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Nürnberg, 27. September: Etwa 1800 Menschen auf der
Straße gegen rechts! / Skandalöse extrem rechte
Zwischenkundgebung auf der Straße der Menschenrechte /
Martialischer Polizeiauftritt gegen AntifaschistInnen /
Vielen Dank an alle AntifaschistInnen! (September 2025)
- aktualisiert -
Zwei Anlässe (Proteste gegen extrem rechte Demo sowie Demo
wegen der harten Gefängnisstrafe gegen die Antifaschistin
Hanna) brachten am 27. September etwa 1800 Menschen auf
die Straße.
Zum einen demonstrierten etwa 1500 Menschen, um gegen die
am Vortag verhängte Haftstrafe gegen Hanna S. zu
protestieren (Hintergründe sind unter anderem hier
und hier
nachzulesen), zum anderen beteiligten sich 300 Menschen an
der Kundgebung des Nürnberger Bündnis Nazistopp und der
Omas gegen rechts auf dem Sebalder Platz, in Hör- und
Sichtweite der Auftakt- und Schlusskundgebung der
Demonstration des extrem rechten Bündnisses "Gemeinsam für
Deutschland" (GfD). Eine weitere kleine Gegenkundgebung
beschallte die Rechten von der anderen Seite her. Die
GfD-Hetzer, in Nürnberg wie immer unter Federführung des
extrem rechten "Team Menschenrechte" unterwegs, konnten
trotz überregionaler Mobilisierung erneut nur 100
AnhängerInnen mobilisieren, eine klare Blamage. Mehrere
hundert Menschen schließlich beteiligten sich an den
lautstarken Protesten und Blockadeaktionen entlang der
rechten Route. Ein überaus martialischer Polizeieinsatz
richtete sich offensichtlich vor allem gegen die
antifaschistischen GegendemonstrantInnen und führte laut
ersten Berichten zu mehreren Verletzten. Drei verletzte
Personen mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Nürnberg, 28.9.25: Protestkundgebung gegen den
Aufmarsch von "Gemeinsam für Deutschland" am Auftaktort
am Rand des Sebalder Platzes (Foto: Nürnberger Bündnis
Nazistopp)
Die Gegenkundgebung von Nazistopp und den Omas sorgte für
lautstarke Sprechchöre gegen die extrem Rechten, für
inhaltliche Einordnung durch Infostand und einige Reden
sowie für musikalische Begleitung, unter anderem durch die
Auftritte von "Edle Brüder" und "Kriemhild & Andreas
Cipa". Danke an die MusikerInnen und an alle, die an
diesem Tag gegen rechts auf der Straße waren!
Nach dem Demostart der extrem Rechten zog von unserem
Kundgebungsgelände eine angemeldete Demonstration der
Gruppe VerLINKung los. Die DemoteilnehmerInnen kamen nach
kurzer Zeit völlig konsterniert wieder zurück, weil sie an
einem von Polizeikräften errichteten Sperrgitter
aufgehalten worden seien. Mehrere Polizeibeamte hätten mit
gezogenen Schlagstöcken auf das Gitter geschlagen, die
AntifaschistInnen aggressiv angebrüllt und sie zum
Umdrehen gezwungen. Gewaltandrohung gegen eine
Demonstration, die keinen Anlass dazu geboten hat!? Halb
Nürnberg scheint an diesem Tag abgegittert gewesen zu
sein.
Ebenso skandalös erscheint die Tatsache, dass die extrem
Rechten von GfD eine etwa zwanzigminütige
Zwischenkundgebung in der Straße der Menschenrechte
abhalten konnten. nn.de kommentierte, dass die Rechten
erstaunt über dieses Zugeständnis der Stadt Nürnberg
waren. Deren Redner Frank Kettner "nahm dies als
Bestärkung der eigenen politischen Aktivität auf".
Bei den Rechten waren einige AfD-Fahnen zu sehen sowie der
mittelfränkische AfD-Bezirksrat Krzysztof Malowaniec. Die
Heimat, ehemals NPD, war personell stark vertreten, unter
anderem mit deren Bayernchef Rainer Hatz. Zu sehen waren
der ehemalige NPD-Bundestagskandidat Maik Langen sowie
Szeneanwalt Frank Miksch. Neben evangelikalem,
pseudo-friedlichem Gesülze klärten GfD-Redner darüber auf,
dass es nur zwei Geschlechter gebe und forderten in
klassisch extrem rechter Manier: "Wir wollen unser
Land zurück". Ein weiteres, bezeichnendes Fragment
aus einer rechten Rede: "Eines Tages wird eine Partei
an die Macht kommen und dann werden wir diese Verbrecher
zur Rechenschaft ziehen".
Update: Mittlerweile ist von vier schwerer
verletzten GegendemonstrantInnen auszugehen. Wie bereits
bei vorhergehenden Polizeieinsätzen war daran nach
verschiedenen Berichten unter anderem die Reiterstaffel
der Polizei beteiligt, die rücksichtslos vorging und
teilweise ihre Pferde nicht unter Kontrolle hatte.
(28. und 29.9.25, Quellen: Unter anderem eigene
Beobachtungen, nn.de 27.9.25 paywall, Meldung der Roten
Hilfe, Ausschussantrag der Linken Liste)
nd-aktuell.de ("Polizeipferde und Schlagstöcke gegen
Antifas in Nürnberg", 14.10.25): hier
klicken!, taz.de ("Gemeinsam gegen die Straße",
3.10.25): hier
klicken!
Nürnberg, 27. September: Auf die Straße gegen
"Gemeinsam für Deutschland"! (September 2025)
Die extrem Rechten von "Gemeinsam für Deutschland" haben
trotz einbrechender Teilnehmerzahlen angekündigt, am
Samstag, den 27. September erneut in Nürnberg zu
demonstrieren. Wir halten dagegen und werden an diesem Tag
ab 13 Uhr zusammen mit den Omas gegen rechts mit einer
Gegenkundgebung präsent sein.
Unsere Kundgebung: Ab 13 Uhr, Sebalder Platz in
Richtung Kugel-Apotheke. Auf die Straße!
Nach unserer Auftaktkundgebung führt VerLINKung eine
Demonstration durch (Zwischenkundgebung Karlstraße / Höhe
Augustinerstraße), die wieder zum Sebalder Platz
zurückführt. Die Nazistopp/Omas-Kundgebung "bleibt" am
Sebalder Platz.
Bei unserer Kundgebung werden "Edle Brüder" und "Kriemhild
& Andreas Cipa" auftreten.
(Stand 24.9.25)
Würzburg / Gemünden: Haftstrafe für Querdenker wegen
gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und Nötigung
bestätigt (September 2025)
Laut Süddeutscher Zeitung (25.9.25, Printausgabe) wurde
die gegen einen 41-jährigen Mann aus der Querdenkerszene
verhängte 16-monatige Haftstrafe nun rechtskräftig. Der
Mann hatte im Januar 2021 dazu beigetragen, einen ICE in
Unterfranken zur Schnellbremsung zu zwingen.
Der 41-Jährige und unbekannte Mittäter waren in der
Querdenkerszene aktiv und spannten am 6. Januar 2021 an
Holzlatten befestigte Plakate über die Bahnstrecke. Darauf
zu lesen waren Parolen wie "Diesmal Fake" oder "Achtung
Gleisbruch 2km" (wir berichteten mehrfach).
Laut taz.de vom 25. April 2021 (hier
klicken!) hatte sich der Verurteilte noch im Mai
2020 auf einer Demo als besorgter Familienvater
präsentiert. Im März 2021 äußerte er sich JournalistInnen
gegenüber in Reichsbürger-Manier. Über weitere deutlich
rechtsgerichtete Äußerungen des Mannes informiert der
verlinkte taz.de-Artikel.
Hintergrund: Am Tag der Attacke auf den ICE, am 6.
Januar 2021, wurde in zahlreichen Querdenker-Foren für
Autobahnblockaden mobilisiert, die kurzzeitig auch in der
Region Nürnberg / Fürth stattfanden.
(26.9.25)
Nürnberg: Neonazi zu drei Monaten Gefängnis wegen
Bedrohung verurteilt / "Ich klopp dich um"
(September 2025)
ergänzt -
Wie uns berichtet wurde, wurde Neonazi Sven M. vor dem
Nürnberger Amtsgericht zu einer Gefängnisstrafe von drei
Monaten ohne Bewährung verurteilt, und zwar wegen
Bedrohung eines Antifaschisten. Das Urteil ist vermutlich
noch nicht rechtskräftig. M. nahm bis vor einigen Monaten
regelmäßig an Demonstrationen des extrem rechten "Team
Menschenrechte" (TM) teil.
Update: Der 37-jährige Sven M. kam mit einem
Nazi-Shirt zum Prozess (Aufdruck "APR" = "Aryan
People Resistance"). Im Prozess ging es darum, dass
M. am 7. April den Geschädigten mit den Worten "Ich
klopp dich um" und einer aggressiv wirkenden Geste
bedroht haben soll. M. ist wohl mehrfach einschlägig
vorbestraft und befand sich wegen einer früheren
Verurteilung noch auf Bewährung. Möglicherweise wartet ein
weiterer Prozess auf ihn: Er soll am selben Tag (7. April)
nach dem Ende der TM-Demonstration gemeinsam mit anderen
auf AntifaschistInnen losgegangen sein.
(24.9.25, ergänzt 25.9.25, Quellen: Prozessbeobachtung,
nn.de 24.9.25, Endstation Rechts Bayern bluesky 24.9.25)
Fürth: Antisemitischer Aushang an Pizzeria (September
2025)
Wie nn.de (24.9.25, paywall) schrieb, hing vor der Tür
einer Fürther Pizzeria kurzzeitig ein Schild mit der
Aussage "Israelische Bürger sind nicht willkommen".
Der Wirt bestritt laut Artikel eine antisemitische Absicht
und gab an, er habe israelische Bürger aufrütteln wollen
und selbstverständlich seien diese in seinem Lokal
willkommen. Na ja... Klingt schwer nach Ausrede...
(24.9.25)
nordbayern.org ("'Das ist blanker Antisemitismus':
Aufregung um Pizza-Zulu in Fürth zieht weite Kreise",
25.9.25): hier
klicken!, sueddeutsche.de ("'Nicht willkommen':
Wirbel um Aushang gegen Israelis in Restaurant", 24.9.25):
hier
klicken!
Nürnberg, 22. September: Mindestens 300 gegen den
extrem rechten Aufmarsch des "Team Menschenrechte"
(September 2025)
Gegen den montäglichen Aufmarsch des extrem rechten "Team
Menschenrechte" in der Nürnberger Innenstadt protestierten
am 22. September mindestens 300 Menschen. Die Rechten
konnten etwa 60 AnhängerInnen mobilisieren. Wie fast jedes
Mal in den vergangenen Monaten kam es zu Sitzblockaden
vonseiten der GegendemonstrantInnen.
(23.9.25)
Nürnberg: Extrem rechte Landtagsabgeordnete fordert "Remigration"
und unterhält Kontakte zu Neonazis sowie radikalen
Antisemiten (September 2025)
Als "Spaziergang" war die provokative Aktion der
AfD-Landtagsabgeordneten Elena Roon (Bayern) und Lena
Kotré (Brandenburg) angekündigt, natürlich begleitet vom
rechten Streamer Sebastian Weber (ebenfalls AfD). Frau
Kotré forderte "Remigration", aus unserer Sicht
bedeutet das gewalttätige Vertreibung von Teilen der
Bevölkerung, und hat hat offensichtlich kein Problem mit
der extrem rechten Szene. Laut welt.de (4.7.25) lud sie
Keith Woods aka Keith O'Brien in den Brandenburger Landtag
ein. Der Ire "schwadroniert über 'jüdische Macht' und
'rassischen Nationalismus' und tritt gemeinsam mit
Holocaust-Leugnern und Neonazis auf", so das
Online-Portal. Wie correctiv.org (27.12.24) wiederum
schrieb, nahm Kotré im Dezember 2024 an einem
Neonazitreffen in der Schweiz teil.
Entlang der Strecke des extrem rechten "Spaziergangs",
der auch vom "Team Menschenrechte" beworben worden war,
gab es natürlich Gegenprotest.
welt.de ("Wie die Brandenburger AfD einen antisemitischen
Nationalisten hofiert", 4.7.25): hier
klicken!, correctiv.org ("Kein Geheimtreffen gegen
Deutschland – wir waren trotzdem dabei", 27.12.24): hier
klicken!
(13.9.25)
Nürnberg: Rechter Boxer aus dem Ring geflogen
(September 2025)
Wie nn.de (11.9.25, paywall) schrieb, darf der aus
Schweinfurt stammende Lucas S. nun doch nicht an einem
Boxwettkampf am 13. September in der Nürnberger
Meistersingerhalle teilnehmen. Das Online-Portal über den
extrem rechten Boxer: "Unsere Recherchen haben
ergeben, dass Lucas S. in Schweinfurt mit der
rechtsextremen Partei der III. Weg sympathisiert. Auf
seinem privaten Instagram-Account postete er unter
anderem sich selbst mit erhobenen Daumen in der
KZ-Gedenkstätte Dachau sowie ein Foto zum Todestag von
Rudolf Heß, der als Stellvertreter Adolf Hitlers
fungierte, mit den Worten 'Rudolf Hess unvergessen'".
In den letzten Tagen sei der Druck von allen Seiten
(Halle, Fans, Sponsoren) gestiegen, heißt es. Der Chef des
Veranstalters TBL meint, "dass Ablehnung durch die
Gesellschaft nicht der richtige Weg sei und Extremisten
durch den Sport leichter resozialisiert werden könnten".
Aha!
(11.9.25)
Nürnberg, 9. September: Zivilgesellschaft gedenkt der
Ermordung Enver Simseks vor 25 Jahren und fordert
zusammen mit den Opferangehörigen weiter Aufklärung /
Danke an alle MitorganisatorInnen und HelferInnen!
(September 2025)
- aktualisiert -
450 Menschen kamen am 9. September trotz Dauerregen zur
Gedenkveranstaltung für Enver Simsek an den nach ihm
benannten Platz in Nürnberg. Seine Tochter Semiya Simsek
und fünf weitere Betroffene rassistischer Gewalt hielten
bewegende Reden.
 
Nürnberg, 9.9.25: Gedenkveranstaltung zum 25. Jahrestag
der Ermordung Enver Simseks am gleichnahmigen Platz.
Links zu sehen: Semiya Simsek bei ihrer Ansprache sowie
Musikerin Eilin Herrmann (Fotos: Nürnberger Bündnis
Nazistopp)
Die Stimmung während der 90-minütigen Kundgebung war sehr
emotional. Die aus der Türkei angereiste Semiya Simsek
forderte, "dass auch die Helfer und Helfershelfer zur
Rechenschaft gezogen werden". Nach den Reden von
Gamze Kubasik aus Dortmund und Mandy Boulgarides, deren
Väter vom NSU ermordet worden waren, sprach Serkan
Yildirim ("Mehmet O."), der den NSU-Bombenanschlag 1999 in
Nürnberg schwer verletzt überlebt hatte. Sein Appell: "Kämpft
jeden Tag für eine offene und tolerante Gesellschaft, in
der jeder Mensch sicher leben kann, unabhängig von
seiner Herkunft, Religion oder Hautfarbe". Für die
Initiative OEZ München Erinnern stand Yasemin Kiliç auf
der Bühne. Sie hatte beim rassistischen Terroranschlag am
OEZ in München 2016 ihr Kind verloren. Çetin Gültekin,
dessen Bruder bei dem rassistisch motivierten Anschlag im
Jahr 2020 in Hanau ermordet worden war, fand ebenfalls
bewegende Worte.
"Wer gegen Nazis kämpft, kann sich nicht auf den Staat
verlassen", zitierte Rechtsanwältin Seda
Basay-Yildiz die Holocaust-Überlebende Esther Bejarano.
Weitere Statements kamen von Buchautorin Christine Werner,
Gisbert von Eyb für das Nürnberger Bündnis Nazistopp sowie
Alev Bahadir für die Migrantenvereinigung Junge Stimme.
Musikalisch umrahmt wurde die Gedenkveranstaltung von der
Nürnberger Cellistin Eilin Herrmann. Die Moderation
übernahmen Birgit Mair sowie Ali Sirin vom
Solidaritätsnetzwerk der Betroffenen rechter,
rassistischer und antisemitischer Gewalt, das zusammen mit
dem Nürnberger Bündnis Nazistopp federführend die
Veranstaltung organisiert hatte.
Wir bedanken uns herzlich für die tatkräftige
Unterstützung durch Menschen aus folgenden Organisationen
und Initiativen: Omas gegen rechts Nürnberg, Das Schweigen
durchbrechen, ver.di Mittelfranken - AK
Antifaschismus/Antirassismus, SJD - Die Falken Nürnberg,
Junge Stimme e.V., Freundschafts- und Solidaritätsverein
e.V., Bündnis 90 / Die Grünen, Naturfreunde
Nürnberg-Mitte, Omas gegen Rechts AlFiMoLa, Linksjugend
['solid], VerLINKung, Motorradclub Kuhle Wampe - Geyers
Schwarzer Haufen.
Wir bedanken uns auch beim Stadion Nürnberg für den
Support mit der Bühne.
Ergänzung: Erwähnt sei an dieser Stelle, daß um 17
Uhr, eineinhalb Stunden vor Beginn unserer Veranstaltung
und mitten im Aufbau, eine kleine Gedenkveranstaltung des
türkischen Konsulats stattfand. Diese Veranstaltung war
uns im Vorfeld nicht durch das Ordnungsamt der Stadt
Nürnberg angekündigt worden, sondern kurzfristig durch vor
Ort eingesetzte Polizeikräfte.
(10.9.25, aktualisiert 11.9.25. Anmerkung zu einigen Namen
im Text: Derzeit - November 2025 - akzeptiert unser Server
keine türkischen Sonderzeichen, sorry)
yenihayat.de ("25 Jahre Ermordung von Enver Simsek: große
Gedenkveranstaltung in Nürnberg", 9.9.25): hier
klicken!, ardmediathek.de ("Live aus Nürnberg:
Gedenken an den ersten NSU-Mord vor 25 Jahre", 9.9.25): hier
klicken!, swr.de ("Vor 25 Jahren beging der NSU mit
dem Mord an Enver Simsek sein erstes Verbrechen", 9.9.25):
hier
klicken!, evangelisch.de ("Erster NSU-Mordanschlag
vor 25 Jahren", 9.9.25): hier
klicken!, taz.de ("'Wer hat den NSU unterstützt?'",
10.9.25): hier
klicken!, evangelisch.de ("Erster NSU-Mordanschlag
vor 25 Jahren", 9.9.25): hier
klicken!, nordbayern.de ("'Wie rassistisch können
Behörden agieren?' - Lesung vor Jahrestag des ersten
NSU-Mordes", 9.9.25): hier
klicken!, deutschlandfunk.de ("Wir werden nicht
ernst genommen", 9.9.25): hier
klicken!, br.de ("Erster NSU-Mord: Welche Rolle
spielte Ex-Neonazi Christian W.?", 9.9.25): hier
klicken!
Nürnberg, 9. September: Vor 25 Jahren wurde Enver
Simsek vom NSU ermordet / Gedenkveranstaltung gemeinsam
mit der Familie Simsek und weiteren Betroffenen rechter
Gewalt (Juli / August / September 2025)
- mehrfach aktualisiert -
Vor 25 Jahren wurde Enver Simsek vom rechtsterroristischen
NSU ermordet. Am Dienstag, den 9. September 2025 findet zu
diesem Anlass eine Gedenkveranstaltung gemeinsam mit der
Familie Simsek statt.
Auszug aus dem Programm: Es werden sechs Betroffene
rechter Gewalt in Deutschland sprechen, darunter auch
Menschen aus Dortmund und München, deren Väter vom NSU
ermordet wurden sowie Serkan Yildirim, bekannt als Mehmet
O. Er überlebte den NSU-Bombenanschlag 1999 in Nürnberg.
Für die Initiative OEZ München Erinnern spricht eine
Mutter, die beim rassistischen Terroranschlag am OEZ in
München im Jahr 2016 ihr Kind verloren hat. Auch Çetin
Gültekin von der Initiative 19. Februar Hanau wird einen
Redebeitrag halten. Er hat bei dem rassistischen Anschlag
im Jahr 2020 seinen Bruder verloren.
Musikalisch umrahmt wird die Gedenkveranstaltung von der
Nürnberger Cellistin Eilin Herrmann.
Zeit: 9.9.25, 18.30 Uhr bis 20 Uhr
Ort: Enver-Simsek-Platz in Nürnberg
Veranstalter: Nürnberger Bündnis Nazistopp in
Kooperation mit dem Solidaritätsnetzwerk der Betroffenen
rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt
Fahrradtreff für alle, die nicht aktiv vor Ort beim
Aufbau mithelfen: 17.30 Uhr Nelson-Mandela-Platz
(Nürnberg), südlich vom Bahnhof. Abfahrt spätestens
17.45 Uhr!
Unterstützt wird die Veranstaltung vor Ort von:
Omas gegen rechts Nürnberg, Das Schweigen durchbrechen,
Ver.di Mittelfranken AK Antifaschismus/Antirassismus, SJD
- Die Falken Nürnberg, Junge Stimme e.V, Freundschafts und
Solidaritätsverein e.V., Bündnis 90 / Die Grünen,
Naturfreunde Nürnberg-Mitte, Omas gegen Rechts AlFiMoLa
(Altenfurt, Fischbach, Moorenbrunn, Langwasser),
Linksjugend ['solid], VerLINKung.

Nürnberg: Aktion der Omas gegen rechts AlFiMoLa zum
Gedenktag. Mehr als 100 dieser Blumenväschen wurden in
Nürnbergs Süden aufgestellt (Foto: privat)
Flyer: hier
klicken!
Plakat / Poster: hier
klicken!
(Stand: 9.9.25)
fr.de ("Erster NSU-Mordanschlag wurde vor 25 Jahren
verübt: 'Der Schmerz wird immer größer'", 3.9.25): hier
klicken!, juedische-allgemeine.de ("'Der Schmerz
wird immer größer' - 25 Jahre nach dem ersten
NSU-Mordanschlag", 2.9.25): hier
klicken!
Nürnberg: 300 gegen das extrem rechte "Team
Menschenrechte" (September 2025)
Am vergangenen Montag protestierten etwa 300 Menschen
gegen einen Aufmarsch des extrem rechten "Team
Menschenrechte", das nur etwa 50 AnhängerInnen
mobilisieren konnten. Eine Sitzblockade der rechten Route
bei der Museumsbrücke wurde durch die Polizei aufgelöst.
Wie uns mitgeteilt wurde, zeigte ein betrunkener Rechter
(Zitat aus der Mitteilung: "ein betrunkener AfDler")
den Hitlergruß und wurde deshalb angezeigt. Ein
Gegendemonstrant wurde verletzt, weil ein Polizeipferd auf
seinen Fuß gestiegen ist.
(9.9.25)
Nürnberg: Nazischmierereien an verschiedenen Orten
(September 2025)
Wie uns mitgeteilt wurde, wurden auf Bänken auf der
Schweinauer Buck und am Skatepark am Pferdemarkt in St.
Leonhard Nazischmierereien hinterlassen. Auf Fotos zu
sehen sind Hakenkreuze, Runen und Parolen à la "FCK
ANTIFA".
(8.9.25)
Röthenbach: Razzia bei Ex-AfDler (September 2025)
In Röthenbach bei Altdorf wurde laut nn.de (5.9.25,
paywall) das Anwesen eines ehemaligen AfD-Politikers
durchsucht. Dabei gehe es um den "Verdacht des
Betrugs". Näheres ist derzeit nicht bekannt.
Interessant sind die im Artikel zitierten Bemerkungen von
OrtsbewohnerInnen über den Mann. Laut Nachbarn brülle er
regelmäßig herum, werde als "Dorf-Fascho"
bezeichnet. Und weiter: "Er führt sich auf wie der
Sheriff und terrorisiert die gesamte Nachbarschaft".
(6.9.25)
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