Rede von Krestel: "Lasst uns die Informationen sinnvoll filtern". Eine jüngere TM-Aktivistin raunte ins Mikro: "Eine Demokratie gibt es nur, wenn alle unterschiedlichen Kräfte miteinander ringen, um das Beste für das Volk zu beschließen". Das würden wahrscheinlich auch die mitmarschierenden "Heimat"-Aktivisten (Ex-NPD), darunter Bayernchef Rainer Hatz, so formulieren. Der rechtsesoterische Spruch des Abends war: "Nürnberg ist ein Kraftzentrum".

Besonders unerträglich waren die Gleichsetzungen demokratischer Mehrheitsentscheidungen und antifaschistischer Gegenproteste mit den Vorgängen in der Nazizeit durch TM-RednerInnen. Diese szenetypische Umdeutung, Verdrehung und Kaperung von Begriffen wird von AfD bis Neonaziszene fleißig betrieben, leider nicht ohne Erfolg.

(11.11.25, aktualisiert 14.11.25)

Nürnberg, 8. November: 600 bei Antifa-Demo (November 2025)

Verschiedene linke Gruppen mobilisierten zur Demo in der Nürnberger Südstadt und konnten am 8. November 600 Menschen mobilisieren. Unmittelbarer Anlass der Demo sei das "verstärkte Aufkommen von rechten Aufklebern und Schmierereien rund um den Harsdörfferplatz" gewesen, so antifaak161 auf Instagram.

Verwiesen wird unter anderem auf das (hoffentlich!) zunehmend schwächelnde extrem rechte "Team Menschenrechte", das großspurig zur Gegendemo aufrief, dann aber die Anmeldung kurzfristig zurückzog.

(9.11.25)

Nürnberg, 3. November: Mindestens 250 Menschen gegen extrem rechte Demo / Rechter Streamer distanzierte sich vom "Team Menschenrechte" (November 2025)

Am vergangenen Montag demonstrierten in Nürnberg mindestens 250 Menschen gegen das extrem rechte "Team Menschenrechte" (TM). Es gab entlang der rechten Strecke einige Blockadeversuche.

TM konnte etwa 70 AnhängerInnen mobilisieren, darunter den AfD-Kreisvorsitzenden Erik Neumayr, einige "Heimat"-(Ex-NPD)- Aktivisten sowie Gäste aus Neuburg an der Donau.

Interessant: Neulich distanzierte sich einer der rechten Streamer, der häufig die TM-Märsche filmte und damit auch überregional bekannt machte, von TM. Er werde nicht mehr über TM berichten. Da gebe es Meinungen, "die ich nicht transportieren möchte", sagte er in einem Video. TM zu rechts für ihn?

(4.11.25)

Nürnberg: Rassistischer Pöbler und Schläger in der U-Bahn (November 2025)

Wie uns berichtet wurde, pöbelte am gestrigen Montag ein aggressiver Rassist in der U-Bahn seinen Sitznachbarn an und forderte diesen im Befehlston auf, zu rutschen (aufzustehen), damit er die Sitzbank verlassen könne. Nachdem das Opfer mit der Hand signalisierte, dass der Rassist auf Abstand bleiben solle, schlug der Mann ihm auf die Hand und schrie dann "Pack, Dreck seid ihr" und irgendwas mit Regeln.

(4.11.25)

Bayreuth: Massenhaft rechte Schmierereien (November 2025)

In Bayreuth wurden zahlreiche Gegenstände mit rassistischen Parolen beschmiert (u.a. "White Lives Matter" und "Remigration").

(4.11.25, Endstation Rechts Bayern auf bluesky)

Wendelstein: Antisemitische und rassistische Parolen auf Plakat an der Autobahn / "Lasst Synagogen und Moscheen in Flammen stehen" (November 2025)

Laut nn.de (3.11.25, paywall) wurde über die Autobahn A73 bei Wendelstein ein großes Plakat mit antisemitischen und rassistischen Parolen gespannt, unter anderem "Lasst Synagogen und Moscheen in Flammen stehen".

(4.11.25)

Erlangen, 26. Oktober: 500 auf der Straße gegen "Stadtbild" / Merz (Oktober 2025)

Am 26. Oktober gingen auf Einladung von Fridays for Future Erlangen etwa 500 Menschen auf die Straße, um gegen die menschenverachtende "Stadtbild"- Aussage des Bundeskanzlers und die dahinter stehenden Politikvorstellungen Position zu beziehen.

(27.10.25, Quelle: Fridays for Future Erlangen via Facebook)

Nürnberg, 25. Oktober: Mindestens 600 Menschen auf der Straße gegen das extrem rechte "Team Menschenrechte" / Danke an alle! (Oktober 2025)
- ergänzt -

Am 25. Oktober kamen in Nürnberg zum Auftakt mindestens 600 Menschen zum Willy-Prölß-Platz, um gegen das extrem rechte "Team Menschenrechte" zu protestieren. Die Auftaktkundgebung hatte unser Bündnis zusammen mit den Omas gegen rechts organisiert, eine Demo in der Nähe der rechten Strecke wurde von VerLINKung durchgeführt. Entlang der rechten Demostrecke gab es Blockadeversuche, wie uns mitgeteilt wurde.



Nürnberg, 25.10.25: Protest gegen "Team Menschenrechte" am Auftaktort auf dem Willy-Prölß-Platz (Fotos: Nürnberger Bündnis Nazistopp)

Einige Schilder der GegendemonstrantInnen kritisierten die jüngste rassistische Entgleisung des Bundeskanzlers (Stichwort "Straßenbild"), siehe auch das rechte Foto.

Die Rechten konnten gerade mal sechzig AnhängerInnen mobilisieren, darunter den bayerischen "Heimat"-Chef Rainer Hatz (ehem. NPD) sowie weitere Leute aus dem "Heimat"-Umfeld. Auch AfD-Stadtrat Klaus Krestel war zu sehen.

Update: Im Anschluss an die Gegenaktionen in Sicht- und Hörweite der extrem rechten Demo veranstaltete die Allianz gegen Rechtsextremismus eine 30-minütige Protestkundgebung zum Thema "Stadtbild" auf dem Kornmarkt. Etwa 300 Menschen kamen.

Einstweilen geht die Diskussion über Polizeigewalt bei antifaschistischen Demos weiter: hier klicken!

(25.10.25, ergänzt 26.10.25)

Greding, 25. Oktober: 150 Menschen auf der Straße gegen AfD- Landesparteitag (Oktober 2025)

Wie nn.de (25.10.25, paywall) schrieb, waren am vergangenen Samstag im mittelfränkischen Greding mindestens 150 Menschen gegen die AfD auf der Straße. Ein Liedermacher wies auf das "Schweigen der Stadt" hin. Aufgerufen zum Gegenprotest hatte das örtliche Bündnis "Greding ist bunt". Die extrem rechte Partei hielt im abgelegenen Hippodrom ihren Landesparteitag ab, wie gehabt.

Die Gegendemo zog zum Hippodrom und wurde eine Zeitlang von der Polizei aufgehalten, weil drei Demonstranten auf das Dach einer Schreinerei gegenüber dem rechten Veranstaltungsort geklettert waren, dort ein großes Transparent entrollt und Bengalos entzündet hatten. Aus dem abgesperrten Bereich heraus beschimpften die aufgehaltenen TeilnehmerInnen der antifaschischen Demo lautstark die mit Bussen herangekarrten AfD-Fans.

(26.10.25)

Fürth, 24. Oktober: 200 Menschen protestierten gegen "Stadtbild"-Aussage des Bundeskanzlers (Oktober 2025)

Laut nn.de (24.10.25, paywall) protestierten in Fürth am vergangenen Freitag 200 Menschen gegen die rassistischen "Stadtbild"-Aussagen des Bundeskanzlers. Aufgerufen zur Kundgebung hatte das Fürther Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus.

Zur Rede des Bündnisses: hier klicken!

(26.10.25)

Nürnberg, 25. Oktober: Auf die Straße gegen rechte Demo! Kundgebung "Unsere Stadt - Unsere Straßen - Unser Stadtbild! Kein Platz für Faschos" (Oktober 2025)

Am kommenden Samstag ist es wieder so weit: Unter Federführung des extrem rechten "Team Menschenrechte" wird überregional zur rechten Demo nach Nürnberg mobilisiert. Wir halten dagegen: Gemeinsam mit den Omas gegen rechts veranstalten wir eine Kundgebung auf dem Willy-Prölß-Platz.

Unsere Kundgebung: Ab 13.30 Uhr, Nürnberg, Willy-Prölß-Platz. Auf die Straße!

Nach unserer Auftaktkundgebung führt VerLINKung eine Demonstration durch (Zwischenkundgebungen Siebenkeesstraße / Ecke Landgrabenstraße sowie Peter-Henlein-Straße / Ecke Tafelfeldstraße), die wieder zum Willy-Prölß-Platz. Die Nazistopp/Omas-Kundgebung "bleibt" am Willy-Prölß-Platz.



Auf unserer Kundgebung wird u.a. Andrea Kuhn sprechen (Leiterin des Nuremberg International Human Rights Film Festival). Es tritt die Band Klinikel auf.

(Stand 23.10.25)

Raum Bayreuth, Oberösterreich: Deutscher Rentner soll Muslima massiv beleidigt und geschlagen haben / Verurteilung zu zehn Monaten Haft auf Bewährung (September / Oktober 2025)
- aktualisiert -

Laut Endstation Rechts Bayern (16.9.25, bluesky) und weiteren Medienberichten soll der 66-jährige Rentner Helmut S. aus dem Raum Bayreuth im oberösterreichischen Schärding eine 33-jährige Muslima körperlich angegriffen und rassistisch beleidigt haben. "Bei verbalen Entgleisungen blieb es allerdings nicht: Er soll anschließend die Frau mit Gewalt gepackt und versucht haben, ihr ein Stück Frankfurter in den Mund zu stecken: 'Ich esse Schwein, jetzt musst du auch Schwein essen!' Danach habe er die Frau noch am Handgelenk gepackt, ihr den Arm verdreht und gedroht, ihr die Hand abzuhacken. Auch drei Faustschläge ins Gesicht habe er ihr laut Staatsanwaltschaft versetzt" (krone.at, 3.9.25).

Zum ersten Gerichtstermin erschien der Mann nicht. Was für ein Held!

Update: Wie stopptdierechten.at (21.10.25) schrieb, wurde der oben erwähnte Rassist nun im österreichischen Ried zu zehn Monaten Haft auf Bewährung und 1000 Euro Schmerzensgeldzahlung verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. In Deutschland soll er bereits drei Vorstrafen wegen Körperverletzung und Betrug erhalten haben. Weitere Informationen sind im verlinkten Artikel zu finden.

(16.9.25, ergänzt 23.10.25)

stopptdierechten.at ("Schärding-Ried/OÖ: Gewalttätiger Deutscher verurteilt", 21.10.25): hier klicken!

Nürnberg, in eigener Sache: Homepage wieder in Betrieb (Oktober 2025)

Wie ihr vielleicht registriert habt, war die Nazistopp-Homepage in den vergangenen Tagen zeitweise "verschwunden" und nach dem "Wiederauftauchen" dann ohne Aktualisierungen. Der Grund: Unser Server wurde abgeschaltet und der "Umzug" auf den neuen Server war schwieriger als gedacht. Bis zur Fertigstellung der neuen und moderneren Seite jetzt also wieder die "alte" Seite in bekanntem Retro-Flair.

(21.10.25)

Nürnberg, 20. Oktober: Erneut protestierten mindestens 300 Menschen gegen die Demo des extrem rechten "Team Menschenrechte" (Oktober 2025)

Am vergangenen Montag (20.9.25) protestierten mindestens 300 Menschen gegen die montägliche Demo des extrem rechten "Team Menschenrechte". Erneut kam es zu mehreren Blockadeversuchen der rechten Demo. Bei den Rechten marschierten etwa 60 AnhängerInnen mit.

Gesehen wurden auch sechs Ponys und zwei Einhörner, jeweils selbst gebastelte Demo-Accessoires, eine satirische Reaktion auf den zunehmenden Einsatz von berittenen PolizistInnen. Der Einsatz von Polizeipferden führte bereits mehrfach zu massiveren Verletzungen bei GegendemonstrantInnen.

(21.10.25)

Nürnberg, 6. Oktober: 300 gegen Aufzug des extrem rechten "Team Menschenrechte" (Oktober 2025)

Nach uns zugegangenen Berichten demonstrierten am vergangenen Montag etwa 300 Menschen gegen das extrem rechte "Team Menschenrechte", das etwa 60 AnhängerInnen mobilisieren konnte. Zu erwähnen sind mehrere kurzzeitige Sitzblockaden seitens der AntifaschistInnen sowie der erneute Einsatz einer Reiterstaffel (führte in der Vergangenheit mehrfach zu Verletzungen). An einem Parkhaus prangte ein Riesentransparent mit der Aufschrift "NBG NaziFREI!", das auf eine antifaschistische Demo am 8. November hinwies.

(7.10.25)

Cadolzburg, 4. Oktober: Mehrere Dutzend Menschen protestierten gegen AfD-Veranstaltung (Oktober 2025)

Laut nn.de (5.10.25, paywall) protestierten vor der früheren Gaststätte "Gwäxhaus" in Cadolzburg mehrere Dutzend Menschen gegen eine AfD-Veranstaltung. Mobilisiert hatte das Bündnis gegen Rechtsextremismus Cadolzburg.

Laut Artikel hat die Partei "Erdgeschoss der ehemaligen Gaststätte, die Veranda und Terrasse, einen Keller und 16 Parkplätze" von einer Erbengemeinschaft angemietet.

(5.10.25)

Nürnberg und anderswo: Nationalsozialistische Propaganda in den Telegram-Kommentarspalten eines rechten Streamers, der häufig auf den Demos des Team Menschenrechte in unserer Stadt anzutreffen ist (Oktober 2025)

Sebastian Weber sitzt für die AfD im Kreistag des sächsischen Landkreises Leipzig. Der Mann ist bekanntlich bundesweit als rechter Medienaktivist unter der Bezeichnung "Weichreite TV" unterwegs und "begleitet wohlwollend rechtes Protestgeschehen", wie es in einem Artikel auf dem Portal "Tolerantes Sachsen" heißt (hier klicken!). Doch darum soll es an dieser Stelle nicht gehen. Es geht um knallharte NS-Propaganda, die in den Kommentarspalten des rechten Streamers zu finden ist.

Auf seinem Telegram-Kanal "Weichreite Kanal" postet Weber unter anderem reißerische Werbung für seine jeweiligen Auftritte als "Journalist", so am 20. September 2025. Einige der seit über einer Woche von jeder Person einsehbaren Kommentare unter seinem Beitrag haben es in sich.

So betrieb eine "Ines Wunder" offene NS-Propaganda. Sie sprach Herrn Weber persönlich an ("Lieber Sebastian, ich habe einiges zu dem Thema: Nazi, NS leider geht es nicht einzustellen") und zählte dann auf, "was der Nationalsozialismus bietet". In der langen Liste finden sich platte Lügen ("fast nicht vorhandene Kriminalität"), völkische Propanda ("Die Schaffung einer erwachten Nation, die sich der globalen Probleme und der internationalen Lügen und Propaganda bewusst ist" und "Schützt die eigene Rasse und bietet jeder Rasse / jedem Volk eine sichere Heimat"), Leckerlis für Freunde und Freundinnen schlechter Kunst ("Keine degenerierte Kunst oder Bücher") und Waffen- und GewaltfetischistInnen ("Keine strenge 'Waffenkontroll'-Gesetzgebung") sowie natürlich knallharten Antisemitismus ("Jüdische Bankenkartelle werden Ihre Nation nicht regieren" und "die Beendigung des Einflusses parasitärer jüdischer Bankenkartelle / Zentralbanken").

Ein bisschen weiter unten verlinkte besagte "Ines Wunder" auf ein TikTok-Video mit dem Dateinamen "1933", in dem ein jugendlich gestylter Sprecher namens "federfehde" diverse Maßnahmen der historischen Nationalsozialisten lobt, zum Beispiel die Schließung von Homosexuellenbars (Folterung und Ermordung von homosexuellen Männern in den KZs erwähnt er natürlich nicht). Ein antisemitisches und verschwörungsideologisches Zitat aus dem Video: "So gut wie alle Banken, die ausnahmslos in Privatbesitz lagen, wurden verstaatlicht oder vom Staat kontrolliert. Und ja, das betraf fast ausnahmslos jüdische Unternehmen, die eben diese privaten Banken betrieben hatten. Warum? Der Grund waren die unfassbaren Zinslasten, die diese Banken eben veranschlagt haben, zu reduzieren oder sogar auf Null zu senken". Im Folgenden wird der "größte Wirtschaftsaufschwung der Menschheit" in Nazideutschland in den Jahren nach nach 1933 herbeifantasiert und last but not least der deutsche Angriffskrieg 1939 unumwunden gerechtfertigt. Adolf Hitler, im Video "der Maler aus Österreich" genannt, wird als Friedensapostel geschildert, der sich international und leider leider vergeblich für Rüstungsbeschränkungen eingesetzt habe, "weil er eben Krieg gegen Zivilisten maximal einschränken wollte". Zynischer und verlogener geht's nicht.

Offensichtlich lässt ein Herr Weber derartige NS-Propaganda auf seinem Telegram-Kanal zu, von inhaltlicher Kontrolle kann keine Rede sein. Wir sind gespannt auf das Herumgeeiere von Herrn Weber und auch auf die Reaktion der Justiz, denn wir haben Anzeige erstattet.

(1.10.25)